Aufgedeckt: Geschlagen und von den Müttern getrennt

Ermittler von Animal Equality haben in den vergangenen Wochen in einem englischen Vorzeige-Milchbetrieb mit versteckten Kameras gefilmt und massive Tierquälerei aufgedeckt. Der Betrieb bezeichnet sich als Öko-Hof und beliefert die Müller Milk Group. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der deutschen Unternehmensgruppe Theo Müller (u. a. „Müllermilch”).

Die Aufnahmen zeigen, wie kleine Kälber von den Arbeitern geschlagen, getreten und brutal zum Aufstehen gezwungen werden. Mütterkühe, die gerade entbunden haben, werden immer wieder getreten und durch das Zuschlagen von Metallgattern verletzt. Viele Milchkühe können kaum gehen und leiden offenkundig an qualvollen Schmerzen.

Animal Equality hat das gesamte Filmmaterial an die örtlichen Behörden weitergeleitet und fordert strafrechtliche Konsequenzen für den Betrieb und seine Täter. Viele Medien in Großbritannien, unter anderem die BBC, berichteten bereits über den Fall.
Diese und andere Recherchen zeigen leider immer wieder, dass die Lebensbedingungen der Tiere in keinster Weise den Werbeversprechen der Nutztierindustrie entsprechen. Deswegen ist es so wichtig, diese Zustände ans Tageslicht zu bringen und möglichst viele Menschen über die Hintergründe der Milchindustrie aufzuklären.

Brutale Gewalt gegen neugeborene Kälber und Kühe in englischem Milchbetrieb :

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5 Kommentare zu “Aufgedeckt: Geschlagen und von den Müttern getrennt

  1. Das sind für mich keine Menschen, sondern Monster. Überall der gleiche unbeschreibliche Umgang mit den Tieren. Die Verbraucher schauen einfach weg und verhalten sich wie die drei Affen.

    • So ist es, liebe Elke.
      Ich finde, diese Tierquälereien sollten sehr hart bestraft werden.
      Geschieht dies nicht, wird das immer so weitergehen.

      Ich finde gut, dass dieser Fall an die Öffentlichkeit gekommen ist (ganz herzlichen Dank an Animal Equality!).
      Zumindest der eine oder andere denkt dann vielleicht mal nach – die meisten werden aber wohl weiterschlafen, als wäre nichts geschehen.

  2. Das schlimme an der Situation ist, dass dieses keinen Einzelfall darstellt. Überall wo die Tiere der uneingeschränkten Willkür des Menschen ausgesetzt sind, widerholen sich diese Ereignisse. Tiere sind vor dem geltenden „Recht“ zur Ware degradiert, man kann mit ihnen machen, was man will. Perverse, kopfkranke und emphatielose Menschen sind das blanke Grauen der armen Kreaturen. Es sind die wahren Verbrecher auf dieser Welt. Unter ihnen sind die größten Verbrecher in „Nadelstreifenanzügen“ – die Drahtzieher, Profiteure und Förderer der Massentierhaltung. Für mich einer der größten Verbrecher der deutschen Nachkriegsgeschichte : Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, Förderer unendlichen Leids! Eine Krebszelle für die Natur…..

  3. Im übrigen möchte ich hier kurz erwähnen, dass Organisationen wie (u.a.) Animal Equality erst durch finanzielle Unterstützung durch Tierschützer/Tierrechtler aller Coleur solch eine überaus wichtige Aufklärung betreiben können. Eine finanzielle Unterstützung solcher Organisationen ist m.E. wesentlich wirkungsvoller als einzelne kleine persönliche Aktionen.
    Es stellt keine Abbitte für unterlassene Eigeninitiativen dar, sondern ist eine höchst effektive, solidarische Unterstützung.

    • Lieber Michael,
      da muss ich Dir vollkommen Recht geben. Die Unterstützung solcher Tierschutz- und Tierrechtsorgas sind ganz wichtig, wenn wir etwas für die Tiere erreichen möchten. Das beste Beispiel aus der letzten Vergangenheit ist der Zirkus Ringling Bros. in den USA. Ohne den wirkungsvollen Einsatz von diversen Organisationen wäre der Erfolg, dass dieser Zirkus seine Pforten schließt, nicht möglich gewesen.

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