Schändliches Verhalten der Kirche in Rostock gegen Taubenfreunde

Brief von Herrn Ulrich Dittmann an die Presse in Rostock :

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

wie Ihnen gewißlich bekannt, bemühen sich Tierschützer in Rostock seit einiger Zeit Futterplätze für Tauben an Orten anzulegen, wo sie bei der Futteraufnahme nicht behelligt werden – noch die Bürger sich gestört fühlen. Ein sehr begrüßenswertes Engagement für Mensch und Tier!

Anmerkung: Idealerweise wäre weiterhin  sinnvoll, kostengünstige Taubentürme einzurichten, um die Eiablage der Tiere zu kontrollieren um die Population einzudämmen. In vielen Städten bestehen schon solche Einrichtungen. Die Tierschützer um Frau Astrid Suchanek haben nähere, entsprechende Informationen vorliegen.

Ergänzend sei betreff der “Taubenproblematik” auf folgende Fakten hingewiesen:

  • Tauben sind mittlerweile domestizierte Tiere wie Hunde oder Katzen. Sie haben Anspruch auf Versorgung – letztlich Bestandsregulierung – analog vorgenannten und dürfen keinesfalls quälerisch vergrämt oder beseitigt werden. Hier steht – wie bei anderen domestizierten Tieren – der Mensch in der Verantwortung.
  • Entgegen vielfach irrig verbreiteter Meinung – gilt die Stadttaube seit vielen Jahren nicht mehr als Schädling im Sinne des Seuchengesetzes.
  • Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch explizit auf die Aussage des ehemaligen Präsidenten des Bundesgesundheitsamtes Prof. DDr. D. Großklaus: „… die gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als durch Zier- und Waldvögel“.
  • Nach offizieller Auskunft des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege sind weiterhin Taubenausscheidungen im sauren Bereich so schwach (6-6,5 PH), daß ein Säureangriff auf Materialien wie beispielsweise Stein oder Metall unmöglich ist.
  • Ergebnisse der Verhaltensforscher zeigen, dass sich die Populationsdichte in Städten in denen Tauben vergrämt, vergiftet, oder  auf andere Art und Weise zu Tode gebracht werden, letztlich nicht verändert, da die freigewordenen Plätze durch Nachzug anderer Tiere belegt werden.

Venedig ist lebensfähig mit Abertausenden von Tauben.

Bevor man diesen hier an den Kragen geht, sollten vorher die Städte dafür Sorge tragen , daß nicht Zigarettenkippen, leere Bier- und Schnapsflaschen etc. und sonstige von Menschen zurückgelassene gewaltige, unverrottbare Unratmengen die Straßen verunzieren.

Nachfolgendes Schreiben an die Kirche in Rostock – zu Ihrer Kenntnisnahme, gerne auch zu Ihrer redaktionellen Verwertung und Verwendung. Hier haben sich unsere Diener Gottes, die geistlichen Herren der Kirche – an sich mit Vorbildfunktion (!?) – wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Näheres ergibt sich aus dem Schreiben selbst.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Dittmann / 04.05.2017


Brief von Herrn Dittmann an die kirchlichen Herrschaften in Rostock:

Sehr geehrte Damen und Herren der Kirche in Rostock,

über Internet ist uns Ihr Verhalten gegenüber einer engagierten Tierschützerin, Frau Astrid Suchanek, zur Kenntnis gelangt. So jagten Hausmeister und Dekan, Frau Suchanek kürzlich vom Kirchengelände, weil sie für Tauben – sehr weise im Sinne der Sache – mit einer Futterspur diese auf öffentliches Gebiet locken wollte.

Der Dekan war sich wohl auch nicht zu schade ihr wiederholt aufzulauern und wutentbrannt  und unbeherrscht gar auf Stadtgebiet(!) zu folgen, um dort Frau Suchanek dieses “schändliche Tun” der Futtervergabe vorzuhalten, ja zu verbieten.

Offenbar kennen Sie in Rostock die Bibel nicht – schauen Sie mal hinein, siehe z.B.:  Prophet Hosea 2/ 20:

“Ich schließe für sie einen Bund an jenem Tage mit dem Wild des Feldes, mit den Vögeln des Himmels und dem Gewürm des Bodens. Und Bogen, Schwert und Kriegsgerät tilge ich aus dem Lande, ich verschaffe ihnen Ruhe und Geborgenheit.”

Oder Markus 16/ 15:

“Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.”

Ihr Verhalten erzeugt Gänsehaut, in  welch traurigem, Gottes Schöpfung verhöhnenden pharisäerhaften Anthropozentrismus Sie und die hier Verantwortlichen gefangen sind.

Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Friedhof gemacht. Es starben und sterben viele wertvolle Tiere durch die Hand wertloser Menschen. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.

Albert Schweitzer – der Ihnen nicht unbekannt sein dürfte – hat allen Ethikpriestern in dieser Sache den selbstaufgesetzten Heiligenschein der Menschheit ganz tief über die Ohren gezogen:  „Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstellt , also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen“.

So tritt man die Mitgeschöpflichkeit in den Dreck, verehrte kirchliche Herren in Rostock. Mit allem Respekt vor Ihrem Amt und Ihrer Stellung: Schämen Sie sich. Schämen Sie sich ganz gewaltig. Wohlformuliertes, salbungsvolles Geschwätz wichtigtuerisch von der Kanzel herab auf die gläubigen Lauschenden herabregnen lassen, ist zu wenig. An Ihrem HANDELN auf dieser schönen Erde werden Sie gemessen werden.

So es einen Gott gibt, (und Sie glauben gewisslich an ihn?) werden Sie sich einst vor ihm auch für Ihr Tun in dieser Angelegenheit zu verantworten haben. Dann möchte ich nicht in ihrer Haut stecken.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Dittmann / 04.05.2017

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Ein Kommentar zu “Schändliches Verhalten der Kirche in Rostock gegen Taubenfreunde

  1. Gute Worte an die Herren der Kirchenzunft von Herrn Dittmann. Nur werden diese wahrscheinlich wieder von ihnen abprallen, da sie selber nicht an das glauben, was sie tagtäglich predigen. Sie wissen genau dass es keinen Gott gibt und auch keine Strafe im Jenseits für ihr abscheuliches Tun.

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