Gesetzesverstöße erhöhen Gewinn: NDR Onlinespiel empört Bauern

Der NDR schreibt zu diesem Spiel: „Tierschutz kostet Geld. Deshalb stehen Landwirte oft vor schwierigen Entscheidungen: Mehr Platz für die Tiere? Stroh als Einstreu? Besseres Futter? Oder sparen sie lieber, um ihren Gewinn zu steigern oder schlicht, um nicht pleite zu gehen?“

Das Spiel ist „hier im Internet“ aufrufbar. Es gibt zwei Varianten, die man kurz durchspielen kann: entweder als Schweine- oder als Rinderhalter.  Ob man nun als Schweine – oder Rinderhalter die gesetzlichen Bestimmungen durchspielt: man hat ein Einkommen, kann allerdings keine Reichtümer anhäufen. Setzt sich der Spieler allzusehr für das Tierwohl ein, muss er  dafür erhebliche finanzielle Mittel aufbringen. Handelt der Spieler hingegen illegal, wird er von Kontrolleuren (leider nur im Spiel und weniger in der Realität) sanktioniert.

Sehr empört reagierte der Bauernverband Schleswig-Holstein auf das Spiel: „Mit billigster Stimmungsmache schiebt der NDR den Bauern im Norden Geldgier, Tierquälerei und Panscherei unter“, so der Verband in einer ersten Reaktion auf Facebook.

Hier noch einige Screenshots aus dem Spiel:

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3 Kommentare zu “Gesetzesverstöße erhöhen Gewinn: NDR Onlinespiel empört Bauern

  1. Ich glaube nicht, dass die Bauern ihre Tiere absichtlich quälen.
    Sie machen es, weil es so üblich ist und weil sie sonst nicht überleben können.
    Dennoch gehört auch wohl Härte dazu, die Tiere so tierunfreundlich zu halten, die wahrscheinlich durch Gewöhnung entstanden ist.

    Grundsätzlich finde ich, dass die Landwirtschaft in der Hand der Bauernfamilien bleiben sollte. Agrarfirmen halte ich für die schlechteste Variante.

    Daher müsste die Politik zwei Ziele verfolgen:

    1. Erhaltung der bäuerlichen Betriebe und
    2. Schutz der Tiere und der Natur

    Diese Ziele könnte man nur mit Subventionen erreichen. Anders geht es leider nicht, da der Markt immer nur das Schlechte fördert (industrielle Massenproduktion mit Pestiziden und den schlechtesten Standards für die Tiere).

    • Liebe Natur Freundin,
      Erhaltung der bäuerlichen Betriebe ist sicherlich eine bessere Variante als die der Agrarfirmen. Jedoch was diesbezüglich den konsequenten Schutz der Tiere anbelangt, so bin ich sehr skeptisch, denn wie bei einem Bauern auch immer die Haltung seiner Tiere aussehen und beschaffen sein mag: In seinen Augen bleiben es bloße „Nutztiere“ und letztendlich droht auch diesen Tieren Ausbeutung und eine grausame Schlachtung, was den „Schutz der Tiere“, deren Würde und Recht auf Leben ad Absurdum führt. Ich plädiere daher für die Abschaffung der Nutztierhaltung, denn alles andere ist nur Flickschusterei.
      LG – Wolfgang

  2. Weg mit der Nutztierhaltung. Die Bauern verstehen nicht, dass sie ihre Tiere quälen, da sie seit Generationen darauf konditioniert sind, dass Tiere minderwertige Lebewesen sind. Nutztiere müssen Geld in die Kasse spülen und die anderen Tiere auf dem Hof (z.B. Katzen) dürfen kein Geld kosten. Wenn sie Glück haben werden sie regelmäßig gefüttert (meistens noch mit Kuhmilch), die sollen Mäuse fangen, heisst es lapidar. Überzählige Würfe werden immer noch in einen Sack gesteckt und in der Güllegrube ersäuft. Einen Tierarzt, z.B. für eine Kastration, gegen Katzenschnupfen oder ähnliches sehen sie meistens nicht. Dies ist die kleinbäuerliche Idylle, bei der auch immer noch massenweise Kühe in Anbindehaltung dahinvegetieren müssen. Habe diese Tatsachen schon mehrfach durch meine Tätigkeit für die Katzenhilfe mit blutendem Herzen beobachten müssen. Wenn du Pech hast, vertreibt Dich der Bauer mit der Mistgabel vom Hof.

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