A Little Girl Loves A Big Elephant

Pooja & Shanti: Eine besondere Freundschaft

Pooja ist ein mutiges Mädchen mit einem großen Herz für Tiere. Sie verbringt jedes Jahr die Wintermonate mit ihren Eltern in Indien. In einem Dschungelreservat lernt die sechsjährige Pooja, die Elefantendame Shanti kennen. Zwischen den beiden äußerlich so verschiedenen Wesen entsteht über viele Jahre eine wunderbare Freundschaft. Pooja lernt Shanti zu pflegen und für sie zu sorgen. Shanti erwidert diese Zuneigung auf vielerlei Art.

Am 26. April 1999 wird Pooja in Asien geboren. Ihre Eltern, Jessica Marske und Carsten Fricke, sind Journalisten und stammen aus Hamburg. Ab 2002 lebt die Familie halb in Indien und halb in Deutschland. Pooja lernt Englisch und fühlt sich in einem kleinen Dorf im indischen Bundesstaat Goa mehr zu Hause als in Hamburg. Sie besucht in Indien den Kindergarten, eine Vorschule und die erste Klasse einer privaten indischen Schule.

Pooja liebt Tiere. Wenn sie in den Wintermonaten mit ihren Eltern in Indien ist, füttert sie Straßenhunde, nimmt Katzenwaisen auf und lässt sich von Affen liebevoll lausen. Als Pooja fünf Jahre alt ist, lässt sie ihren Eltern keine Ruhe: Sie möchte einmal einen richtigen Elefanten sehen, einen ganz großen! Der Wunsch des kleinen blonden Mädchens führt die Familie 2004 in einen ganz neuen Lebensabschnitt: Die Eltern fahren mit Pooja in den Nationalpark Mudumalai im Süden Indiens. Hier leben Elefanten in freier Wildbahn. Pooja ist begeistert: So viele Elefanten zu sehen – das hat sie sich selbst in den kühnsten Träumen nicht erhofft.

Die Familie schlittert in ein Thema, das sie bis heute nicht mehr losgelassen hat: Sie erfahren Elefanten als die zärtlichsten Tiere der Welt – und spüren gleichzeitig das große Leid, das viele gefangene Elefanten ertragen müssen. Von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichten Pooja und ihre Eltern in dem Buch »Pooja, das Elefantenmädchen«, das 2006 erschienen ist sowie aber auch in dem auf DVD erhältlichen Dokumentarfilm »Pooja und Shanti«.


In Indien leben offiziell 3.500 Elefanten in Gefangenschaft. Die meisten dieser Elefanten wurden aus der Wildnis gefangen. Der Kontrast zwischen der Verehrung dieser Tiere als Gottheit und dem würdelosen Leben in Ketten, das sie führen, könnte nicht größer sein. Die indische Bevölkerung liebt die Elefanten, bringt ihnen in Tempeln Geschenke dar und hofft, von ihnen gesegnet zu werden – doch die lebenden Götter sind eine vom Menschen ausgebeutete Kreatur.

Die aus der Wildnis gefangenen Elefanten müssen gezähmt werden. Das hört sich harmlos an, ist aber ein grausamer Akt, in dem das Tier physisch und psychisch gebrochen wird. Ein Drittel aller Wildfänge stirbt während dieses Prozesses. Der Mahout muss das Tier dominieren, um es befehlen zu können. Der Unterschied in Statur und Kraft zwischen Mensch und Elefant kann nur durch Brutalität und psychischen Druck ausgeglichen werden, so glaubt man in Indien. Das Tier wird diagonal angekettet und von mehreren Mahouts mit Stangen, Stöcken und Haken malträtiert und in einen konstanten Zustand von Angst versetzt. Oft wird der Wildfang unter Wasser-, Nahrungs- und Schlafentzug gesetzt sowie ungeschützt der Sonne ausgesetzt, um das Tier zusätzlich zu schwächen.

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Ein Kommentar zu “A Little Girl Loves A Big Elephant

  1. Ich habe vor längerer Zeit einmal ein Video dieses grausamen Zähmungsprozesses gesehen. Es war nicht zu ertragen, was diesem armen kleinen Elefanten zugefügt wurde.

    Ich verstehe die Rolle, die dem Elefanten im Tempel zugedacht wird, aber dennoch wünsche ich mir, dass die Inder darüber nachdenken, ob diese Prozedur heute noch durchgeführt werden sollte.
    Im verlinkten Video über Poojas Freundschaft mit Shanti, wird durchaus darauf hingewiesen, dass viele Elefanten nicht gut behandelt werden.

    Gut finde ich, dass es eine Organisation gibt, die vorhat, konfiszierte Tempelelefanten in einem Schutzzentrum ein artgerechtes Leben bieten zu können.

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