Irrglaube der Veganer: Ackerbau kann Tierhaltung nicht ersetzen (?)

Mit obiger Aussage ist ein Artikel auf topagrar.com betitelt und suggeriert, dass aus mehr Ackerbau weniger Tierhaltung resultieren würde.

Siehe: „Mehr Ackerbau anstatt Tierhaltung ist ein Holzweg“

Hierzu ein Kommentar von Astrid Suchanek:

Sehr geehrte Frau Gonder,

leider konnte ich meinen Kommentar nicht auf der hp von topagrar.com einbringen. Es funktionierte nicht. Ich gebe ihn dafür in meinen Verteiler. Ich hätte viel kürzer formulieren können, aber die Leser sollen optimal informiert werden.
Mit freundlichem Gruß
Astrid Suchanek

Während ich den Artikel „Irrglaube der Veganer: Ackerbau kann Tierhaltung nicht ersetzen“ lese, muss ich aufpassen, dass mir nicht schlecht wird. Wer hat die „Ernährungsberaterin“ für diesen, milde formuliert, unbedarften Text bezahlt? Hat sie jemand bezahlt? Hoffentlich stiehlt sich keiner seine Zeit mit dem Lesen dieser Kostbarkeit. Alle Studien mit den gegenteiligen Fakten sind natürlich falsch. Die vielen durch Ernährungsumstellung auf den Veganismus von ihren jahrelangen Krankheiten Geheilten sind alle erfunden. Veganismus ist Irrglaube! Ich dachte immer, Glaube gehört in die Kirche. Die Fitnesstrainer, die Ärzte, die ihren Patienten sagen, dass sie ihre Ernährung auf Obst u. Gemüse mit nur wenig Fleisch umstellen sollten, haben alle unrecht. Zum Veganismus raten die meisten Ärzte aus … Gründen nicht. Frau Gonder weiß das besser. Nicht die fetten und weniger fetten Fleischfresser sind mit Krankheiten gesegnet, sondern die schlanken Veganer – interessant! Von den vielen Krankheiten der Fleischfresser und Milchkonsumenten, die als einzige Spezies den Kindern einer anderen die Muttermilch wegtrinken (wie kriminell ist das denn!), und von Ethik, Sitte u. Moral den Tieren gegenüber hat die Verfasserin noch nie gehört. Das Internet ist voll von Berichten, Videos und Online-Kongressen über die Erfolge des Veganismus. Auch die sattsam bekannten Umweltschäden, die der Fleischfraß auf der Erde anrichtet – völlig unbekannt. Wo lebt die Frau bloß?

„Gonder stellt klar, dass auch Veganer irgendetwas essen müssen.“ Wer hätte das gedacht. Und jetzt kommts:

„Genau hier werde die Willkürlichkeit der Grenzziehung deutlich: „Wer jegliches Leben schützen will, wird verhungern. Das heißt andererseits: es gibt kein Essen, kein Leben ohne den Tod – es muss immer jemand sterben, damit ein anderer essen kann. Der Anbau von Getreide und Bohnen bildet da keine Ausnahme.“ Aha, die Veganer sollten also keine Bohnen und kein Getreide essen, denn dafür muss ja jemand sterben: Schließlich „hatte alles, was lebt, eine Mutter, auch Pflanzen“. Gonder hat vergessen, die Kinder, Omas u. Opas der Pflanzen mit aufzuzählen. Das Sterben gilt auch noch für die „millionenfach im Boden lebenden Einzeller, Würmer und Bakterien, die durch den Anbau von Getreide- und Sojamonokulturen getötet werden“. Für den Pflanzen-Monokulturenanbau, für die Aufzucht der Milld. sog. Nutztiere sterben all die Pflanzenmütter, -kinder, -onkel u. -tanten u. die Bodenlebewesen offenbar nicht. Gonders Logik entsprechend dürften die Schlachtopfer der Menschheit keine „Bohnen und Getreidekörner“, Mais und Soja essen und auf den Weiden grasen, müssten auch die Wildtiere verhungern, denn auch hier sterben die Pflanzenmütter.

Nur bei den Veganern ist ihr aufgefallen, dass Pflanzenmütter für deren Ernährung sterben. Zu diesem Unglück spricht die aufmerksame Frau allerdings die Falschen an. Da muss sie schon die Natur kritisieren, die den Lebenskreislauf leider so eingerichtet hat, dass die herbivoren Tiere sich von den „Pflanzenmüttern“ ernähren – und die Veganer auch, weil sie den Verbrechen an den Tieren keinen Vorschub leisten wollen. Frau Gonder mag sich also gern über die Natur bei einem imaginären Gott beklagen…

Die Autorin übersieht, dass die „Erzeugung tierischer Lebensmittel auf den 3,4 Mrd. ha Weideland“ und in den Tier-KZs eine viel schlimmere, tatsächliche Sackgasse auf vielerlei Weise ist, denn dafür sterben nicht nur die Pflanzenmütter, die Würmer u. die Bakterien, sondern wird die Natur mit ihrem gesamten ökologischen Gefüge vernichtet und geht langsam, aber sicher zugrunde. Das weiß jedes Kind, nur der Wissenschaftlerin hat es noch niemand gesagt.

Und so geht es weiter: Natürlich könne der Mensch auch ohne Fleisch überleben, doch eine rein pflanzliche Kost, wie sie Veganer als besonders gesund propagieren (sie propagieren nicht nur, sie praktizieren), liefere niemals alle Nährstoffe, schon gar nicht für Kinder oder Schwangere.“ Damit sind ja nun die letzten Zweifler aufgeklärt, aber sie merken sicher, daß die Wurst-Expertin sich selber widerspricht. Übermorgen sind alle Veganer tot, auch der stärkste Mann Deutschlands – dumm nur, dass nicht ihnen, sondern den Carnivoren Nährstoffe fehlen und sie die Arztpraxen u. Krankenhäuser bevölkern, was der Krankheitsindustrie schöne Gewinne garantiert. Natürlich können sich auch Veganer mangelernähren und müssen in dem Fall supplementieren, das liegt aber nicht am Veganismus.

Frau Gonder hat wie ihre „aufklärenden“ Vorläufer versehentlich noch weiteres übersehen: All diese Pflanzenmütter und zahllosen anderen Lebewesen sterben auch durch die ganz alltäglichen Aktivitäten der „Krone der Schöpfung“, allein schon beim Laufen über jede Wiese, für Städte- und Straßenbau und alles Mögliche und Unmögliche, wodurch die Lebensräume unserer Tierwelt vernichtet werden. Dazu hat sie nichts zu sagen.

Und DAS ist die letzte Krönung in diesem beeindruckenden Text: „Dass es dennoch Veganer gibt, die sich (noch) bester Gesundheit erfreuen, liegt nach Ansicht der Ernährungsberaterin daran, dass sie zu allermindest Vitamin-B12-Präparate einnehmen.“ Sowas aber auch, nehmen die frech „zuallermindest“ B 12 und sind immer noch gesund, verdammt. Auf diese Art haben sich vor ihr schon viele andere „Experten“ lächerlich gemacht – „im Westen nichts Neues“. Wer diese Lobbyarbeit liest (oder was soll sie darstellen?), weiß, dass er von Gonder nie wieder etwas lesen wird.

Die „Wissenschaftlerin“ Gonder weiß auch mehr als andere Wissenschaftler, die nämlich folgendes empfehlen:

„Der Bioökonomierat forderte kürzlich, die Erforschung alternativer Proteinquellen wie Erbsen, Bohne und Soja zu stärken. Das Beratergremium der Bundesregierung sieht den Schlüssel für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung in dem Ausbau pflanzlicher Eiweißquellen. Die Nutzung alternativer Proteinquellen zu stärken, würde nach Einschätzung des Bioökonomierates vor allem in den Industrieländern die mit der Tierhaltung verbundenen Probleme deutlich entschärfen.“

Man könnte sogar noch weiter gehen, als den Text nur ad absurdum zu führen. Die Menschen vom Veganismus abbringen zu wollen, könnte nicht als Meinungsäußerung, sondern als Straftat angesehen werden, denn sie ist die vorsätzliche Verhinderung der gesunden Ernährung und der Gesundung kranker Menschen. Müttern abzuraten, ihre Kinder vegan zu ernähren, erscheint geradezu kriminell, denn wieviele Schadstoffe sind in Milch und Fleisch enthalten! Die Milch ist daher schädlich und per se ungesund, denn sie ist nicht für Menschenkinder u. die Spezies Mensch gemacht, sondern für die Babies der Kühe, und die haben einen ganz anderen Bedarf.

Wider besseren Wissens so eine vorsätzliche Verdrehung aller Tatsachen zum Schaden der Volksgesundheit in die Welt zu setzen, die Schädigung u. Vernichtung der Natur auf dem gesamten Globus zu ignorieren und die schweren Verbrechen an den Tieren zu befördern, bedarf einer gewaltigen Menge Skrupellosigkeit. Aber wenn man vielleicht gut dafür bezahlt wird… Die kurzen Kommentare zum Beitrag glänzen verdächtig durch niveauvolle Aussagen im gleichen Duktus und mit der gleichen Anzahl Leser-Zustimmung, die nicht mehr veränderbar ist.

Danke, Frau Gonder, für Ihre Steilvorlage FÜR den Veganismus!

(Astrid Suchanek)

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2 Kommentare zu “Irrglaube der Veganer: Ackerbau kann Tierhaltung nicht ersetzen (?)

  1. Die Fleischindustrie greift zu drastischen Luegenmitteln und pharisaeischen Deuteleien, weil sie langsam aber sicher merkt, dass die vegane Lebensweise doch mehr greift, als bisher angenommen! Mit diesen typischen Floskeln der Angstmacherei versucht sie immer und aufs neue dem unsicheren, aengstlichen und mit Sorgen geplagten Buerger den Schreck in die Knochen zu jagen, dass er ohne Fleischkonsum tot umfalle!

    Viele Leute glauben und meinen tatsaechlich, dass man ohne Fleisch erkrankt oder sogar stirbt – und diese frechen Luegen, welche da aufgetischt werden sollen dazu dienen, die vegane Lebensweise in unehrenhafter Weise zu verunglimpfen und zu verleumden.

    Ulrike Gonder verdreht die Fakten, denn entweder hat sie keine Ahnung davon, oder sie ist direktes Sprachrohr der Fleischindustrie, oder beides zusammen! Inzwischen gibt es aber zahllose Aerzte, welche die vegane Lebensweise selbst leben und deshalb Zeugnis ablegen, dass es sehr wohl nicht nur gesuender ist, sich vegan zu ernaehren, sondern dass sogar schwerwiegende Krankheiten wie Herz- und Kreislaufversagen, Krebs oder Diabetes vermieden werden, oder geheilt werden koennen!

    Aber wer ruch- und gewissenlos Tiere mordet wie die Fleischindustrie, der ist auch bereit, Luegen zu verbreiten. Spaetestens nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Welt durchaus imstande, sich fleischlos zu ernaehren, aber die Menschheit hat es bis heute nicht geschafft, diesen entscheidenden Schritt aus dem Mittelalter hinaus in die Neuzeit zu gehen, aus verschiedenen Gruenden wie Gedankenlosigkeit, Empathielosigkeit, Rueckstaendigkeit und eine ganze Menge boesen Willen! Faehrt sie (die Menschheit) auf dieser mittelalterlichen Schiene der Boesartigkeit weiter, wird sie aus dieser Welt weiterhin jene Hoelle schaffen, auf welche inzwischen alles zustrebt – mitsamt dem ganzen Buendel ‚Heiliger Schriften‘ und ‚Oberster Gesetze‘, welche da doch wohl nichts anderes sind, als Unflat in Lettern, welche die Welt eher besudeln als heilen, denn die schlussendliche Wahrheit besitzt nicht der Mensch, sondern die Natur, von welcher er ein verschwindend kleiner Teil ist!

  2. Da kann man sich nur wundern, wer sich alles Wissenschaftler nennen darf, jedoch überhaupt keiner ist!Aber schön: Für genügend Geld bekommt man auch die unter seine Fuchtel, die alles für Geld Schreiben oder Unterschreiben. Haben solche Leute eigentlich keine Kinder oder Enkelkinder? Ist da das Geld wichtiger, wichtiger als ihre eigene Gesundheit und die ihrer Kinder und Enkelkinder und unser aller Zukunft?
    Aber zum Glück gibt es ja auch noch die Sorte anderer Wissenschaftler, die Besseren und von Dummköpfen oft als „Spinner“ achtlos beiseite Geschobenen. Kann man dieser „intellektuellen“ Frau Gonder nicht mal stecken, das Protein ganz alleine nur von Pflanzen hergestellt wird und tierisches Protein eigentlich recyceltes Pflanzenprotein ist … also warum dann Tiere essen … gerade von einem Frugivor, was der Mensch anatomisch, biologisch und biochemisch nun mal ist. Sorry, aber als nicht studierter Mensch frag ich mich was wird auf diesen Unis gelehrt und gelernt? Aufklärung tut hier bitter Not – durch alle Schichten der Gesellschaft und all jene, die wissentlich für eine Industrie lügen, Fakten falsch darstellen und falsch Berichten, müssen blossgestellt werden – und das öffentlich! Punkt!

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