Gegen die Jagd auf der Frühjahrsmesse in Kassel: pro-iure-animalis

Von pro iure animals

Liebe Freunde der Tiere,

„Nie wird soviel gelogen wie nach einer Jagd, im Krieg und vor Wahlen.“ Dieses Zitat Ottos von Bismarck ist hinlänglich bekannt. Was der Staatsmann und Reichskanzler schon vor mehr als 100 Jahren erkannte, ist jedoch auch nur ein Teil der Wahrheit: Nicht nur nach der Jagd wird gelogen, sondern schon vor der Jagd oder besser gesagt, die Rechtfertigung für die Jagd basiert auf Lügen!

So beginnt beispielsweise jede Jagdsaison mit den alljährlich wiederkehrenden Zeitungsmeldungen, die eine dramatische Wildschweinschwemme verkünden. Nach Dezimierung wird geschrien und somit haben die Jäger die Rechtfertigung für ihre Schießorgien. Dass die Jäger eigentlich die Ursache des Problems sind, wird tunlichst verschwiegen. Erst durch die Jagdpraktiken steigen nämlich die Populationszahlen. Dies ist nur eine der Jägerlügen, zehn davon haben wir in unserem seit Jahren bewährten Informations-Flyer „Jägerlügen“ zusammengefasst (http://www.gegensicht.de/images/flyer/flyer_jaegerluegen_www.pdf).

Um über dieses „Lügenkonstrukt Jagd“ zu informieren, haben wir seit einigen Jahren zusammen mit unseren Kollegen und Freunden von der Anti-Jagd-Allianz (www.anti-jad-allianz.de) einen Infostand auf der Frühjahrsmesse Kassel. Bei den vergangenen Messeauftritten haben wir festgestellt, dass Jagd in der Bevölkerung immer öfter kritisch gesehen wird und Jäger zunehmend als Außenseiter mit einem abseitigen Hobby wahrgenommen werden. Gerade Personen, die sich oft und regelmäßig in der Natur bewegen, können über unterschiedlichste und teils unangenehme Begegnungen mit Jägern berichten. So erzählen uns an dem Infostand immer wieder Hundebesitzer, dass sie auf Gassitouren mehr oder weniger freundlich von Jäger angegangen werden und wie Jäger sich gerne als „Herrscher über die Natur“ aufspielen. Sätze wie: „Wenn ich Ihren Hund nochmal ohne Leine sehe, kann es passieren, dass ich ihn erschieße“ sind keine Seltenheit. Zwischen Reitern und Jägern kommt es ebenfalls zu Konflikten. Viele Betroffene lassen sich durch solche Aktionen einschüchtern und nehmen nicht ihre Rechte wahr.

Und um auf die „Jägerlügen“ zurückzukommen: Der oben erwähnte Flyer ist einer der beliebtesten in unserem Sortiment: Die Erkenntniswilligen gelangen durch die Lektüre zu einem Aha-Erlebnis und wir kommen oftmals ins Gespräch, die lodengrünen Leser fühlen sich jedoch angegriffen und entlarven ihre Gesinnung durch Beschimpfung gegen uns.

So haben wir uns entschlossen, auch dieses Jahr wieder bei der Frühjahrsmesse in Kassel präsent zu sein. Vom 4. bis 12. März 2017 sind wir in Halle 13, Stand 1306 zu finden.

Auch dieses Jahr stehen wieder drei große und emotionale Themen im Vordergrund: Der Haustierabschuss, die Auslandsjagd und die Fallenjagd.

Wir wissen, dass dieser Messeauftritt letztendlich ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Wir erreichen damit regional nur einen kleinen Personenkreis. Aber wir erfahren auch immer wieder, dass unsere Anwesenheit und die von uns verbreiteten Informationen zu Diskussionen weit über die Messe hinaus führen. Das spornt uns an, auch dieses Jahr wieder 9 Tage präsent zu sein und im Bezug auf die Jagd gegen das postfaktische Zeitalter zu kämpfen.

Herzliche Grüße
für pro iure animalis
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

Die Hölle für viele polnischen Pferde

Wichtige Petition gegen den grausamen Pferdemarkt in Skaryszew in Polen

Das Schreien und angstvolle Wiehern der Pferde ist schon von Weitem zu hören. Kommt man näher, so kann man die blanke Angst in ihren Augen sehen. Jährlich findet an einem Wochenende im Februar in Skaryszew/Polen der größte und grausamste Pferdemarkt statt. Hunderte von Pferden (im Jahr 2012 waren es ca. 2000) werden dort jedes Jahr regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder transportiert, wo sie meist auf der Schlachtbank landen.

Auf dem Markt und bei den Transporten herrschen furchtbare Bedingungen: Blutlachen auf dem Boden, Tiere stehen mit offenen Brüchen im Schlamm. Verkäufer und Käufer sind stark betrunken, dafür gibt es Zeugen und Berichte auf polnischer Seite. Beim Ein- und Ausladen der Pferde passieren schwere Unfälle. Welche Greueltaten gegenüber diesen hochsensiblen Tieren! Polnische Tierrechtler und Tierschützer kämpfen seit Jahren gegen diesen Markt.

Die Gesetzeslage innerhalb Europas zum Tierschutz ist uneinheitlich und schützt Tiere vor solchen Grausamkeiten derzeit nicht. Wir brauchen ein einheitliches europaweites Tierschutzgesetz, zumindest alle EU-Länder umfassend! Wann es dazu kommen könnte, ist kaum zu prognostizieren. Doch das Leid der Pferde auf dem Markt in Skaryszew in Polen muß so schnell wie möglich ein Ende haben. Dieser Markt muß dringlichst verboten werden!

Wir werden nicht mehr still zusehen, nicht mehr wegsehen, was in unseren EU-Nachbarländern passiert. Laßt uns aufschreien, unterschreiben, dafür kämpfen, alles tun, damit diese Tierquälerei endlich ein Ende hat.

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