Steh’n im Stall zu viele Kühe …

Foto: journalistenwatch.com

Eine Nachlese von Klaus Peter Krause über die umstrittenen Bauernregeln aus Barbara Hendricks Umweltküche: Längst bekannte ökologische Schieflagen auf kurze Formeln gebracht.

Jene, die politisch links ticken, sind im öffentlichen Auftritt immer mal wieder einfallsreicher, witziger, frecher und unterhaltsamer als die Rechtsticker, die mit dergleichen nicht sonderlich auffallen, also zur Kurzweil weniger beitragen. Ein Beispiel dafür hat jüngst das SPD-geführte Bundesumweltministerium mit seinen elf Bauernregeln geliefert. Wohl mögen diese nicht im Ministerium selbst erfunden worden sein, schon gar nicht von der Ministerin Barbara Hendricks, sondern von einer Werbeagentur. Aber das Ministerium hat sie sich immerhin zu eigen gemacht, um den Landwirten mit Humor beizubringen, was es von ihnen erwartet. Doch mit Humor – unabhängig von linke und rechts – ist das so eine Sache: Die einen erfreuen sich daran, die anderen fühlen sich durch ihn beleidigt.

„Ein neuer Tiefpunkt im Umgang mit der Landwirtschaft“

Da es um Bauernregeln ging, ergab es sich, dass es Landwirte waren, die diesem ministeriellen Humor nichts abzugewinnen vermochten. Und so las man denn zum Beispiel: „Das ist unterste Schublade, da versucht die Ministerin auf unsere Kosten und mit ganz, ganz billigen Mitteln PR zu machen.“ Ottfried Wolter hat das gesagt, der Kreisvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM).

Ein anderer, Thorsten Riggert, der Vorsitzende vom Bauernverband Nordostniedersachsen sah in der Kampagne einen „neuen Tiefpunkt im Umgang mit der Landwirtschaft“. Hendricks Bauernregeln entbehrten jeder Sachlichkeit und verletzten „jede Bäuerin und jeden Bauern in ihrer Ehre“. Wütend gab er sich außerdem darüber, „dass wir Bauern mit unseren Steuergeldern auch noch unsere eigene Diffamierungskampagne für 1,6 Millionen Euro mitfinanzieren müssen“. Er verlangte, diesen „Feldzug gegen die deutsche Landwirtschaft“ sofort zu stoppen – ebenso wie  Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CDU). Riggert will sogar, dass bei einem „derartig geschmacklosem Vorgehen personelle Konsequenzen für Frau Hendricks“ gezogen werden. Hier noch eine Video-Rede eines beleidigten Landwirts, adressiert an Frau Hendricks:

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