Referat von Samuel Dombrowski über Betäubungsloses Schächten

Das betäubungslose Schächten der Tiere – ethisch vertretbar, religiös begründbar?

Als wesentlicher Aspekt wurde im Alten Testament (AT) gefordert, das Blut der Tiere nicht zu essen, weil dort ihre Seele sei. Mit der als „Schächten“ bekannten Tötungsmethode sollte bei Opferritus das Blut aufgefangen und beim Schlacht-Schächten eine Ausblutung des Tieres herbeigeführt werden, um sein Blut nicht mit zu verzehren. Diese Vorstellungen stehen allerdings im Gegensatz zu den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass einerseits durch das Schächten weder eine völligen Ausblutung erreicht wird und 20 – 25% der Gesamtmenge im Körper verbleibt und andererseits diese Restmenge unabhängig davon ist, ob das Tier unbetäubt oder betäubt geschächtet wurde.

Ungeachtet dieser Umstände wird nicht nur auf der Tötungsart des Schächtens bestanden sondern man fordert sogar das unbetäubte Schächten und begründet es mit einer Religionsvorschrift. Dabei geht man von der Auffassung aus, dass das Tier beim Betäuben körperlich verletzt werden würde. Doch bereits die allgemein übliche Elektro-Kurzzeit-Betäubung belegt, dass es beim Wiederaufwachen ohne nachweisbare Schädigungen in seinen uneingeschränkten Funktionszustand zurückversetzt wird.

Die in Deutschland und der europäischen Union gültigen Vorschriften, ein Schlachttier nur nach vorheriger Betäubung töten und mit dem Blutentzug erst nach ausreichend langer Betäubung und Schmerzfreiheit beginnen zu dürfen, wird als nicht konform mit den Geboten der gläubigen Juden dargestellt und als unzulässiger Eingriff in die religiösen Freiheiten bezeichnet. Kaum wird versäumt, diese Gesetzesgrundlage als Antisemitismus zu deklarieren, obwohl bisher noch nie der Beweis einer einschlägigen Religionsvorschrift entsprechend der in solchen Fällen üblichen Gesetzesforderung erbracht wurde.

Da nun der Beweis einer „zwingenden Religionsvorschrift“ auch nicht erbracht werden kann, müssen solche Konfliktdarstellungen mehr als Demagogie erscheinen und begründen eine besondere Bedeutung der ethischen Betrachtungsweise im Sinne eines mitgeschöpflichen Mensch-Tier-Verhältnisses.

Bereits bei der Vorbereitung des Fesselns und des Werfens, vor allem aber beim Schächten selbst, erleidet das unbetäubte Tier Todesangst, unsägliche Leiden und Schmerzen. Ein schmerzempfindendes Wesen von diesen unnötigen Zumutungen zu verschonen, muss als ein höher einzustufendes Rechtsgut bewertet werden als irgend ein religiöses Konstrukt oder Ritual, dessen Sinn nicht, oder nicht mehr nachzuvollziehen ist.

Mit solchen Feststellungen begründe ich, dass im Hinblick auf unsere fortschrittlichen Erkenntnisse und unschädliche Betäubung, die Schächtung des unbetäubten Tieres eine unethische Verhaltensweise sowie unnötige Quälerei darstellt.

Darum wird im deutschen Tierschutzgesetz (TSchG) §4 und in den Schlachtverordnungen die Betäubung jedes Wirbeltieres vor seiner Tötung und dem Blutentzug verlangt. Eine Ausnahmegenehmigung darf nur beim Nachweis einer „zwingenden Religionsvorschrift“ erteilt werden und nur für die Religionsangehörigen mit Wohnsitz im Gültigkeitsbereich der Gesetze.

Es wird nur wenigen bekannt sein, dass bereits 1906 ein Gutachten von 585 Veterinärmedizinern als Schlachthofdirektoren durchweg das betäubungslose Schächten als Tierquälerei bezeichnet, der jeglicher religiöser Charakter fehlt. In anderen Untersuchungen wird festgestellt, dass das Tier keinesfalls – wie oft behauptet – unmittelbar nach dem Schächtschnitt das Bewusstsein und damit seine Schmerzempfindung verlöre, denn beim Lösen seiner Fesseln nach dem Ausbluten würde es mit der entsetzlichen Halswunde aufstehen und orientiert angstvoll dem Ausgang des Raumes zu schwanken. Dieses Ausbluten dauert je nach Tiergröße und Todeskriterien bis zu 12 Minuten.

Der Schnitt durch die Hals-Weichteile ist äußerst schmerzhaft. Es werden dabei nur zwei der insgesamt sechs Halsarterien durchtrennt, die das Gehirn versorgen. Das hat seine fast unverminderte Durchblutung zur Folge, die bei dem vorgeschriebenen Aufhängen an den Hinterläufen noch orthotatisch verstärkt wird. Wegen einer Durchtrennung von Nerven kommt es zum lähmungsbedingten Zwerchfell-Hochstand mit zusätzlicher Atmungsbehinderung. Aus der durchtrennten Speiseröhre wird der Mageninhalt aspiriert und Hustenreiz ausgelöst, was die Schmerzen durch Atemnot und Erstickungsangst verstärkt. Diese panische Angst ist an den Augen des Tieres gut erkennbar für jeden, der dem Schächtablauf einmal beigewohnt hat.

Deshalb stelle ich fest: Es gibt keinen plausiblen Grund dafür, den Tieren bei vollem Bewusstsein und uneingeschränkter Schmerzempfindung einen solch qualvollen und langsamen Tod zu bereiten. Kein Gott, welcher Religion auch immer, kann so grausam sein, zu fordern, dass seine Geschöpfe „ihm zu Ehren“ auf diese Weise gequält werden! Das kann in keiner von Ihm stammenden Mitteilung enthalten sein! Es sind von Menschen erdachte Ritualmorde an der wehrlosen Kreatur, die als Irrweg bezeichnet werden müssen und niemals gottgefällig sein können. In allen Religionen wird Schutz und schonender Umgang mit den Tieren gefordert; wohlgemerkt: Religionen und nicht Religionsinterpretationen !

Viele tatsächlichen Gebote und Verbote des Alten Testaments sind im Laufe der Zeiten den neuen Erkenntnissen angepasst worden. Warum sollte das für unser Mensch-Tier-Verhältnis nicht ebenso möglich sein? Selbst die eindeutige göttliche Anweisung in der Genesis über die Ernährung der Menschen wird ignoriert. Wenn auch einige Ernährungswissenschaftler die Notwendigkeit tierischer Nahrung behaupten, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich der Schöpfer unserer Erde und ihrer Reiche hierin getäuscht haben soll! Allen muss wieder bewusst gemacht werden, dass wir schon lange keine Tieropfer mehr bringen sollen, wollen oder gar müssen!

Da fundamentalistische Kreise der beiden Weltreligionen ohne belegbare Vorschriften auf das betäubungslose Schächten der Tiere beharren, entstehen unweigerlich Unvereinbarkeiten mit unseren Gesetzen. Im §4a Absatz 2 des Tierschutzgesetzes wird unmissverständlich vorgeschrieben: “ …die zuständige Behörde darf Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schächten nur insoweit erteilen, als es dem Bedürfnis der Angehörigen bestimmter Religionsgemeinschaften im Geltungsbereich des Gesetzes entspricht und deren zwingende Vorschriften solches Schächten vorschreiben oder den Genuss von Fleisch nicht betäubungslos geschächteter Tiere untersagen.“ Beides ist nicht gegeben, denn „zwingende Vorschrift“ besagt, dass bei Nichtbefolgung eine Bestrafung bis zum Ausschluss droht und andererseits sich im Ausland den jeweiligen Essgewohnheiten angepasst werden darf.

Solch zwingende Vorschrift ist auch deshalb nicht haltbar, weil zur Zeit ihrer Entstehung eine Betäubungsmöglichkeit unbekannt war und deshalb nicht verboten werden konnte. Darüber hinaus hat das Bundesverwaltungsgericht (BVG) entschieden, dass eine individuelle Glaubensüberzeugung oder persönliche Auslegung diesbezüglicher Anweisungen der gesetzlichen Forderung einer „zwingenden Religionsvorschrift“ nicht entsprechen.

Nicht zuletzt hat der Bundesrat festgestellt, dass das Schächten nicht als religiös-rituelle Handlung nach Art. 4 des Grundgesetzes (GG) einzustufen und damit eine Befreiung von bestehenden Gesetzen nicht möglich sei. Es handele sich zwar um eine „religiöse Grundhaltung“, da jedoch diese Tötungsform seit Jahrtausenden und den verschiedensten Ländern durchgeführt werde, erfülle sie eben die Voraussetzungen des Artikel 4 GG nicht. Der Staatsminister Goppel sagt dazu: „Die Religionsausübung ist grundsätzlich geschützt, doch es ist nicht alles geschützt, was als solche bezeichnet wird!“

Ein weiteren wesentlichen Aspekt verwendet das Bundesverwaltungsgericht (BVG) in seiner ablehnenden Entscheidung: Beim Fleischessen handele es sich nicht um einen Ernährungsnotwendigkeit sondern um einen auf persönlicher Geschmacksentscheidung beruhenden Ernährungsgenuss. Fleisch sei zwar ein allgemein übliches Nahrungsmittel, auf welches zu verzichten aber aus Gründen des Tierschutzes zumutbar sei und keine unzumutbare Einschränkung der persönlichen Entfaltungsfreiheit darstelle. Eine selten erwähnte, aber um so bedeutungsvollere gerichtliche Feststellung, der allgemein zu wenig Beachtung gezollt wird.

Damit sind wir nun bei der Grundsatzfrage des Tierschutzes angekommen, ob der Mensch seine Mitwelt als Ausbeutungsobjekt betrachten darf oder ob ihm aufgrund seines größeres Wissens und seiner tieferen Erkenntnisfähigkeit eine Schutzverpflichtung entsteht. Der Begriff „Tierschutz“ wird auch von orthodoxen Schächt-Befürwortern verwendet, wie z.B. vom Oberrabbiner und wissenschaftlichen Berater des „European Board of Schechita“ in Brüssel. Als promovierter Tierarzt und Tierexperimentator scheut er sich nicht zu behaupten, dass das betäubungslos geschächtete Tier bereits beim ersten Hautschnitt sein Bewusstsein und damit seine Schmerzempfindung verlöre.

Die Blutzufuhr zum Gehirn würde dadurch unterbrochen, weil ja die beiden Schlagadern durchtrennt werden. („Schechita in the light of the year 2000“ und „Medical aspects of schechita“) An anderer Stelle versteigt er sich sogar zu der Behauptung, dass das nach strengen Regeln durchgeführte Schächten schmerzfrei sei und damit die „tierschützerischste“ Tötungsmethode. Bei dieser Betrachtungsweise müssten eigentlich alle Länder das betäubungslose Schächten per Gesetz einführen!!!

In dem vorgegebenen thematischen und zeitlichen Rahmen ist es nicht möglich, seine jeder Wissenschaftserkenntnis widersprechenden Interpretation zu widerlegen. Wen das interessiert, dem sei die Dokumentation des Chirurgen und Anästhesiologen Dr. Hartinger mit dem Titel „Das betäubungslose Schächten der Tiere im 20. Jahrhundert“ empfohlen. Es zeigt nicht nur die tatsächlichen Verhältnisse auf, sondern auch bedeutende Stellungnahmen zur Thematik aus jüdischer Sicht, wie z.B. Moses Maimoides, des berühmten Rabbiners Hacohen-Kook und Dr. L. Stein, des Philosophen Michael Landmann, Yehudi Menuhin, Edgar Loewi, J. Stern, J.H. Lewi, W. Fackenheim und anderer.

Der Einfallsreichtum unserer Verantwortlichen ist bemerkenswert, mit dem trotz eindeutiger Gesetzeslage und Rechtsprechung Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schächten ungeprüft erteilt werden. Es reicht von Anweisungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums an die Länderminister, für Antragsteller mosaischen Glaubens sei der Beweis einer „zwingenden Religionsvorschrift“ erbracht, über die Bestimmung, dass diese nicht „schriftlich vorliegen müsse“ bis hin zu Rechtfertigung der Gesetzesübertretungen oder deren Duldung mit „geschichtlichen Verpflichtungen“.

Wenn ich diese Aussage richtig verstehe, wird mit dem Holocaust der Juden nunmehr der Holocaust der Tiere gerechtfertigt!? Vielfach gibt man sich auch gar keine Mühe zu verbergen, wie die Gesetze unterlaufen werden und beruft sich einfach auf rechtlich undefinierbare Begriffe wie „Religions-Tradition“, „altes Brauchtum“ oder „religiöses Selbstverständnis“ ohne zu berücksichtigen, dass der Art. 4 des Grundgesetzes auch die religiösen Vorstellungen und Moralauffassungen der Bevölkerungsmehrheit unseres Staates schützt. Bei dieser Verfahrensweise befinden sich unsere Staatsdiener augenscheinlich „auf sicherem Boden“, sicher aber nicht auf dem Boden der Gesetze!

Es wäre endlich an der Zeit, das betäubungslose Schächten der Tiere als Unrecht sowie als würdeloses und beschämendes Fehlverhalten der Menschen zu erkennen, wie es mit dem Religionsgesetz des Zu-Tode-Steinigens, den Hexenverbrennungen, der Inquisition und der Sklaverei – leider zu spät – geschah. Wenn menschliche Ansprüche und religiöse Forderungen in Gegensatz zur Menschenwürde geraten, sind wir aufgrund der Geschichtserkenntnis alle aufgerufen, der Menschenwürde zum Durchbruch zu verhelfen. Es gibt weder eine jüdische noch islamische Religionsvorschrift, die das Betäuben der Schlachttiere verbietet und der weltberühmte Oberrabbiner Dr. L. Stein schreibt in seinem rabbinisch-theologischen Gutachten „Über das Schächten“: „Es ist im mosaischen Religionsgesetz keine Spur zu finden, nach der das Töten eines zum Genuss erlaubten Tieres mittels eines nach den strengen Regeln der Schechita auszuführenden Schnittes in den Hals zu geschehen habe oder gar, dass ein Tier, bei dem diese Handlung unterlassen wurde, zum Genuss verboten sei!“

Es wäre die Pflicht eines jeden von ethischen Grundsätzen geleiteten und von Mitgefühl und Tierliebe geprägten Menschen, seine Stimme gegen dieses himmelschreiende Unrecht an der Kreatur zu erheben und ein generelles Verbot dieser scheußlichen anthropozentrischen Überheblichkeit zu fordern. Wir alle, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen, müssen stark und konsequent bleiben, damit die stumme leidende Tierwelt nicht ihre Fürsprecher und die Menschheit nicht ihre Menschenwürde verliert!

Samuel Dombrowski

Zur Person Samuel Dombrowski:

Polnischer Jude, der Ausschwitz überlebte
geboren 1922 in Szerokova/Polen, in der Nähe von Krakau
1944-1945 in Auschwitz und im KZ Friedland
Ab 1950 wohnhaft in Düsseldorf und im Tierschutz engagiert

Quelle : tierrecht.de

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YouWatch-Anzeige gegen Margot Käßmann wegen Volksverhetzung und Beleidigung

Hunderttausende deutsche Bürger fühlen sich infolge vor Hass triefenden Aussagen von Margot Käßmann zutiefst beleidigt, die zumindest einen Teil der deutschen Bevölkerung pauschal als „Nazis“ verunglimpfte. Schützenhilfe bekommt diese Dame – wie sollte es auch anders sein – von den Mainstream-Medien, die sich auf die Seite der ehemaligen Ratsvorsitzenden stellen und sich damit wieder einmal gegen ihre eigenen Leser wenden. Die „Berliner Morgenpost“ und die „WAZ“ zum Beispiel geben Margot Käßmann ein Forum, in dem sie weiter ihren Hass verbreiten darf.

Die JouWatch-Anwälte haben gegen diese kirchliche Hasspredigerin Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Beleidigung gestellt, denn die Aussagen dieser „ehrenwerten“ Kirchendame auf dem evangelischen Kirchentag sind bestens geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören, indem sie zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstacheln und die Menschenwürde anderer angreifen, indem diese verleumdet werden. Auch als Unterstellungen an die Mitglieder und Sympathisanten der AfD stellen sich ihre Aussagen als strafbar dar. Jeder, der das Programm unterstützt und mitverantwortet, wird von Frau Käßmann und ihren falschen Darstellungen diffamiert und verächtlich gemacht. JouWatch wird, wenn es zum Prozess kommt, durch alle Instanzen gehen, weil YouWatch diesem ewigen und beleidigenden Nazi-Bashing ein für alle Mal ein Ende setzen will.

Kommentar von Michael Klonovsky:

„Käßmann sagt, es sei voll Nazi, wenn jemand fordere, die Deutschen sollten sich vermehren. Und 5000 evangelische Deppen, darunter auch einige mit vierfacher Nazi-Ahnentafel und darob schwerst zerknirscht, spenden solcher exemplarischen Hasssprache „tosenden“ Applaus. Was für eine gemütsverrottete, was für eine abbruchwürdige, was für eine sturmreife Kirche, die solches in ihrer Mitte schwären und eitern lässt!“

Kommentar von Ulrich Dittmann:

„Ich begrüße es sehr, dass JouWatch gegen Sie, Margot Käßmann, wegen Ihrer UNCHRISTLICHEN, ekelerregenden Volksverhetzung und Beleidigung beim Kirchentag, Strafanzeige gestellt hat. Schämen sie sich, schämen sie sich ganz gewaltig, Margot Käßmann. Was Sie unchristlich, wichtigtuerisch und pharisäerhaft  auf diesem Kirchentag an Volksverdummung versprüht haben, ist übelste geistige Umweltverschmutzung – schlichtweg Giftgas für unsere Demokratie.

Wischen Sie endlich Ihren ideologischen Schaum vom Mund – äffen Sie nicht beständig wie ein dressierter Papagei das Political-Correctness-Geschwätz der etablierten Altparteien nach, die ohnehin nur um ihren warmen Sessel im warmen Berliner-Elfenbeinthron besorgt sind.“

Ulrich Dittmann / 29.05.2017

Und auf dem Blog von Michael Mannheimer ist diesbezüglich nachzulesen:

Jetzt beginnt die große Relativierung. Käßmann habe nicht gesagt, dass alle deutschen Nazis seien. Sie habe „nur“ gesagt, dass alle AfD-Wähler und -Symptahisanten Nazis seien. So die Tagesschau vom ARD – dem laut einer US-Studie einer der führenden  Hetz-Sender der westlichen Welt und dem neben dem ZDF zentralen Regierungssender der Merkel-Administration. O-Ton Tagesschau:

„Die Theologin Margot Käßmann ist Ziel einer Kampagne in den Sozialen Medien geworden. Käßmann hatte in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD scharf angegriffen. Deren Forderung nach einer „Erhöhung der Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung“ entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten: Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern – da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht“, so Käßmann auf der Veranstaltung. Diese Aussagen waren demnach direkt auf das familienpolitische Programm der AfD bezogen.“ (Quelle)

Doch ob sie nun alle Deutschen oder „nur“ alle AfD-Wähler zu Nazis erklärt hat – der Straftatbestand der Beleidigung und Volksverhetzung ist klar erfüllt. Sie hat sich zudem als echte Antichristin erwiesen: Anstelle „Brücken zu bauen“ (eine ihrer Hauptbegriffe, wenn es um die Integration des genozidalen Islam geht)  – dämonisiert sie eine demokratische Partei wie die AfD und rückt sie in die Nähe der NSDAP. Das ist Geschichtsklitterung, Verharmlosung der NSDAP und eine Verharmlosung der Gräuel des Dritten Reichs in einem Maße, die an die Relativierung von Auschwitz heranreicht.

Bei der Relativierung der Aussagen Käßmanns mischt auch das SPD-Online Magazin „Vorwärts“ ganz vorne mit. Siehe: „AfD gegen Margot Käßmann: Wie die Rechten die Wahrheit verbiegen“.

Es ist jedoch genau umgekehrt: Käßmann verbog die Wahrheit gegenüber der AfD, indem sie alle deren Mitglieder und Sympathisanten wahrheitswidrig und in einer höchst infamen Weise zu Nazis erklärte. Von der SPD – der größten Medienholding Europas – kann auch nichts anderes erwartet werden. Seit über 150 Jahren ist sie führend, was den Verrat gegenüber den Deutschen anbetrifft.

Und nun fordert die Theologin und Pseudochristin, dass ihre aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate aus den sozialen Medien gelöscht werden, etwa der Post von Erika Steinbach. Diese wegen der deutschfeindlichen und autokratischen Politik Merkels aus der CDU ausgetretene Bundestagsabgeordnete hatte der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Käßmann  „linksfaschistische Ergüsse im Namen der Kirche“ vorgeworfen.

Ob dies von der Linksjustiz ebenfalls so gesehen wird, bleibt abzuwarten. In den unteren Instanzen könnte Käßmann sehr wahrscheinlich davonkommen. Aber da Journalistenmatch notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht gehen will, wird es ernst für Käßmann. Und in der Folge auch ernst für all jene anderen „politisch korrekten“ Deutschlandhasser und Volksverhetzer aus der linksgrünen Szene, die wie Trittin etwa, der ganz Deutschland ungestraft als rassistisch denunzieren durfte mit Aussagen wie der folgenden:

“Deutschland ist ein in allen Gesellschaftsschichten und Generationen rassistisch infiziertes Land.”
Jürgen Trittin, Bündnis90/Die Grünen in seiner Rede im Londoner Goethe-Institut am 2. Februar 1993

Pack und Wirklichkeit

Der gemeinsame Feind aller ist, wer der Feind der Seinen war. Niemand hat je geglaubt, einem Verräter Vertrauen schenken zu dürfen.
Cicero, In Verrem 2. 1,38

Nun reist sie wieder durchs Land, von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim,  die Spitze des Staates. Beileibe nicht die intellektuelle Spitze, wie es in Krisenzeiten notwendig wäre, nein, es reist die Spitze der Regierung, die gewählten Vertreter des Volkes. Aber muss man nicht sofort fragen, wen wählt das Volk, die Masse?

Das Wahlvolk gibt immer dem seine Stimme, der ihm ähnlich ist, ähnlich in Geist, Verhalten und Denken. Aber vorausschauendes, tiefes Denken ist nicht das Spezifikum der Masse. Diese Art des Denkens ist einer Minderheit vorbehalten und – man muss es deutlich aussprechen – Minderheiten im Denken werden in der Demokratie überstimmt, sind unhörbar, da geistige Tiefe nicht in jedermanns Ohr dringt, nicht dringen kann und dringen soll. Friedrich Schiller meinte in seinem „Demetrius“:

„Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen‘gen nur gewesen. Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt  und Unverstand entscheidet.“

Die Staatsspitze ist, so erschütternd die Diagnose auch sein mag, ein repräsentatives Abbild der geistigen Massenstruktur und somit regelmäßig überfordert, wenn weitschauende Entscheidungen zu treffen sind. Als Folge dieser Unfähigkeit zeigt sich die Staatsspitze dem Publikum dann unisono mit einstudierten Betroffenheitsmienen, Mitleid und Anteilnahme heuchelnden Gesichtern, Kinderköpfe streichelnd und mit ausgewählten, frisch gebadeten Asylanten Schaudialoge führend.
Honecker und ihm Geistesverwandte machten es ebenso.

Das Durchschaubare ihres Tuns, das Ekelhafte ihres Handelns wird ihnen nicht bewusst. Es kann ihnen nicht bewusst werden, denn sie sind nicht die intellektuelle Spitze, sie sind gewählte Massenmenschen, allzu ähnlich den anderen, die von ihnen bei abweichender Meinung und Sicht der Dinge mit „Pack“ bezeichnet werden. Der  Geist folgt aber nicht der Funktion, auch wenn sie meinen, dass ein Aufstieg in der Polithierarchie ein Aufstieg im Intellekt bedeutet. Ihre demokratischen Prinzipien, in Sonntagsreden bis zum Erbrechen beschworen, verlieren sich in solchen Situationen sofort in den Niederungen ihres Schmalspurintellekts. Wer nicht synchron zur  Propagandamaschinerie der Staats- und Parteiführung marschiert, wird beschimpft, bedroht und ausgegrenzt. Man merkt es den Politakteuern überdeutlich an, dass die Orwellsche Vorausschau in ihnen unbewusst lebt.

In „1984“ drückte er es folgendermaßen aus:

„In gewisser Weise ließen sich diejenigen am leichtesten von der Parteidoktrin überzeugen, die ganz außerstande waren, sie zu verstehen. Diese Menschen konnte man  leicht dazu bringen, die offenkundigsten Vergewaltigungen der Wirklichkeit hinzunehmen, da sie nie ganz die Ungeheuerlichkeit des von ihnen Geforderten begriffen und überhaupt nicht genügend an politischen Fragen interessiert waren, um zu merken, was gespielt wurde. Dank ihrer Unfähigkeit zu begreifen, blieben sie ganz unbeschadet … . Welche Ansichten die Massen vertreten oder nicht vertreten, wird als belanglos angesehen. Man darf ihnen getrost geistige Freiheit einräumen, denn sie haben keinen Geist.“

Aber das Volk auf den Straßen verlangt von diesen Überforderten Antworten, Perspektiven und eindeutige Lösungswege auf  Fragen, die sich die Regierungskaste  – zumindest nicht öffentlich – bisher nicht einmal gestellt hat. Denn an welcher Grenze, an welcher roten Linie, wird die ganze Mitleids-, Hilfs- und Betroffenheitswelle enden, wenn auch dem letzten Bürger bewusst wird, dass Europa nicht einer temporären Flüchtlingswelle , sondern einer Völkerwanderung gegenüber steht, deren Wucht und Ausmaß alles bisherige vergessen lässt, die alten Gewohnheiten und Strukturen aushebelt, die grundlegend lebensverändernd sein wird? Eine Völkerwanderung übrigens,  die durch Religionskriege geschürt und verschärft wird, eine Völkerwanderung, die in den arabischen Ländern ihren Auslöser in den schwachsinnigen Demokratisierungsideen und kriminellen Kriegstreibereien eines „befreundeten“ amerikanischen Präsidenten hatte, eine Völkerwanderung, die nicht mehr zum Stillstand kommen kann,eine Völkerwanderung, die massiv in die Zukunft der eigenen Nachkommen eingreift.

Wer kann ernsthaft glauben, dass mit Unterbringung fliehender Syrer, Afghanen und Süd-Osteuropäern das Thema erledigt ist? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass sich weitere Massen aus Afrika und Asien auf den Weg machen werden, das Elend im Heimatland gegen weniger Elend in Europa einzutauschen? Natürlich kommen sie, alles andere ist Illusion und Europa wird langfristig diese Menschen nicht auf sein eigenes Wohlstandsniveau  heben  können, sondern die kommenden Massen werden Europa  aus seiner heutigen Wohlstandsagonie grausam wecken. Verteilungskriege, Ghettobildungen und massive Umweltvernichtung werden die Folge sein. Die Bevölkerung wird im großen Stil systematisch gespalten werden.

Ist es nicht das Volk betrügen, wenn ignoriert wird, dass die Menschheit in die Phase des exponentiellen Wachstums eingetreten ist, eine Phase, die es in der Erdgeschichte für ein Lebewesen vorher nicht gab? Dieses Wachstum bedeutet:

  • Nettozunahme der Erdbevölkerung pro Sekunde um 2,8 Menschen, d.h. um 80 Millionen Menschen / Jahr mit einer
  • Verringerung der Naturfläche in entsprechender Größe, um diesen Menschen Nahrung und Lebensraum zu bieten;
  • dadurch Verringerung sämtlicher Ressourcen, angefangen von Kohle, Öl, Gas, Wasser bis zu Wäldern, unbesiedelter Naturlandschaft und sauberer Atemluft, sowie die Erschöpfung der Regenerationsfähigkeit des Systems „Erde“.
  • Zunehmende Verkarstung und Ausbreitung von Wüsten, Abschmelzen der Polkappen und Gletscher durch Anstieg  der  globalen  Temperatur,  Klimawandel  und fortschreitende  Instabilität  des  Wetters  mit  Ernteausfällen und Hungersnöten, dadurch Wanderungsnotwendigkeiten für Mensch und Tier in „noch“ intakte Lebensräume, die dann gleichfalls kurzfristig zusammenbrechen.

Regierungen, die einer solchen Fragestellung und Perspektive, die übrigens seit den 70er Jahren durch die Wissenschaft immer vorausgesagt wurde, ausweichen, opfern  durch ihre mitleidsbasierte Effekthascherei und primitivste Publicityanstrengung die Interessen des eigenen Volkes, des Volkes, das sie einst zu seinem Schutz und Führung berufen hat. Die Rufe „Volksverräter“ erhalten so einen tieferen Wahrheitsgehalt, einen Wahrheitsgehalt, der die Entfremdung der Politkaste von seinem Wahlvolk nicht besser ausdrücken könnte.

Tausend Fragen zur Ökonomie, zur Verwaltung, zur logistischen Steuerung des Geschehens müssten angeschlossen werden; ich beschränke mich auf zwei exemplarische:

Wo sind in der momentanen Situation eigentlich die christlichen Kirchen, in welchem Versteck hoffen sie auf das Ende der Krise, sie, die von Beruf Mitleid und Barmherzigkeit predigen? Wo hat die katholische Kirche beispielsweise ihre leer stehenden Klöster geöffnet, um Flüchtlinge unterzubringen? Wo sind die Millionenspenden der milliardenschweren Bistümer, der Kirche insgesamt, um Flüchtlingselend zu lindern?

Und als letzes noch die Frage, wo denn Regierungsvertreter, Minister, Staatssekretäre und alle sonstigen hochbezahlten Politkader in ihren Privathäusern Flüchtlinge  aufgenommen haben?  Wer ist mit gutem Beispiel vorangegangen oder ist ihnen das nicht zumutbar, was von dem Arbeiter, dem Angestellten und der Rentnerin erwartet  wird?

Mittelalterliche deutsche Könige und Kaiser sind in Krisenzeiten ihrem Volk vorausgeritten, neuzeitliche Staatslenker verbergen sich dagegen in ihren hochgesicherten Villen vor ihrem Volk und fordern, was sie selbst nicht zu leisten bereit sind. Soviel zum Charakterwandel der Herrschenden.

Ein Epigramm von Erich Kästner möge an dieser Stelle den Endpunkt setzen:

„Wir werden nicht daran zugrunde gehen, dass einige Zeitgenossen besonders niederträchtig sind, und nicht daran, dass andere besonders dämlich sind. Und nicht daran, dass einige von diesen und jenen mit einigen von denen identisch sind, die den Globus verwalten. Wir gehen an der seelischen Bequemlichkeit aller Beteiligten zugrunde.“