Arme Hennen: „Der wahre Preis der Eier“

Auch Italiens Tierschützer berichten immer häufiger von den schlechten Lebensbedingungen der Nutztiere. Nachdem die Tierschutzorganisation „Essere Animali“ das schreckliche Schicksal der Schweine in einem Zuchtbetrieb, der Tiere für die Parma-Schinkenproduktion produziert, aufgedeckt hatte – Südtirol News berichtete , – legen nun die Tierschützer von „Animal Equality Italia“  die ungeheuerlichen Zustände in einem eierproduzierenden Betrieb in der Provinz Mantua offen :

In langen Gängen steht übereinander ein Käfig neben dem anderen, in denen die Legehennen ihr ganzes Leben verbringen. Obwohl die Europäische Union bereits 2012 ein Verbot der Legebatterien durchgesetzt hatte, wird laut Animal Equality Italia in Italien immer noch rund die Hälfte der Eier von in Käfigen eingesperrten Hennen produziert. Wie im unten eingebetteten Video dokumentiert, müssen die Hühner ihr ganzes Leben in den engen Käfigen, die es ihnen nicht einmal ermöglichen, ganz die Flügel zu öffnen, verbringen.

Da sie gezwungen sind, auf schräg ausgerichteten Gittern zu stehen, erleiden die Tiere Schäden an ihren Füßen, während die Krallen auf unnatürliche Weise immer länger werden. Da die Legehennen versuchen, sich in den engen und überfüllten Käfigen dennoch zu bewegen, fügen sie sich gegenseitig schwere Verletzungen zu, an denen sie nicht selten sterben. Im Fall dieses Betriebes in der Lombardei wurden die toten Hennen nicht einmal aus den Käfigen entfernt, sodass die noch lebenden und legenden Hennen keine andere Wahl hatten, als ihr tristes Dasein auf und neben den verwesenden Überresten ihrer Artgenossen zu verbringen.

Der Mangel an natürlichem Licht, die Überfüllung der Käfige und die schlechte Luft, die durch die nicht entfernten Exkremente und Tierkadaver verursacht wird, löst bei den eingepferchten Tieren sehr starken Stress aus, der zu unnatürlichem Verhalten wie Kannibalismus und zu krankhaften Erscheinungen wie Verlust des Federkleides und Abfallen des Kammes führt.

Laut gängigem EU-Recht müssten den Legehennen in sogenannten „modifizierten Käfigen“ eigentlich 750 Quadratzentimeter pro Tier zur Verfügung stehen. Andernfalls sollten die Hühner im Freien oder auf dem Boden gehalten werden. Zudem müsste jede einzelne Legehenne ein Nest, genügend Streu und eine Einrichtung zum Kürzen der Krallen besitzen. Wie aber verschiedene Tierschutzorganisationen beklagen, müssen in Italien immer noch mindestens 50 Millionen Hühner ihr Dasein in den „klassischen Legebatterien“ fristen.

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2 Kommentare zu “Arme Hennen: „Der wahre Preis der Eier“

  1. Einfach nur schrecklich, wie diese armen Tiere leben müssen.
    In was für einer Welt leben wir nur! Es ist zum Heulen!

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