Wort zum Sonntag

P r i e s t e r :

… und wenn sie nicht gestorben sind, dann lügen sie noch heute. Und wenn sie dann gestorben sind, dann lügen ihre Nachfolger!

D e f i n i t i o n :

Christ ist kein Name sondern eine Diagnose!

K i r c h e n s t a a t :

Ob Jesus weiß, dass er zwar als unbedeutender Philosoph gilt, dafür aber als Staatsgründer?
Ob er weiß, dass sein Staat nicht einmal die Menschenrechtskonvention unterzeichnet hat?
Ob das alles in seinem Sinne war?

P o s i t i v u m :

Religionsfreiheit erspart die Kosten für den Bau zahlreicher Anstalten.

U n t e r s c h e i d u n g :

Damit es dem Herrn bei der Masse seiner Schafe leichter fällt, den Überblick zu behalten und auch, um die einzelnen Herden besser unterscheiden zu können, tragen in der einen, insbesondere die Männer, immer eine Kopfbedeckung. In der anderen Herde tragen die Frauen ein Kopftuch und in der dritten Herde wird barhäuptig gegangen, dafür aber ein Kreuz – teils mit, teils ohne Leiche – als Erkennungszeichen gebraucht.

Es spricht für die Genauigkeit und weise Voraussicht des Herrn, verbindliche Kleidungsanweisungen schon erstmals vor fast 3000 Jahren den Menschen zu geben und es spricht für seine Güte und seinen Großmut, die Gläubigen unter anderem nach der Einhaltung dieser Bekleidungsregel zu beurteilen. Zur gotteskonformen Ernährung hat er sich gleichfalls detailliert geäußert, allerdings bei jeder Herde mit anderen Vorschriften.

Könnte es also sein, dass er mit derartigen Vorschriften die Intelligenz und Vernunft seiner Anhänger prüfen wollte und möglicherweise diejenigen aussortiert, die von ihrer Vernunft keinen Gebrauch machen?

G i t t e r :

Manche Menschen bedürfen der umfassenden Betreuung und sitzen deshalb hinter einem Gitter; zuweilen stellt man sich die Frage, wer vor und wer hinter dem Gitter sitzt. Im Gefängnis ist der Fall in der Regel eindeutig, in der Irrenanstalt selten zweifelhaft, hinter dem Gitter im Beichtstuhl ist hingegen das Vor und das Dahinter nicht erkennbar.

G r e g o r V I I :

Die Kirche hatte in ihrer Geschichte zahlreiche charismatische Kämpfer wie beispielsweise Gregor VII. Was den Atheisten heute allerdings freut: Die Urenkel dieser Kämpfernaturen sind zu schwachen und satten Figuren degeneriert, die den Konflikten aus Bequemlichkeit oder aus mangelnder Überzeugung aus dem Weg gehen. Es sind schweigende Verräter ihres Glaubens geworden. Ihr Gott ist von Judasfiguren eingekreist, sie kreuzigen ihn zum zweiten und hoffentlich zum letzten Male.

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