Was wir über das Tierqualprodukt Milch und Käse wissen sollten

Aus dem pro iure animalis – Newsletter:

Liebe Freunde der Tiere,
Milch wird als wichtiges und gesundes Lebensmittel angeprießen. Die Frage, ob Milch so gesund für den Mensch ist, sei hier einmal außen vor gelassen. Für Kühe und Kälber ist die Milchgewinnung in der industrialisierten Form definitiv nicht gesund. Milch ist ein Tierqualprodukt!

Lesen Sie dazu die Gedanken von Bernd Wolfgang Meyer :

Hat sich eigentlich schon mal Jemand gefragt, warum auf der Alm immer nur Erwachsene dokumentiert werden? Beim malerischen Abtrieb trotten auch stets nur die Ausgewachsenen heim. Ist die Glocke zu schwer für den Nachwuchs? Erspart man ihnen den mühseligen Aufstieg? Ohne Kalb keine Milch und ohne Milch kein Käse. Und ohne das kein Geschäft.

Die Milchwirtschaft ist definitiv die sadistischste Form von Wirtschaft überhaupt. Die Kuh wird geschwängert ohne den Stier jemals zu treffen. Das Kalb wird entrissen, weil die Milch dem Konsumenten gehört. Hernach wird das zweite, dritte Kalb aus der Herde abgestochen, weil man die „Starter Kultur“ dringend benötigt. Der Rest der Kälber wartet, oftmals in schwarze Kisten gezwängt, um das zarte Fleisch zart und weiß (wie bei gestandenen Leichen) zu erhalten. Es wird zu Kalbfleisch, -wurst und Dosenfutter für sympathischere Tierarten. Man muß es ja irgendwie loswerden.

Die „Starter Kultur“, Magensaft, genannt Lab, wird aus dem Magen gekippt und der Milch als Gerinnungsmittel beigegeben, um den in der Öffentlichkeit angeblich weitgehend tierqualunbelasteten Käse zu gewinnen. Käsereien sind also faktisch Schlachtereien. Nach maximal sechs Zyklen der Art verliert die Mutter an Effizienz und Produktivität. Sie verschwindet in einem Eisenkasten, in dem man ihr einen Eisennagel in den Kopf drischt.

Halb betäubt wacht sie auf, wenn sie an einem Bein an einer Kette hochgezogen wird. Nun ist es an der Zeit, ihr die Kehle durchzusäbeln, damit sie ausläuft. Natürlich erst, nachdem man ihr mit der Kettensäge die Vorderbeine amputiert hat. Sie könnte ja Jemand weh tun.

Da Mensch Patentinhaber von BSE ist, der Kuh aber wohlgesonnen, verzichtet man seit BSE Zeiten auf den flexiblen Eisenstab, der zuvor genutzt wurde, nach dem Hammerschlag über die Rübe das Hirn zu zerquirlen, mit der Folge, dass überhaupt keine Kuh, viel weniger ein Bulle, während des Kehlschnitts auch nur annähernd von Sinnen ist. Sie werden alle bei lebendigem Leben zerteilt.

Vor sechs Jahren hat Mensch ein Kalb verschont und zur Milchkuh veredelt. Sie hat Pacht, Nahrung und Wetterschutz stets pünktlich bezahlt. Die Natur kennt keinen Dank und Mensch bedient sich jeder, sich anbietenden Gelegenheit zur Rechtfertigung seiner Taten. Und das heißt, Du darfst töten, wenn Du kannst. Die Kuh hat bezahlt: mit Dreiviertel ihrer Lebenserwartung. Zum Schlachtzeitpunkt war sie teenager. Mit sechs Kindern. Mit ihrem Fleisch und ihren Knochen, aus denen Gelee bereitet wird und ihrer Haut, die zum Schuh wurde.

Am Sadistischsten ist jedoch die Kombination – Milch für das Baby – Magensaft des Babys für den Käse. Daran sollte man denken, wenn man einer sympathischen Milchbäuerin künftig die Hand reicht. Und über die perverse Behauptung, dass der Mensch Würde besitzt.

Soweit die Ausführungen von Bernd Wolfgang Meyer zum Thema Milch.
(http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1877&Itemid=109)

Es gibt unzählige andere Bereiche, in denen der Mensch für die Tierwelt zur Gefahr wird, bzw. der Mensch zielstrebig und allgemein akzeptiert zum Tierquäler wird. Es ist wichtig, dass diese Umstände immer wieder thematisiert werden, um hoffentlich eine Sensibilisierung des Einzelnen zu erreichen.

Sie finden auf unserer Homepage dazu fortwährend aktuelle Beiträge und Verweise, wie z.B. hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1878&Itemid=109

Ein Thema liegt uns nach wie vor sehr am Herzen: das Töten von Tieren als Spaß und Freizeitvergnügen! Als honorige Mitbürger getarnte Psychopathen sind am Werk, wenn Jäger zur Jagd blasen. Lesen Sie dazu hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1872&Itemid=66

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

Advertisements

Schreiben von Martina Gerlach an Agrarminister Schmidt

„Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein“.

Für solche und ähnliche Sprüche hat die Umweltministerin Barbara Hendricks Ärger mit Agrarminister Schmidt bekommen. Mit ihrer Kampagne „Die neuen Bauernregeln“ will Hendricks Bürger dazu anregen, sich an einer Debatte über die Zukunft der Agrarpolitik in Europa zu beteiligen. Diese „neuen Bauernregeln“ sollen in mehr als 70 Städten auf Plakaten zu sehen sein und Agrarminister Schmidt findet das gar nicht lustig und hat in einem Brief am vergangenen Freitag von Hendricks eine öffentliche Entschuldigung und den Abbruch dieser Kampagne verlangt.

Weitere Sprüche unter http://www.neue-bauernregeln.de/

Schreiben von Martina Gerlach an Agrarminister Schmidt :

Guten Tag, Herr Bundesminister Schmidt,

es gibt weder einen rechtfertigenden Grund noch eine Notwendigkeit, die leider bitter nötige, auf den Punkt gebrachte, völlig auf die schlimme Wahrheit zutreffende Plakatkampagne der Bundesministerin Hendricks zu stoppen! Auch eine Entschuldigung der Ministerin bei den Nutztierhaltern oder gar Ihnen ist weder nötig noch gerechtfertigt, denn:

Der Aufschrei von denen, die skrupellos und gnadenlos auf Kosten der Tiere, der Natur und Umwelt leben und diese skrupellos zerstören, war zwar zu erwarten, ist aber verwunderlich. Sie sollten ihr verwerfliches  Tun endlich in Frage stellen. Proteste von denen, die pro Glyphosat u.ä. sind, denen die Qual durch nicht artgerechte Haltung ihrer Tiere egal sind, auch die Qualen ihrer Tiere auf den Transporten, beim Schlachten, Schächten … die alle fühlen sich nun verunglimpft und angeblich verleumdet? Die, die nichts gegen die Vergüllung und Vergiftung unserer Natur haben, sondern dies forcieren, die auch nichts gegen Küken- und Kälbchenmord haben … die vegetarisch sich ernährende Tiere – Rinder – mit Tierabfällen fütterten und BSE produzierten … Die Liste der tierlichen Opfer dieser jetzt Aufheulenden ist sehr, sehr lang …  Und sie – Stichwort Bauernverband, Lobbyisten in den Ministerien und Tierschutzgesetz – verhinderten und verhindern auch die noch so geringste Quallinderung/Qualminderung für die Tiere, z. B. betäubungsloses Kastrieren der männlichen Ferkel oder Brandzeichen an Pferden mit 800 Grad Celsius heißen Eisen … Schweinehochhaus … Deutschland hat immer noch Legebatterien mit nun anderer Bezeichnung …

Wir selbst erleben hier die Gülle – nicht durch Massentierhalter – auf Wiesen im Wasserschutzgebiet oder auf gleicher Wiese 3 x innerhalb relativ kurzer Zeit und während der Ausbringungs-Verbotszeit … usw.

Noch etwas: Gerade in dieser Wintersaison ist ein extremer Vogelschwund zu beobachten, mehr als je zuvor. Beispiel: In den Wintern der vergangenen über 20 Jahe habe ich täglich Vogelfutter und Meisenknödel nachfüllen müssen. Diese Saison konnte ich – trotz mehrerer Wochen lang geschlossener Schneedecke – bis vor wenigen Tagen nur 2 x – !!! – nachfüllen/auswechseln. Wir wohnen in ländlicher Gegend. Manche Vogelart sah ich in dieser Wintersaison noch gar nicht. Vogelschwund – Eine weitere Folge der üblichen Landwirtschaft?

Wir brauchen mehr Bauern, aber keine Nutztierhalter, sondern Gemüse-, Getreide-, Obst-, Kräuter-, Tee-Bauern. Die Nutztierhaltung, um auf Kosten dieser Tiere leben zu können, ist ein Übel, welches diesen Planeten, die Tiere, letztendlich die Menschen zerstört – um eines kurzsichtigen vermeintlichen Vorteils der Menschen willen. Sie, die Nutztierhaltung gehört abgeschafft – auch für den Export!

Was bitter nötig ist, ist ein endliches Umdenken in Wort und Tat sowohl bei Ihnen selbst, Herr Minister Schmidt, offensichtlich komplett in Ihrem Ministerium, bei den Länderministerien und Behörden, bei Rukwied & Co, sowie den größten Teil der Nutztierhalter in Deutschland, welches wohl das beste Tiernutz- und Tiervernichtungsgesetz der Welt hat. Ein Tierschgutzgesetz, welches solche Bezeichnung – Schutz der Tiere – verdient, hat Deutschland nicht. Auch nicht während in Folge Ihrer Ära.

Ich weiß nicht, wie viel Steuergelder diese sehr gute und die Wahrheit treffende Plakatkampagne der Bundesministerin Hendricks kostet. Aber die Pseudo-Tierwohl-Kampagne – hinter der genau genommen nichts konkret Positives für die betroffenen Nutztiere steckt und die trotzdem von Rukwied & Co. abgelehnt wird – soll den Steuerzahler ca. 70 Millionen Euro kosten.

Nein, Herr Schmidt, nicht Frau Hendricks muss sich entschuldigen, sondern Sie, die Nutztierausbeuter/Nutztierquäler, Nutztierbefürworter und Nutztierbegünstiger haben sich zu entschuldigen, und zwar zuerst bei den Tieren, den Opfern – sowohl der Nutz- als auch der Wildtiere, inkl. Vögel, dann bei den Verbrauchern, dann bei der Bevölkerung, inkl. der Veganer und Vegetarier – eben auch wegen Gülle, Glyphosat und anderer Ackergifte zu Lasten aller, eben auch unser aller Natur und Umwelt. (Und das ist eigentlich nur die Spitze des Eisberges.) Und natürlich haben Sie & Ihre Gleichgesinnten sich bei Frau Hendricks zu entschuldigen und zu bedanken, dass diese ihnen endlich die Augen geöffnet hat … anders geht es eben nicht, als so.

Fangen Sie endlich an, verantwortungsvoll zu denken und zu handeln. Frau Hendricks Plakatkampagne ist richtig, wichtig und schon lange überfällig!

Für eine endlich anständige Welt mit Tieren
Martina Gerlach

PS. Sind Sie nicht gerade auch noch dabei, zu Lasten von Natur/Umwelt, Tieren, vor allem Vögeln und letztendlich auch der Menschen , Biozönosen vernichten zu lassen bzw. Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoidie zuzulassen bzw. zu fördern anstatt diese endlich und konsequent zu verbieten? – Sie bekamen vom Wähler nicht den Auftrag, unser aller Natur und Umwelt noch mehr zu vergiften/zu vernichten!


Wichtige Mitteilung als Nachtrag zu obigen Beitrag:

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat leider nach der massiven Kritik an ihren „Bauernregeln“ eingelenkt und kapituliert. Anstatt weiterhin mit frechen Sprüchen über Massentierhaltung und Überdüngung zu polarisieren, will die SPD-Politikerin in Zukunft mit Bauern und Verbrauchern einen „Dialog“ zu Missständen im Agrarsektor führen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ entschuldigte sich die Ministerin für ihre Kampagne und sagte, einige Menschen hätten sich durch die Aufmachung der Kampagne persönlich angegriffen und in ihrer Berufsehre verletzt gefühlt.

Quelle: http://www.volksstimme.de/deutschland-welt/wirtschaft/bauernregeln-hendricks-stoppt-plakat-kampagne