Die „unreinen“ Hunde im Islam

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In den meisten Ländern gilt der Hund als bester Freund des Menschen, doch manche Muslime haben eine völlig andere Beziehung zu den Vierbeinern. In Teilen des Islam gelten Hunde nämlich als unreine Tiere, denen man lieber aus dem Weg geht. Im unten eingebetteten Video versucht Tarafa Baghajati, Gründer des „Vereins Muslimischer Österreicher“ diese Fakten herunterzuspielen und diesbezügliche Wogen zu glätten.

Tierliebe geht bei den meisten Österreichern über alles. Deswegen fühlen sich viele Hundehalter vor den Kopf gestoßen, wenn manche Muslime die Straßenseite wechseln, um den Hunden aus dem Weg zu gehen, oder es nicht gut heißen, wenn sich die Vierbeiner im gleichen Raum befinden. Auch Tierschützer Martin Balluch hat schon schlechte Erfahrungen gemacht. Auf seiner Homepage berichtet er über eine unliebsame Begegnung in einem Restaurant in Linz: „Ich stand mit meinem Hund an der Leine in einem Falafel-Take-Away. Dabei stand er ganz brav und ruhig neben mir. Da drehte sich die Frau vor mir um und sagte: Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“

Der Hundeliebhaber Balluch fand das gar nicht lustig und zeigt auch wenig Verständnis für diese Ansichten: „Wenn religiöse Ansprüche die Lebensweise anderer Menschen einschränken, dann ist ein Konflikt vorprogrammiert, weil sich das Problem ja nicht argumentativ lösen lässt. Religion verlangt daher auch immer sehr viel Toleranz und kein Außenstehender sollte durch religiöse Vorschriften bloßgestellt werden. Dieses Erlebnis ist für mich ein weiterer Hinweis auf den zunehmenden Hundehass in unserer Gesellschaft“, schreibt Martin Balluch.

Im nachfolgenden Video werden wir von diesem Tarafa Baghajati,  diesem Gründer des „Vereins Muslimischer Österreicher“ sozusagen „aufgeklärt“ : Die Malikiten (nördliches Afrika) hätten keine Probleme mit Hunden. Anders sehe es jedoch bei den Hanafiten (Bosnien, Türkei, Syrien) und den Hanabaliten (Saudi-Arabien) aus: Für sie gelte der Speichel des Hundes als „unrein“. Besonders streng seien die Schafiiten (Ostafrika, Jemen, Indonesien, Teile des Iraks und der Türkei) und die Schiiten (Iran, Libanon, Teile des Iraks und Afghanistans). Denn hier gelten Hunde generell als unrein. Vor allem schwarze Hunde sind streng Gläubigen ein Dorn im Auge. Denn eine Überlieferung besagt sogar, der Teufel verwandele sich hin und wieder in einen schwarzen Hund. Viele wären darüber hinaus der Meinung, dass schwarze Tiere getötet werden dürfen, wie auf einschlägigen Webseiten zu lesen sei.

Video: Tarafa Baghajati über Muslime Europas und deren Hundephobie

Wie interessant: Glaubt man dieser „islamischen Botschaft“, so gelten also Hunde im Islam keineswegs als „unrein“. Da frage ich mich nur, warum auch ich mit Flüchtlingen, die mir beim Spaziergang mit meiner Nicky begegnet sind, ähnliche Erfahrungen gemacht habe wie beispielsweise Martin Balluch im oben erwähnten Falafel-Take-Away. Selbstverständlich gibt es in meinem kleinen Wohnort nicht sonderlich viele Asylbewerber, aber selbst die wenigen in meinem Wohnort ansässigen Flüchtlingsfamilien haben mich hinsichtlich der Aussagen im obigen Video eines Besseren belehrt, denn schon mehrmals habe ich erlebt, dass mir begegnende Flüchtlinge schon von weiten die Straßenseite wechseln, sobald ich mich ihnen mit meiner Nicky nähere und für meine Begleiterin auf vier Pfoten nur einen verächtlichen, abwertenden und sehr liebensunwerten Blick übrig haben.

Quelle: http://www.heute.at

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6 Kommentare zu “Die „unreinen“ Hunde im Islam

  1. Der hier zitierte Martin Balluch schert nicht alle Moslems über einen Kamm, wie das in obigem Blogbeitrag geschieht. So schreibt Balluch auf seiner Seite (http://www.martinballuch.com/tierschutz-und-islam/):

    „Der Islam ist in dieser Hinsicht sicherlich etwas hinten nach, doch man kann nicht leugnen, dass sich auch hier Tierschutzgedanken regen und theologische Neuinterpretationen der heiligen Schriften vorgeschlagen werden. Im Gegensatz zu den Ausbildungslehrgängen für evangelische oder katholische ReligionslehrerInnen in Österreich, werde ich zu den Ausbildungslehrgängen der islamischen ReligionslehrerInnen als Tierschutzlehrer regelmäßig eingeladen. Bei dieser Ausbildung durfte ich auch Tierschutzvorträgen von islamischen Geistlichen beiwohnen und habe dabei ein paar Zitate aus dem Koran aufgeschnappt, die für eine tierschutzfreundliche Islampraxis herangezogen werden können.“

    Auch hat Tarafa Baghajati, der Gründer des „Vereins Muslimischer Österreicher“ Recht wenn er folgende Fakten aufzählt, daß die Malikiten (Moslems im nördlichen Afrika) keine Probleme mit Hunden hätten. Auch gibt es unter dem moslemischen Alewiten Assad in Syrien keine Probleme mit Hunden, ja Frau Assad hat sogar einen Hund. Gegen Assad ist aber unisono die westliche Welt, die sogar die Rebellen gegen ihn unterstützt, genau die Rebellen, die in ihren Herrschaftsgebieten einem strengem Islam folgen und wo es keine Hunde mehr gibt. Schon merkwürdig, daß europäische Hundefreunde sich nicht mehr für Assad einsetzen. Aber die christlichen Kirchen Europas und die Christen Europas machen es ja vor. Auch denen geht das Schicksal der syrischen Christen am A… vorbei, deren einzigster Beschützer Assad ist, den sie am liebsten weghaben wollen, auf die Gefahr hin, daß dann alle Christen auswandern müssen oder von den Islamisten umgebracht werden.

    Nun wird in dem Blogbeitrag geschrieben, daß Tierschützer Martin Balluch schon schlechte Erfahrungen – Hunde-Islam – gemacht hat:

    „Auf seiner Homepage berichtet er über eine unliebsame Begegnung in einem Restaurant in Linz: „Ich stand mit meinem Hund an der Leine in einem Falafel-Take-Away. Dabei stand er ganz brav und ruhig neben mir. Da drehte sich die Frau vor mir um und sagte: Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“

    Für diejenigen, die nicht wissen was ein Falafel-Take-Away ist, hier aus dem Netz die Erläuterung:

    Take–away auch: üTake|away
    〈[tɛıkəwɛı] m. oder n.; –s, –s〉
    Sy Take–out (2)
    1
    in einem Restaurant od. Imbiss zubereitete Mahlzeit zum Mitnehmen;
    ~ macht das Kochen überflüssig
    2
    Restaurant od. Imbiss mit Straßenverkauf;
    eine Bar mit ~ [zu engl. take away »weg–, fortnehmen«]

    Was Falafel ist, weiß ein jeder und auch, daß dieses Produkt wohl kaum von einem Österreicher oder Deutschen in Take-Away angeboten wird, sondern zu 99 % von Moslems aus dem Orient in deren Restaurants oder Imbissen.

    Wer bei Moslems sein Essen kauft, der sollte sich allerdings nicht wundern, daß sich Kunden wundern und rummotzen, wenn er dort mit einem Hund ansteht. Im Übrigen würde es mir nicht im Traum einfallen, jemals an einem Döner oder Falafelstand eines Moslems mein Essen dort zu kaufen.

    Aber vielleicht wollte Martin Balluch dort gar nichts für sich zu essen kaufen, sondern er stand dort bloß, weil er sich mit einem Bekannten unterhalten wollte und keinen besseren Platz dafür fand (lol).

    • Lieber Bernd, entschuldige bitte, jedoch nicht immer vermag ich Dir zu folgen und mit Dir ein und derselben Meinung zu sein.
      So schreibst Du hier an dieser Stelle: „Der hier zitierte Martin Balluch schert nicht alle Moslems über einen Kamm, wie das in obigem Blogbeitrag geschieht.“

      Na und? Was ist so schlecht daran, wenn man nicht alle Moslems über einen Kamm zu scheren gewillt ist? So wie nicht alle Christen den Tieren eine Seele absprechen, sondern es durchaus auch gläubige Christen gibt, die sich für den Schutz der Tiere einsetzen und sich ihrer Kirche schämen, so gibt es ganz gewiss auch einige Moslems in Österreich sowie auch in Deutschland, die keine Hundehasser sind und ein Herz für Tiere haben und sich all ihrer Glaubensgeschwister schämen, die Tiere nur als Nutzobjekte betrachten und behandeln. Und wenn dieser Martin Balluch in seiner Eigenschaft als Tierschutzlehrer mit solchen Moslems der besseren und tierfreundlicheren Art positive Erfahrungen gesammelt hat, so liegt es mir fern, ihn deswegen zu verdammen oder gar umgehend als Verräter des Tierschutzgedankens abzustempeln.

      Und das es im Koran auch Texte gibt, die für eine tierschutzfreundliche Islampraxis herangezogen werden könnten, ist für mich nichts Neues, wie auch längst bekannt ist, dass mancherlei islamische Gelehrte das Schächten verurteilen und dementsprechend nicht jeder Moslem durch die Bank unbedingt ein unmenschliches Monster sein muss und ist. Und mit Deinem Hinweis auf den Alewiten Assad und dessen Frau bestätigst Du ja letztlich auch, dass man nicht alle Moslems in ein und denselben Topf werfen sollte. Aber wehe, wenn sich ein Martin Balluch erdreistet, zu meinen, nicht alle Moslems über einen Kamm scheren zu können: Umgehend steht bei Dir kein Stecken mehr gerade und Dein Entsetzen über diesen Tierschützer Balluch ist weder zu überhören noch zu überlesen. Dennoch aber ist und bleibt er ein Tierschützer – auch wenn Du noch so sehr Deinen Kopf darüber schütteln solltest, denn seine Tierschutzaktivitäten bescherten ihm immerhin eine monatelange Haftstrafe, was bei mir und auch bei Dir wohl kaum der Fall sein dürfte.

      Auch betreffs dieses Falafel-Take-Away solltest Du nicht so ein grosses Fass aufmachen. Was besagt das schon?
      Gar nichts, denn auch ich stand im Sommer dieses Jahres mit meiner Nicky an einer Bude, an der ich eigentlich nichts verloren habe, nämlich vor einer Bratwurst-Bude. Und weißt Du, was ich mir da gekauft habe? Ein paar Pommes Frites mit Ketschup. Und so ein mieser Typ wie ich, der sich an einem Bratwurst-Stand ein paar Pommes in seinen Mund schiebt, will ein Tierschützer sein? Igittegitt, wie gräßlich! (lol)

      Lieber Bernd, Du bist immer sehr schnell und unbedacht rigoros im Verurteilen und vergißt allzusehr oft, dass Tierschützer auch nur Menschen und keineswegs vollkommene Individuen sind, wie ganz gewiss auch Du nicht ganz und gar vollkommen bist. Oder etwa doch?

      Mit freundlichen Grüssen – Wolfgang

      • Siehst Du, Wolfgang, Du hast Dir an einer Bratwurstbude, ein paar Pommes gekauft und auch Martin Balluch stand garantiert nicht an dieser Falafel-Theke um sich dort mit einem anderen Bekannten zu unterhalten, das macht man nicht direkt vor einem Verkaufsstand. Wie ja jeder weiß, ist Falafel rein vegan und es ist doch nun wirklich nicht von der Hand zu weisen, daß sich Martin Balluch dort so ein paar Bällchen aus Kichererbsen oder Bohnen kaufen wollte. Warum sollte ich da voreilig sein, mit dieser Vermutung?

        Ich habe nur kundgetan, daß diese Falafel zu 99 % von islamischen Ausländern verkauft werden und da muß man eben damit rechnen, daß man an so einem Stand wegen eines Hundes angemotzt wird, was Dir an einer deutschen Bratwurstbude garantiert nicht passieren wird. Martin Balluch hätte damit rechnen müssen.

        Außerdem habe ich meine persönliche Sicht auf ausländisches Essen kundgetan. Ich würde nie ausländisch essen gehen, weder griechisch, italienisch, chinesisch und schon gar nicht türkisch. Deutsche Kost, die an Imbissen und Restaurants von Deutschen angeboten wird, wird immer weniger frequentiert, was ich schlimm finde. Die Deutschen sind immer weniger national eingestellt, gehen viel lieber beim Italiener essen als in ein Restaurant mit deutscher Küche. Ich bin eben konsequent gegen Überfremdung! Aber das ist meine ganz persönliche Sicht!

        Und weshalb ich darauf aufmerksam machen wollte, nicht jeden Moslem über einen Kamm zu scheren, das sollte auch darauf aufmerksam machen, daß ausgerechnet der einzigste säkular eingestellte Staatsmann des Orients, Assad in Syrien, vom Westen bekämpft wird, im trauten Bündnis mit Saudi-Arabien, den Emiraten und den islamistischen Rebellen. Assad ist Alewit, die Mehrheit der Syrer sind absolute Hundegegner, aus ihrem, im Gegensatz zu den Alewiten, fundamentalistischen Islam heraus. Die größte Beschimpfung die von den Rebellen Assad an den Kopf geschmissen wird ist: ASSAD, DU HUND! „Du Hund“ gilt als größtmögliche Beleidigung bei fundamentalistischen Moslems.

        PS: Die Alewiten kennen auch keine Diskriminierung der Frau!

      • Lieber Bernd,
        diese Debatte um jene Falafel-Theke ist angesichts der „unreinen“ Hunde im Islam völlig nebensächlicher Natur und somit für mich abgehakt. Es interessiert mich nicht, warum und weshalb sich Martin Balluch an dieser Bude aufgehalten hat. In dem Punkt, dass Balluch hätte damit rechnen müssen, an solch einem Stand wegen seines Hundes angemotzt zu werden, stimme ich Dir zu.

        Letztlich haben wir uns wohl betreffs Deines vorhergehenden Kommentars gänzlich missverstanden. Dieser begann ja mit Deinen Worten: „Der hier zitierte Martin Balluch schert nicht alle Moslems über einen Kamm …..“ , die ich als Kritik von Dir gegen Balluch aufgefasst und verstanden habe. Da hättest Du Dich aber auch etwas präziser ausdrücken können, um ein derartiges Missverständnis von vorn herein auszuschließen. Erst jetzt in Deinem Nachfolge-Kommentar wird klar und deutlich, dass Du mit obigen Worten Martin Balluch ja eigentlich belobigen wolltest, indem Du schreibst: „Und weshalb ich darauf aufmerksam machen wollte, nicht jeden Moslem über einen Kamm zu scheren …….. „, womit wir uns ja letztlich wieder einig sind, denn genau dies ist auch meine Position, dass wir nicht jeden Moslem über ein und denselben Kamm scheren sollten.

        LG – Wolfgang

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