Die unauslöschliche Schande der Kirche

Dies ist eine Anklage an die heilige katholische Kirche, deren Oberketzer – und nicht anders sind jene zu bezeichnen, die sich von der Lehre ihres eigenen Lehrmeisters abgewendet und Eigeninterpretationen zugewandt haben – das Schicksal der Tiere hinnehmen, es sie niemals berührte; mehr noch, sie haben Verrat betrieben, seit Jahrhunderten, Verrat am Leben selbst! Sie haben die Tiere ausgeschlossen aus einer Gemeinschaft, in welcher nur die Menschheit selbst ‚gemein‘ ist; sie haben uns mit ihren hässlichen Worten entzweit von der Schöpfung, haben ihren eigen Gott verraten, gieren nach dem Fleisch der Wehrlosen, denen sie jegliche Rechte in gar dümmlichen Worthülsen aberkennen.

Die heilige katholische Kirche hat sich mit unauslöschlicher Schande bedeckt, seit jenem Tag, wo sie ihre eigenen Mitglieder als gottgleich dargestellt und alle andere Schöpfungen aus dem Kreis des Lebens ausgeschlossen hat, ihre Führer als Vertreter Gottes auf Erden erkoren hat, an der Not der Welt Geld gescheffelt, Krieg und Leid und Elend kampflos akzeptiert hat; die Vertreter Gottes sind schweigsam dieser Tage, sie stellen sich nicht erdlichen Problemen; sie verdammen das Kondom, sprechen dem Mitgeschöpf, welches ihre Teller ‚ziert‘ und ihre Mägen füllt, die Seele ab – dabei fehlt es ihnen selbst daran, die ihren sind von Heuchelei und Raffgier endgültig besiegt..

„Es herrscht weitgehend Konsens darüber, dass der Mensch auf dieser Welt das einzige vernunftbegabte Wesen ist. Einzig der Mensch, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes, besitzt hinsichtlich seines Handelns die Möglichkeit einer freien Entscheidung. Nur er kann eine bewusste Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten treffen, kann sich so oder so entscheiden. Er allein ist fähig seinem Handeln eine Zukunftsperspektive zu geben. Er allein ist in der Lage die Folgen seines Handelns abzuschätzen um voraussehbare negative Folgen zu vermeiden. Als alleiniger Träger der Vernunft hat der Mensch die Möglichkeit als Sachverwalter für Gottes Schöpfung darüber hinaus das Recht, die ihn umgebenden Tiere und Pflanzen sowie die unbelebte Natur zu nutzen“.
Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz, 4. Oktober 1993

Triefen diese Zeilen nicht geradezu von Überheblichkeit, einer Überheblichkeit selbst Gott gegenüber? Wie kann der Schreiber dieser Worte einen derart vernichtenden Eindruck als allgemein gültige These wiedergeben, ohne dabei nicht in Schamesröte zu verfallen? Was nimmt ‚Mensch‘ sich heraus, sich als ‚Gottes Ebenbild‘ zu betrachten? Wir, die alleinigen Träger der Vernunft? Gerade wir, die wir unsere eigene Lebensader zerstören, unentwegt in den Eingeweiden unserer Mutter Erde wühlen, selbst Individuen der eigenen Gattung mit Hass und Ausgrenzung strafen, die dem imaginären Symbol ‚Dollar‘ hoffnungslos unterlegen und ausgeliefert sind? Die wir uns selbst in Kriegen vernichten, mit Waffen, welche unseren gesamten Planeten in Sekundenbruchteilen zu Sternenstaub verwandeln könnten? Wir, die wir von Habgier und Intoleranz, von Sucht und Neid und Aggression geradezu befallen sind? Die wir an einer Krankheit leiden, die schlimmer ist als alles je gewesene, eine Krankheit, die sich ‚Selbstherrlichkeit‘ nennt?

Doch die Kirche geht sogar noch einen Schritt weiter : In einer totalen Um-Interpretation der ‚Hubertus-Geschichte‘, wo Jesus einem Jäger dessen Tun vor Augen führte und ihn von der Heiligkeit alles Lebens lehrte, gibt sie heute den Waidmännern ein zu Hause, ein Dach über den Kopf, und sanktioniert deren Tun auf gar heidnische Art und Weise, feiert tatsächlich als Innbegriff des Götzendienstes mit diesen regelrechte ‚Opferfeste‘. Bei einer ‚Jäger-Messe‘ im Wiener Stephansdom, an einem der heiligsten Orte der österreichischen Christenwelt abgehalten, sprach Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, folgende eindrucksvollen Worte:

„Herr, Du hast uns zu Jägern und Hegern berufen. Gib, dass wir Dich in jeder Pflanze und in jedem Tier als Schöpfer erkennen und Dir für den uns anvertrauten Reichtum der Natur danken.“ –  „Wir bitten Dich: Erhöre uns!“, war die Antwort des Kirchenvolkes. Fürbitten, nennt man es, eine achtlose Aneinanderreihung von sinnentleerten Wortfragmenten, nicht mit der Sprache des Herzens gesprochen, nur ein Wiederkäuen der Stimmbänder; tausende Male wiederholt ohne den Verstand zu bemühen, eine Bankrott-Erklärung des Geistes.

Ist das die Möglichkeit? Dr. Vocke, der in Deutschland übrigens beleidigt einen Prozess gegen das ‚Universelle Leben‘ führte, weil dieses ihn mit ‚Lustmörder‘ tituliert hatte, möchte also Gott in jedem Tier erkennen – richtet er dann nicht seine Waffe gegen seinen Gott selbst, in der Absicht zu töten? Wir erachten Dr. Vocke als bestimmt sehr intelligenten Mann, aber gerade darum bietet seine Aussage nur einen zulässigen Schluss: entweder er belügt sich hier selbst oder aber er belügt uns, verkauft uns für dumm – und stellt sich dabei auch noch unter den Scheffel einer präpotenten Scheinheiligkeit…

Dr. Peter Lebersorger, der Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände, war der nächste Fürbittensprecher:

„Herr, du gabst allen Menschen Wald und Natur zur Erholung und Entspannung. Lass die Besucher sich wie Gäste benehmen, damit wir die Vielfalt und Schönheit Deiner Schöpfung an unsre Nachkommen weiter geben können.“

Das Kirchenvolk: „Herr, wir bitten Dich: Erhöre uns!“

Entspannung nennt er es, wenn die Waidmänner das blutige Handwerk des täglichen Massakers in unseren Schlachthöfen auch auf den Wald ausdehnen? ‚Lass die Besucher sich wie Gäste benehmen…‘ (denn gerne haben wir Besuch mit der Waffe in der Hand), … ‚damit wir die Vielfalt der Schöpfung an unsere Nachkommen weitergeben können‘. Wie wohl? Als Rehrücken, gemordetes Leben, zerstückelt und zerteilt, auf einem Teller serviert?

Wir werden erst Frieden mit der Schöpfung finden, wenn wir neue Wege beschreiten. Und es liegt an der Kirche, sich endlich abzuwenden von Selbstzerfressenheit und wieder dorthin zurück zu kehren, wo ‚Mensch‘ sie gerade in diesen Tagen am meisten braucht und was letztendlich ihre Bestimmung, ihr gottgegebener Auftrag ist – als leuchtendes Vorbild der Lehren Christi zu wirken, ein Beispiel zu geben wie es sein könnte, wenn wir alle wieder zurück kehren zum Ratsfeuer des Lebens und dort den uns gebührenden Platz einnehmen, gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern; die Augen beschämt zu Boden gerichtet um Verzeihung bittend, die Bestie in uns endlich zum Erliegen gebracht; und dieses Mal werden wir nicht als Zerstörer sondern als Bewahrer, als schützende Hand, erscheinen…

Wenn sich die Kirche aber anders entscheidet, uns ihre Stimme versagt, dann gehen wir diesen Weg alleine; und der Papst und seine Helfer werden endgültig und ohne Wiederkehr abrutschen in die Bedeutungslosigkeit. Werden sich einst ihrem Schöpfer stellen, erneut nackt und elend, und sich zu verantworten haben, sie, seine Stellvertreter, im Angesicht von Abermilliarden tierlicher Seelen, welche sie in dem Wahnsinn, dem allergrößten Verbrechen in einem an Schandtaten überreichen Erbe der Menschheit, als Schutzbefohlene ganz und gar allein gelassen haben.

Versagt die Kirche den Tieren, den Geknechteten, Gefolterten, Ausgebeuteten, Gemordeten, die Unterstützung, versagt sie in sich selbst.

Quelle: http://www.respektiere.at

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2 Kommentare zu “Die unauslöschliche Schande der Kirche

  1. wer noch „drin ist“ ist selbst schuld, er zahlt brav viel Kirchensteuer an Menschen die keinen
    Penny wert sind. Eine Unterschrift bei Gericht genügt, und schon sind sie „draußen“.

    Hinweis vom Blogbetreiber :

    Liebe Blogleser und Tierfreunde,
    habe soeben festgestellt, dass sich hinter den Kommentaren von „Willi Dulle“ sowie auch neuerdings von „Quirin Muselbrink“ ein und dieselbe Person verstecken, welche offenbar zu feige ist, sich mit ihrem richtigen Namen zu Wort zu melden. Vermutlich ist auch jedes Wort und das von diesem ominösen Kommentator hinterlassene Gebrabbel pure Heuchelei bzw. absoluter Sarkasmus, denn sollte es sich um jene Person handeln, welche ich hinter diesen Kommentaren vermute, so spricht dieser Psychopath auf seinem perversen Hetzblog gegen uns Tierfreunde und Tierrechtler eine gänzlich andere Sprache.

    Wer Sie also auch immer sind, werter Herr „Muselbrink“ bzw. Herr „Dulle“ : Wenn Sie hier auf diesem Blog Kommentare zu posten beabsichtigen, dann bitte zukünftig mit Ihrem bürgerlichen Namen, denn anderenfalls landen diese unweigerlich in der Mülltonne.
    Mit dennoch freundlichen Grüssen – Blogbetreiber Wolfgang

  2. Betreffs:

    „Quirin Muselbrink“ und anderer hier unter nicht verifizierbaren Nicknamen Kommentatoren

    Ich finde es sowieso feige, sich hinter Nicknamen zu verstecken. Warum nicht mit seinem eigenen richtigen Namen zu seinen Meinungen und Überzeugungen stehen? Sollen die Nachbarn, Verwandten, Bekannten, Arbeitskollegen, der Chef, nicht wissen, daß man Tierrechtler, Veganer oder Kritiker des politischen Systems ist?

    Das ist mehr als nur feige, sondern unaufrichtig! Kein Politiker, kein Wissenschaftler, kein Redakteur äußert sich unter einem nicht verifizierbaren Nicknamen, nur Feiglinge tun das, die nicht zu ihren eigenen Überzeugungen stehen. Natürlich sind sie in gewisser Weise clever, denn wer anonym schreibt, der kann im wirklichen Leben nicht mit dem was er schrieb in Verbindung gebracht werden, kann niemals Ärger bekommen.

    Ich fordere alle Kommentatoren auf, die bisher hier unter einem nicht verifizierbaren Nicknamen schreiben, ihr Tun einer Prüfung zu unterziehen und den Mut zu haben in Zukunft unter ihrem wirklichen Namen zu schreiben. Mut gehört wirklich nicht dazu, wir leben schließlich nicht in der NS-Zeit, wo man kritisches nur anonym schreiben konnte, weil man sonst ins Gefängnis kam. Man sollte zu seinen eigenen hier geschriebenen Überzeugungen auch stehen.

    Ich werde es in Zukunft so halten, daß ich auf Kommentare die von Lesern unter einem nicht verifizierbaren Nicknamen geschrieben sind, nicht mehr reagiere. Ich möchte mit wirklichen Menschen kommunizieren und diskutieren und nicht mit Feiglingen die ihre Identität verschleiern wollen.

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