Wie wir Mord und Grausamkeit zur Normalität erklären

Beitrag von Bloggerin, Autorin und Tierschutz-Aktivistin Bettina Schneider vom 06. Sept. 2017

Rebloggt von guteskarmatogoblog.wordpress.com

Der ganz normale Wahnsinn!

Stich einen Hund in den Hals: „Tiermörder!“
Stich einem Schwein in den Hals: Der Kreislauf des Lebens

Schneide einem Rhinozeros das Horn ab: „Wilderer Abschaum! Hängt ihn!“
Schneide einem Bullen das Horn ab: Routinemäßige Enthornung

Hacke einem Hund brutal den Schwanz ab: “Tierquäler!“
Hacke einem Lamm ohne Betäubung den Schwanz ab: Schwanz kupieren

Schiebe deine Faust in die Vagina einer Katze und pumpe sie voll mit Sperma: „Perverser, verdorbener, Tierschänder!“
Schiebe deine Faust in die Vagina einer Kuh und pumpe sie voll mit Sperma: Künstliche Besamung

Sperre eine Katze für 5 Monate in einen Käfig: „Elender Tierquäler!“
Sperre ein Schwein für 5 Monate in einen Kastenstand: Qualitätsgesichertes Fleisch

Töte einen Löwen und posiere für ein Bild neben dem Leichnam: Von der Weltpresse angeprangert!
Töte ein Schwein und posiere auf einem Foto mit der Leiche: „Schön! Um wie viel Uhr beginnt das Grillen?“

Züchte Hunde nur für den Zweck, ihnen die Kehle durchzuschneiden: „Was für eine widerliche und abscheuliche Idee! Schließt diesen Ort sofort!“
Züchte Puten mit dem alleinigen Zweck, ihnen die Kehle durchzuschneiden: „Sie wurden für diesen Zweck gezüchtet!“

Ein Rudel Hunde in eine Gaskammer: Nazidenken
Eine Herde Schweine in eine Gaskammer: Nahrungskette

Koche einen Hund lebend: „Grausam. Barbarisch. Grotesk!“
Koche einen Hummer lebend: Gehobene Küche

Schneide brutal eine Falte der Haut von Rücken einer Katze: „Böser, verdorbener Schänder eines hilflosen Tieres!“
Schneide eine Falte der Haut vom Rücken eines Schafes: Mulesing ( Routinemäßige Entfernung der Haut um Schwanz und After, um Fliegenmaden zu verhindern)

Brich einer Amsel das Genick: „Psychopath!“
Brich einem Huhn das Genick: Bäuerlicher Familienbetrieb von nebenan

Schieße einem Hund mit einem Bolzenschussgerät in den Kopf: „Widerlicher Sadist!“
Schieße einer Kuh mit einem Bolzenschussgerät in den Kopf: Humanes töten

Befreie einen Hund aus einer chinesischen Hundefleisch-Farm: „Held!“
Befreie eine Ratte aus einem Tierversuchslabor: Terrorist

Verzichte auf den Verzehr von Kakerlaken Erbrochenem: „Normal!“
Verzichte auf den Verzehr von Bienen Erbrochenem: Extrem, viel zu radikal

Verurteile jemand der Hunde und Katzen quält: „Gutherzige, mitfühlende Seele!“
Verurteile jemand der Schweine und Kühe quält: Militanter, religiöser Fanatiker

Wenn sich jemand unermüdlich gegen den Hundefleischhandel einsetzt: „Ein wunderbarer Mensch! Mach weiter so!“
Wenn sich jemand unermüdlich gegen den Hühnerfleischhandel einsetzt: „Spinner! Du wirst nie etwas verändern!“

Hunde in einen überfüllten LKW auf einen mörderischen 1.000 Kilometer Transport zu packen, nur damit sie im Ausland brutal geschlachtet werden können: „Tierquäler, Abschaum!“
Schafe in einen überfüllten LKW auf einen mörderischen 1.000 Kilometer Transport zu packen, nur damit diese im Ausland brutal geschlachtet werden können: Export von Waren

Töte eine Katze für ein religiöses Fest und segne ihren Leichnam mit Gottes Gnade: „Unzivilisierter Barbar!“
Töte einen Truthahn für ein religiöses Fest und segne seinen Leichnam mit Gottes Gnade: Weihnachten

Reiße einem Papagei die Federn aus: „Kranke Persönlichkeit!“
Reiße einer Gans die Federn aus: „Wow, diese Kissen sind so weich!“

Ziehe einem Hund das Fell ab und trage es anschließend stolz: „Kranker Psychopath!“
Ziehe einer Kuh das Fell ab und trage es: Fashion statement

Hundefarm: „Dämonisch! Das ist das Werk von Satan höchstpersönlich!“
Schaffarm: „Gott hat die Schafe für uns erschaffen. Wir sollen sie uns untertan machen.“

Töte einen Welpe und iss ihn: „Feiger Bastard! Wie kannst Du nur ein wehrloses Lebewesen töten!“
Töte ein Huhn und iss es: „Wir haben uns weiter entwickelt als sie es getan haben und stehen nun einmal an der Spitze der Nahrungskette.“

Jage eine bedrohte Spezies bis sie fast ausgestorben ist: „Beschämend! Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um sie weiterhin zu bewahren!“
Fische eine Spezies großer Fische, bis sie fast ausgestorben ist: „Thunfischsalat, möchte noch jemand?“

Der englische Original Text stammt von (c) George Martin, mit dessen freundlicher Genehmigung ich ihn hier in der deutschen Übersetzung veröffentlichen darf. Thank you so much, dearest George for that excellent text!

Quelle: guteskarmatogoblog.wordpress.com

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Ein Kommentar zu “Wie wir Mord und Grausamkeit zur Normalität erklären

  1. Jede Spezies unter der Sonne, ob Hund oder Schwein, Katze oder Kuh, Delfin oder Forelle, wird von der Bestie Mensch gequaelt, parasitiert und gemordet, da gibt es keinen Unterschied! Hunde werden in China genauso gefressen, wie in der Schweiz oder Italien, Suedamerika oder Afrika – und so alle anderen Spezies auch! Keine hat einen Vorteil vor der anderen! Der Mensch ist der grosse Henker aller Kreaturen weltweit – und wir Tierrechtler klagen an! Das grosse Dilemma an der Sache ist nun dies: Wir haben den Taeter und den Klaeger, ja sogar die Geschworenen – aber es fehlt der Richter und mit ihm die Gerechtigkeit! Justizia sitzt irgendwo in den Wolken und lacht sich eins!

    Es gibt fuer uns keine Anlaufstelle – keinen hoechsten Richter, weder einen himmlischen, noch einen irdischen! Waehrend unser Gegner sehr wohl seine Teufel hat, deren er sich bedient und die er an die Wand malt – haben wir nichts! Nun frage ich mich nochmals: haben wir wirklich nichts? Wenn wir das Schachbrett der Welt betrachten, so haben wir tatsaechlich nichts – nur die koeniglichen Herrschaften, die Soldaten, Tuerme, Ritter und Laeufer – aber da wurde wohl jemand absichtlich vergessen – und genau der ist der letzte und absolute Trumpf in meiner Hand: der Tod! Und dies rufe ich taeglich von den Daechern und fluestere es der zweibeinigen Bestie in die Ohren!

    Der Tod ist die absolute Gerechtigkeit selbst, denn er holt AUCH den Menschen, da hat dieser keinen Vorteil vor den uebrigen Lebewesen – er kann sich nicht freikaufen mit dem Leben des Tieres, des Baumes oder der Berge! Der Tod ist ihm sicher! Er holt ihn wo und wann er will, ohne zu warten, ohne zu fragen und ist immer puenktlich – meistens dann, wenn der Irrwicht Mensch sich gemuetlich eingerichtet hat mit Kindern und Enkelkindern! Wie gerne wuerde er (der Irrwicht Mensch) sich freikaufen mit Hekatomben von Tieren, ja er wuerde sie eigens dafuer zuechten im Schnellverfahren, wobei diejenigen Tiere, welche sich am schnellsten vermehren den ersten Rang einnaehmen – Freikauf vom Tode durch eine Milliarde von Ratten! – Aber es geht nicht! (Ein perverser psychologischer Versuch ist ja die Vivisektion, aber die Sache greift nicht). Im Todesschlaf sind sie in Sicherheit (die Tiere), wie uns der beruehmte Spruch sagt! Dem Menschen genuegt er nicht, der Spruch, der will fuer sich das ewige Leben, nicht bevor er es den anderen de facto und de religio gestohlen hat!

    An dieser Stelle atme ich fuer einen Moment auf und fuehle eine gewisse Beruhigung und Genugtuung, denn ist nicht diese eben geschilderte unverbruechliche Tatsache des natuerlichen Todes fuer ALLE, der Beweis der absoluten Gerechtigkeit selbst!

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