Tierschutz-Nachrichten

Portugal: Vegane Speisen sind nunmehr in allen öffentlichen Einrichtungen Pflicht.

Alle öffentlichen Kantinen in Portugal sind seit diesem Monat gesetzlich dazu verpflichtet, vegane Speisen anzubieten. Dieser Beschluss ist das Ergebnis einer Petition der vegetarischen Gesellschaft in Portugal, die über 15.000 Menschen unterschrieben haben. Sie wurde im letzten Jahr im Parlament diskutiert und ein entsprechendes Gesetz am 3. März dieses Jahres von einer Mehrheit bestätigt. Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Gefängnisse und andere öffentliche Einrichtungen müssen demnach innerhalb der nächsten sechs Monate Speisen ohne Tierprodukte in ihren Menüplan aufnehmen.

Nuno Alvim von der Associação Vegetariana Portuguesa bezeichnet den Entschluss als einen »wichtigen Durchbruch«. Es handle sich um das erste portugiesische Gesetz, das die pflanzliche Ernährung explizit erwähnt. »Es wird die Vielfalt der Essgewohnheiten fördern und mehr Menschen dazu animieren, Speisen ohne Tierprodukte zu wählen, da sie jetzt besser verfügbar sind.« Er geht davon aus, dass diese Entwicklung einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung, aber langfristig auch auf die Tiere und die Umwelt haben wird. Der portugiesische Vorstoß ist außerordentlich zu begrüßen und man kann nur hoffen, dass die Parlamente anderer Staaten ebenfalls die Notwendigkeit erkennen, pflanzliche Ernährungsweisen mit entsprechender Gesetzgebung zu fördern – der Gesundheit, der Umwelt und vor allen Dingen den Tieren zuliebe.
Quelle: metro.co.uk


Wählerstimmenfang auf Kosten der Tiere

Politiker sind (weit) vorausschauende Leute. Weil sie ja nicht nur das aktuelle Geschehen, sondern auch immer den nächsten Wahltermin im Auge haben müssen. Und der steht in Hessen Ende des nächsten Jahres an. Da muss man frühzeitig  versuchen, sich eine gute Ausgangsbasis zu verschaffen, egal wie, auf welche Weise und mit welchem Thema. Die beiden Oppositionsparteien SPD und FDP haben das natürlich auch erkannt und sind seit Wochen dabei, sich bei einer Klientel einzuschmeicheln, die traditionell eher der größeren Regierungspartei CDU zugetan ist: den Jägern und Jagdbefürwortern.

Während die „Liberalen“ schon vor Wochen Verfassungsklage gegen die bereits im Dezember 2015 verabschiedete neue Jagdverordnung eingereicht hatten, greifen die diesen Vorstoß unterstützenden blassroten Sozis auch von einer anderen Seite aus an. 1999 vom Wähler aus der Regierung verjagt, wird die SPD selbst zur Partei der Jäger, oder, wenn man so man will, zur Jagdpartei.Während ihr neuer und an den Toren des Kanzleramtes rüttelnder Heilsbringer Martin Schulz mehr Tierschutz einfordert, verlangt die Hessische SPD-Fraktion in einem Antrag vom 28. März (Drucksache 19/4754) von der Landesregierung, das Jagdrecht zu ändern, und zwar dahingehend, den ganzjährigen Abschuss von Waschbären wieder uneingeschränkt zuzulassen.
Quelle: rotorman.de


Völkermord an den Walen

Viele der 90 verschiedenen Wal-Arten sind akut bestandsbedroht. Weshalb sich die internationale Gemeinschaft Anfang der 80er Jahre auch zu einem Walfang-Moratorium durchgerungen hatte, dass die kommerzielle Jagd auf die Meeresgiganten verbot und 1986 in Kraft trat. Durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) wurde in Folge auch weltweit jeglicher Handel mit Walprodukten verboten.   Trotzdem wurden allein in den 13 Folgejahren nach dieser Übereinkunft 33.500 weitere dieser Tiere geschlachtet. Inzwischen dürften noch ein paar mehr von ihnen dieses Schicksal geteilt haben, was zum größten Teil auf die Kappe von drei Nationen geht: Japan, Island und Norwegen. Diese maritimen Schurkenstaaten fühlen sich an die Übereinkommen nicht gebunden und harpunieren weiterhin munter drauf los.
Quelle: rotorman.de


Wolfgang Weuster an die spanische Botschaft in Berlin

Sehr geehrter Herr Botschafter,

zu welchen unvorstellbaren Grausamkeiten der Mensch fähig ist, zeigen nicht nur die unvorstellbaren Scheußlichkeiten, die den Tieren in der industrialisierten Massentierhaltung tagtäglich zugefügt werden. Das Tiere zum Zwecke der Belustigung von abgestumpften und sensationslüsternen Zuschauern unsagbar grausam gequält und getötet werden, ist nicht nur völlig inakzeptabel, es ist ein Verbrechen!

Dieses unerträgliche, jährlich sich wiederholende Spektakel ist zudem noch ein sehr lukratives Geschäft. Die Initiatoren berufen sich auf die „Tradition“ und erklären diese grausame Tierquälerei auch noch zu einem spanischen Kulturgut.

Bei uns löst dieses abscheuliche Verbrechen gegenüber unschuldigen Tieren nur Abscheu und Ekel aus, der die Zuschauer ebenso einschließt wie die Tierquäler in der Arena und die Veranstalter dieser blutigen Spektakel, die einer Kulturnation im Herzen Europas einfach unwürdig sind.

Wir protestieren massiv gegen diese unerträgliche Perversion und hoffen, dass Sie, sehr geehrter Herr Botschafter, unsere Forderung nach einer sofortigen Beendigung dieser Tierquälerei unterstützen und unseren Protest an die Spanische Regierung weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Weuster
Bürgerinitiative Flotwedel

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Ein Kommentar zu “Tierschutz-Nachrichten

  1. Ich begrüße sehr die gute Nachricht, dass in Portugal ein veganes Essen in öffentlichen Einrichtungen Pflicht wird.
    Davon ist das Nachbarland Spanien wohl noch Lichtjahre entfernt. Aber, wer weiß …

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