Lohnt sich wählen überhaupt noch?

Foto: Fotolia/Zerbor

Wählen war noch nie so wichtig wie bei der bevorstehenden Bundestagswahl.

„Die Parteien und die Medien haben sich den Staat auf dem Rücken der steuerzahlenden Bürger zur Beute gemacht. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel gegen das „Pack“ in der Gosse. Die Geschichtsbücher sind voll von Beispielen in Dekadenz untergehender Reiche.“

Von Michael Mannheimer

Geschichte wird daher nicht nur von der Entwicklung der Produktionsmittel gemacht, wie der Marxismus fälschlicherweise behauptet. Geschichte wird vor allem auch immer wieder von charismatischen Persönlichkeiten gestaltet. Ob im Guten oder im Bösen.

Warum jeder, der sich der Bundestagswahl verweigert, seine Stimme an Merkel verschenkt :

Was die Wahl im September anbetrifft, kann es nur eine Botschaft gehen: JEDER MUSS wählen gehen. Wirklich jeder.

Besonders jene, die bislang – ob aus Faulheit, aus politischem Desinteresse oder aus Protest – den Gang zur Wahlurne verweigert haben. Denn wenn überhaupt noch etwas zu retten ist am Untergang Deutschlands, dann durch die kommende Wahl, die als Schicksalswahl der Deutschen in die Geschichte eingehen wird.

Denn jeder, der nicht wählen geht, gibt seine Stimme nach mathematischer Logik dem politischen Gegner.

Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen:

Rechenexempel 1

Angenommen, es gäbe nur 10 Wahlberechtigte in Deutschland und zwei Parteien. Die eine Partei A ist gut, die andere Partei B ist böse. Die Stimmenverteilung auf die beiden Parteien sei 50 Prozent. Das heißt: Wenn alle Wähler zur Wahl gingen, hätten A und B je 50 Prozent. Und es gäbe ein Patt.

Geht aber auch nur ein einziger jener Wähler, der gegen die böse Partei B ist, nicht zur Wahl, so haben die Bösen bereits gewonnen. Und zwar mit 5:4 Stimmen für sich.

Rechenexempel 2

Was im Kleinen gilt, gilt auch im großen. Wenn 500.000 potentielle Wähler, die die Nase voll haben von Merkel und Co, ihre Stimmen verweigern, so wirkt sich das mit einem Plus von 500.000 Stimmen auf Seiten der Altparteien aus. Und führt zwangsläufig dazu, dass Merkel wieder Bundeskanzlerin wird.

Die größte deutsche Partei ist die Partei der Wahlverweigerer

Doch noch sind wir mit unseren Betrachtungen nicht am Ende. Denn wir haben die mit Abstand größte deutsche Partei vergessen, die das Schicksal Deutschlands prinzipiell in der Hand hat: Es ist die Partei der notorischen Wahlverweiger.

Ihre Größenordnung bewegt sich bei 35-40 Prozent aller Wahlberechtigten. Wenn diese geschlossen zur Wahl gehen würden, wären Merkel und ihr Regime über Nacht obsolet.

Daher ist es geradezu eine Pflicht, dass ein jeder von uns die Wahlverweigerer aus seinem unmittelbaren Bekannten- und Freundeskreis aufklären muss. Und sie zur Wahl bewegen muss. Wenn es sein muss, mit sanftem Druck. An ihnen allein liegt die Zukunft Deutschlands.

Denn die Wahlverweigerer – alle Untersuchungen dazu zeigen dies – sind in aller Regel und ihrer großen Mehrheit weder links noch extrem rechts, sondern stammen aus der bürgerlichen Mitte.

Wenn sie wählen gehen, werden sie also ihre Stimmen kaum den linken Bundesparteien geben. Und schon gar nicht den Grünen. Wenn sie wählen gehen, werden die Grünen auch nicht mehr bei 10-15 Prozent landen, sondern könnten sogar an der 5-Prozenthürde scheitern. Denn die absolute Anzahl der Wähler – jener Menschen, die ihre Stimme an der Wahlurne abgeben haben – relativiert den Prozentsatz der erhaltenen Stimmen jeder einzelnen Partei: je mehr Wählen gehen, desto geringer ist das Endergebnis in einer Demokratie, bei der mehr als nur zwei Parteien zur Wahl antreten.

Rechenexempel 3

Um dies nochmals zu verdeutlichen, gehen wir auf unser Anfangsbeispiel zurück: Wenn von den (fiktiven) 10 Wählern nur ganze 2 wählen gingen und 8 zu Hause bleiben – und diese 2 Wähler ihre Stimme den Grünen geben sollten, wären die Grünen mit 100 Prozent der Mandate im Bundestag vertreten.

Jede Stimme an eine andere Partei ist eine verlorene Stimme. Denn es wird außer der AfD keine andere Partei schaffen, die 5-Prozenthürde zu knacken. Um dies jenen, die dies nicht verstehen, zu verdeutlichen:

Rechenexempel 4

Angenommen,es stehen zur nächsten Bundestagswahl 8 „rechte“ (das heißt konservative) Parteien zur Wahl an. Angenommen, jede einzelne dieser 8 Parteien bekäme 4,9 Prozent der Stimmen. Dann hätten insgesamt 39,2 Prozent der Deutschen für diese 8 Parteien gestimmt – womit diese als Block die größte Kraft gegen Merkel und Co wären.

Doch da keine dieser acht Parteien die 5-Prozenthürde übersprang, wird auch keine dieser konservativen Parteien im Bundestag vertreten sein. Und 39,2 Prozent der Stimmen der Deutschen wären für die Katz gewesen.

Jetzt ist auch klar, warum die im Bundestag vertretenen Parteien sich bislang einer Wahlpflicht verschlossen haben. Denn eine solche würde ihre Macht entschieden dezimieren. Besonders die Grünen, die ihre bisherigen „Traumergebnisse“ allein der Wahlverweigerung von 40 Prozent der Deutschen zu verdanken haben, kämen kaum noch über die 5-Prozenthürde und wären so schnell von der politischen Bühne verschwunden wie sei gekommen sind.

Daher gilt für die künftige Bundestagswahl:

JEDER MUSS ZUR WAHL!
UND ES GIBT NUR EINE OPTION: DIE AFD

Quelle: michael-mannheimer.net

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7 Kommentare zu “Lohnt sich wählen überhaupt noch?

  1. Es ist erstaunlich, dass nicht eine von den etablierten Parteien das Hauptproblem unseres Planeten, nähmlich die Überbevölkerung, zum Wahlkampfthema macht. Angesichts großer Völkerwanderungen mit dem Ziel Europa und da speziell Deutschland, müsste die gesamte politische Klasse mit ihrem Mediengefolge in diesem Wahlkampf eigentlich DAS Thema haben, was uns ja wirklich alle betrifft und betreffen wird in der kommenden Legislatur.
    Anfang der 1950er Jahre hatten wir ca. 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt, jetzt sind es 7,5 Milliarden Menschen, Tendenz steigend. Eine Verdreifachung in fast 70 Jahren! Diese Bevölkerungszunahme zerstört unseren Planeten, bringt Tierqualen und Naturzerstörung mit sich, gefördert durch neoliberale „westliche Wertvorstellungen“ der im Bundestag vertretenen Parteien, plus die FDP, die unaufhaltsam in dieser weltpolitischen Gemengelage wieder in den Deutschen Bundestag einziehen wird. Tolle Aussichten, besonders für die Tiere. Es stellt sich mir auch die Frage inwieweit die Deutschen Gerichte in der Lage sein werden, das sich weiter ausbreitende verbotene Schächten in Deutschland zu verfolgen. Wann und durch wen kommen diese Themen in den Bundestag??

    • Hallo Jan-Yannik,
      wirklich wichtige Probleme und Themen stehen bei den etablierten Parteien und unseren „Volksvertretern“ nicht auf der Tagesordnung. Was die mehr und mehr zunehmende Überbevölkerung und die damit auf besonders nachfolgende Generationen zukommenden Probleme betrifft, so scheinen unsere „ehrenwerten“ Politiker offenbar zu meinen und auch dementsprechend zu handeln: „Nach uns die Sintflut!“
      Vielen Dank für Deine Wortmeldung und liebe Grüsse – Wolfgang

      • So ist es. Dieses Thema, uferlose Massenvermehrung der menschlichen Spezies, meiden unsere Hirn- und rückgratschwachen „Volkslenker“(!?) wie die Pest.
        Dabei ist es das größte Problem überhaupt, denn dieser Planet wird an der Übervölkerung verröcheln.

        Man kann nur gebetsmühlenartig wiederholen:
        Eine parasitär und asozial lebende Menschheit vermehrt sich täglich um 200 000 Köpfe – die Apokalypse für unsere geschundene Erde.
        Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Friedhof gemacht. Es starben und sterben zu viele wertvolle tierische Mitgeschöpfe durch die Hand gewissen- und gedankenloser Menschen. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.

  2. Habe soeben Werbematerial der AfD aus meinem Briefkasten gefischt. Einige Punkte in deren Programm sind mir sehr symphatisch, vor allen Dingen die klare Stellnungnahme gegen das betäubungslose Schächten.

    • Gerade bei der nach hier eingeschleppten Tierquälerei „Schächten“ zeigt sich exemplarisch, wie wenig ALLE (!) etablierten Parteien hier ernsthaft um mehr Tierschutz bemüht sind.
      Die AfD zeigt hier „klare Kante“.

      Wir hören von schrecklichen Massakern in fernen Ländern, dass dort Menschen von politischen oder religiösen Fanatikern bei lebendigem Leibe die Kehle durchschnitten wird – sie „geschächtet“ werden. Die Zeitungen berichten dann zurecht entsetzt von „barbarischen Gräueltaten“.
      (Siehe: http://www.liveleak.com/view?i=46327ba5c5 – Vorsicht – grausame Aufnahme einer Schächt-Hinrichtung)

      Aber genau solche archaischen Massaker werden von den Schächtbefürwortern auch bei uns in Deutschland und Westeuropa eingefordert und praktiziert – zwar nicht an Menschen aber an ebenso Leid und Schmerz empfindenden Tieren.

      Mittlerweile wird bei uns aber nicht nur an Tieren, sondern auch Menschen „gemessert“.-

      Das alles verdrängen aber „Möcht-gern-gut-sein-Menschen“, wie sie leider, leider auch und gerade bei träumerischen Tierschützern oftmals zu finden sind.-

      Die alte Weisheit läßt grüßen: „Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen“ (August von Kotzebue)

  3. Ich predige es jeden Tag in den sog. sozialen Netzwerken: Geht wählen, jeder Nichtwähler verschenkt seine Stimme an die Parteien, die schon jahrelang gezeigt haben, dass sie nicht für die Bürger und erst recht nicht für die Tiere handeln, auch die Grünen nicht.
    Aber leider sind viele trotz allem der Meinung, dass es egal sei, was man wähle.

    Michael Mannheimer hat sehr klar nachgewiesen, dass es auf jede Stimme ankommt.

    Nun, wie auch immer, diese Wahl ist eine Schicksalswahl und ich werde wählen gehen. Was meine lieben Mitmenschen tun, müssen sie selbst verantworten.
    Wer Kinder hat und Tiere liebt, kann eigentlich nur eine Partei wählen, die sich der herrschenden Unvernunft entgegenstemmt, die AfD.

    • Dem ist nichts hinzuzufügen.
      – Wer nicht wählt, verschenkt die Chance sich der herrschenden Unvernunft entgegenzustemmen.
      – Wer eine der über 40 kleinen ( teilweise durchaus liebenswerten) Parteien wählt, die vorhersehbar keine Chance haben in den Bundestag einzuziehen, befriedigt nur sein eigenes – gewißlich auch liebenswertes – Wunschdenken.
      Mehr leider nicht.

      Pragmatisch gibt es nur eine Alternative die bestehende Elendssituation im Deutsch-Michl-Land zu verändern: Das Wahlkreuz bei der ´Alternative für Deutschland´ zu setzen – selbst wenn zweifellos einzelne Parteiprogrammpunkte verbesserungswürdig sind.

      Man sollte zwingend dieser Partei die CHANCE einräumen es besser zu machen als die etablierten Altparteien , die dem Bürger (auch und gerade den Tierschützern) seit JAHRZEHNTEN (!) unisono in den Hintern treten und das Volk drangsalieren – von „regieren“ kann nicht mehr die Rede sein.

      Mittlerweile geht es um mehr, als „nur“ um Tierschutz. Wir haben keinen Fehler im System – der Fehler IST das heutige System.
      Und dieses System gilt es zu versuchen, mit Hilfe der AfD endlich auf der Polit-Müllhalde zu entsorgen!

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