Satiriker Ehring beschimpft AfD-Kandidatin Weidel als „Nazi Schlampe“

Christian Ehring, Moderator und Kabarettist der öffentlich-rechtlichen Unterhaltungssendung „extra3“ nannte die AfD-Bundestagskandidatin Alice Weidel eine „Nazi-Schlampe“, woraufhin die AFD vom verantwortlichen Sender NDR eine Unterlassungserklärung forderte. Die ARD sendete den über eine Viertelstunde langen Beitrag über die Oppositionspartei. In dem Beitrag wurde ausgiebig die „Nazi-Keule“ geschwungen, berichtet die Newsseite unzensuriert.de in dem Artikel „ARD-Satire über AFD auf unterstem Niveau“

Zum Einstieg benutzte der Moderator ein Zitat von Weidel, das er einspielen ließ:

„Denn die politische Korrektheit gehört auf den Müll der Geschichte!“ (Alice Weidel auf dem AfD-Bundesparteitag in Köln)

Dem Begriff „politische Korrektheit“ stellte er daraufhin das Adjektiv „unkorrekt“ gegenüber. Und herauskam:

„Jawohl, Schluss mit der politischen Korrektheit, lasst uns alle unkorrekt sein, da hat die Nazi-Schlampe doch recht! War das unkorrekt genug? Ich hoffe.“ (Christian Ehring, Moderator)

Mein Kommentar hierzu: Beleidigender und verleumderischer kann ich es mir kaum noch vorstellen! Und ein Publikum, welches angesichts derart verleumderischer Hetze auch noch emsig applaudiert, hat mit Sicherheit nicht mehr alle Tassen in seinem Schrank!!!

Laut des inzwischen ergangenen Beschlusses des Oberlandesgerichts Hamburg urteilte laut Spiegel das Oberlandesgericht Hamburg, dass Weidel die in Rede stehende Bezeichnung in ihrem Kontext hinzunehmen habe. Weiter berichtet der Spiegel, dem der Beschluss des Gerichtes vorliegt, dass der Anlass für die Beschäftigung mit Weidel ihre Wahl zur Spitzenkandidatin gewesen sei. Da sie in der Öffentlichkeit für eine Partei stehe, müsse sie auch überspitzte Kritik hinnehmen. Die Kammer könne nicht feststellen, dass der Politikerin durch die „klar erkennbare Übertreibung“ so schwer in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt wäre, dass die Meinungsfreiheit zurücktreten müsse, so der Spiegel.

Wie paradox und wie typisch für die Politik in diesem Deutsch-Absurdistan, betreffs solch einer Beleidigung und Persönlichkeitsverletzung dem Sender und Moderator „Meinungsfreiheit“ zuzusprechen und diese Meinungsfreiheit andererseits nicht „politisch korrekt“ denkenden Bürgern abzusprechen, verbieten und sanktionieren zu wollen.

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Ein Kommentar zu “Satiriker Ehring beschimpft AfD-Kandidatin Weidel als „Nazi Schlampe“

  1. Sehr guter Artikel, insbesondere der Hinweis am Schluss, dass einerseits die Satire sogar ehrverletzend und diffamierend sein darf, auf der anderen Seite aber jeder Bürger für schwere Beleidigungen, Hasskommentare und Hetze sogar strafrechtlich verfolgt wird.
    Zweierlei Maß – das ist hier die Devise.

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