Wo bleibt das Mitleid für die gequälte Kreatur?

Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain

Wir fahren eine (imaginäre) sonnenbeschienene, grünbegrenzte Landstraße, irgendwo in Deutschland entlang und kommen an einer Gruppe Jugendlicher vorbei. Sie lachen und scherzen und amüsieren sich prächtig, während sie auf beiden Seiten der Straße aus Bahnen von grünem Plastik eine ca. 50 cm hohe Begrenzung aufbauen. Wir erfahren, dass es sich dabei um einen sog. “Krötenzaun“ handelt, dessen Funktion es ist, Kröten und Frösche aus den umliegenden Grüngebieten vom Überqueren der Fahrbahn abzuhalten und dadurch vor einem jähen Ende unter den Reifen vorbeifahrender Autos zu bewahren.

Einige Kilometer weiter kommen wir an einen Ort, über welchem am helllichten Tag ein dunkler Schatten zu liegen scheint. Dort steht ein graues, düsteres Gebäude, das eine eigenartige, dumpfe Aura des Bösen ausstrahlt. Aus dem Gebäude sind Todes-Röcheln und herzzerreißende Schmerzenslaute zu vernehmen. Die nachfolgende, in Originalform wiedergegebene Abhandlung aus der Feder eines (inzwischen verstorbenen) prominenten deutschen Mediziners soll uns darüber Aufschluss geben, was es mit diesem Gebäude auf sich hat:

HALAL – SCHÄCHTEN OHNE BETÄUBUNG: BRUTALSTE TIERQUÄLEREI

Die anatomisch – physiologischen Vorgänge beim Schächten:

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre.

Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffenen Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt.

Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben.

Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte sympathische Nervensystem und die, das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so dass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt.

Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemnotreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt.

Während des langsamen Ausblutens thombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, so dass regelmäßig nachgeschnitten werden muss.

Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchgetrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so dass keine Bewusstlosigkeit eintritt.

Hängt man dann, entsprechend den “Vorschriften“ das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdrucks und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen des letzten Blutstropfens bei vollem Bewusstsein.

Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der heftig klaffenden Halswunde strebte es meistens noch voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschuss-Apparat endgültig getötet werden.

Dr. med. Werner Hartinger,
Unfallchirurg und engagierter Kämpfer gegen Tiermissbrauch

Die soeben beschriebenen Vorgänge spielen sich routinemäßig (und auf völlig legaler Basis) in einem Land ab, in welchem andererseits regionale Infrastrukturen lahmgelegt werden, sobald jemand behauptet, in der Region ein Exemplar des seltenen Wachtelkönigs gesichtet zu haben, in welchem man ein Bußgeld riskiert, wenn man seinen Hund öffentlich für ein Fehlverhalten bestraft und in welchem, wie eingangs erwähnt, mit erheblichem Aufwand Zäune errichtet werden, um Kröten vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu schützen.

Jeder, dessen Gehirn noch zu logischen Gedankengängen fähig ist, wird sich automatisch fragen, warum Deutschland, wenn es derartig von Tierliebe durchdrungen ist, auf seinem Boden eine Schlachtungspraxis duldet, deren Kollateralerscheinungen aus Dantes Inferno übernommen sein könnten. Warum, so fragt man sich weiter, wird, wenn es Deutschland tatsächlich mit dem Tierschutz so ernst ist, seitens des deutschen Gesetzgebers nichts unternommen, um das oben beschriebene, jeden Horrorfilm disqualifizierende Verfahren mit sofortiger Wirkung zu unterbinden?

Kann es sein, dass die Rücksichtnahme auf die religiösen Gefühle und Traditionen bestimmter Bevölkerungssegmente, welche man als Grund für die Untätigkeit in dieser Richtung anführt, lediglich den Umstand kaschiert, dass man diese Bevölkerungssegmente als Wählerpotential hofieren will. Oder, falls tatsächlich Rücksichtnahme auf Gefühle dieser Art im Spiel sein sollten, kann dies die stillschweigende Komplizenschaft aller Deutschen in der täglichen Neuauflage eines Reliktes frühgeschichtlicher Barbarei rechtfertigen? (Welches im Übrigen durch durch den Fortschritt der Technik schon lange obsolet gemacht ist.)

Sei dem, wie es sei – als Bürger dieses Landes und als Person, die dessen kulturelles Niveau bewahrt wissen will, fordere ich die regierende Klasse der BRD auf, die gewissen Minderheiten (aus wie auch immer gearteten Gründen) offiziell erteilte Lizenz zur Ausübung der geschilderten unmenschlichen Tötungsmethode unverzüglich per Gesetz zurückzunehmen und jede weitere Ausübung unter Strafe zu stellen.

Ich höre jetzt bereits den Zuruf: “Aber den Juden willst Du die koschere Schlachtung erlauben.“ Nichts dergleichen ! Ich bin ein strikter Gegner der Schlachtung von Tieren in der oben dargestellten barbarischen Form – egal, ob diese Praxis von Anhängern des Koran, solchen der Thora oder dem Mann im Mond ausgeübt wird. Wenn ein Teil unserer Mitbürger und/oder Gäste, glaubt, kein Fleisch von in humaner Weise geschlachteten Tieren verzehren zu können, steht es diesem Segment frei sich dorthin zu begeben, wo gemäß ihren religiösen Normen geschlachtet wird.

Eine solche Methode der Tiertötung ist zwar auch dort verabscheuungswürdig – aber zumindest spielt sie sich nicht innerhalb der Grenzen eines sich als eine führende Kulturnationen der Erde gerierenden Landes ab. Die Erfahrung lehrt übrigens, dass der Fanatismus in Bezug auf die Einhaltung von religiösen Ernährungsvorschriften in umgekehrten Verhältnis zum individuellen Bildungsniveau steht (wobei ich die ausschließliche Beschäftigung mit religiösen Texten und Dogmen nicht unter dem Begriff “Bildung“ einordnen möchte).

Auch bin ich zu keinem Ausweichen auf Erbsenzählen in der Form von Spekulationen bereit, ob die Nervenenden des zu schlachtende Tieres im Augenblick der Wahrheit, mittels irgendwelcher Manipulationen zu 28,7, 52,3 oder 88% betäubt sind – wenn ein harmloses Tier schon geschlachtet werden muss, dann hat dies so zu geschehen, dass es tot ist, wenn der erste Schnitt des Schlachter-Messers erfolgt.

Daher, Leser dieses Beitrags! Tragen Sie zur schnellstmöglichen Eliminierung dieses Schandflecks auf dem kulturellen Erscheinungsbild Deutschlands bei: Wenn Sie noch wählen, schreiben Sie an Ihren Abgeordneten und drohen Sie mit “Liebesentzug“ falls er sich nicht aktiv für eine Ächtung der hier behandelten Ungeheuerlichkeit einsetzt und – ganz allgemein – weisen Sie Ihren Verwandten- und /oder Freundeskreis auf dieses Relikt barbarischer Zeiten hin, alles mit dem Ziel, einen Aufschrei zu wecken, welcher auch von den hartgesottensten Politikprofis auf die Dauer nicht überhört werden kann.

Zum Anfang dieses Artikels zurückgehend – und da jede Geschichte eine Moral haben muss: Wohl dem, der im kontemporären Deutschland als Kröte oder Frosch geboren wird und wehe dem, der als Rind, Schaf oder Ziege auf die Welt kommt!

Quo usque tandem

Quelle: journalistenwatch.com

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2 Kommentare zu “Wo bleibt das Mitleid für die gequälte Kreatur?

  1. Hervorragender Artikel!

    Übrigens: Erinnert sich noch jemand an die Aussage des Abgeordneten der Grünen, des Herrn Beck, dass die ohne Betäubung geschächteten Tiere fast augenblicklich ihr Bewusstsein verlieren würden? (dies auf seiner facebookseite, wenn ich mich richtig erinnere). Er forderte – das war glaube ich im Dezember letzten Jahres – mehr Toleranz gegenüber der Religionsausübung, z.B. auch dem Schächten.

    Ich finde es unfassbar, dass es hochbezahlte Politiker gibt, die öffentlich so einen Unsinn äußerten.

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