Brief eines superreichen Plutokraten an den Pöbel (Teil 2)

Fortsetzung:

Deshalb fürchte ich auch keine Mistgabeln. Gezielt geschulte Kampfkommandos mit Maschinenpistolen, die unsere Yachten, Villen und Hotels stürmen wären da eher zu fürchten, doch SIE sind ALLEIN. Dafür haben wir gesorgt – und dafür sorgen wir immer weiter. Das ist sogar eines unserer Hauptanliegen. Wir verhüllen das gerne mit Begriffen wie FREIHEIT, SELBSTSTÄNDIGKEIT und UNABHÄNGIGKEIT. Begriffe die in die soziale Vereinsamung führen, wo man sein Leben mit dem Lebensabschnittspartner vor dem Fernseher verbringt, aus Furcht vor dem ANDEREN, der draußen haust.

Deshalb haben wir die Familien getrennt – und das sogar öffentlich in ´s Gesetz gegossen. Ja – trennen sich Arbeitslose von der Familie, bekommen die, die die Kinder betreuen, 120 Euro zusätzlich vom Scheinstaat, ohne dass das jemandem groß auffällt. Es ist unsere Trennungsprämie. Das Zerstören von Familien haben wir übrigens „Emanzipation“ und „Feminismus“ genannt:

Doch damit nicht genug: entgegen den Predigten der großen Weltreligionen, entgegen den Anschauungen der letzten zehntausend Jahre haben wir eine neue Religion ins Bewusstsein der Menschen gesetzt, dass sie – zusätzlich zur sozialen Vereinzelung – noch hilfloser macht: Mit großem Aufwand und viel Geld (was – genau genommen – alles IHR Geld war, weshalb wir es gerne ausgaben) haben wir den Menschen klar gemacht, dass die Welt ein Paradies ist und sie nur richtig denken brauchen, um erfolgreich zu sein und Geld zu bekommen.

Diesen Kult gibt es in vielen Formen, vielen Facetten und Abarten und er wird von allen sogenannten „Unternehmensberatern“, „Coaches“ und „Lebensberatern“ gepredigt – irre, oder?! Viele unserer Funktionäre in der Millionärskaste befeuern diesen Kult öffentlich in den Lügenmedien – manche rein aus Eitelkeit, denn immerhin denken sie, dass sie gut sind, weil sie reich sind – so wird der reichste Schwerstverbrecher der Welt automatisch zum größten Denker der Menschheit wird, ohne dass das jemandem blöd vorkommt. So fühlen sich jetzt Milliarden von Menschen schuldig, weil sie aufgrund ihres mangelhaften Denkens so arm sind. Sie sitzen in ihren Kämmerchen und feilen an ihrem Denken herum, immer in der Hoffnung, dass „der Gott Mammon“ irgendwann auf ihre Denkarbeit aufmerksam wird und sie durch eine Million würdigt. Erbärmlich, oder? Gleichzeitig genial.

Wir erhöhen unterdessen die Preise, bilden Monopole um das noch besser machen zu können. Sogenannte „Politiker“ und „Entscheidungsträger“ brauchen wir gar nicht zu bestechen – die haben wir alle längst gekauft – so macht man richtig Kohle. Das Sezieren der Gesellschaft, das Trennende zu fördern: das ist uns wichtig. Wir wollen ein Volk von Multimillionen Egomanen, von denen sich jeder selbst für den König der Welt hält, denn vor denen braucht sich niemand mehr zu fürchten – vor allem nicht wir, die Gottkönige, denen alle huldigen und deren Gunst (bzw. deren Geldhaufen) alle herbeisehnen, es als Krönung ihres jämmerlichen Pöbellebens ansehen.

Eher gehen Kamele durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Himmelreich kommt. Himmelreich, dass sind wir selber – weshalb wir durch den WWF auch alle ansehnlichen Naturreservate der Welt aufkaufen und für den Pöbel sperren lassen … aus Gründen des Naturschutzes. Jeder, der noch nicht vollständig durch Schule und Lügenmedien indoktriniert worden ist und sich dem allgemeinen Anpassungsdruck entziehen konnte, wird von uns offen ausgestoßen: „Verschwörungstheoretiker“ lassen wir ihn nennen – in Deutschland inzwischen gleichbedeutend mit „Nazi“ – in den USA mit „Kommunist“. Dass jeder, der selber denkt, und jeder, der vorauseilenden Gehorsam verweigert, einfach so zum „geisteskranken Staatsfeind“ abgestempelt wird, fällt dem „diplomierten Proletariat“ gar nicht mehr auf. Dass wir so das Denken selbst verboten haben und weiter verbieten werden – dass wir so massiv in die freie, eigenständige Denke eingreifen – wen interessiert das schon…

Wir sind natürlich auch weltweit an Trennungen interessiert, weshalb unsere Leute eng mit den Geheimdiensten zusammenarbeiten. Wer nimmt schon wahr, dass in Kiew die gleichen Flugblätter wie in Ägypten auftauchten – in anderer Sprache natürlich. Wer will das überhaupt wahrnehmen? Wir haben die Bildfrequenz in den TV-Medien inzwischen so hochgeschaltet, dass der Zuschauer in einen halb gelähmten Wachschlaf versinkt, vollkommen überfordert durch die schnellen Bildwechsel … und sich trotzdem „super gut informiert fühlt“.

Selbst 2014 – als wir aus einer Laune heraus den guten alten kalten Krieg mit Hilfe unserer Kollegen im Osten wieder anfeuerten und ein neuer Krieg drohte – rührte sich nichts in Deutschland oder der Welt – selbst dann nicht, wenn von atomarer Bedrohung die Rede ist. Ich werde Ihnen jetzt nicht verraten, ob wir den Krieg wirklich entfachen, oder ob wir das nur als Testlauf für die Messung des Grades der Zombiefizierung der Gesellschaft inszeniert haben – ich möchte ja nicht alles verraten. Obwohl es überhaupt nichts ausmachen würde, ihnen die Wahrheit zu erzählen.

SIE sind viele – wir sind ganz ganz wenige. Aber SIE sind ALLEINE – wir nicht! Wir haben uns hundert Millionen Leute weltweit gekauft, die uns anbeten, unseren Kult mitmachen und eifrig dabei sind, ihn in die letzten Winkel der Erde zu tragen: den Kult der Pyramide, wo einer oben sitzt und hunderttausend ihm huldigen, bis zum Hungertod hin. Das heißt: wenn Sie wirklich Ärger machen wollen… stehen sie strategisch gesehen ganz schlecht da. Deshalb lieber: Schnauze halten und zurück ins Glied, zurück in die ihnen zugewiesene Etage der Pyramide.

Und wenn sie glauben, sie könnten jemanden wählen, der ihnen uns vom Hals schafft, dann können sie das gleich wieder vergessen. Die Mächtigen sind wir, die das Geld regieren – nicht die von uns schon lange gekauften korrupten Handpuppen, zu denen sie fälschlicherweise „Politiker“, statt Schwerverbrecher sagen. Sie können wählen wen Sie wollen – Schützenkönige, Karnevalsprinzen, Bundeskanzlerinnen – das ist uns egal, denn regieren, die Musik bestimmen, nach der sie zu tanzen haben: das machen wir! Schon immer.

Sie sind nur Pöbel, nur Dreck, nur Aussatz, nur mit Mühe und Ekel als Organspender zu ertragen. Ihre Dummheit und Ignoranz schreit zum Himmel – und das begrüßen wir sehr, denn nur so können wir auf diesem Planeten ganz große Dinger drehen. Ach – wissen Sie was: ich erzähle ihnen einfach mal was darüber. Macht doch sowieso nichts – außer, dass ich mich an Ihrer Ohnmacht ergötzen kann. Wissen Sie, was unser größtes Problem ist – unsere große Nemesis – unsere größte Qual??? Nein – das können Sie gar nicht wissen, weil Sie ja geradezu in Not in jeder Form baden – auf der Arbeit, in der Familie, im Verein, beim Einkauf, im Straßenverkehr – überall lauert größte Not und schlägt immer wieder zu.

Das kennen wir gar nicht! Gäbe es noch gebildete Menschen unter ihnen, so könnten sie von Arthur Schopenhauer erzählen – jenem Philosophen, der als erster das Reiz-Reaktions-Schema von Pflanzen beschrieben hatte. Was Schopenhauer über das Leben herausfand: es ist ein ständiges Pendeln zwischen Not – das ist ihr kleines, erbärmliches, stinkendes Leben – und der Langeweile… einem Ausmaß von Langeweile, das sie sich gar nicht vorstellen können und auch nicht ertragen könnten. Wir haben alles, wir können alles! Wir können mit privaten U-Booten in die Tiefen der Meere tauchen – mit privaten Kreuzfahrtschiffen die schönsten Strände der Welt belagern (die für sie selbstverständlich aus Gründen des Naturschutzes verboten sind) – mit privaten Raumschiffen den Blick auf die Erde von oben genießen – mit privaten Großflugzeugen in allen Nobeldiskos der Welt gleichzeitig zu Hause zu sein… usw. usw. usw.

Das ist zwei, drei, vielleicht fünf Jahre lang lustig – aber dann wird das alles schrecklich öde und man verlangt nach mehr – nach viel mehr. Und wir haben da was gefunden, was gar köstlich ist, was wir ohne jeglichen Lustverlust endlos genießen können (siehe Aufklärungsgruppe-Krokodil): „Sie spricht von einem Schloss, in Mitten eines Parkes, wo Kinder, in Käfige eingeschlossen, darauf warten, „dranzukommen“. Im kleinen Turm des Schlosses befände sich eine kleine Ausstellung der Leichen von Kindern. Die Gruppe von Erwachsenen sei immer die selbe – an die fünfzig – unter denen sie nur wenige kannte. Dort endeten die Abende nie ohne einen Todesfall. Die Prominenten machten Jagdpartien mit Doggen auf die Kinder, die nackt in den Park freigelassen würden. Kinder würden an Bretter gebunden und mit Rasierklingen und Nadeln gefoltert. Ich habe auch Menschenfleisch essen müssen, Kinderfinger mit Gelée serviert.“ 27 Zeugen im Fall Marc Dutroux haben wir eliminiert. Diese eine ist uns entkommen. Aber: was macht das schon? Ich weiß, sie werden uns jetzt verurteilen – aber sie können sich nicht vorstellen, welche endlose Quälerei die Langeweile verursacht.

Arthur Schopenhauer konnte das noch – sie schon lange nicht mehr – und sie können sich nicht vorstellen, welchen Ekel wir für sie empfinden, für den Pöbel, für die „Viel-zu-vielen“, wie Nietzsche Sie korrekt nannte – diese Milliarden armseliger Nichtsnutze, die unseren schönen Planeten auffressen – und Sie können sich nicht vorstellen, was das für ein Genuss ist, ihre widerliche Brut einer ergötzlichen Sonderbehandlung zu unterziehen. Glauben Sie mir – es gibt kein besseres Mittel gegen Langeweile, als das zu beschmutzen, zu benutzen und zu zerstören, was ihnen das Wichtigste ist: ihre erbärmliche Brut. Sie glauben nicht, dass wir dazu fähig sind? Da kann ich nur mal laut lachen!

Wir lassen bewusst und gezielt 40 Millionen Menschen pro Jahr verhungern. Es würde uns nur einen winzigen Bruchteil unsere Vermögens kosten, diese Menschen zu retten – doch das wollen wir nicht. Jedes Jahr ein dreifacher Holocaust… und Sie dürfen das Wort noch nicht mal in den Mund nehmen, weil SIE dann nämlich gleich der Nazi sind. Köstlich. Sie merken: wir sind boshaft und raffiniert – und sie… ach, lassen wir das. Von Ihrer Art können gar nicht genug verrecken, damit wir die Schönheit der Welt für uns allein in Besitz nehmen können.

Im Übrigen konnte man das schon im alten Rom studieren: Am Ende hilft gegen Langeweile nur, ein paar Christen als lebendige Fackeln zu benutzen und ihre Kinder von Löwen im Circus zerfetzen zu lassen – oder von Krokodilen im Nil, wie im alten Ägypten, deren Pyramiden uns deutlich zeigen, wie man erfolgreich eine Gesellschaft organisieren sollte: pyramidenförmig eben. Wir machen also das, was unsereins schon immer gemacht hat.

So – nun wissen sie (fast) alles. Jetzt wissen sie, wie das Auge der Pyramide die Welt sieht und wie sie und ihre erbärmliche Brut von der Pyramide zerquetscht wird. Und wissen sie was? Das Wissen darüber nützt ihnen gar nichts – und darum fürchte ich auch keine Mistgabeln. Je tiefer Sie in der Pyramide stecken, umso höher ist der Druck, der sie in Reih´ und Glied quetscht. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Ich werde auf jeden Fall einen haben.

Ende des Textes

Wer könnte einen solchen Text geschrieben haben? Zu wem passt ein solcher Text? Haben Sie eine Idee? Also wir hätten da schon mal diese und noch so einige mehr Ideen:

Es waren sich schon viele superreiche Schwerverbrecher sicher, dass ihnen nichts passieren könne, weil sie ja vermeintlich alles im Griff hätten, doch auch die Mächtigen stürzen. Zu lesen war auch: „Wir haben alles, wir können alles!“ Ist das wirklich so? Nein. Ist es nicht. Sicherlich kann der superreiche Pöbel in eigenen Flugzeugen um die Welt düsen, sowie sich die weltbesten Yachten und Autos kaufen, Partys feiern und so weiter. All das wird allerdings offenkundig sehr schnell sehr langweilig.

Was der superreiche Pöbel nicht hat: Auch der superreiche Pöbel hat keine Möglichkeit, stets gesund zu bleiben. Der superreiche Pöbel wird genauso irgendwann sein Leben aushauchen, wie jede und jeder andere auch. Offenbar hat der superreiche Pöbel auch keinen wirklichen Lebensinhalt, denn sonst wäre ihm wohl kaum so unerträglich langweilig. Der superreiche Pöbel kann alles? Das darf bezweifelt werden, denn der superreiche Pöbel kann tatsächlich meist so gut wie gar nichts, außer einen auf dicke Hose zu machen.

Der superreiche Pöbel kann sich an einfachen Dingen nicht erfreuen, wie zum Beispiel an der Natur und daran, was diese so alles beinhaltet. Der superreiche Pöbel lebt nicht in Freiheit. Der superreiche Pöbel sitzt in einem goldenen Gefängnis, das er sich selbst geschaffen hat. Dieses benötigt hohe Mauern, um den Besitz und die Familie (falls vorhanden) zu schützen, sowie Bodyguards usw. „Wir können alles und haben alles“??? Das dürfte wohl unter der Rubrik > Pustekuchen < oder > Mythos < abzulegen sein.

Quelle: newstopaktuell.wordpress.com

Brief eines superreichen Plutokraten an den Pöbel (Teil 1)

Foto: newstopaktuell.wordpress.com

 „Sehr geehrte Damen und Herren

Es wird Zeit, dass ich ihnen mal schreibe. Jemand hat kürzlich einen offenen Brief an uns alle geschrieben, weil er „Mistgabeln am Horizont“ sah. Dieser offene Brief wurde von vielen von ihnen gern gelesen, weshalb es Zeit ist, dass sie mal eine passende Antwort von mir bekommen.

Gerne würde ich mich auch persönlich vorstellen, doch glauben sie mir: mein Name wird ihnen gar nichts sagen. Wie alle meine Kollegen stehe ich nicht auf der Forbes-Liste, weil sich da sowieso nur billige Möchtegernreiche tummeln – so etwas ist unter unserer Würde. Ich stehe auch nicht im Telefonbuch oder tummel mich auf Bilderbergtreffen oder Weltwirtschaftsgipfeln. Der Konzerneigentümer geht schließlich auch nicht zum Skatabend des mittleren Managements. Eins möchte ich jedoch sagen: wir stehen für altes Geld. Sehr altes Geld – und mehr davon, als sich Bill Gates je träumen lassen würde, obwohl (soviel Respekt muss sein): der hat schon ganz schön viel angeschafft, dass muss man ihm lassen.

Wieviel das insgesamt ist? Nun – wir haben mehr Geld, als es Waren auf der Welt gibt. Wir könnten den ganzen Planeten kaufen, so groß sind unsere Kontostände.
Soviel Geld hat eigentlich keinen Sinn mehr, weil es an sich seinen Wert verliert – doch was macht das schon?! Wir haben dafür gesorgt, dass ohne Geld auf diesem Planeten nichts mehr läuft. Essen, wohnen, heizen, trinken – alles kostet Geld. Sogar „Staatsbürgerschaft“ an sich kostet ein Vermögen – deshalb haben wir auch keine. Ach – das war neu für Sie? Nein – wir sind keine „Staatsbürger“. WIR stellen das oberste Tausendstel der Vermögenspyramide dar. Wir sind staatenlos, weil wir dann keine Steuern zahlen brauchen. Super, oder!?

Wir leben auf großen Yachten, mit Pool, Sauna, Speedbootbuchten und Hubschrauberlandeplätzen. Wir leben in eigenen Flugzeugen und tausenden Nobelhotels, deren Zimmer am Tag doppelt soviel kosten, wie ein Arbeitsloser im Monat von uns bekommt. Von uns? Ja – sagte ich nicht, dass wir die Herren des Geldes sind? Wir machen die Preise – eine angenehme Art, reich zu werden. So wachsen unsere Vermögen fast dreimal so schnell wie das Bruttosozialprodukt der ganzen Welt – Sie können selbst ausrechnen, wann uns de facto der ganze Planet gehört. Natürlich machen wir nichts selbst, denn Arbeit macht krank, nicht reich. Deshalb mögen wir das Pyramidensymbol so gern, schon seit tausenden von Jahren. Oben an der Spitze sind wir, unter uns eine millionenstarke Millionärskaste, die hunderte Millionen geistlose „Leistungsträger“ steuern, die wiederum den Rest der Welt auf Kurs halten.

„Der klassische „Bildungsbürger“ wird langsam durch ein akademisch zertifiziertes, aber intellektuell desinteressiertes Diplom-Proletariat aus Ärzten, Juristen, Lehrern, Bankern und Ingenieuren abgelöst.“ „In solchen Runden wird nicht mehr deklamiert, propagiert, agitiert, musiziert, rezitiert und aus zu großen Flaschen zu schlechter Rotwein getrunken.“ „Stattdessen ergeht man sich in der Kommentierung der unmittelbaren Gegenwart: grosse Pfeffermühlen, der perfekte Garzeitpunkt des Fleisches, Herkunft und ideale Röstung von Kaffee, der Preis der Weinflasche, die neueste Sorte Himalajasalz.“ Vorbei sollen die Zeiten sein, in denen „Bildungsbürger“ Widerstand planen.

Deshalb haben wir den Yuppie eingeführt – demonstrativ brave, gehorsame, geistlose blutjunge Knechte mit Millionen überschüttet – deshalb haben wir eigene Bands geschaffen, eigene Musikrichtungen entwickelt und eine Armee von Unternehmensberatern finanziert, die unseren Willen in die Chefetagen der Firmen hineintragen, damit die Mitarbeiter die neuen Werte in die Familien bringen – flankiert vom Diplom-Proletariat, das wir nach den Studentenunruhen schnellstens auf Kurs gebracht haben – in dem wir aus jungen Studenten reiche Berater mit Ferrari machten, während der Professor noch einen alten VW-Bus fuhr.

Nicht Leistung sondern Gehorsam unserer Kultur gegenüber, der Kultur des Mammonismus sind bis heute ausschlaggebend für führende Posten in Wirtschaft, Politik und anderen bekannten Sparten des Schwerverbrechens. Dafür haben wir gesorgt mit einem ganz einfachen Trick: Wir geben den Spitzen ein paar Millionen, sorgen dafür, dass sie sich für die Größten halten – und wir können in Ruhe unseren Geschäften nachgehen. Kennen Sie das Pyramidensymbol auf dem alten US-Dollar? Ein Auge an der Spitze der Pyramide: das sind wir.

Nur wir und unsere Spitzenkräfte sehen, dass wir das alte Pharaonenreich wieder errichten – mit uns als allsehende Gottkönige an der Spitze, als die einzigen, die wissen, wie das Spiel läuft. Die anderen dürfen mit ihrer Lebenskraft an der Pyramide bauen und werden von ihrem puren Gewicht zerquetscht – je weiter unten sie sind, umso mehr haben sie zu tragen. War das alles? Nein. Wir haben noch viel mehr getan. Anders als sie sind wir nicht blöd! Wir können uns die klügsten Menschen der Welt einfach kaufen. Wir brauchen noch nicht mal selber zu denken.

So haben wir dafür gesorgt, dass sie sich von Lügenmedien hervorragend informiert fühlen – dabei bekommen sie nur in schneller Reihenfolge Desinformationshäppchen geliefert, die sie ohne Hintergrundwissen gar nicht mehr zu einem Gesamtbild zusammenfügen können – und noch bevor sie auch nur Luft holen können, bekommen sie schon die nächste Falschinformationsdusche. Es bräuchte schon lange den Beruf des Nachrichtenlotsen, der den ganzen Tag alle Kanäle kontrolliert, um die Puzzelteile zusammenzufügen – doch den Job gibt es nicht bei ihnen.

Stattdessen haben wir ihnen acht Millionen Aufseher verpasst, die genau darauf achten, was und wie Sie essen, was und wie Sie trinken, worüber sie sich amüsieren und das sie das auch oft genug am Tag tun. Aufseher? Haben Sie noch nie gehört, oder!? Was meinen sie, warum wir aus ungebildeten Schnöseln beliebte Moderatoren machen – oder beliebte Fußballstars, die wir nach dem gezielten Aufbau mit Geld zu Führerpersönlichkeiten für den kleinen Mann machen und sie regelmäßig auch zu politischen Themen befragen um so IHRE Meinung zu bilden?!

So kommt es, dass sechzig Prozent der Deutschen (immerhin 48 Millionen Menschen) nicht mehr an Recht und Ordnung im Lande glauben, keinen Krieg mit Russland oder für unseren Reichtum vorteilhafte Handelsabkommen wollen, aber völlig hilflos sind. Hunderttausend meinen: einer alleine kann nichts ändern? Richtig! Selbst 48 Millionen alleine können nichts ändern.

Fortsetzung heute Nachmittag …….