Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Foto: focus.de

Unser ehemals „Soziales Marktwirtschafts-Wunderland“ entwickelt sich immer mehr zu einer knallharten und ungerechten Ego-Gesellschaft, in der viele Menschen ohne eigene Schuld in die Armut rutschen.

Gleichzeitig setzen Unternehmen und Konzerne fast ungezügelt ihr Verständnis vom Recht des Stärkeren durch und weigern sich, angemessene Steuern dort zu zahlen, wo sie ihre Milliarden verdienen. Die Politik sperrt sich, hier für gerechte Spielregeln zu sorgen.

In dieser Zeit, in der die Digitalisierung jeden 2. Arbeitsplatz in Deutschland bedroht und bereits jetzt 13 Millionen Menschen arm sind (jedes 5. Kind!), brauchen wir eine völlig neue Art von menschenwürdiger Grundsicherung – entkoppelt von einem Zwang zur Arbeit, denn Arbeitsplätze für alle wird es in der Industrie 4.0 nie mehr geben.

Bereits schon vor der Bundestagswahl startete die Initiative „freeduce“ eine wichtige Petition mit dem Ziel, das bedingungslose Grundeinkommen innerhalb der nächsten 4 Jahre einzuführen.

Hauke Sann, Gründer dieser Initiative, schreibt hierzu:

Arbeitslos? Arm? Vor 10 Jahren kannte ich Arbeitslose nur aus Erzählungen. Aber Jahr für Jahr trifft es mehr und mehr Bekannte bis hinein in meinen engsten Freundeskreis, die in der Hartz-4-Mühle ihre Ersparnisse, ihre Gesundheit, ihre Menschenwürde und oft die Achtung ihrer Mitmenschen verlieren.

In einer Zeit, in der die Digitalisierung jeden 2. Arbeitsplatz in Deutschland innerhalb der nächsten 10 Jahre bedroht, werden in naher Zukunft noch deutlich weniger Menschen Arbeit finden. Heute schon begegnet uns die Armut Tag für Tag vor unserer Haustür. Wegschauen ist nicht mehr möglich. Und welche Perspektive haben unsere Kinder?

Ich bin als getrennt lebender Vater mit 51 Jahren in ernsthafter Sorge – zur Hälfte festangestellt, zur anderen Hälfte Freiberufler – ob ich in ein paar Jahren noch Arbeit habe und so aus eigener Kraft für unseren Unterhalt sorgen kann. Mein 9-jähriger Sohn lebt 3-4 Tage in der Woche bei mir. Das Geld ist immer knapp, die Reserven für’s Alter habe ich in den schlechteren Jahren als Freiberufler aufbrauchen müssen.

Spätestens als Rentner werde auch ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Grundsicherung angewiesen sein. Und damit einer von jetzt schon 13 Millionen Armen in Deutschland.


Fazit: Mach dich gemeinsam mit allen Betroffenen stark gegen die weitere soziale Spaltung der Gesellschaft. Hilf mit deiner Stimme, eine ernsthafte Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen anzustoßen, die inhaltlich über die bisherige oberflächliche und diffamierende Diskussion („Werden dann alle faul sein?“ „Wer soll das bezahlen?“) weit hinausgeht. Herzlichen Dank!


 

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