Wort zum Sonntag

Wort zum Sonntag von Günther Anders :
(österreichischer Philosoph, Dichter und Schriftsteller)

Wölfen oder Aasgeiern oder Zierfischen den Besitz des Gottesbegriffs oder der Gottesvorstellung zuzuerkennen, das würde uns – so eitel sind wir und so stolz auf unser Monopol, selbst auf unser Demutsmonopol – als Sakrileg gelten. Warum eigentlich? Warum sind diese angeblich von Gott geschaffenen Kreaturen zu gering, um ihren Schöpfer (si esset) meinen oder auch nur – das ist die erste Form des Meinens – vermissen zu können? Auch nur vermissen zu dürfen? Warum missgönnt Er sich ihnen?

Si esset. Läuft nicht der Monotheismus auf einen Monoanthropoismus hinaus: darauf nämlich, dass es nur eine einzige Spezies gibt, die den Gottesbegriff besitzt? Müsste nicht die Tatsache, dass die Zahl derer, die ihn meinen können oder dürfen, so lächerlich gering ist, jeden Gläubigen als Ungerechtigkeit aufs tiefste verwirren? „Müsste „ vielleicht. Aber ich bin niemals jemandem begegnet, der darüber auch nur einen Augenblick lang gestaunt hätte. Und müsste nicht jeder Theologe die Frage stellen, warum Gott es für ratsam gehalten habe, anonym hinter der überwältigenden Majorität seiner creata zurück zu bleiben? Si esset. Der Schöpfer scheint bei dieser – aber das hätte er sich, si esset, allein zuzuschreiben – total unberühmt zu sein.

Offenbar ist er – si esset – genauso kreaturverlassen, wie wir gottverlassen sind. Warum? Analog müsste jeder Theologe darüber bestürzt sein, dass Gott seine Anonymität gerade und vor uns, vor dieser infinitesimalen ethnischen Minderheit des Universums gelüftet hat. Womit haben wir Menschen das eigentlich verdient, als „auserwähltes Volk“, als Juden des Universums, auf der Welt zu sein? Und schließlich müsste jeder Theologe fragen, was diese Auslese über Gott selbst aussagt. Aussagen würde, si esset. Gerechtigkeit gewiss nicht. Einfach unfasslich ist es, mit welcher Hartnäckigkeit Millionen von Menschen Jahrtausende lang diese doch wahrhaftig nicht an den Haaren herbeigezogene Frage nicht gestellt haben. Ist es nicht hoch an der Zeit, parallel zur positiven Geschichte der Philosophie und Theologie eine negative Geschichte zu schreiben, eine Geschichte der Fragen, vor denen sich die Menschheit gedrückt hat, und der Motive, aus denen sie sich vor diesen gedrückt hat?

Günther Anders

Biblisches Wort aus Jesaja 20, Verse 14-18 :

Verflucht sei der Tag, darin ich geboren bin; der Tag müsse ungesegnet sein, darin mich meine Mutter geboren hat! Verflucht sei der, so meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: „Du hast einen jungen Sohn“, daß er ihn fröhlich machen wollte! Der Mann müsse sein wie die Städte, so der HERR hat umgekehrt und ihn nicht gereut hat; und müsse des Morgens hören ein Geschrei und des Mittags ein Heulen! Daß du mich doch nicht getötet hast im Mutterleibe, daß meine Mutter mein Grab gewesen und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre!
Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorgekommen, daß ich solchen Jammer und Herzeleid sehen muß und meine Tage mit Schanden zubringen!

Arthur Schopenhauer über den Umgang der Menschen mit Tieren :

Dagegen sehe man die himmelschreiende Ruchlosigkeit, mit welcher unser Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet oder verstümmelt oder martert und selbst die von ihnen, welche unmittelbar seine Ernährer sind, seine Pferde, im Alter auf das Äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Das sind die Folgen jener Installations-Scene im Garten des Paradieses. Denn dem Pöbel ist nur durch Gewalt oder durch Religion beizukommen: hier aber lässt das Christentum uns schmählich im Stich.
(Arthur Schopenhauer)

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10 Kommentare zu “Wort zum Sonntag

  1. „Die Menschen werden mit Vernunft, logischen Begründungen, Studien und Beweisen, erreicht. Das zu meinen ist eine Illusion der Denkenden“

    Sehr richtig, Herr Dr. Bleibohm! Darum ist alles Bemühen, die Menschen überzeugen zu wollen, für die Katz! Noch dazu eignet sich eine pluralistische Parteiendemokratie überhaupt nicht für eine Vernunftgesellschaft, sie bewirkt das genaue Gegenteil!

  2. Sehr gut das Zitat von Schopenhauer in den Texten von Dr. Bleibohm:

    Arthur Schopenhauer über den Umgang der Menschen mit Tieren :

    Dagegen sehe man die himmelschreiende Ruchlosigkeit, mit welcher unser Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet oder verstümmelt oder martert und selbst die von ihnen, welche unmittelbar seine Ernährer sind, seine Pferde, im Alter auf das Äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Das sind die Folgen jener Installations-Scene im Garten des Paradieses. Denn dem Pöbel ist nur durch Gewalt oder durch Religion beizukommen: hier aber lässt das Christentum uns schmählich im Stich.
    (Arthur Schopenhauer)

    Meine Meinung: „Denn dem Pöbel ist nur durch Gewalt beizukommen!“ Religion kann man streichen, wie die Geschichte zeigt! Auch nur Aufklärung prallt beim Pöbel ab, ist nur Haschen nach Wind!

    Vielleicht liege ich da falsch, aber einen Teil meiner Tierliebe habe ich durch das Sammeln von Briefmarken in meiner Kindheit mit auf den späteren Lebensweg mitbekommen, das ist meine Meinung. Meine These dazu, siehe hier:

    http://barrynoa.blogspot.de/2017/01/gute-allgemeinbildung-und-tierliebe.html

    • Lieber Bernd,
      ohne Wenn und Aber trifft Schopenhauer mit seinen Worten ins Schwarze. Allerdings hege ich bezüglich Deiner Zeilen erhebliche Zweifel an zweierlei Dingen, nämlich das dem Pöbel nur mit Gewalt beizukommen wäre und das die von Dir kritisierte Aufklärung beim Pöbel doch nur abprallen würde und Haschen nach dem Winde sei.

      Ich halte Aufklärung nach wie vor wichtig und unerlässlich. Und dass sie alles andere als nur ein Haschen nach dem Winde ist, dafür bin ich selbst ein gutes Beispiel. Hätte ich nämlich nicht irgendwann damit angefangen, im Internet aufklärende und an mein Gewissen appellierende Texte und Artikel zu lesen, dann wäre ich heute nicht das, was diese aufklärenden Artikel aus mir gemacht haben, nämlich einen Menschen, dem das Leid und Elend der Tiere dank jener „Aufklärung“ unter die Haut geht und nicht mehr gleichgültig ist. Und meine jetzige Tierliebe ist somit nicht etwa dem Sammeln von Briefmarken und Postkarten in meiner Jugend zuzuschreiben, sondern einzig und allein jenen aufklärenden und mich aus meinem vorherigen Tiefschlaf erweckenden Artikeln tierliebender, mitfühlender und verantwortungsbewusster Menschen.

      Und was jene Gewalt betrifft, mit der dem Pöbel nur beizukommen wäre, so bezweifle ich sehr, das Gewalt auch nur annähernd das Denken der Menschen verändert und deren Egoismus, deren Dummheit, Uneinsichtigkeit und Empathielosigkeit ein für allemal aus der Welt schaffen könnte. Einer diktatorischen Gewalt müsste sich der Mensch zwar beugen und unterordnen, jedoch dieser Zwang und diese Unterordnung hätte wohl kaum ein sonderlich grosses Umdenken in den Gehirnwindungen der Spezies Mensch zur Folge. Und die Geschichte der Menschheit lehrt uns ja auch zur Genüge, dass mit Gewalt kein sonderlich grosser Blumentopf zu gewinnen ist.

      LG – Wolfgang

      • Nun darfst Du unter Gewalt keine Peitschenhiebe (lol) verstehen, lieber Wolfgang, sondern „Gewalt“ sind auch dem Pöbel aufgezwungene staatliche Gesetze, wie z.B. ein Verbot der Ausbeutung des Tieres oder Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen (Enteignung von Privateigentum an den Produktionsmitteln und dadurch Abschaffung des Unterschieds zwischen arm und reich).

        Durch Aufklärung wird man die Welt vielleicht am Sankt-Nimmerleinstag verändern, der Pöbel läßt leider nicht freiwillig von alten Traditionen, wie z.B. der Ausbeutung des Tieres. Durch Aufklärung erreicht man nur eine Minderheit, den Pöbel erreicht man dadurch nicht.

        Bestes Beispiel war die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Durch Aufklärung ließen die Südstaatler nicht davon ab, sie mußten erst durch die Nordstaatler dazu gezwungen werden.

      • Lieber Bernd,
        aufgezwungene staatliche Gesetze hinsichtlich eines Verbots jeglicher Ausbeutung von Tieren und auch hinsichtlich der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sind letztlich auch eine Art von „Peitschenhieben“. Und auch wenn solche „Peitschenhiebe“ in Form staatlicher Gesetze den ausgebeuteten Tieren und auch ausgebeuteten Menschen enorme Verbesserungen bescheren, so glaube ich nicht, dass sie auch nur im entferntesten das Denken und Handeln der gleichgültigen und empathielosen Masse zu verändern vermögen. Natürlich wäre es allzusehr schön um wahr zu sein, wenn Tierausbeutung, Massentierhaltung, Fleischkonsum und Schlachthöfe dank staatlicher Gesetze verboten und endlich von diesem Planeten namens Erde verschwinden würden. Gut für die Tiere, jedoch die Dornenkrone der Schöpfung würde sich nach wie vor einbilden und daran festhalten, dass sie die sogenannte „Krone der Schöpfung“ sei und Tiere wären somit auch weiterhin nur Tiere und in den Köpfen unverbesserlicher Speziesisten „wertloser, rechtloser und seelenloser Plunder“.

        Aber dies sind nur meine augenblicklichen Gedanken, die letztlich auch nicht unbedingt richtig sein müssen, denn Irren ist menschlich. Und dies gilt auch in bezug auf die Aufklärung, von der Du so gut wie gar nichts zu halten scheinst. Wenn aber jene Aufklärung diese Welt nicht verändert und somit Deiner Meinung nach völlig sinnlos ist, warum und weshalb bemühst auch Du Dich dann überhaupt noch, in Deinem eigenen Blog und auch hinsichtlich Deiner Kommentare in meinem Blog die Leser „aufzuklären“ und an unser aller Gewissen und Verantwortungsbewusstsein zu appellieren?
        Du schreibst: „Der Pöbel läßt leider nicht freiwillig von alten Traditionen, wie z.B. der Ausbeutung des Tieres. Durch Aufklärung erreicht man nur eine Minderheit, den Pöbel erreicht man dadurch nicht.“

        Hierzu muss ich anmerken, dass ich einst als Fleischfresser und am Schutz der Tiere völlig desinteressierter Egoist ja letztlich auch zu jenem Pöbel gehört habe. Und als einst pöbelhafter Zeitgenosse habe ich dank aufklärender Texte und Artikel eines Tages freiwillig meine Traditionen, meine Ess – und Denkgewohnheiten über Bord geworfen. Jene an meinem Gewissen rüttelnden Texte und Artikel waren also keineswegs umsonst und völlig sinnlos, sondern sie haben – und dies ohne jegliche Gewalt – ein Umdenken in mir bewirkt und ausgelöst. Die Konfrontation und Auseinandersetzung mit jenen damaligen Texten und Artikeln waren sozusagen auch „Peitschenhiebe“, jedoch „Peitschenhiebe“ der besonderen Art, denn sie verursachten keine körperlichen, sondern vielmehr seelische Schmerzen, die schliesslich und endlich einen gänzlich anderen Menschen aus mir formten.

        Und wenn hinsichtlich Deines Beispieles betreffs der Abschaffung der Sklaverei jene Südstaatler trotz Aufklärung nicht von dieser Sklaverei ablassen wollten, dann doch nur deswegen, weil diese Aufklärung ihnen nicht in ihren Kram passte – so wie es auch dem heutigen Pöbel nicht in den Kram passt, über sein verbrecherisches Treiben gegenüber der Tierwelt aufgeklärt werden zu wollen. Und damit sind wir wieder bei der alles entscheidenden Frage angelangt, nämlich wie diesem Pöbel wohl oder übel beizukommen ist: mit Zwang und Gewalt oder weiterhin mit kontinuierlicher Aufklärung und eindringlichen Appellen an dessen Vernunft?

        Das unsere Politiker eines Tages Gesetze verabschieden, welche den Pöbel letztendlich zwingen, Traditionen und bisherige Denkgewohnheiten über Bord werfen zu müssen, dies halte ich für utopisch. Und demnach kann ich als klitzekleiner und unbedeutender Tierschützer so wie bisher nur eines tun, nämlich meine Stimme den Tieren zu leihen, ihnen ein Anwalt zu sein und all die Verbrechen, die an ihnen begangen werden, nach wie vor unter Anklage zu stellen. Und wenn demzufolge auch nur ein einziger aus der grossen Masse des Pöbels heraus umzudenken beginnt und dank dieses Umdenkens sein Herz endlich mitfühlend und couragiert für alle unsere gequälten und rücksichtslos ausgebeuteten Mitlebewesen zu schlagen beginnt – dann habe ich nicht umsonst gelebt!

        LG – Wolfgang

  3. Lieber Wolfgang, da hast Du ja mal wieder viel geschrieben, aber bitte nimm mir es nicht übel, daß ich, im Gegensatz zu Dir, nur wenig schreibe, aber meine Zeit läßt lange Schreiben halt nicht zu!

    Wolfgang:

    „aufgezwungene staatliche Gesetze hinsichtlich eines Verbots jeglicher Ausbeutung von Tieren und auch hinsichtlich der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen sind letztlich auch eine Art von „Peitschenhieben“. Und auch wenn solche „Peitschenhiebe“ in Form staatlicher Gesetze den ausgebeuteten Tieren und auch ausgebeuteten Menschen enorme Verbesserungen bescheren, so glaube ich nicht, dass sie auch nur im entferntesten das Denken und Handeln der gleichgültigen und empathielosen Masse zu verändern vermögen.“

    Bernd:

    Die Denkweise werden aufgezwungene Gesetze nicht verändern, aber das Handeln! Beispiel: In der DDR war die Mehrheit des Volkes gegen den Sozialismus, trotzdem wurden die Betriebe verstaatlicht, die Millionäre und Großgrundbesitzer enteignet. Was die Bevölkerung dachte war nicht maßgebend. Weigern konnte sich gegen diese Veränderungen niemand.

    Auch die Südstaatler in den USA sind heute noch von ihrer Denkweise her Rassisten, aber das Handeln wurde ihnen per Gesetz verwehrt. So ist es auch mit dem Tabak, die Mehrheit der Menschen waren einmal Raucher. Durch die dauernden Preiserhöhungen wird in 20 Jahren auch dem letzten Raucher das Rauchen unmöglich werden. Freiwillig verzichtet kein Raucher auf Tabak. Mit dem Fleisch geht das genauso, wenn nur die Politik das anfassen würde.

    Die Parteien haben aber Angst vor dem Pöbel, wollen Wählerstimmen bekommen und machen deshalb schon mal null komma nix. Die Tierschützer sind selber schuld, daß sich nichts bewegt. Kaum ein Tierschützer ist z.B. in die AfD, eine neue Kraft, eingetreten, um dort die Programmatik auf Tierschutz zu beeinflussen. Stattdessen murkelt man wie eh und jeh in Tierschutzorganisationen und Vereinen und überschüttet die eh nicht zuhörende Masse mit Aufklärung.

    Aufgeklärt ist genügend, daran mangelt es nicht. Die Erfolge sind kläglich, ein paar mehr Veganer, meistens über 50 Jahre alt, die in ihrem bisherigen Leben schon über 1000 Tiere verspeist haben. Anders ginge es mit politischen Maßnahmen, wie z.B. dem Verbot von Fleischwaren im Kindergarten und in den Schulen, ähnlich dem Rauchverbot für Kinder und Jugendliche. Wenn Kinder von klein an gewöhnt sind, vegan oder zumindestens vegetarisch zu essen, dann bleiben sie auch dabei. Das alles ist aber nur politisch zu machen, mit Aufklärung wird man die Masse, den Pöbel, nicht erreichen. Und ehrlich gesagt, wenn ich nicht zu alt und zu gesundheitlich angeschlagen wäre, dann wäre ich in die AfD gegangen und hätte dort versucht eine tierfreundliche Politik auf die Agenda zu setzen.

    Wolfgang:

    „warum und weshalb bemühst auch Du Dich dann überhaupt noch, in Deinem eigenen Blog und auch hinsichtlich Deiner Kommentare in meinem Blog die Leser „aufzuklären“ und an unser aller Gewissen und Verantwortungsbewusstsein zu appellieren?“

    Bernd:

    Bestimmt nicht mit der Illusion dadurch irgend etwas in der Masse zu verändern. Schreiben macht mir Spaß und hält geistig fit, aber bewirken kann ich durch mein Schreiben rein gar nichts, das ist mir voll bewußt. Darum schätze ich das auch viel weniger als z.B. meine praktische Hilfe für Tiere, wie z.B. heute, wo „meine“ Raben schon auf ihr Futter warteten und sie es von mir bekamen. Das ist mir mehr wert, als 1000 meiner Blogbeiträge oder Kommentare für Menschen.

    Wolfgang:

    „Hierzu muss ich anmerken, dass ich einst als Fleischfresser und am Schutz der Tiere völlig desinteressierter Egoist ja letztlich auch zu jenem Pöbel gehört habe. Und als einst pöbelhafter Zeitgenosse habe ich dank aufklärender Texte und Artikel eines Tages freiwillig meine Traditionen, meine Ess – und Denkgewohnheiten über Bord geworfen. Jene an meinem Gewissen rüttelnden Texte und Artikel waren also keineswegs umsonst und völlig sinnlos, sondern sie haben – und dies ohne jegliche Gewalt – ein Umdenken in mir bewirkt und ausgelöst.“

    Bernd:

    Naja, wenn man erst kurz vor dem Rentenalter „bekehrt“ wird, dann hat das den Tieren auch nicht viel genützt. Wärest Du aber in einem Kindergarten und einer Schule aufgewachsen, wo Du schon von der Kindheit vegan/vegetarisch beköstigt worden wärest (zwangsweise), dann wäre all den von Dir in ca. 58 Jahren verspeisten Tieren viel erspart worden. Was bedarf es der nur eine kleine Minderheit erreichenden Aufklärung, wenn es generell von Staats wegen kein Fleisch zu kaufen gäbe?

    Wolfgang:

    „Und damit sind wir wieder bei der alles entscheidenden Frage angelangt, nämlich wie diesem Pöbel wohl oder übel beizukommen ist: mit Zwang und Gewalt oder weiterhin mit kontinuierlicher Aufklärung und eindringlichen Appellen an dessen Vernunft?“

    Bernd:

    Du glaubst wirklich und ehrlichen Herzens an die Vernunft bei der Dornenkrone der Schöpfung?

    Wolfgang:

    „Das unsere Politiker eines Tages Gesetze verabschieden, welche den Pöbel letztendlich zwingen, Traditionen und bisherige Denkgewohnheiten über Bord werfen zu müssen, dies halte ich für utopisch.“

    Bernd:

    Na mit den derzeitigen Politikern ist das nicht zu machen. Da müssen die Tierschützer das schon selbst in die Hand nehmen, in eine Partei gehen, sich in einflußreiche Stellen begeben und dort sich für die Rechte der Tiere einsetzen. Solange sich sogar namhafte Tierschützer davor scheuen oder meinen in einer Nischenpartei wie der MUT was bewegen zu können, da freuen sich natürlich die gegnerischen Lobbygruppen, die alle ihre Vertreter in der Politik haben (Fleischindustrie, Landwirtschaft).

    Wolfgang:

    „ Und demnach kann ich als klitzekleiner und unbedeutender Tierschützer so wie bisher nur eines tun, nämlich meine Stimme den Tieren zu leihen, ihnen ein Anwalt zu sein und all die Verbrechen, die an ihnen begangen werden, nach wie vor unter Anklage zu stellen. Und wenn demzufolge auch nur ein einziger aus der grossen Masse des Pöbels heraus umzudenken beginnt und dank dieses Umdenkens sein Herz endlich mitfühlend und couragiert für alle unsere gequälten und rücksichtslos ausgebeuteten Mitlebewesen zu schlagen beginnt – dann habe ich nicht umsonst gelebt!“

    Bernd:

    Deinen Blog sollst Du ja auch weiterhin machen, Du würdest vor Langeweile eingehen wie eine Primel, aber versprich Dir davon nichts! Ja, vielleicht erreichst Du auch in Zukunft den einen oder anderen Bürger, der dann vom Fleischessen läßt. Ich habe die Illusion nicht, mit meinen Kommentaren etwa Leser zur Ganzjahresfütterung bei Vögeln zu überreden oder Ratten aus Laboren aufzunehmen, um diesen geschundenen Tieren einen artgerechten Lebensaben zu bescheren, und, und, und. Dazu sind die Menschen zu egoistisch und winden sich statt konkreter Hilfsangebote wie ein Aal.

    Vegan leben, ja das tun jetzt etliche, weil es hipp ist und gesund und weil man durch die Fülle an veganen Lebensmitteln nichts vermißt, wie noch vor Jahren. Darum sind die allgemein gestiegenen Zahlen von Veganern nicht relevant, da sie sich nicht auf die Jahr für Jahr ansteigenden Zahlen von Schlachttieren auswirken. Wenn es 2016 vielleicht 100 000 mehr Veganer in Deutschland gab als 2015, dann ist das durch die Masseneinwanderung durch die Moslems sowieso wieder hinfällig und das ganz krass, denn wir bekamen eine Million Fleischesser mehr. Solange eine große Mehrheit von Veganern und Tierschützern das nicht erkennt, und sie nicht gegen die Überfremdung sind, solange ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

    Wolfgang:

    „…. dann habe ich nicht umsonst gelebt!“

    Bernd:

    Dieser Denkweise kann ich mich leider nicht anschließen, obwohl ich mir das wünschen würde. Da halte ich es mit Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos:

    „Für uns Tierrechtler und Tierschützer bedeutet vorstehendes, dass alles, was heute für die Tierwelt mit größtem Engagement getan wird, einer Symptombehandlung gleichkommt. Es ist – anders ausgedrückt – der Versuch, mit Kamillentee einen Herzstillstand zu verhindern oder gar zu beheben.“

    Noch ein Zitat von Dr. Bleibohm, dem ich voll beipflichte, was ich auch in meinen beiden Kommentaren zum Ausdruck bringen wollte:

    „Die Menschen werden mit Vernunft, logischen Begründungen, Studien und Beweisen, erreicht. Das zu meinen ist eine Illusion der Denkenden“

    LG

    Bernd

    • Lieber Bernd,
      vieles von dem, was Du hier geschrieben hast, ist nicht von der Hand zu weisen. Das Problem ist und bleibt eben nur jenes, welches ja auch von Dir beim Namen genannt wird: Wenn nur die Politik es anfassen und umsetzen würde!!! Da sehe ich leider Bahnhof und glaube nicht, dass ich das noch erleben werde. Und selbstverständlich haben die Politiker wegen des Verlustes von Wählerstimmen Angst vor dem Pöbel, aber nicht nur das, denn sie haben auch Angst vor den Wirtschaftsbossen, deren Marionetten sie letztlich sind und ihre Interessen gelten unabhängig von diesen Ängsten immer nur dem Profit und dem wirtschaftlichen Wachstum. Und deswegen all jene Tierschützer schuldig zu sprechen, die nicht in die AFD eingetreten und deren Tierschutzprogramm zu beeinflussen bemüht sind – dies halte ich für sehr hochgegriffen und daher auch nur wenig gerechtfertigt.

      Auch wenn Du am Anfang schreibst, für längere Kommentare keine Zeit erübrigen zu können, so hast Du angesichts Deines dennoch umfangreichen Kommentars höchstwahrscheinlich nicht auf Deine Uhr geschaut und da auch ich wenig Zeit habe, auf alles intensiv genug einzugehen, möchte ich nur nachfolgendes anmerken: Ich betreibe meinen Blog nie und nimmer aus Langeweile heraus, wie aus Deinen Zeilen zu entnehmen ist. Offenbar hast Du angesichts derartiger Behauptungen nicht die geringste Ahnung über diesen Wolodja, denn würde ich diesen Blog nicht betreiben, dann hätte ich eine ganze Menge mehr Zeit für meine Hobbys und von Deiner sogenannten „Langeweile“ könnte und würde weit und breit in meinem Alltag überhaupt keine Rede sein.

      Etwas fragwürdig finde ich auch Deine Behauptung, dass Dir die Fütterung Deiner Raben mehr wert sein würde als 1000 Deiner Blogbeiträge und Kommentare. Hoppla, da komme ich etwas ins Grübeln, da Du ja jemand bist, für den es niemals in Frage kommt, auch nur einen einzigen Deiner früheren Blogbeiträge zu löschen – mag er auch noch so sehr in bezug auf gewisse Personen diffamierend, verletzend und beleidigend sein. Wenn Dir also jeder einzelne Deiner Beiträge so sehr wichtig und unabkömmlich ist, wie können Dir dann 1000 Blogeinträge unwichtiger sein als beispielsweise die Fütterung Deiner Raben und Spatzen?

      Desweiteren finde ich es allemal besser, wenn Menschen überhaupt umdenken und sich – wenn auch erst ziemlich spät und im fortgeschrittenen Alter – zum Tierschutz „bekehren“. Dies ist allemal besser als niemals umzudenken und somit als Fleischfresser und Speziesist eines jämmerlichen und bemitleidenswerten Todes zu sterben.

      Zu Deiner Frage: „Du glaubst wirklich und ehrlichen Herzens an die Vernunft bei der Dornenkrone der Schöpfung?“
      Warum nicht? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich ganz zuletzt. Warum sollte jene Wandlung, die sich bei mir ereignete, nicht auch bei anderen Menschen und Dornenkronen der Schöpfung möglich sein? Und mögen dies auch nur wenige sein: Jeder einzelne, der gegen den Strom der Masse zu schwimmen und tierschutzrelevant zu handeln beginnt, ist ein Gewinn und leistet seinen solidarischen Beitrag gegen die Verbrechen des Menschen im Umgang mit Tieren.

      Dann schreibst Du: „Ich habe die Illusion nicht, mit meinen Kommentaren etwa Leser zur Ganzjahresfütterung bei Vögeln zu überreden oder Ratten aus Laboren aufzunehmen, um diesen geschundenen Tieren einen artgerechten Lebensabend zu bescheren, und, und, und. Dazu sind die Menschen zu egoistisch und winden sich statt konkreter Hilfsangebote wie ein Aal.“

      Das sehe ich leider nicht ganz so krass wie Du, dass sich viele ernsthafte Tierfreunde statt konkreter Hilfe wie ein Aal winden würden, denn jeder wirkliche Tierfreund und Tierschützer tut immer das Seine und das ihm Mögliche. Du fütterst z. Bsp. ganzjährig all die Tiere, die sich in Deinem Garten tummeln und versammeln und ein anderer Tierfreund nimmt sich statt dessen beispielsweise herrenloser und ausgesetzter Katzen an, päppelt sie auf und schenkt ihnen die gleiche Liebe und Zuneigung, wie Du sie den Dir vertrauten Vögeln schenkst. Ist Deine Tierliebe und Dein Engagement etwa wertvoller als die eines Menschen, der sich um andere Tiere kümmert und sich dieser erbarmt?
      Du hast immer gut Reden, da Du ja täglich in Deinem Garten mit vielen hungrigen Vögeln konfrontiert wirst. Was aber ist mit all den Menschen, die betreffs ihres Wohnsitzes nur sehr selten Vögel zu Gesicht bekommen und sich daher für andere notleidende Tiere einsetzen?

      Sind diese Menschen deswegen etwa alle Verbrecher und alles nur heuchlerisch-verlogene Tierschützer? Diese Rechnung ist mir ehrlich gesagt zu primitiv und voll daneben. Wann immer auch ich meine Füße jetzt im Winter in meinen Garten setze: ich sehe zur Zeit nur hohe Schneewehen und weder am Himmel noch auf den Ästen der Bäume einen einzigen Vogel. Das Futter, welches ich dennoch täglich ins Vogelhäuschen einfülle, ist nach kurzer Zeit eingefrostet und die Schneewehen dem Erdboden gleichzumachen und das Futter breitflächig auszustreuen, macht auch keinen Sinn, solange weit und breit, weder morgens noch zu späterer Stunde kein einziger nach Nahrung suchender Vogel wahrzunehmen ist. Bin ich deswegen etwa egoistisch und winde ich mich deswegen etwa wie ein Aal, wenn es darum geht, notleidenden Tieren praktische Hilfe zu leisten?

      Sorry bitte, aber Du brichst mir allzusehr schnell und vehement verurteilend den Stab über andere Menschen, über deren Handeln im Alltag Du zwar gut Bescheid zu wissen meinst, was aber nicht der Fall ist und auch gar nicht der Fall sein kann, denn andererseits müsstest Du ja hellseherische Fähigkeiten besitzen, was ich natürlich nicht glaube und auch glatter Unsinn wäre. Nein, nein, lieber Bernd, nicht alle Tierfreunde und Tierschützer, die nicht das gleiche Handeln an den Tag legen wie Du, sind bloßes Lumpenpack und spießbürgerliche Gesellen, denn wie ich bereits schon sagte: Jeder ernsthafte Tierfreund tut das Seine und das ihm Mögliche und neben hungrigen Vögeln und in Versuchslaboren missbrauchten und gequälten Ratten gibt es noch sehr, sehr viele andere Tiere, die ebenso und keineswegs weniger schützenswert und schutzbedürftig sind.

      Neulich während eines Telefongespräches sagtest Du, dass ich doch oftmals sehr „komische“ Ansichten haben würde. Nun ist es nicht meine Sache, Dir hinsichtlich dieser Meinung zustimmen oder widersprechen zu wollen. Wenn dies Deine Meinung ist, dann ist es eben Deine Meinung und ob meine Ansichten tatsächlich so sehr „komisch“ oder weniger „komisch“ sind, darüber gibt es bezüglich meiner Blogleser und all derer, die mich näher und persönlich kennen, sicherlich ganz und gar unterschiedliche Auffassungen. Aber eines weiss ich ganz gewiss, nämlich dass es mir als Tierfreund und Tierschützer nicht zusteht, über Kommentatoren und sonstige Tierfreunde, die mir letztlich nur virtuell bekannt und vertraut sind, allzusehr leichtfertig meine Nase zu rümpfen, deren Tierschutz-Engagement ohne mit der Wimper zu zucken anzuzweifeln oder gar mit vernichtender Arroganz und Selbstüberschätzung in Schutt und Asche zu treten. Mit Tierquälern, gewissenlosen Tierausbeutern und unverbesserlichen Speziesisten kenne ich ebenso wie Du keine Gnade und kein Erbarmen. Andererseits jedoch – und dies meinst Du wahrscheinlich hinsichtlich meiner angeblich „komischen“ Ansichten – bin ich nicht aus dem Holz geschnitzt, mich zu erdreisten, mir aus weiter Ferne und schön gemütlich vor meinem Rechner sitzend über diverse Tierschutzorganisationen, über ebensolche Tierfreunde und Tierschützer, wie wir beide es sind, ohne sie näher und persönlich zu kennen, vorbehaltlos den Stab zu brechen und deren Tierschutz-Engagement kleiner und weniger wichtig zu reden als das eigene.

      Letztlich gilt es noch eines zu bedenken : Das nicht endenwollende Leid und Elend milliardenfach nichtmenschlichen Lebens schnürt uns Tierfreunden und Tierschützern allen unsere Kehle zu und droht uns nahezu alltäglich in den Abgrund der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit und Resignation zu stürzen. Nicht nur Mitleiden, Verbitterung und Traurigkeit mit den betroffenen Tieren, sondern auch Zorn, Wut und Hass auf die Verursacher dieses immensen Tierleids steigen in uns hoch. Aber hier sollten wir aufpassen, dass unser Zorn, unsere Wut und unser Hass nicht die Falschen trifft, sondern lediglich all jene, die dieses Leid und Elend unserer Mitlebewesen zu verantworten haben. Kurzum: Wollen wir für die Tiere etwas erreichen, so gilt es, mit Gleichgesinnten an einem Strang zu ziehen, statt sich gegenseitig mit Vorwürfen und Anklagen zu Tode zu steinigen. Dies ist jedenfalls meine Meinung – und falls sie „komisch“ sein sollte, dann bin und bleibe ich eben ein „komischer“ Typ und kann es auch nicht ändern, denn ich bin wie ich bin, ein Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Fehlern und Tugenden, ein unvollkommenes Geschöpf, denn anderenfalls wäre ich kein Mensch.

      Und was Deine abschliessenden Zitate von Dr. Bleibohm betrifft:
      Wenn mein klitzekleines Engagement für den Schutz der Tiere auch einer Symptombehandlung gleichkommt, so werde ich dennoch eines Tages mit der Gewissheit, nicht ganz umsonst gelebt zu haben, für immer und ewig meine Augen schließen. Auf alle Fälle werde ich mit einem weniger belasteten Gewissen von dieser Welt Abschied nehmen als so mancher Mensch, dessen Egoismus und Teilnahmslosigkeit am Wohlergehen der Tiere jegliches Mitgefühl mit leidenden Tieren während seines ganzen Erdendaseins zu Eis gefrieren bzw. wie nichtsnutziges Reisig austrocknen und verdorren ließ.
      Und was Dein zweites angeführtes Zitat von Dr. Bleibohm betrifft: Es findet meine volle Zustimmung, denn andererseits hätte ich es wohl kaum in das „Wort zum Sonntag“ eingebunden. Aber Du vergisst bei Deiner Berufung auf dieses Zitat offenbar eines, nämlich dass Dr. Bleibohm die grosse Masse in seinem Blickfeld hat und es angesichts dieser Masse dann und wann erfreulicherweise auch Ausnahmen gibt, denn ich verweise nochmals auf mich selbst: Ich wurde sehr wohl mit Vernunft und logischen Begründungen erreicht, denn anderenfalls wäre ich heute immer noch solch ein ekelhafter und empathieloser Typ wie in meinem früheren Leben.

      Liebe Grüsse – Wolfgang

      • Ach, Du meine Güte, wie immer, viele Worte um des Kaisers Bart und natürlich mußt Du immer das letzte Wort haben und mehr Zeilen schreiben als Dein Diskussionspartner, das kennt man ja schon aus früheren Zeiten.

        Ich meinerseits beende die nichtsbringende Diskussion hier in diesem Thread, habe wirklich wichtigeres zu tun, neben meinen Tieren auch noch meine Erwerbsarbeit, die zwar nur halbtags ist, aber dennoch mir viel Kraftaufwand bedeutet, da ich gesundheitlich seit längerem nicht auf der Höhe bin. Auf diese Erwerbsarbeit kann ich leider nicht verzichten, da ich schon immer ein Typ war, der für sich selber sorgte und ich nicht der Typ bin Leistungen des Staates, was es auch immer sei, in Anspruch zu nehmen.

        Außerdem habe ich jetzt zutun, die ganzen Laufwege zu machen, denn wie ich Dir ja schon telefonisch mitgeteilt habe, vermiete ich nun noch an einen zweiten Untermieter, diesmal an einen Obdachlosen. Aber näheres weißt Du ja schon. Da er herzkrank ist und beide Arme schlecht bewegen kann (mehrere Operationen) kümmerten sich denn doch staatliche Stellen um ihn. Also es ist nicht so, daß jeder Obdachlose auf der Straße verrecken muß. Er hat auch einen Platz im Obdachlosenheim zugewiesen bekommen und das Recht sein Bett in einem 3-Bett-Zimmer auch am Tage zu nutzen. Also auch das gibt es, daß muß man der Redlichkeit halber erwähnen. Aber außer Bett und Spind hat er nichts und da ist eine normale Wohnung nach 2 Jahren Obdachlosigkeit eine große Verbesserung. Außerdem bessere ich ja auch mein monatliches Einkommen etwas auf, wenn auch nur durch einen kleinen Mietbetrag.

        Mit dem Aufnehmen eines Obdachlosen in Untermiete, da löst man natürlich das Obdachlosenproblem des kapitalistischen Deutschlands nicht, das ist wahr, aber für alle diejenigen, die ein Zimmer über haben in ihrer Wohnung, gar noch auf staatliche Leistungen zurück greifen, weil sie sonst zu wenig zum Leben haben, ist das eine gute Möglichkeit, die beiden hilft, dem Obdachlosen und dem Vermieter.

        PS:
        Ich schreibe das nicht um die Hoffnung zu haben, daß jemand der das liest, dieses ebenfalls macht. Die Illusion habe ich mir abgeschminkt!

        Noch drei Sprüche zum Abschluß:

        Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

        Worte (auch geschriebenes) sind Schall und Rauch!

        An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!
        (Da hat die Bibel mal recht!)

        Liebe Grüße

        Bernd

      • Ach, Du meine Güte, Du schreibst ja auch nicht gerade wenig und machst ebenso viele Worte um des Kaisers Bart. Und zwecks Aufklärung – von der Du ja leider nicht sonderlich viel hälst – muss ich Dich leider über einen Irrtum in Deinem Gehirnkästchen aufklären, denn wenn ich etwas schreibe, dann versuche ich auf Papier zu bringen, was in meinem Kopf herumspukt und es hat mich diesbezüglich noch niemals interessiert, ob meine Zeilen länger oder kürzer sind als die meines Diskussionspartners. Und mir ist übrigens auch etwas aus früheren Zeiten sehr bekannt und vertraut, nämlich immer dann, wenn meinen Diskussionspartnern meine Antworten missfallen haben, wurde über meine etwas zu lang geratenen Antwortzeilen kübelweise Hohn, Spott und Verachtung ausgekippt. Dies waren immer die Reaktionen all jener Typen, die sich von mir angegriffen fühlten und angesichts meiner geäußerten Kritik nichts Klügeres und Vernünftigeres zu antworten wussten.

        Und wie interessant und aufschlussreich: Du warst also schon immer der Typ, der für sich selber sorgte und niemals ein Typ, der Leistungen des Staates in Ansruch zu nehmen gedachte. Diese Lorbeeren, die Du Dir da umhängst, sind die eventuell ein Affront gegen mich, gegen meinen damaligen Bezug von Hartz IV, gegen meinen damaligen Bezug von Sozialhilfe nach Erhalt meiner Rente und gegen meinen jetzigen Bezug von Wohngeld? Oh, wie nett von Dir, dass Du somit niemals ein sogenannter „Sozialschmarotzer“ gewesen bist, wie all die vielen HartzIV-Bezieher und Armutsrentner, die wegen ihrer mickrigen Rente auf Sozialleistungen angewiesen sind. Aber das kennen wir beide ja auch zur Genüge aus früheren Zeiten und Diskussionen: All dieses Gesindel ist ja nur zu faul zum Arbeiten! Für sich selber zu sorgen und auf staatliche Leistungen verzichten zu können, wird übrigens auch um einiges leichter, wenn man – wie in Deinem Fall – dank der „ehrwürdigen“ Tanatra-Loge mit einem riesigen Batzen Geld beschenkt und bereichert wurde. Welch ein Kinderspiel, sich dann hinzustellen und selbstrühmend zu betonen, kein Typ zu sein, der Leistungen des Staates beanspruchen würde.

        Zu Deinen drei Sprüchen am Schluss:

        Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
        Da sind wir uns erfreulicherweise wieder einmal völlig einig!

        Worte(auch geschriebene) sind Schall und Rauch!

        Dieser Aussage vermag ich leider nicht zuzustimmen. Wenn dies wirklich Deine feste Überzeugung ist, dann solltest Du Deinen Rechner hochfahren und umgehend Deinen Blog löschen, falls jedes von Dir in Deinen Blog eingetippte Wort tatsächlich nur Schall und Rauch sein sollte. Aber dies wirst Du vermutlich niemals tun, was aufzeigt, dass Du selbst nicht glaubst, was Du da gechrieben hast, es sei denn, Du glaubst, Deine eigenen Worte seien allesamt goldwert und nur die Worte Andersdenkender seien Schall und Rauch.

        An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!

        Volle Zustimmung! Ich sagte es bereits: Jeder wirkliche Tierfreund tut das Seine und das ihm Mögliche! Du kümmerst Dich um Vögel und ein anderer Tierfreund kümmert sich um herrenlose und ausgesetzte Katzen. An beiderlei Taten erkennen wir den Tierfreund und der eine ist weder besser noch schlechter als der andere. Der eine erbarmt sich über das traurige Schicksal eines Obdachlosen und ein anderer solidarisiert sich mit dem Schicksal eines todkranken Kindes und spendet diesem eine seiner Nieren. Und dies alles ohne große Worte, denn Sprüche ohne entsprechende Taten entlarven jeden Sprücheklopfer als Heuchler und Lügner.

        An diesem Faktum „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ gibt es also nichts herumzuwerkeln, nur eines sollten wir betreffs dieser Worte nicht tun, nämlich uns unserer eigenen guten Taten rühmen und die nicht weniger guten Taten anderer Leute schlecht und klein reden, insofern wir über deren Taten so gut wie keine Ahnung haben und auch die Agierenden weder näher noch persönlich kennen. Und diesbezüglich haben mich manche Deiner Kommentare doch sehr bestürzt und verwundert: Da hast Du Dich maßlos darüber ereifert und echauffiert, dass Kommentatoren und Tierfreunde meines Blogs ganzjährig keine Vögel füttern bzw. nichts über eine solche Fütterung berichten würden. Igittegitt, und das wollen Tierfreunde sein?

        So Deine Meinung und Dein Urteil. Andererseits: Wurdest Du von Kommentatoren und Tierfreunden meines Blogs auch nur ein einzigesmal aufgefordert, Dich beispielsweise hungriger Füchse oder herrenloser, streunender und notleidender Katzen anzunehmen? Nein, wurdest Du nicht, was Dich aber nicht hinderte, andere Tierfreunde in ihrer Glaubwürdigkeit herabzustufen und deren Aktivitäten im Gegensatz zu den Deinigen nicht anzuerkennen. Merkst Du nicht selbst, welch ein rauher und frostiger Wind hier weht, wenn wir den Spieß einmal umdrehen?

        Und damit Du nicht wieder auf den blödsinnigen Gedanken kommst, mir würde viel daran gelegen sein, Dich mit dem Umfang meiner Antwortzeilen übertrumpfen zu wollen, möchte ich hier zum Schluss kommen und mich Deinen obigen Worten anschliessen, dass auch ich meinerseits diese nichtsbringende Diskussion hier in diesem Thread zu beenden gedenke, da auch ich Wichtigeres zu tun und zu erledigen habe und keineswegs – wie von Dir behauptet – von Langeweile heimgesucht werde.

        Mit lieben Grüssen – Wolfgang

  4. Lieber Wolfgang,
    ich muss Dich dazu beglückwünschen, dass Du endlich das Wort ergriffen und Herrn Nowack einmal zurechtgewiesen hast. Schon seit geraumer Zeit fielen mir die negativen Äußerungen in Bezug auf andere Kommentatoren auf Deinem Blog durch Herrn Nowack auf. Alles wird zerpflückt und solange nach negativen Dingen gesucht, bis man sie gefunden hat. Je nach Sachlage ist man ein Kapitalist, dann wieder ein schwäbischer Kleinbürger. Dies sind haltlose Unterstellungen, da Herr Nowack die Personen auf Deinem Blog nicht kennt, ausser deren Kommentare, die auch oft nur kurz sind und dem momentanen Geflühlsleben entspringen. Was will er damit bezwecken? Mir ist aufgefallen, dass sich der eine oder andere Kommentator in letzter Zeit zurück gezogen oder ganz verabschiedet hat.
    Wir Alle möchten nur eines: Den Tieren helfen, egal um welche Tiere es sich handelt.

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