Wort zum Sonntag

(Zwecks Vergrößerung der Texte bitte Mausklick auf Grafik)

Von Molière aus dem 1. Aufzug seiner Komödie „Der Menschenfeind“ :

Aufrichtig sein! Ein Mann von Ehre spricht kein Wort, das er nicht denkt. … Ich hasse die konventionelle Lüge, das hohle Pathos unserer Freundschaftsheuchler, die höfliche Verschwendung nichtiger Phrasen und nichtsbedeutender Umarmungen, den Wettstreit gleicher Liebenswürdigkeit mit all und jedem. … Wer irgend Herz hat und Verstand, dem ekelt vor so schaler Huldigung, die, klingt sie noch so glänzend, nichtig bleibt, wenn wir mit Hinz und Kunz sie teilen sollen.
Auf ein Verdienst muss sich die Achtung gründen; wer alle Welt hoch schätzt, der achtet nichts. … Der Freund der ganzen Welt ist nicht der meine.

Von Blaise Pascal aus „Alle Menschen trachten danach, glücklich zu sein“ (Insel Taschenbuch 1968) :

Man stelle sich eine Anzahl von Menschen vor, in Ketten und alle zum Tode verurteilt, von denen alle Tage einige vor den Augen der anderen erwürgt werden; die übrigbleiben, erblicken ihre eigene Lage in der ihrer Gefährten, schauen einander mit Schmerz und ohne Hoffnung an und warten, bis die Reihe an sie kommt. Das ist das Bild von der Lage des Menschen.

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Ein Kommentar zu “Wort zum Sonntag

  1. Wieder einmal ausgesprochen treffende Beiträge von Gunter Bleibohm.
    Vielen Dank für diese Texte!

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