Hunde aus Istanbul suchen liebevolles Zuhause

Liebe Tierfreunde,

seit einigen Jahren ist das Waldtierheim in Istanbul, in dem hunderte Hunde leben, den Behörden ein Dorn im Auge, obwohl der Verein SHKD  dort seit vielen, vielen Jahren grossartige Arbeit leistet. Als 1998 eine grosse Müllhalde am Wald, ausserhalb von Istanbul  geschlossen wurde, errichteten sie dort ein Tierheim, das aus Gehegen und Hütten besteht und nahmen die dort lebenden 2000 Hunde auf und retteten sie vor dem Hungertod,  kastrierten sie und  führten ausserdem noch  tausende von Kastrationen durch. Machten jahrelang die Arbeit, für die eigentlich die Behörden zuständig gewesen wären. Mit wenigen Leuten kümmerten sie sich liebevoll um die vielen Hunde.

Sie hatten in den letzten Jahren mehrfach von der zuständigen Behörde die Aufforderung bekommen, das Gelände zu räumen, anderenfalls würden die Hunde abgeholt und abtransportiert werden oder man würde die Zäune niederreißen.

Bislang konnte diese Katastrophe hinausgezögert werden. Nun aber hat diese zuständige Behörde mitgeteilt, dass das Gelände umgehend geräumt zu werden hat. Diese Hunde leben dort seit vielen Jahren und werden versorgt , kennen nichts anderes und sie können allein nicht überleben.

Sie haben  nicht die geringste Chance, wenn sie abgeholt und in eine ungewisse Zukunft abtransportiert werden. Sie haben auch sonst keine andere Bleibe in der Türkei.

Die armen Seelen sind ganz und gar unerwünscht, ihre Zukunft, ihr Leben ist nichts mehr wert. In der riesigen Stadt haben sie kein Plätzchen, wo sie in  Frieden leben können. Einfach nur leben. Wir wissen uns keinen Rat und sind verzweifelt. Wenn Sie uns nicht helfen werden diese Hunde, die ausnahmslos sozial, menschenbezogen,  freundlich und verträglich mit allen Hunden sind, nicht überleben. BITTE HELFEN SIE IHNEN !!

Ich weiß, daß nicht alle gerettet werden können. Ich habe einige ausgesucht, die es ganz sicher nicht schaffen würden zu überleben. Wir suchen für sie händeringend ein Zuhause in Deutschland.

Bitte schauen Sie sich diese Hunde an und vielleicht ist ein Hund dabei, der Ihr Herz im Sturm erobert. Alle Hunde sind gesund, kastriert, gechipt, durchgeimpft, entwurmt und entfloht ausreisefertig und könnten in ihr neues Zuhause fliegen.

Vielen Dank !

Liebe Grüße,
Banu Knüppel und Bilge Okay

Kontakt :

banuknueppel28@aol.com
bilgeokay@gmail.com

Älterwerden: Was für ein blöder Scherz Gottes

Rebloggt von Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Hubert:

Da kann ich nur zustimmen. Es ist ein blöder Scherz eines Gottes (so es ihn denn gäbe). Denn wer lässt sich denn solch sadistischen Schmarrn wie Prostata-Wachstum, Alzheimer oder sonstige entwürdigenden „altersgemäßen“ (so nennen es Mediziner oft) Leiden einfallen. Die, die das Alter schönreden, wollen wohl damit einen angeblich allmächtigen und alles planenden Gott entlasten.

Henryk M. Broder und Alan Posener streiten über Gott und die Welt
Quelle: Martin U. K. Lengemann

Unterhaltsames „Streitgespräch“ aus der WELT : „Älterwerden – was für ein blöder Scherz Gottes“ zwischen Henryk M. Broder und Alan Posener :

Zwei alte, weiße und auch verdammt zornige Männer streiten darüber, was sie aus ihrem Leben gemacht haben und was sie noch erwartet. Jenseits von Reha und Prostata. Altersmilde, Altersweisheit gar? Davon scheint Henryk M. Broder etwas abbekommen zu haben. Damit kann Alan Posener gar nichts anfangen. Wie immer sind sich Broder und Posener darüber einig, dass sie sich nicht einig sind.

HMB: Ich bin vom Älterwerden nicht begeistert. Aber es hat auch Vorteile, nicht mehr 40 oder 50 zu sein. Mir wird zunehmend vieles egal. Und am egalsten ist mir, was Leute von mir halten, ob sie mich lieben oder hassen, ob sie meine Texte freiwillig lesen oder weil sie es müssen, weil sie im Sozialkundeunterricht durchgenommen werden. Ich hab mich früher über jeden Scheiß aufgeregt, inzwischen bin ich wählerischer. Wer oder was mich kränkt, entscheide ich.

APO: Mich kränkt das Älterwerden selbst. Ein blöder Scherz Gottes. Die Wahl zwischen sabbernder Alzheimerseligkeit im Pflegeheim oder schnellem Krebsabgang, was für die Hinterbliebenen besser ist, weil sie dann was erben: Nur ein richtiges Arschloch kann sich so etwas ausgedacht haben. Selbst mit Mördern geht man besser um.

HMB: „Das Alter ist ein Massaker“, so Philip Roth. Stimmt leider. Und es gibt keinen dümmeren Satz als „Man ist so alt, wie man sich fühlt.“ Wenn ich eine Rentnertruppe an einer Autobahnraststätte sehe, die geschlossen den Klos zustrebt, fahr ich gleich weiter. Aber wenn ich die 30-Jährigen sehe, die sich um Karriere und Rente sorgen, bin ich froh, dass ich das alles hinter mir habe. Als junger Mensch hast du endlos Zeit, mit dem Alter wird die Zeit zum kostbarsten Gut. Das zwingt dich, immer neu zu entscheiden, ob sich der Aufwand lohnt.

APO: Da hast du recht: „Man ist so jung, wie man sich fühlt“ ist das Motto altersgeiler Idioten. Ich habe mir mit 30 keine Sorgen um Karriere und Rente gemacht. Jetzt habe ich den Salat. Ich dachte beim Rentenbescheid, da fehlt ein Blatt. Und dann muss ich dauernd lesen, den Rentnern werde es vorn und hinten reingeschoben. Das müssen andere sein.

HMB: Es ist doch völlig wurscht, wie viel Rente du bekommst. Bald ist das Geld eh nix mehr wert. Aber betrachte das Ganze mal als ein Langzeitexperiment. Als ich jung war, haben die Frauen Latzhosen getragen, sich die Beine nicht rasiert und kein Deo benutzt. Das galt als reaktionär. Die jungen Frauen heute sind intelligent, selbstbewusst, elegant, gepflegt – und sie sehen gut aus. Für mich und dich ist es zu spät, das zu genießen, aber es ist doch schön zu sehen, dass alle Vorhersagen der Feministinnen nicht eingetroffen sind. Und ich finde es tröstlich, dass die meisten Paare immer noch gemischt sind.

APO: Du hast offensichtlich andere Frauen gekannt als ich. Das erklärt einiges. Für gemischte Paare bin ich auch: christlich-jüdisch, wie meine Eltern, schwarz-weiß, Sushi – sunnitisch-schiitisch. Aber egal, ob du deinen Groll gegen die Feministen bestätigt fühlst oder ich mich über die bunter werdende Gesellschaft freue: Wir gehen ihr beide bald am Arsch vorbei, und das schmerzt. Ich möchte sehen, wie das Experiment weitergeht. Gerade wenn Reaktionäre wie du recht behalten.

HMB: Reaktionäre behalten meistens recht. Aber ich möchte weder reaktionär sein noch recht behalten. Ich will nur nicht meine Zeit vergeuden. Weder mit dem Ausfüllen von Formularen für das Finanzamt und schon gar nicht mit der Frage, ob wir für den Klimawandel verantwortlich sind. Mätzchen.

APO: Dafür sitzt man ewig beim Arzt oder vertrödelt die Zeit mit Reha-Gymnastik. Du magst die Frage verdrängen können, was mit dem Klima wird, aber nicht, was mit der Prostata ist. Und du kannst nicht einmal behaupten, das hätten die Grünen bloß erfunden.

Gruß Hubert