Wort zum Sonntag

U n n ö t i g :

Das Leben lebt immer von der Vernichtung fremden Lebens; zu leben heißt, zu töten und zu vernichten; langes Leben heißt lange töten; zu gebären heißt, Leben zu schaffen, das weiter tötet; Leben ernährt die endlose Todesspirale; Leben schafft die Hölle im absoluten Frieden des Mineralischen; neues Leben schaffen ist der Ausdruck der Lebensverachtung; Leben ist die größte Nutzlosigkeit im Universum.
Dr. Gunter Bleibohm

A n m e r k u n g e n  z u r  T o l e r a n z :

Zum einen ist Toleranz die heute gebräuchliche neutrale Umschreibung für Desinteresse an einem beliebigen Thema. Zum anderen wird das Wort Toleranz meist jedoch als Synonym für Gleichgültigkeit, Feigheit und persönliche Unsicherheut herangezogen. Mit Toleranz umschreibt dieser spezielle Dreiklang aber die Wesensmerkmale von Menschen, die den Kampf für die eigene Position fürchten, also für diejenigen, die keinen eigenen Standpunkt, keine eigenen Wurzeln im Wissen haben, das große Heer der Mitschwimmer, die Schar der manipulierbaren heimatlosen Herumtreiber zwischen konträren Standpunkten. Toleranz ist hingegen, sehr selten, die bewusste Akzeptanz fremder Denkresultate. Für diesen Sonderfall bedarf es aber des Denkers und dieser ist  ….. doch selbst ein Sonderfall.
Dr. Gunter Bleibohm

B l i n d h e i t :

Was für armselige kleine menschliche Egoisten war doch die Majorität der Religionsstifter, Philosophen und großen Denker, mit ihrem blinden Fleck im Herzen und Denken. Fast alle konnten nur über den Menschen, mit dem Menschen denken, kaum einer hatte jedoch das gesamte Universum, alles Lebende, das Leben an sich, geschweige denn konkret die Tiere im Blick gehabt. Die Philosophie alles Lebenden wurde nie geschrieben.
Dr. Gunter Bleibohm


Hans Henny Jahnn, Weihnachtsappell 1956 :

Der Anspruch des Menschen ist absurd. Nicht nur die Menschheit, auch die Tierheit hat ein Recht auf Lebensmöglichkeit. Es ist einfach nicht wahr, dass die
Menschheit sich ungezügelt noch weiter vermehren dürfte. Ihre Zahl ist bereits zu groß. … Die Zahl vermehrt die Not, die seelische Qual, die physischen Schmerzen.

Martin Neuffer, aus „Nein zum Leben“ :

An meiner eigenen persönlichen Position soll kein Zweifel bleiben. Ich halte die Bedingungen menschlichen Lebens für schlechthin unzumutbar.

Intelligente Lebewesen mit einem Todesurteil für eine befristete Zeit ins Leben zu rufen, sie schwersten Leiden auszusetzen, ihre Existenz vom Verzehr anderer Organismen abhängig zu machen, sie isoliert und ohne Perspektive als Entwicklungsform auszuprobieren und ins Leere laufen zu lassen, ihnen eine Moral zu geben ohne jede Chance, schuldlos zu bleiben, ihr Scheitern und ihren Untergang auch als Kollektiv fest zu programmieren – das sind Konditionen, die auch durch eine gehörige Zugabe spontaner Lebensfreude nicht annehmbar werden. Dies fordert ein Nein zum Leben geradezu heraus.

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