Der Schein trügt: Hasskriminalität gegen Lesben und Schwule nimmt stetig zu

Die erst kürzlich erfolgte Zustimmung zur Ehe für alle täuscht darüber hinweg, wie der Alltag für Schwule und Lesben in Deutschland tatsächlich aussieht, denn die Gewalt gegen Homosexuelle ist dramatisch angestiegen. Doch muss eine demokratische Gesellschaft nicht auch Schwulen und Lesben garantieren, jederzeit und an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung diesem Anderssein entsprechen zu dürfen? Doch auch in Deutschland und trotz der „Ehe für alle“ ist das für Lesben und Schwule oft nicht möglich. Denn rechtliche Gleichstellung ist das eine, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch das andere.

Im diesbezüglichen Artikel aus der Huffingtonpost heisst es weiter :

130 Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung meldet das Innenministerium bislang für 2017. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von über 27%. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das Berliner Anti-Gewalt-Projekt nennt für 2016 mehr Zahlen allein für Berlin als das Innenministerium für ganz Deutschland. Es wird von einer Dunkelziffer von 80-90% ausgegangen. Rechnet man die Zahlen hoch, dann sind das weit über 2.000 Fälle pro halben Jahr oder sechs Fälle pro Tag.

Lesben und Schwule sind nicht unvorsichtig. Gehen nicht überall Hand in Hand, küssen sich nicht zum Abschied oder zur Begrüßung, meiden bestimmte Situationen, nehmen nicht unbedingt nachts öffentliche Verkehrsmittel oder outen sich nicht immer beiläufig bei Kolleginnen, im Sportverein, in der Schule oder bei Nachbarn. Diese Vermeidungsstrategien zeugen auch von Unsicherheit, von Furcht vor Alltagshomophobie. Das ist eine erhebliche Einschränkung von Freiheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Hasskriminalität gegenüber Lesben und Schwulen ist die massivste Ausdrucksform von Homophobie. Grundlage sind oft Vorstellungen von „richtigen“ Männern und Frauen, Heterosexualität gilt als sozial erwünscht. Homosexualität gilt dann wahlweise als falsch, „Sünde“, „Krankheit“, „widernatürlich“, „eklig“, „nicht okay“, „Phase“, „defizitär“, „unerwünscht“.

Lesben und Schwule werden in dieser Logik dann als Normbruch, als Provokation, als Bedrohung empfunden. Darum werden sie stigmatisiert und abgewertet, tabuisiert und ignoriert, sanktioniert und auch bestraft. Beleidigung, Bedrohung oder Gewalt haben bisweilen massive gesundheitliche Folgen für die Betroffenen. Viele Lesben und Schwule können davon berichten.

Quelle: huffingtonpost.de


Über unser krankes Gesundheitswesen in Deutschland :

Patienten, die auf dem Flur liegen müssen, Ärzte, die wie am Fließband arbeiten und immer viel zu frühe Entlassungen. Huffingtonpost-Gastautor Raimund Schmid hat Krankenhäuser in ganz Deutschland untersucht, sein Fazit: „Wehe du wirst krank“!
Z u m   A r t i k e l …..

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