Wieder wurde ein Wolf erschossen!

Von Thorsten Hardel

Wenn auf den Färöer-Inseln Menschen sinnlos Wale schlachten, wenn reiche Geschäftsleute in Afrika Löwen in Reservaten abschießen, wenn Menschen Elefanten schießen, um in ihrem Freundeskreis als besonders cool zu wirken, dann empört man sich. Da übernimmt man auch gerne mal eine Patenschaft für den sibirischen Tiger oder für Elefanten. Es kann ja wohl nicht sein, dass andere Menschen Tiere ausrotten.

Nunmehr wurde der 24ste illegal in Deutschland getötete Wolf bestätigt. Und nun werden sie wieder diskutieren. Die Jäger, die jegliche Schuld von sich weisen werden, weil ja jeder irgendwie an Jagdmunition kommt. Die Politiker, die zwar permanent die Bejagung des Wolfes fordern, es aber natürlich so nicht gemeint haben und die Schäfer, die zwar keinen Wolf wollen, aber ihm ein menschenleeres Plätzchen irgendwo weit weg zugestehen würden.

Ich könnte kotzen. Kotzen über die Politiker, die den Wolf dazu benutzen um auf Stimmenfang zu gehen und welche die Gesetze zum Schutz des Wolfes aufweichen wollen, um Jägern die Möglichkeit der legalen Bejagung geben zu können. Und in diesem Sumpf aus Dummheit und politischem Herumgebalze suhlen sich die Wilderer unseres Vorzeigestaates. Aufgrund der Gewissheit schweigender Jagdkameraden und einer mahnfeuerabrennenden Gesellschaft besorgter Viehhalter können sie sich recht sicher fühlen, nicht erwischt zu werden.

Also werden wir weiter auf die Länder zeigen, die illegal wilde Tiere töten und dank Korruption dabei das eine oder andere Auge zudrücken, während bei uns Wölfe geschossen und in Seen versenkt oder ihnen einfach die Köpfe abgeschlagen werden. Es wird mal Zeit, dass die verantwortlichen Verbände und Parteien ein klare Linie fahren und sich für eine geschützte Tierart stark machen. Maßstäbe, die wir an anderen Ländern anlegen, sollten auch hier gelten. Und es sollte nicht mehr toleriert werden, wenn Jäger und Politiker direkt oder indirekt den Abschuss der Wölfe fordern.

(Siehe Artikel: „Toter Wolf aus dem Schluchsee wurde erschossen“)

Seit Jahren zeichnet sich ab, dass die Wölfe auch nach Bayern zurückkehren. Jetzt gibt es das erste Rudel seit 150 Jahren und Bauern einerseits und Umweltschützer andererseits streiten über den richtigen Umgang. Der Disput zieht sich bis in die Staatsregierung. So fordert Agrarminister Helmut Brunner (CSU) einen gelockerten Schutzstatus des Wolfes und wolfsfreie Zonen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn kritisierte Brunners Vorschlag zu wolfsfreien Zonen scharf. «Kaum gibt es in Bayern Wolfswelpen, fällt der CSU nichts anderes ein, als sie abknallen zu wollen.» «Brunners «wolfsfreie Zonen» sind bei einem Tier, das so weit wandert und neue Reviere sucht, totaler Quatsch – eine Umsetzung dieses Vorschlages würde auf massive Abschüsse hinauslaufen.»
Quelle: proplanta.de


Warum werden wir so gequält?

Direkt nach ihrer Geburt entscheidet der Mensch ihr Schicksal: Entweder droht die Vergasung, die Mast oder der Missbrauch als Brutmaschinen in engen, dunklen und überfüllten Käfigen. Würden wir die Sprache der Hühner verstehen, so würden sie uns fragen: „Warum?“.

Die Eierindustrie kennt die Antwort, denn für sie gehört das Quälen von Hühnern zum Prinzip der Gewinnmaximierung. Die Eierindustrie vernichtet jährlich ca. 50 Millionen männliche Küken, indem sie die Tiere kurz nach ihrer Geburt vergast oder schreddert! Der Grund dafür: Männliche Küken gelten als „unwirtschaftlich“, da sie keine Eier legen und zu langsam Fleisch ansetzen. Laut Tierschutzgesetz ist das strafbar, für die Eierindustrie jedoch bisher ohne Konsequenzen.

Im Zuge einer Anzeigen-Kampagne hat PETA alle Brütereien in Deutschland wegen des Tötens männlicher Küken angezeigt. Insgesamt hat PETA knapp 25 Anzeigen mit einem Umfang von ca. 400 Seiten erstattet, die Wissenschafts- und Kommentarliteratur umfassen, um den Staatsanwaltschaften entsprechendes Material an die Hand zu geben.

Der Verbraucher glaubt, mit dem Griff zu vermeintlich artgerecht produzierten „Bio-Eiern“ aus „Bodenhaltung“ den Schaden für die Hühner zu begrenzen. Was er jedoch meist nicht weiß, wenn er im nächsten Regal zu Produkten wie Nudeln, Keksen oder Fertiggerichten greift: In all diesen Produkten sind Eier aus tierquälerischer Käfighaltung verarbeitet. Neue PETA-Recherchen zeigen schockierende und kaum auszuhaltende Aufnahmen in der Käfig- und Bodenhaltung: Brustblasen, Vogelmilbenbefall, eingeklemmte Flügel, gebrochene Beine, entzündete Eileiter. Diese Hühner können nicht aufhören, Eier zu legen, denn der Mensch hat sie durch jahrelange Züchtung zu Eiermaschinen degradiert.

Quelle: peta.de

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3 Kommentare zu “Wieder wurde ein Wolf erschossen!

  1. Und genau aus diesem Grunde bin ich gegen das Auswildern von Woelfen und anderen Grosstieren, denn dies geschieht oft oder allermeistens nur deshalb, um sie nachher ermorden zu koennen! Besonders verwerflich: der vermeintliche Tier- und Naturschuetzer Nicolas Hulot, der jetzt als Minister in der franzoesischen Regierung sitzt, hat den Abschuss auf 40 Woelfe freigegeben! Ausserdem hat er bis jetzt zugunsten der Stiere kein einziges Wort ueber seine Lippen gebracht! Aus dem eifrigen Anti-Stierkampf-Verfechter, der im Ehrenkommittee des FLAC sitzt und das Manifest des CRAC unterschrieb, ist eine obskure Schattenfigur geworden, welche die Tiere schmaehlich im Stiche laesst!

  2. Bei den Wölfen in Deutschland handelt es sich größtenteils um zugewanderte aus Polen.
    Aber ich muss Claudia recht geben was die Auswilderung betrifft. In unserem dicht besiedelten Land ist kein Platz mehr für diese Tiere. Wenn sie nicht abgeschossen werden, werden sie überfahren. Bei den ausgewilderten Bibern ist es das gleiche Problem. Bayern hat sie z.T. bereits zum Abschuss frei gegeben. Es sind die sogenannten Naturschützer, die diese Auswilderung vorantreiben. Ihnen ist das Schicksal einzelnen Tiere gleichgültig.

  3. Wahrscheinlich werdet ihr mich lynchen, aber ich sage mal etwas sehr ketzerisches: Wölfe sind prima in großen Wäldern. Dort gehören sie hin, in unserer engen Welt sind sie in der Tat ein Problem.

    Ich war letzte Woche im Norden SHs, um Urlaub zu machen. Bin auch durch die Landschaft gefahren und habe viele Rinder mit Kälbern, Schafe mit Lämmern und Pferde mit Fohlen auf den Weiden gesehen.
    Stellt euch vor, was geschieht, wenn die Wölfe auch in diese Gegenden vordringen. Die Bauern und sonstigen Tierbesitzer werden ihre Tiere nicht mehr auf die Weiden lassen, was ihr sowieso oftmals nicht allzu langes Leben sehr verarmen würde. Herdenschutzhunde sind teuer in der Anschaffung und im Unterhalt, das werden sich nur wenige leisten können.

    In SH gibt es nur wenige Wälder. Diese wenigen Wälder werden gern von Leuten mit Hunden genutzt. Werden sie dort noch ihre Hunde ausführen können, wenn dort Wölfe einziehen? Werden Kinder noch allein im Wald sein können?

    Wölfe mögen in Brandenburg, wo es viel Platz gibt, kein Problem sein, aber Westdeutschland ist in vielen Ecken sehr dicht besiedelt. Das könnte wirklich ein Problem werden.

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