Mein einsamer Weg mit den Tieren

Waehrend in frueheren Beitraegen meine Tierschutz-Erlebnisse der Vergangenheit zu Worte kamen, so moechte ich heute einige Gedanken zur aktuellen Tierschutz-Lage weitergeben! Es sind Gedanken, welche mich – und sicher auch viele andere Tierschuetzer und Tierfreunde taeglich begleiten. Denn es gibt keinen ernsthaften, tierlieben Menschen, der gedankenlos den Ort und die Zeit durchschreitet, welche ihm in dieser kurzen Erdenzeit zugemessen wurden. Ja – ich moechte sogar sagen: der Tier- und Naturfreund ist einer der nachdenklichsten Menschen ueberhaupt. Uns ist nichts egal! Waehrend Politiker anlaesslich der grossen Konferenzen-Sause ihre Sektglaeser anstossen und Kravatten zurechtruecken, um in moeglichst glaenzendem Lichte vor den Kameras zu agieren, wirken und handeln wir im Stillen, dort wo niemand hinschaut – und wo keine Kameras die Ecken des Leides ausleuchten!

Jedes Lebewesen ist gleich wertvoll, ob es nun anthropomorphe Zuege traegt oder nicht!
„Ein Kaefer spuert den Schmerz in gleicher Weise wie ein Riese“
(William Shakespeare)

Seit meiner Kindheit – und insbesondere heute, wo mein Weg immer einsamer wird, begleiten mich die Tiere, aber auch die Pflanzen, ja die ganze Natur auf Schritt und Tritt! Und dies nicht nur aeusserlich, sondern im Geiste! Nie verlassen mich die schmerzerfuellten Augen jener Tiere, welche in den Schlachthoefen, Versuchslabors, Pelzfarmen und Fallen, Stierkampfarenen, dem ewigen Eis, oder in anderen schrecklichen, eine Ewigkeit dauernden Momenten, von der Bestie Mensch zutode gequaelt werden!

Aber im Unterschied zu vielen Menschen, denen die Einsamkeit schwer aufs Herz drueckt, liebe ich die Abgeschiedenheit und das Alleinsein – ein Gefuehl, welches sich mit zunehmendem Alter noch steigert! Ich bin des Menschen muede! Diese Menschen-Muedigkeit nimmt manchmal physische Dimensionen an – und dann denke ich mich ganz alleine auf einem hohen Berg, einer Insel oder einer gruenen Wiese, umgeben von unzaehligen Tieren, die keine Furcht haben und die nicht zutode gequaelt werden! Diese Vorstellung wirkt auf mich wie ein Jungbrunnen, der mich staerkt, um Texte, wie diesen hier zu schreiben, bevor ich wieder in die brutale Realitaet gezerrt werde, die da keinen Platz laesst fuer gruene Traeume!

Alle Tiere dieses Planeten beduerfen unseres Schutzes und unserer Einfuehlsamkeit und Liebe wie nie zuvor, denn der Mensch schuldet dies der ganzen Natur, die ihn ernaehrt und die seine Mutter ist! Jedes Lebewesen ist ein Begleiter auf unserem Lebensweg – es geht mit uns denselben Weg der Natur – und wir haben nicht das mindeste Recht, irgendein Wesen zu quaelen, auszubeuten und zu toeten! Jeder Mensch ist gehalten, von der Natur nur jene Fruechte, Nuesse und Gemuese entgegenzunehmen, die ihn erhalten, ohne daraus irgendeinen Profit zu ziehen, so wie es gewisse Naturvoelker taten und heute noch tun!

Wir koennen von den Maeusen etwas lernen! Sie sind ueberaus bescheidene Lebewesen, welche sich ausschliesslich von Weizen und Korn ernaehren – in allen seinen Formen: Brot, Zwieback, Biskuits, Kuchen, ein hart gewordenes Stueck Pizza – eben alles, was mit Korn und Weizen zu tun hat! Also in einem Kornspeicher sind sie ungeeignet, aber in einer Kueche wie der meinigen stets herzlich willkommen, denn sie nehmen absolut nichts anderes zu sich – und somit bin ich froh, ihnen mein trockenes Brot geben zu koennen, dazu etwas Wasser und ab und zu verwoehne ich sie natuerlich mit Keksen oder Kuchen, damit es ihnen nicht langweilig wird – und so leben wir in einer steten Symbiose unter einem Dach! Naechstens werde ich mehr darueber berichten!

Es ist dem Menschen gegeben und seine Spezialitaet, die Schoenheit der Natur bewundern zu duerfen – und damit soll er es bewenden lassen! Die Natur ist ein Kunstwerk in jeder Beziehung, welche fuer den Schoenheitssinn des Menschen eine ganz spezielle Bedeutung hat! Der Mensch muss lernen, mit der Natur zu leben, ohne in sie einzugreifen oder sie zu veraendern, nach dem taoistischen Prinzip des Nichteingreifens und Nichtverletzens! An diversen Orten dieser Erde sind nun neue Bestrebungen in Gange, die vorsehen, dass z.B. die Daecher der Hochhaeuser in Naturgaerten verwandelt werden mit Baeumen, Gemuese und Blumen fuer die jeweiligen Bewohner! Dies finde ich eine sehr gute Idee, welche hoffentlich in Zukunft regen Zuspruch finden wird!

Dorthin sehen, wo die Politiker nicht hinsehen – das ist Lebenskunst!

Diese Diamanten gefallen mir besser, als jene der Zuercher Bahnhofstrasse!

Empathie ist eine Eigenschaft, welche wir von Tieren lernen koennen

Mit diesem sehr friedlichen Moment in der Natur verabschiede ich mich fuer heute von meinen lieben Freunden – Eure Claudia im Tierschutz

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3 Kommentare zu “Mein einsamer Weg mit den Tieren

  1. Liebe Natur Freundin, lieber Wolfgang, liebe Freunde,

    fuer uns Tier- und Naturfreunde ist das taegliche Erlebnis an der Seite unserer Mitgeschoepfe ganz wesentlich! In meinen Vortraegen spreche ich ganz besonders diese Gruppe von Menschen an, nicht ohne die Hoffnung, dass doch ab und zu ein verirrter Wanderer sich einfindet, welchem dieses Glueck bisher noch nicht beschieden war – und der sich durch meine Vortraege inspirieren laesst!

    Wer mit offenen Augen durch die Natur geht und jedem Lebewesen, ob gross oder klein, seine Aufmerksamkeit schenkt, lebt ein reiches Leben! Derjenige, der die Lebewesen, mit denen er diesen kostbaren Planeten teilt, nicht beachtet, ist ein Bettler in seinem Innersten Wesen und fuer ihn gilt, auch wenn er eine volle Geldboerse hat, folgender Spruch: ‚Ein reicher Mann ist ein armer Mann mit sehr viel Geld‘!

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