Kein Horrorfilm, sondern grausame Wirklichkeit in deutschen Tierversuchslaboren

Die Städte München, Münster und Tübingen führen die Hitliste der an Versuchstieren begangenen Grausamkeiten an. Daher wird es auch besonders in diesen Städten am heutigen Tag zur Abschaffung der Tierversuche beeindruckende, ungewöhnliche und würdevolle Demonstrationen in München, Münster und Tübingen geben.

Tierschützer werden zwischen 14 und 16 Uhr zwei Stunden schweigend in einem Dreieck stehen, ein Dreieck, welches zusätzlich auch diese Städte bilden. Neben Tübingen hat sich München durch sogenannte Xenotransplantationen „qualifiziert“: Dort werden den Affen Schweineherzen implantiert und die qualvolle Abstoßung untersucht. Münster haben die Tierschützer ausgewählt, weil dort die Firma „Covance“ mit ihren grauenhaften Giftigkeitsprüfungen als größter „Affenverbraucher“ Deutschlands gilt.

Foto: Tierschutz Soko

In ihren Augen steht die blanke Angst, ihre Verzweiflung durchdringt den gesamten sterilen Raum, krallt sich sogar in den Mauern fest, prallt aber an ihren Peinigern ab. Das, was hier geschieht, wird oft mit Steuergeldern bezahlt und verschafft den Ausführenden Geld und Ansehen. Obigen Versuchstier wurden Kopfhalter aus Titan implantiert. Neben dem offenen Zugang zu ihrem Gehirn hat obige Äffin noch mehr Qualen auszustehen, denn: Jede Zelle ihres Körpers schreit nach Wasser. Quälender Durst bestimmt ihr Leben.

Die kleine Äffin sitzt mit fixiertem Kopf in einem sogenannten Primatenstuhl und sieht auf einen Bildschirm. Trotz aller Qualen muss sie sich konzentrieren, um Himmels Willen auf den richtigen Knopf drücken, denn nur dann gibt es die Belohnung: Einen einzigen Tropfen Wasser.

Wo bleibt der Tierschutz bei diesen grausamen Versuchen in Tübingen?

Drei Kanülen und zwei Elektroden werden durch die implantierte Kammer in ihr Hirngewebe eingelassen, so werden ihr bestimmte Substanzen in ganz bestimmte Bereiche ihres Gehirns injiziert. Mit Hilfe der Elektroden wird die Nervenaktivität gemessen. Die Äffin wird nicht heimlich über Jahre so grauenhaft gefoltert, nein sie befindet sich in einem von vier Instituten in Tübingen. Die Tierschutzorganisation „Ärzte gegen Tierversuche“ nennt Ross und Reiter beim Namen. Demnach ist die Universität Tübingen gleich zweimal mit von der Partie mit dem „Institut für Klinische Hirnforschung“ und dem „Institut für Zoologie“. Dazu kommen das örtliche Max-Planck-Institut und das „Centrum für Integrative Neurowissenschaften“.

Und diese grauenvolle Quälerei wird auch noch mit Steuergeldern belohnt, denn Politik und die Tierversuchsindustrie verschwenden Millionen für ihr gnaden – und gewissenloses Treiben. Die Grausamkeiten der Tierexperimentatoren kennen keine Grenzen: Sie nähen Katzenbabys die Augen zu, quälen Kaninchen mit Strom, brechen Hunden die Knochen, lassen Schweine ersticken und fügen Ratten Verbrennungen zu. Die Tierquäler bekommen für ihre schrecklichen Taten viel Geld und Ruhm, doch niemand von ihnen konnte bis jetzt beweisen, dass er mit seinen Versuchen auch nur ein Menschenleben gerettet hat, sagt die Tierschutzorganisation „Ärzte gegen Tierversuche“.

So wurden seit Jahrzehnten Ratten bewegungslos in Röhren gesteckt und monatelang Handystrahlung ausgesetzt, dennoch wisse immer noch niemand, ob Handystrahlung nun schädlich ist oder nicht. Der Baustoff Asbest sei lange verwendet worden, weil Ratten und Hamster mehrere hundert Mal mehr Asbest vertragen, bevor sie davon Krebs bekommen. Trotz der angeblich bewiesenen Unbedenklichkeit durch Tierversuche sterben in Deutschland circa 58 000 Menschen pro Jahr an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass sich diese Tierquäler „im Namen der Wissenschaft“ nicht mehr in ihre „Patienten“ einfühlen können.

Besonders empörend sind die vielen Steuergelder mit denen unsere Politiker die Tierquäler belohnen. Die Ärzte gegen Tierversuche bringen Beispiele: 25 Millionen für das neue Tierhaus des Helmholtz-Zentrum in Braunschweig, wo grausame Versuche mit Mäusen gemacht werden. Die Universität Mainz erhielt 29 Millionen für neue Gebäude zur Unterbringung von Ratten, Kaninchen und Mäusen. Die Universität Bremen bekam 9,7 Millionen für die Hirnforschung an Affen. Und so geht es weiter: 23 Millionen Euro für die Uni Jena, 31 Millionen für die Uni Würzburg und sogar 50 Millionen für die Uni Bonn. Und was bekommen die anderen Forscher, die nach tierversuchsfreien Methoden suchen? Nur runde 4 Millionen! Noch deutlicher könnte die Politik es nicht zeigen, wie wenig ernst sie es mit dem Tierschutz meint.

Quelle: de.blastingnews.com


Übrigens:

Zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche (24. April) legt der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche auch sein Bundesländer-Ranking zu Tierversuchen vor. Diese exklusive Negativrangliste offenbart, in welchen Bundesländern die meisten Tierversuche stattfinden.

Im Jahr 2015 mussten laut offizieller Bundesstatistik 2.799.961 Tiere in deutschen Laboren leiden und sterben. In der Negativrangliste der Ärzte gegen Tierversuche nimmt dabei Baden-Württemberg mit 461.538 Tieren und damit 16,5% der Gesamttierzahl die Spitzenposition in Sachen grausamer und rückschrittlicher Forschung ein. Platz zwei belegt Nordrhein-Westfalen mit 432.006 bzw. 15,4% und Bayern liegt mit 423.129 Tieren bzw. 15% auf Platz drei. Negativrang vier wird in diesem Jahr von Niedersachsen belegt mit 338.747 Tieren bzw. 12%, gefolgt von Hessen mit 280.787 Tieren bzw. 10% und Berlin mit 259.986 Tieren bzw. 9,3%.

Bei den offiziellen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass es eine Dunkelziffer gibt. Tiere, die „auf Vorrat“ gezüchtet, aber nicht gebraucht werden sowie Tiere, die im Rahmen einer Genmanipulation nicht die gewünschte Veränderung aufweisen, werden getötet, ohne dass sie in der Statistik auftauchen. Der Ärzteverein schätzt, dass die tatsächlichen Zahlen um das 2,5-fache höher liegen.

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Ein Kommentar zu “Kein Horrorfilm, sondern grausame Wirklichkeit in deutschen Tierversuchslaboren

  1. Ich kann nicht verstehen, wieso es Menschen gibt, die sich für intelligent halten und dennoch Tierversuche durchführen.
    Mitgefühl haben diese Leute schon gar nicht.
    Wirlich sehr bitter.

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