Schreiben von Martina Gerlach an EU-Präsident Juncker

EU-Präsident Juncker stellte am 1.3.2017 sein Weißbuch mit 5 Kriterien vor, u.a. mit der Frage: Weiter wie bisher? Am 25.3.2017 – 60 Jahre EU – ist der nächste EU-Gipfel unter dem Motto: „Der Start für ein neues Kapitel“. Allerdings spielen für die Politiker in diesem Zusammenhang Tiere und Natur oftmals keine grosse Rolle. Ein neues Kapitel der EU darf aber Schutz und Rechte der Tiere nicht länger ausschließen und es gilt, die EU/EP-Politiker daran zu erinnern, dass sie Volksvertreter und nicht Verbrechens-Lobbyisten sein sollten und auch die schutzwürdigen, leidensfähigen, fühlenden, denkenden Tiere Rechte und Schutzanspruch haben.

Guten Tag, Herr Juncker,

Sie zeigen mit Ihrem Weißbuch 5 Kriterien auf, wie es mit der EU – die sich nicht nur in meinen Augen völlig negativ entwickelt hat – weiter gehen soll. Der „gemeinsame Geist“ schlägt sich lediglich im Voranbringen zahlreicher Verbrechen gegen Tiere, Natur/Umwelt und gegen Menschen nieder. Das sollte nicht Sinn einer Europäischen Gemeinschaft sein! Am 25. März 2017 wollen die EU-Politiker-Spitzen das 60-jährige Bestehen der EU bejubeln. Ein guter Zeitpunkt, die Forderungen der EU-Bürger endlich zu beachten und den EU-Politiker-Spitzen nahe zu bringen, denn so wie bisher wollen wir nicht mehr!

Ich finde, es gibt nichts zu bejubeln und dabei kann ich mich nur am Umgang der Politiker mit den Schwächsten unserer sog. Zivilisationskette – den leidensfähigen, fühlenden, lebensberechtigten, schutzwürdigen denkenden Tieren – orientieren. Die EU – und EP-Politiker müssen endlich Verantwortung übernehmen, und zwar menschen – und tierwürdige Verantwortung. Bis jetzt outet sich sowohl EU als auch EP als ein verantwortungsloser Haufen in die eigene Tasche scheffelnder Politiker, die permanente Fehlentscheidungen zu Lasten von Tieren, Natur, Umwelt und letztendlich Menschen treffen.  Aus Unfähigkeit? Aus Unwilligkeit?

Ich fordere von der EU-Kommission und dem EP, um diese EU endlich zivilisiert zu machen, die sofortige Abschaffung der Käfighaltung von Kaninchen!

Ich fordere das sofortige Ende des Elfenbein-Geschäfts durch die EU und der von ihr offensichtlich in Anftrag gegebenen Elefantenmorde. Weiterhin, dass die EU-Kommission sich für den Schutz der Elefanten konsequent einsetzt. Noch in 2016 hat sie diesen Schutz auf der CITES-Konferenz hintertrieben und verhindert!

Weiterhin fordere ich die EU auf, endlich wirkliche Verantwortung für die Streunertiere in EU-Mitgliedsländern und in EU-Berwerber-Mitgliedsländern zu übernehmen. Das heißt, keine Tötungsfristen (man sonnt sich in den OIE-Richtlinien, die nichts anderes als Tötungsziele sind), verpflichtende Kastrationsprojekte – statt Tötungen! – in den betreffenden EU-Ländern entsprechend der WHO-Empfehlung (CCR), Schaffung von Tierheimen, die diese Bezeichnung auch verdienen, entsprechende Fördergelder dafür, deren Verwendung streng kontrolliert werden muss. (In Rumänien, wo erneut seit September 2013 bis heute und von der EU und dem EP stillschweigend geduldet grausamste Massaker praktiziert werden, werden Fördergelder, die auch ich mit meinen Steuern finanziere, für das Vernichten der Streuner missbraucht!)

Weiterhin fordere ich, dass auch in Ländern ohne Streuner-Populationen, wie z.B. Belgien Tierheime diese Bezeichnungen wirklich verdienen, Horte des Schutzes sind und keine Endlager für gesunde vermittelbare Hunde, Katzen, andere Tiere sind. Tiere haben nur eine Chance, solange sie leben und es ist praktisch nicht umsetzbar, Tiere generell innerhalb von 14 Tagen zu vermitteln. In keinem Land! So etwas sind ganz seltene Glücksfälle, die man aber als „Maßstab“ nimmt, um Tiertötungen zu legalisieren und zu rechtfertigen. Eine Schande in der EU und im 21. Jahrhundert!

Herr Juncker, Mensch sein hört nicht beim Menschen auf! Die Tiere wurden den Menschen anvertraut zu ihrem Schutz! Dies gilt es, endlich auch durch und in der Politik umzusetzen, denn Tiere haben gleiches Lebensrecht und Schutzanspruch wie wir dies für uns fordern! Beginnen Sie endlich damit! Jetzt! Wann sonst? Der 25.3.2017 ist ein guter Zeitpunkt!

Für eine bessere Welt!
Martina Gerlach

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