Brief von Martina Gerlach und Hannelore Huber an EU-Präsident Juncker

Guten Tag, Herr Juncker,

am 25.3.2017 kommen die Staats- und Regierungschefs der EU zusammen und feiern 60 Jahre Europäische Gemeinschaft bzw. Europäische Union in Frieden und Freundschaft. Zu diesem Anlass stellen Sie Ihr Weißbuch vor mit 5 Vorschlägen zur weiteren „Gangart“ der EU.

Herr Juncker, von Frieden spüren und erleben Millionen und aber Millionen leidensfähige, fühlende, denkende Geschöpfe innerhalb der EU nichts! Wo beginnt bei Ihnen der Frieden? Wird hier nicht vielmehr gnadenloser Speziesismus praktiziert, Mord, Terror, Krieg, ja man muss gemessen am grausamen Geschehen sogar sagen, „Holocaust“ hochgehalten/festgeschrieben bzw. akzeptiert oder bequem ignoriert, weil die Opfer die Schwächsten und Wehrlosesten dieser sog. Zivilisationskette sind?

Es sind ja nur Tiere! – So einfach disqualifizieren sich die Politiker der EU-Kommission, des EP, der EU-Mitgliedsländer! Einfacher kann man sich als Mensch und Politiker gar nicht disqualifizieren!

Die Tiere wurden den Menschen anvertraut zu ihrem Schutz, nicht aber zu Nutz, Missbrauch, Verbrechen an ihnen und grausamster Vernichtung!

Was soll das für ein Frieden sein, der Millionen schutzwürdige, lebensberechtigte, leidensfähige, fühlende, aber auch denkende Wesen außen vorlässt? Das hat mit Frieden nichts zu tun!

Mensch sein hört nicht beim Menschen auf! Politiker bekamen vom Volk keinen Auftrag für Verbrechen an Wehrlosesten. Es muss endlich und sofort ein Umdenken und Umhandeln der Politiker sowohl der EU-Kommission, des EP als auch der EU-Mitgliedsländer stattfinden! Die EU muss endlich Verantwortung übernehmen, wirkliche Verantwortung schließt Lebensachtung und Schutzpflicht unseren tierlichen Mitgeschöpfen gegenüber vollständig ein. Alles andere ist Einteilen in wertes und unwertes Leben. Etwas, was man doch eigentlich überwinden wollte. – Oder?

Wirkliche Verantwortung beginnt nicht erst beim Menschen, aber selbst gegen diese entscheidet man ja in Brüssel und Strassburg, man denke daran, dass man bereits für die weitere Zulassung des Natur, Tiere und Menschen vergiftenden Glyphosats zu Gunsten der Giftkonzerne in den Startlöchern sitzt, denn ECHA hat offensichtlich gefällig geliefert wie bestellt.

Man denke an Artenrassismus/Ausrottung per EU-Verordnung (Beispiel Waschbär …).

Man denke an  Paralleljustiz, die aus TTIP und CETA sowie weiteren Freinhandelsabkommen zwangsläufig zu Lasten der EU-Bevölkerung hervorgehen wird.

Man denke an die Verbrechen an den Streunern, zu denen EU und EP bequem schweigen, wohl wissend, dass diese auch mit EU-Fördergeldern mit finanziert werden, deutlichstes Beispiel Rumänien!

Verbrechen an Tieren hat zwar Tradition, aber Tradition, Kultur sollten nicht länger als Verbrämung dienen, um grausamste Verbrechen an Tieren zu legalisieren! – Z.B. Stierkampf, Feuerstiere …Volksbelustigungen … oder unter Religionsvorwänden das betäubungslose Abmetzeln der Tiere, obwohl man selbst mit allen Annehmlichkeiten des Fortschrittes leben will. Den Tieren verhindert man mit Hilfe politischer Begünstigung die qualmindernde Betäubung. Oder der „Holocaust“ in den Schlachthöfen im Akkord – unzählige Tiere werden bei vollem Bewusstsein zerlegt – straffrei, weil Politiker sich gegen Maßnahmen wehren, die helfen könnten, dies zu verhindern, z.B. Videoüberwachung, Dokumentation der Fehlbetäubungen … Strafmaßnahmen.

Man denke an die grausamen Tiermärkte = Sklavenmärkte oder die grauenvollen Tiertransporte, die zynischerweise von Politikern als „klimatisiertes Reisen“ verniedlicht werden. Oder man denke an das Verbrechen Elfenbeinhandel, in welches die EU offenbar tief verstrickt ist, in deren Auftrag Elefanten sadistisch ermordet werden – so „antik“ ist dieses Elfenbein tatsächlich! Oder an die Verbrechen Mord an und Terror gegen Wildtiere zu Lande, zu Wasser bzw. der Tiere in der Luft. Kein einziger Widltiermord kann gerechtfertigt werden.

Leiden dürfen alle Tiere durch und für uns Menschen – aber sie bekommen weder Lebensrecht, noch Schutz oder Qualminderung, weil Politiker dies verhindern wollen. Das ist die EU im 21. Jahrhundert! Solch eine wollen wir nicht!

Eine verantwortungsvolle EU-Politik muss die Schutzpflicht gegenüber unseren leidensfähigen tierlichen Mitgeschöpfen vollständig einschließen!

Die Staats- und Regierungschefs der EU, die Politiker der EU-Kommission und des EP haben keinen wirklichen Grund, sich auf Lorbeeren auszuruhen, denn sie sind es, die den Krieg gegen Wehrloseste hochhalten/fortführen.

„Wir brauchen keine Arbeitsplätze um Verbrechen an Tieren zu gewährleisten, sondern um den Tieren zu helfen.“
Dalai Lama

„Das Recht auf Leben beruht in keiner Weise auf dem Wert, den dieses Leben für andere hat … Tiere haben das Recht zu leben, weil ihr Leben wertvoll für SIE ist.“
Will Kymlicka

„Jeder, der gewöhnt ist, das Leben anderer Lebewesen als wertlos zu erachten, läuft Gefahr, schließlich auch das menschliche Leben als wertlos zu sehen.“
Albert Schweitzer

„Der Mensch hat eine moralische Verpflichtung gegenüber allen Tieren und auch den Pflanzen – wir schulden ihnen Wohlwollen und Güte.“
Michel de Montaigne, 1533-1592, Philosoph, Poet und Politiker

„Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierische.“
Bertrand Russell, 1872-1970, brit. Philosoph, Pazifist und Nobelpreisträger

„Die ganze Lehre von den Menschenrechten fällt zusammen, wenn wir nicht allen fühlenden Wesen ein Recht auf Verschonung von allem unnötigen Leid zuerkennen.“
Magnus Schwantje, 1909

„Wir müssen die Haltung von primitiver Grausamkeit Tieren gegenüber bekämpfen. Die Religionen und Philosophien haben sich mit der Frage unserer Haltung gegenüber unseresgleichen befaßt, aber sie haben die Tiere vernachlässigt, die wie wir leiden.“
Albert Schweitzer

„Die wahre moralische Prüfung der Menschheit (die so tief in unserem Innern verankert ist, dass sie sich unserem Blick entzieht) äußert sich in der Beziehung der Menschen zu denen, die ihnen ausgeliefert sind: zu den Tieren. Und gerade hier ist es zu einem so grundlegenden Versagen gekommen, dass sich alle anderen aus ihm ableiten lassen.“
Milan Kundera, tschechischer Schriftsteller

Wirklichen Frieden, der unsere leidensfähigen tierlichen Mitgeschöpfe ausschließt, gibt es nicht! Was Sie meinen und feiern, ist verachtenswerter Speziesismus = Rassismus in seiner höchsten Form! Darin allerdings glänzen die Politiker, während dessen sie die von ihnen verursachten Verbrechen ignorieren. Die Menschen, die versuchen, entsprechend Menschenpflicht die Qualen der Opfer zu lindern, zu verhindern, sich krumm buckeln, um wehrloses Leben retten zu helfen, werden ignoriert und behindert, nicht selten im politischen Auftrag. Das spiegelt sich sowohl beim Politiker-gemachten Problem Streunertiere wider als auch bei allen anderen Tierqual-Verbrechen.

„Mit Stolz über unser Erreichtes nachzudenken …“ – Noch nie wurden Tiere so grauenvoll, auch industriell ausgebeutet, gequält, ermordet und in solchen Massen dazu.  Nein, die EU-Spitzen haben keinen Grund, stolz zu sein, denn sie praktizieren grenzenlosen Speziesismus, Rassismus in seiner schlimmsten Form und Krieg gegen Wehrloseste! Der Krieg gegen Tiere ist der bisher längste, unerklärte Krieg in der Geschichte der Menschheit! (Ullmann, PeTA) Und diesen grausamen Krieg mit den Unschuldigsten und Wehrlosesten als Opfer forcieren und perfektionieren Politiker!

Der Start für ein neues Kapitel einer verantwortungsvollen EU muss die konkrete Verantwortung dieser für die Tiere konsequent einbeziehen. Sonst hat dies nichts mit Frieden, nichts mit Verantwortung, sondern nur mit der Weiterführung von Verbrechen gegen Wehrloseste zu tun! Ein Frieden, der die Tiere ausschließt, ist kein Frieden!

Bringen Sie das bitte am 25.3.2017 den Staats- und Regierungschefs der EU nahe! Wir wollen keine EU, die Verbrechen an Wehrlosesten hochhält! Wir wollen kein „weiter so wie bisher!“ Wir wollen auch keine Schlusslichter mit Freibriefen für Verbrechen.

Für eine bessere Welt!
Martina Gerlach


Hannelore Huber an EU-Präsident Juncker anlässlich des EU-Gipfels am 25. März 2017

Sehr geehrter Herr Kommissionspräsident Juncker,

das Weißbuch zur Zukunft Europas soll am 25. März 2017 in Rom vorgelegt werden. Soll es eine Zukunft ohne die Tiere sein, die uns auf vielfältige Weise dienen, helfen und Millionen von ihnen auch trösten und viele des Menschen bester Freund sind? Dürfen die Tiere ignoriert werden, so als seien sie nur Sachen, als welche sie meist immer noch behandelt werden?

Warum werden die Augen vor dem verschlossen, was in der EU an Grausamkeiten und Unterlassungen an Tieren legitim ist?

Warum schafft es diese EU nicht, die auf vielen anderen Gebieten teils mit überzogener Regulierungswut agiert, bessere Lebensbedingungen für Haus- Labor- Zoo- und sogenannte Nutztiere zu schaffen?

Warum ist die EU nie um die Ausrede verlegen, dass Sie (wie z.B. bei den Straßentieren) nicht zuständig ist?

Warum sind die unzähligen Grausamkeiten, ob sie für die Lebensmittelproduktion, bei Unterhaltung (wie der ekelerregend grausame Stierkampf), Jagd, Tierversuchen, Tierhandel, Pelzfarmen, Aquazucht, Qualzuchten, Straßentieren, bei Tiertransporten jeglicher Tierarten geschehen, ja erlaubt sind, kein Thema und WARUM schweigt die EU zu alledem?

Ist es egal, weil das ganze Elend und gravierende Leid, das für einen fühlenden, empathischen Menschen, nicht zu ertragen ist, sich fern von Brüssel oder Straßburg abspielt?

Ist es egal, weil das unendliche Leid und die höllischen Schmerzen, die die sogenannten „Nutztiere“ von der Geburt bis zu ihrem widerlichen Tod in einem Schlachthof irgendwo außerhalb, wo keiner sich an deren Schreien und Angst stört, nicht mal zur Kenntnis genommen wird und somit auch von der EU auf geradezu penetrante Weise ignoriert wird?

Ist es der EU egal, dass Tiere extrem schnellen und vor allem äußerst schmerzhaften  Gewichtszunahmen und Wachstum ausgesetzt sind, nur damit die Kasse stimmt und noch als Kinder, nach einem grausamen, kurzen „Leben“ brutal getötet werden?

Ist das dringende Verbot der unkontrollierten Gabe von Antibiotika und Reserveantibiotika kein Fall für die EU?

Ist die Brutalität der Massentierqualhaltung jeglicher Art vollkommen egal? Auch dies kein Fall für die EU?

Die Aufzählung könnte nahezu unendlich fortgesetzt werden. Es bleibt immer wieder nur fassungslos zu fragen: WARUM existiert das vielfältige Leid, der Schmerz und die Qual der Tiere für die EU nicht? Das muss sich unbedingt schnellstmöglich ändern! Die Umsetzung einer positiven Reformagenda in der EU kann und darf nicht ohne die Forderung nach Schutz und Freiheit von jeglichem Leid für die Tiere erfolgen!

Mit tierfreundlichen Grüßen
Hannelore Huber
Mönchengladbach

Ein weiterer Brief von Martina Gerlach und Ingrid Fechner an EU-Präsident Juncker folgt im morgigen Beitrag ……

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