Bedingungsloses Grundeinkommen: Die Lösung aller Existenzsorgen

Wenn auf Grund unseres Zeitalters der Digitalisierung und der Entwicklungsstufe des internationalen Finanzkapitalismus immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, wird es in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen ohne einen festen Arbeitsplatz geben. Das gesicherte Einkommen fällt weg und somit nimmt auch die Angst, verbunden mit Armut, einen immer größeren Raum ein. Sich kreativ weiter zu entwickeln, um innovativ am gesamtgesellschaftlichen Leben teilzunehmen wird dadurch immer schwieriger.

Würde deshalb das bedingungslose Grundeinkommen auf einer gerechten Basis nicht jedem Menschen ermöglichen, diesem Teufelskreis der immer größer werdenden Existenzängste vieler Menschen zu entfliehen? Das diesbezügliche Problem ist und bleibt eben nur die Antwort unserer in ihren Elfenbeintürmen thronenden Politiker auf die Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen uns Menschen frei oder faul macht. Befürworter meinen, es könne nur gut sein, sich von den Fesseln der Lohnknechtschaft zu lösen, Kritiker des BGE warnen hingegen, der Mensch würde ein herumhängender Faulpelz werden und die Republik zum Stillstand bringen.

Wie denkst Du darüber? Wäre es ein Fortschritt oder eher ein Desaster, wenn staatliche Sozialleistungen, Kindergeld und Wohngeldzuschuss wegfallen würden und es stattdessen das bedingungslose Grundeinkommen geben würde – und zwar für alle, unabhängig, ob derjenige auf der Straße lebt oder steinreich ist?

Richard David Precht über das bedingungslose Grundeinkommen:

Das bedingungslose Grundeinkommen in 3 Minuten erklärt:

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7 Kommentare zu “Bedingungsloses Grundeinkommen: Die Lösung aller Existenzsorgen

  1. Mein Männe und ich sind für das BGE.

    In einer realistischen Höhe, die es jedem erlaubt, zB mit Warmwasser und Strom in einer nicht-luxuriösen, aber der heutigen Zeit angemessenen Wohnung zu leben.
    D. h. die Mietpreise müssen realistisch bleiben und bei Mietwucher darf der Vermieter nicht unterstützt werden. Die Krankenversicherung muss bezahlbar sein und bleiben sowie die Wohn- und Lebenskosten (zB PKW-Versicherungen) müssen ebenfalls beachtet und bewertet werden.
    Wenn aber zB eine Wohnung 60 qm (hier) zwischen 350 und 450 warm kostet, dann kann ich von einem BGE von 600 Euro gerade mal wohnen/existieren und abends mal das Licht anschalten und kochen.
    Das BGE ist als Grundsatz eine gute Sache, wenn es gerecht an die reelle Lebens- und Wirtschaftssituation angepasst wird. Und es ist in meinen Augen nicht zum Ausruhen geeignet, denn es ist dann „nur“ eine Sicherung des Lebens,
    Wer nun mehr will, als leben, kochen/essen, schlafen, waschen/Hygiene, wohnen, heizen … zum Beispiel Urlaubsreisen, teure Möbel, besondere TV- oder Telefon-Tarife, exclusive Klamotten oder eben andere „Luxus-Dinge“, der wird dafür das Arbeiten weiterhin schätzen.

    Und ich bin mir mehr als sicher, dass die meisten weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, aber mit weniger Druck und dafür mehr Freude. Diejenigen, die (auch weiter) ernsthaft nach Arbeit suchen, werden sich auch weiterhin anstrengen, welche zu bekommen. Denn DANN können sie realistisch ohne „Amts-Druck“ ihr Grundleben sichern und auch mal eine „Teilzeitstelle“ annehmen, die es ihnen dann erlaubt, sich etwas anzusparen für Anschaffungen oder Urlaub…

    Auf weitere Gedanken, Anregungen und natürlich Meinungsaustauasch bin ich sehr gespannt!

    • Freut mich, dass Du und auch Deine zweite Lebenshälfte ein BGE begrüßen würden. Und Du hast völlig recht: Selbstverständlich in einer realistischen Höhe, welche die Grundbedürfnisse abdeckt. Dein Beispiel mit den 600.- Euro dürften und würden diesbezüglich allerdings nicht ausreichen, denn mit lediglich 600.- Euro wäre man ja abermals bzw. weiterhin auf staatliche Leistungen angewiesen.
      Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

  2. ich würde ein bedingungsloses Grundeinkommen ebenfalls befürworten. Es würde uns freier machen. Aber wie Wolodja schon richtig bemerkt hat, müsste dieses Einkommen auch wirklich realistisch – also für ein würdevolles Leben ausreichend – sein. Leider wird es das in der jetzigen Gesellschaftsform nicht geben und ich bin der Meinung, das unsere bzw. die menschliche Gesellschaft – die durch Missgunst, Gier und Neid bestimmt ist – nicht in der Lage ist, dieses Grundeinkommen für jeden zu ermöglichen.
    Welche Regierung ist daran interessiert, wenn seine Bürger, die nun über sehr viel Freizeit verfügen, über die vorherrschenden politischen Verhältnisse nachdenken und diese möglicherweise kritisieren würden? Und wer würde die „Grundsicherung“ unserer Politiker sichern? Nein, ich denke unsere Regierung wird weiterhin „Brot und Spiele“ anbieten und sein Volk als monetäre Sklaven mit der Steuerpeitsche weiterhin ausbeuten.
    In der Schweiz ist die Volksabstimmung zum bedingungslosen Grundeinkommen gescheitert. Sehr wahrscheinlich wegen Neid und Missgunst.
    Solange sich die Gesellschaftsform nicht ändert, wird es ein Grundeinkommen schon wegen der Frage der Finanzierung nicht geben. Geld müsste entmachtet werden. Ein aussichtsloser Kampf.
    Aus meiner Sicht, wäre das bedingundslose Grundeinkommen ein enormer Fortschritt der menschlichen Gesellschaft. Leider bleibt dies eine Utopie, die der Mensch schon auf Grund der zukünftigen Entwicklung (Bevölkerungswachstum, Umweltzerstörung) nicht erleben wird.
    Der hier vorgestellte kurze Beitrag mit Richard David Precht, zeigt die richtige Einschätzung auf. m.E. zu spät.

    @annalenakat
    entsprechend deines Kommentares gibt es dieses Grundeinkommen ja schon. Es ist halt nur nicht bedingungslos.
    Ein würdevolles Grundeinkommen muß ausreichen um seine (angemessene) Miete zu bezahlen, sich gesund ernähren und vernünftig haushalten (inkl. Bekleidung etc.) zu können. Weiterhin gehört die Möglichkeit der Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben zum Grundeinkommen. Ich würde schätzen, dass dafür ungefähr 1000 bis 1200,- EUR notwendig wären. (für 1 Person)

    • Lieber Michael, danke für Deinen Kommentar und ich glaube auch, ja, bin sogar fest überzeugt davon, dass ein solches BGE noch lange, lange Zeit Utopie bleiben wird. Und Du hast ganz recht damit, dass ein solches BGE für eine Person mindestens 1000. bis 1200.- Euro betragen müsste.
      Liebe Grüsse an Dich – Wolfgang

  3. Das bedingungslose Grundeinkommen wäre zu begrüßen, aber ich fürchte, dass es in dieser Form nicht kommen wird. Die Politiker werden sich schon etwas einfallen lassen um dies zu verhindern.

    • Ja, liebe Elke, mit Deiner Befürchtung triffst Du den Nagel leider mitten auf den Kopf! Danke für Deine Zeilen und liebe Grüsse an Dich – Wolfgang

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