Rückblick auf die Arte-Sendung „Brauchen Tiere Rechte?“

Rückblick auf die Arte-Sendung am 13. Dezember 2016 um 20.15 Uhr:
„Brauchen Tiere Rechte?“

Da in dieser Sendung nicht nur Tierschützer und Tierrechtler zu Wort kamen, sondern auch speziesistisch verseuchte Politiker und profitorientierte Tierausbeuter, wurde obige Frage für viele Zuschauer dieser Sendung leider nicht eindeutig klar und deutlich genug beantwortet. Unter anderem wurde in dieser Dokumentation auch die niederländische EU-Abgeordnete Annie Schreijer-Pierik mit folgender Aussage zitiert:

„Eigentlich müssten wir über das Wohlsein der Menschen diskutieren. Wir lassen Flüchtlinge stundenlang durch die Kälte laufen, auch ältere Menschen und Kinder, während Tiere in geheizten LKW transportiert werden. Diskutieren wir über die wahren Probleme. Finden wir Lösungen für die wahre Krise in Europa.“

Hierzu die Meinungsäußerung von Tierschützerin Martina Gerlach:

Diese „Dame“ scheint in Strassburg und Brüssel „in guter Gesellschaft“ zu sein, Speziesismus pur – die Grundlage allen Elends und Leids von Lebewesen. Man will nicht begreifen, denn man selbst leidet ja nicht wie ein Tier. Sie scheint unfähig zu sein und nicht begreifen zu wollen, um dem Speziesismus weiterhin frönen zu können. Nur: Die einen betreiben Speziesismus innerhalb der eigenen Spezies, die anderen gegen andere Spezies. Das Elend und Leid der Opfer ist lediglich graduell. Diese Person merkt gar nicht, dass sie Teil des Problems, nicht aber Teil der Lösung ist und mit solcher Einstellung auch bleiben wird. Dieser „Dame“ sollten viele die Meinung sagen. Ich schäme mich für solche Menschen zur Gattung Mensch zu gehören.

Eine andere Aussage aus dieser Sendung, die unmittelbar nach obiger lebensverachtender Aussage gebracht wurde, von Pascal Durand (Die Grünen EFA):

„Jedes Mal, wenn wir die Frage nach dem Tierschutz aufwerfen, kommt man uns mit dringlicheren Problemen. … aber das rechtfertigt nichts. Nur weil Menschen leiden, dürfen wir die Tiere nicht auch leiden lassen. Tatsache ist, dass alle Probleme miteinander verbunden sind. Das alles ist eine Frage der Solidarität mit den Leidenden, mit der Natur, mit allen Lebewesen. …“

Der hat begriffen, aber es sind zu Wenige, die in Strassburg und Brüssel begreifen – wie auch in den jeweiligen EU-Ländern.
Ich kann diese „Schreijer-Pieriks“ nur verachten – und das teile ich diesen mit!

Für die Tiere und eine bessere Welt!
Martina Gerlach

Und Herr Ulrich Dittmann schrieb dieser „Dame“ und EU-Abgeordneten Schreijer-Pierik :

Davon ausgehend, dass Ihre Auslassungen korrekt zitiert wurden, Ihnen werte Annie Schreijer-Pierik zur Wissenserweiterung explizit folgendes um die Ohren: Schämen Sie sich, schämen Sie sich ganz gewaltig.

Eine parasitär und asozial lebende Menschheit vermehrt sich täglich um 200 000 Köpfe – die Apokalypse für unsere geschundene Erde. Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Friedhof gemacht. Es starben und sterben zu viele wertvolle tierische Mitgeschöpfe durch die Hand gewissen – und gedankenloser Menschen. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.

Mehr Ihnen nicht z.K. – Sie kapieren es ohnehin nicht! Denn:  Je dümmer ein Mensch, um so weniger erkennt er die Intelligenz der Tiere – und gegen Dummheit kämpfen bekanntlich selbst die Götter vergeblich an.

Ulrich Dittmann / 16.12.2016

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Leserbrief von Prof. Dr. Dietrich Schwägerl im Münchner Merkur

Klartext zu dem Gebrabbel unserer im Elfenbeinturm residierenden, von Steuergeldern fettgemästeten Politikerclique der etablierten Parteien :

Polit-Gemauschel: „Obergrenze oder Opposition“

Seehofer: „Ohne Obergrenze zieht die CSU in die Opposition“. Und er meint, die Wähler glauben das? Rechnet er sich denn nicht aus, dass wir das nur als Notbremse gegen die AFD durchschauen? Er weiß doch genau, dass die ewig halsstarrige Merkel nie eine Obergrenze akzeptieren wird, und wir wissen, dass er nach der Wahl sofort zu einer Regierungsbeteiligung hin drehhofern würde, falls auch nur einer der lukrativen Ministerposten für die CSU zu ergattern wäre. Diese Leute sollen doch die Wähler nicht für so dumm halten, dass die nicht das alberne Polit-Gemauschel immer besser durchschauen würden.
Prof. Dr. Dietrich Schwägerl
Ottobrunn

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7 Kommentare zu “Rückblick auf die Arte-Sendung „Brauchen Tiere Rechte?“

  1. Großartig das Statement von Dittmann an diese minderwertige Europa-Abgeordnete:

    „Eine parasitär und asozial lebende Menschheit vermehrt sich täglich um 200 000 Köpfe – die Apokalypse für unsere geschundene Erde. Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Friedhof gemacht. Es starben und sterben zu viele wertvolle tierische Mitgeschöpfe durch die Hand gewissen – und gedankenloser Menschen. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.

    Mehr Ihnen nicht z.K. – Sie kapieren es ohnehin nicht! Denn: Je dümmer ein Mensch, um so weniger erkennt er die Intelligenz der Tiere – und gegen Dummheit kämpfen bekanntlich selbst die Götter vergeblich an.“

  2. Ich habe mir die Dokumentation nun doch angesehen. Auf Youtube ist das möglich. Die Dame, die in der üblichen Teile-und-herrsche-Manier das Leid der einen gegen das Leid der anderen ausspielt, findet in dem Beitrag keinen positiven Widerhall. Ihr Statement ist selbstentlarvend. Ebenso das Statement der rechten Politiker im französischen Parlament, die einer rechtlichen Verankerung des Tierschutzes im Code Civil mit dem Pseudoargument widersprechen, dass dann Bauern und Jäger stigmatisiert würden. Als würden Jäger sich nicht selbst mit dem Kainsmal des Tiermörders versehen. Bauern, die Tiere ausbeuten und morden, tragen dieses Kainsmal ebenfalls.

    Gut finde ich an der Dokumentation die Vielfalt der Stimmen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln unter naturwissenschaftlichen, geisteswissenschaftlichen und philosophischen Gesichtspunkten unabhängig voneinander feststellen, dass Tieren unveräußerliche Rechte zustehen. Man muss nicht jeder Aussage zustimmen. Aber gerade an anderen Meinungen kann man seine eigenen Argumente einer Prüfung unterziehen und vervollkommnen.

    Wer diese Dokumentation aufmerksam anschaut, wird erkennen, dass ein wesentlicher Faktor zur Verschärfung des Tierleids in den letzten 150 Jahren in der kapitalistischen Produktionsweise liegt.

    Es ist wichtig, dass Menschen, die sich sonst nicht mit Problemen des Tierschutzes beschäftigen, an dieses Thema herangeführt werden. Und das zur besten Sendezeit.
    Manchmal werden Sendungen, die auf Arte liefen, auch auf anderen öffentlich-rechtlichen Kanälen gesendet. Falls ja, wird das bestimmt nicht vor 23.00 Uhr geschehen.

    Mich würden die Eindrücke der anderen Kommentatoren dieses Blogs interessieren.

  3. Nachtrag:
    Frau Schreijer-Pierik betreibt einen Bauernhof mit Schweinen. Ihr Mitgefühl mit Flüchtlingen ist also wirklich nur vorgeschoben und soll davon ablenken, dass sie selbst ein fundamentales Interesse daran hat, dass Tieren keine Rechte zugesprochen werden.

  4. Klingerer:

    „Wer diese Dokumentation aufmerksam anschaut, wird erkennen, dass ein wesentlicher Faktor zur Verschärfung des Tierleids in den letzten 150 Jahren in der kapitalistischen Produktionsweise liegt.“

    Da haben Sie recht, allerdings haben die Kommunisten schweres Unrecht auf sich geladen, indem sie diese kapitalistischen Produktionsweisen übernahmen, auch immer nur von der „Befreiung des Menschen“ sprachen und noch sprechen und es legitim fanden und noch finden, Tiere auszubeuten. Solcherart Kommunismus ist nicht besser als der Kapitalismus.

    Allerdings war das Bewußtsein für den Antispeziesismus früher generell unterentwickelt, deshalb auch bei den Kommunisten. Aber wenn heutige Kommunisten die Befreiung der Tiere ausklammern, dann sind sie nicht besser als die „Demokraten“ der USA vor der Sklavenbefreiung, die jede Menge Freiheitsrechte für die Bürger einforderten und auch garantierten, die aber die Schwarzen davon rigoros ausnahmen.

    • Sie haben mit Ihrem Einwand bezüglich der in den sozialistischen Ländern betriebenen Produktionsweise vollkommen recht. Aber es betraf nicht nur die Produktionsweise, sondern auch die Unkultur des Jagens, die in den höchsten Kreisen der „Avantgarde des Proletariats“ zum guten Ton gehörte, wie zuvor beim Adel.

      Man müsste den Begriff „Kommunismus“ weiter fassen. Man verbindet damit nur eine Weltanschauung, die das Gemeinwohl aller Menschen im Blick hat. Damit ist sie anthropozentrisch und speziesistisch. Wenn man den Begriff communis (gemeinsam) auch auf die Tiere ausdehnt, bekommt der Begriff Kommunismus eine völlig neue Qualität, denn er ist dann antispeziesistisch.

      Ein erster Schritt, der von einigen Menschen bereits vollzogen ist, wovon man sich in diesem Blog überzeugen kann, ist der, Menschen und Tiere als gleichwertig zu betrachten. Schwer wird es, diese Gleichwertigkeit legislativ in einen rechtlichen Rahmen zu gießen und exekutiv auch in der Praxis umzusetzen. Von den interessegeleiteten und wider besseres Wissen geschaffenen Schwierigkeiten im Raum der Legislative und Exekutive legt die Dokumentation ein beredtes Zeugnis ab.

  5. Ich muss gestehen, dass ich diese Doku noch nicht angeschaut habe. Mir fehlt z.Zt. die Zeit und auch die Kraft mich so intensiv mit dieser Materie zu beschäftigen. Ich möchte dies aber in den nächsten Tagen nachholen. Wenn Fr. Schreijer-Pirek einen Bauernhof mit Schweinen betreibt kann man von ihr keinerlei Mitgefühl erwarten. Dies muss sie energisch ausklammern, sonst könnte sie diese armen Tiere nicht quälen und töten lassen. Die vorgeschobenen Mitgefühle mit den Flüchtlingen sind nur Fassade. Jemand dem Tiere gleichgültig sind, sind auch Menschen gleichgültig. Dies bestätigt sich immer wieder.

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