Tierelend mit religiösen Wurzeln

Liebe Freunde der Tiere,
in den letzten Monaten eines jeden Jahres häufen sich Tiermassaker, die auf religiöse Vorstellungen unterschiedlichster Glaubensrichtungen zurückzuführen sind. Wir listen zur Verdeutlichung nochmals einige Anlässe auf.

  • Den Auftakt bildet in Peru jedes Jahr am 21. September in San Luis de Cañete (138 km südlich von Lima) ein großes Fest genannt „Curruñao“ zu Ehren der schwarzen Heiligen Ifigenia. Katzen werden zuerst in einem Rennen eingesetzt und danach getötet und von den Bewohnern und Touristen als Delikatesse verzehrt! Diese Katzen werden von den Bewohnern des Ortes durch das Jahr hindurch speziell für diesen Anlass gezüchtet. Obwohl das peruanische Tierschutzgesetz das Quälen und unnötige Töten von Haustieren verbietet, wird diese barbarische Tradition seit Jahren aufrechterhalten und die zuständigen Autoritäten dulden diesen unsäglichen und grausamen Missbrauch der Katzen.
  • Die Fortsetzung findet in Europa dann im November statt. Ein Großmassaker an den Gänsen in Erinnerung an Martin von Tour, ein Mann, der zwar einem Bettler seinen halben Mantel schenkte, gleichzeitig aber Herr über 20.000 Sklaven war. Millionen von Gänsen – meist aus Qualzucht osteuropäischer Produzenten – sterben jährlich inzwischen zu seinen Ehren.

Aufklärung tut not – deshalb auch eine kleine Anmerkung zum Martinstag, auszugsweise aus der „Kriminalgeschichte des Christentums“ von Karl Heinz Deschner.

Der berühmte hl. Martin von Tours (gest. 397), Schutzpatron Frankreichs und Patron der Gänsezucht, der noch als Soldat einem nackten Bettler am Stadttor von Amiens seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den ganzen?), hat als Bischof  20.000 Sklaven gehalten – wer wüsste es!

  • Martin von Tours, vom Bischof Hilarius von Poitiers zum Exorzisten ernannt, vollbringt im späten 4. Jahrhundert ein Wunder nach dem anderen:
  • Eine bereits fallende, vom Heidentum hochverehrte Fichte hielt Martin durch ein bloßes Kreuzeszeichen von sich ab und lenkte sie auf die andere Seite.
  • Einmal befreit er eine Kuh von einem bösen Geist. Die Kuh sinkt danach aufs Knie und küsst dem Heiligen die Füße.
  • Ein andres Mal lässt er eine ganze Prozession, die er für eine „Götzenprozession“ hält, versteinern, bis er seinen Irrtum erkennt und sie wieder in Bewegung setzt.
  • Nachdem er gar einen Gehängten wieder lebendig gemacht hat, ist er berühmt.

Auch einer der wildesten Heidenbekämpfer im Westen wurde Martin von Tours. Trotz heftigen Widerstands der Bauern riss er mit Hilfe einer Mönchshorde die Tempel nieder, stürzte Druidensteine und oft erbittert verteidigte heilige Eichen. „Mit den Füßen zertrat er die Altäre und die Götterbilder“ (Sulpicius Severus). Zur Vernichtung des Paganismus brachte der Glaubensheld freilich beste Voraussetzungen mit. Hatte er doch eine Laufbahn als Haudegen im römischen Heer Kaiser Julians beendet, seine christliche als Teufelsaustreiber begonnen. Bezeichnend, dass er den Teufel in Gestalt Jupiters, Merkurs und auch der Venus und Minerva zu sehen glaubte, war er ja überhaupt der festen Überzeugung, in den „Götzenbildern“ stecke Satan.

Infolge seiner „Totenerweckungen“ wurde Martin Bischof, dann karolingischer Reichsheiliger, schließlich Schutzpatron der Franzosen; 425 Dörfer Frankreichs tragen noch heute seinen Namen, den Namen eines Brandstifters, Diebes, der noch mit den Füßen der Heiden Heiligstes ruinierte, sämtliche Tempel niederriss und zu dessen „Ehren und Erinnerung“ jährlich Millionen Gänse getötet werden.

  • Diesem Fest ging das Islamische Schächt-Opferfest „Kurban Bayrami“ vorraus, dem die Beinahe-Opferung Isaaks (Gen 22,1-19) durch Abraham zugrundeliegt. Nach islamischem Glauben ist jeder wirtschaftlich Bessergestellte dazu verpflichtet, ein Opfer zu bringen. Als Opfertiere dienen Schafe, Rinder oder Kamele, denen bei vollem Bewusstsein die Kehle durchschnitten wird und einem minutenlangen, grausamen Todeskampf ausgesetzt werden.

Siehe hierzu auch auf pro-iure-animalis.de: Vorsätzliche Tierquälerei durch Schächten

  • Einer Unzahl von Büffeln, Ziegen, Hühnern und Tauben werden in Nepal von Hindus mit Schwertern die Kehlen durchgeschnitten. Die rituellen Opfer sollen Wohlstand bringen und das Böse fernhalten. Das Fest zu Ehren der Göttin Gadhimai wird alle fünf Jahre in der Nähe eines Tempels im Bezirk Bara gefeiert. Gläubige Hindus töten im Rahmen eines zweitägigen Opferfests mehr als 200.000 Tiere vor einer Menschenmenge mit mehreren hunderttausend Gläubigen, so dass die Felder im Blut schwimmen.
  • Gehen wir auf die andere Seite des Atlantiks, finden wir das Thanksgiving, ein staatlicher Feiertag, der in den USA am vierten Donnerstag des Monats November begangen wird. Zum traditionellen Thanksgiving-Essen gibt es einen gebratenen und gefüllten Truthahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen. Das Thanksgiving-Essen wird oft von einem Dankgebet begleitet. Ungefähr 10 Millionen Truthähne fallen jährlich diesem Massaker zum Opfer.
  • Den Höhepunkt des Gemetzels bildet dann das christliche Weihnachtsfest, wobei die Tiere nicht als Opfer dargebracht werden, sondern dem allgemeinen Brauch des Familienfestes als „Grosses Fressen“ zum Opfer fallen. Millionen unterschiedlichster Tiere werden zu diesem „Freudentag“ jährlich geschlachtet.

Übrigens ist Weihnachten als kirchlicher Feiertag mit dem 25. Dezember erst seit 336 in Rom belegt. An diesem Tag wurde in Rom die Sonnenwende und die Geburt des Sonnengottes Mithras gefeiert.

Da unsere europäische Welt im Wesentlichen vom Christentum geprägt ist, stellen wir im Nachfolgenden einige christliche Aussagen zusammen, um das uns umgebende Tierleid zu verstehen. Die Zitate geben wohlgemerkt den heutigen sowie den historischen Standpunkt der christlichen Amtskirchen wieder.

Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es inzwischen zahlreiche, engagierte und hervorragende Tierschützer jeglicher Glaubensrichtung gibt, die zwar einem Glauben anhängen, sich aber von der Brutalität der offiziellen Lehre distanziert haben und vorbildlichen Tierschutz praktizieren.

Tierelend und Kirche

Am 4. Oktober 1993 erschien ein gemeinsames Papier der beiden großen christlichen Kirchen mit dem Titel „Die Verantwortung des Menschen für das Tier“.

Seit dem Erscheinen dieser Ausarbeitung ist das Tier aus dem Blickfeld der Kirchen nahezu verschwunden und findet keine Beachtung mehr bei den Amtskirchen.  Das Tierelend wird seither von den professionellen Verkündern der Religion der „Nächstenliebe“ toleriert und akzeptiert.

Was aber sind die Ursachen für die Missachtung und barbarische Ausgrenzung unserer Mitlebewesen?

Es ist das dreistufige System des Christentums – übrigens auch des Judentums und des Islams :

  • erst Gott, dann Mensch, zuletzt Natur und Tierwelt – das unseren Planeten in ein Schlachthaus verwandelt.
  • Es ist zusätzlich die Vorstellung der Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott, eine nicht zu überbietende Überheblichkeit und Anmaßung.
  • Nur der Mensch besitzt eine unsterbliche Seele und kann ewiges Leben erhoffen.
  • Nur dem Menschen ist tiefgreifende Begabung zur Vernunft gegeben.
  • Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, ihr letztendliches Ziel und ihm ist eine Würde immanent, die vorrangig vor jeder anderen Lebensform steht.

Die Eskalation des Leides der gesamten Tierwelt ist in unserer Zeit uferlos, der Athropozentrismus christlicher Prägung hat jegliche Hemmung gegenüber unseren Mitwesen hinweggespült. „Das Elend der Tiere, dieser permanente Massenmord, der eigentlich auch nur jeden halbwegs Sensiblen um den Verstand bringen müsste, resultiert im jüdisch-christlichen Raum aus der ebenso albernen wie anmaßenden Bibellehre von der  Gottesebenbildlichkeit des Menschen, aus jenem arroganten Anthropozentrismus also, wonach dicht auf Gott der Mensch kommt und dann erst der Rest der Welt“ resümiert Karlheinz Deschner.

Schopenhauer konstatiert :

„Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis auf’s äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen.“

Aber bilden Sie sich ihr eigenes Urteil und lesen Sie in kurzen Auszügen die Geschichte der Tierentrechtung, die Historie der endgültigen Manifestation des anthropozentrischen Denkens und die Förderung der Tierqual anhand christlicher Originaltexte und schockierender, lebensverachtender Lehrmeinungen.

Grundaussagen der Bibel:

Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. Gen 9, 2-3

Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset, und forschet nicht, auf dass ihr das Gewissen verschonet. 1Kor 10,25

Lehrmeinungen von Kirchenlehrern:

„Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von  uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss, so bleibt nur übrig, das Gebot „Du sollst nicht töten“ ausschliesslich auf den Menschen zu beziehen, und zwar sowohl auf den anderen als auch auf dich selbst.“
Augustinus, Heiliger und Kirchenlehrer, (354-430), De civitate Dei, I,21

„Die Tierseele ist nicht fähig des Immerseins, im Tier findet sich keinerlei Verlangen nach Immersein, nur nach artlicher Dauer… In Tieren gibt es keine Sehnsucht nach Ewigkeit … Deshalb ist die Seele eines Tieres unfähig, an der Ewigkeit des Seins teilzuhaben“, „… also geht sie mit dem Körper zugrunde“.

Die Tiere seien „sprachlos“ und es gebe nichts in ihren Seelen, das „möglicherweise ohne einen Körper weiter existieren könne“.
Thomas von Aquin, Heiliger und Kirchenlehrer, (1225-1274), Summa contra gentiles /summa theologica

Aussagen der Amtskirchen in der Neuzeit:

„… der Mensch hat doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten …“
Pius IX. (1792-1878), Papst von 1846 bis 1878

„Tiere haben keine geistige Seele und kennen kein Fortleben nach dem Tode. Darum haben sie auch keinerlei Würde, auf die sie Rechte bauen könnten. Und in der Tat, Tiere haben keine Rechte. Sie haben keinen Anspruch auf Dasein und Gesundheit, auf Eigentum und guten Ruf.“
Bischof Josef Machens, Hildesheim, Fastenbrief, 8.3.49

Im neuen Evangelischen Erwachsenenkatechismus (1993) spielen die Tiere keine Rolle. Auf den fast 900 Seiten steht kein Wort über Tierhaltung, Verzehr von Tieren, Tiertransporte, Tierversuche, Jagd usw. Er spricht von Tieren nur als „nicht-personalen Kreaturen“.

2417 … Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen …

2418 … Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.
Katholischer Kathechismus

„So gibt es ein esoterisches Gedankengut, das dem Tier nach dem Bild des Menschen sogar eine unsterbliche Seele zusprechen möchte. … Dagegen bleiben die Tiere auf der Stufe des triebhaften, unbewußten, sich stets wiederholenden Lebens … Es fehlt den Tieren der Geist. … Die Antwort auf unsere anfangs gestellte Frage kann darum nur lauten: Nein. Tiere besitzen keine Seele nach der Art des Menschen. … Darum kann es weder ein Jenseits für Tiere geben noch dürfen einem Tier menschliche Eigenschaften zugesprochen werden.“
Hw. Dr. theol. Adolf Fugel , http://www.kreuz.net/article.2921.html, 27.3. 2006

Wir bitten Sie eindringlich, zeigen Sie Ehrfurcht vor  j e d e m  Leben, denn jedes Tier empfindet Freude, Schmerz, Leid, Angst und Qual wie der Mensch, wie Sie persönlich – zeigen Sie Mitgefühl und Barmherzigkeit!

Behandeln Sie die Tiere wie Ihre Kinder und helfen Sie mit, den Respekt vor Leben und Würde  a l l e r  leidensfähiger Wesen zu fördern!

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

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7 Kommentare zu “Tierelend mit religiösen Wurzeln

  1. Danke meine Herren für diesen hochinteressanten Beitrag. Ich rege an, dass die Amtskirchen ab sofort einen Zwangsbeitrag ihrer Kirchensteuereinnahmen an den Tierschutz abführen müssen oder am besten sollte die Kirchensteuer gleich abgeschafft werden und die Menschen sollten zu einer Tierschutzsteuer herangezogen werden.

  2. Die Wurzeln des vom Menschen verursachten Tierleids liegen nicht in Religionen, sondern im Menschen selbst. Die Religionen, soweit sie dieses Tierleid gutheißen oder tolerieren, hat sich der Mensch zur Rechtfertigung seiner Handlungen selbst geschaffen. Er verleiht dadurch Handlungen, die niederen Beweggründen entspringen, höhere Weihen.

    Der Mensch ist so gut wie nicht mehr an Instinkte gebunden. Er hat die Freiheit zu entscheiden, was er tut und was er nicht tut. Er kann entscheiden, ob er sich vegan ernährt oder auf Kosten missbrauchter Tiere. Er kann entscheiden, ob er sich vegan kleidet oder auf Kosten missbrauchter Tiere. Er kann sich für ein veganes Leben entscheiden oder gegen das Leben schlechthin. Dazu braucht er keine Religion. Dazu braucht er Aufklärung durch Information und Beispiele gut gelebten veganen Lebens.

    • Durch Aufklärung in einem kapitalistisch-pluralistischen System wird sich nichts ändern, da die Gegenkräfte zu stark sind. Freiwillig macht die Mehrheit des verdummten Volkes nicht mit, dazu ist es viel zu sehr verhetzt.
      Was die Welt retten könnte, wäre eine antispeziesistisch-kommunistische Revolution.

      Freiwillig gibt auch keine Religionsgemeinschaft den Speziesismus auf, dazu bedarf es des Verbots der Religionen, ähnlich dem Verbot religiöser Betätigung im damaligen Albanien. Ich bin fest davon überzeugt, daß die Hauptursache des Speziesismus in den monotheistischen Religionen zu suchen ist.

      • Mit der revolutionären Beseitigung von gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen der Mensch ein durch andere Menschen erniedrigtes Wesen ist und in denen das Tier ein durch Menschen erniedrigtes Wesen ist, erübrigt sich auch die Religion, die lediglich ein Ausdruck dieser Verhältnisse ist.

        Religion an sich ist nicht verbietbar. Religion ist eine überwiegend an Glaubensinhalten festgemachte innere Einstellung, die äußerlich nicht erkennbar ist. Man kann aber religiöses Verhalten verbieten, weil das äußerlich erkennbar ist und mit entsprechenden Rechtsnormen unter Strafe gestellt werden kann.

        Eine revolutionäre Umwälzung ist nur dann erfolgreich, wenn die Menschen tatsächlich frei sind. Erst dann brauchen sie keine Zuflucht in die Illusion, die ihnen die Religion bietet. Dann haben auch die irdischen Heerscharen der Massenverdummung keinen Zugriff auf die Herzen und Hirne der Massen.

        Religion wird naturgemäß erst dann verschwinden, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Nicht mehr gebraucht wird sie erst dann, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse, deren Ausdruck sie ist, verschwunden sein werden.

        Man sollte nie die Basis-Überbau-Dialektik und das darin enthaltene Primat der materiellen Verhältnisse, insbesondere der Produktionsverhältnisse, aus den Augen verlieren.

  3. Lieber Wolfgang
    In einem Satz gesagt, folgt für mich daraus, dass Religionen und Tierwohl sich einander ausschließen. Zumindest bei den großen monotheistischen Religionen bin ich mir sicher, dass es so ist.
    Liebe Grüße – Hubert

  4. Hat dies auf hubwen rebloggt und kommentierte:
    In einem Satz gesagt, folgt für mich daraus, dass Religionen und Tierwohl sich einander ausschließen. Zumindest bei den großen monotheistischen Religionen bin ich mir sicher, dass es so ist.

  5. Klingerer:

    „Eine revolutionäre Umwälzung ist nur dann erfolgreich, wenn die Menschen tatsächlich frei sind.“

    Dem möchte ich widersprechen! Die Oktoberrevolution war erfolgreich, obwohl die Menschen in feudalistischer Unfreiheit lebten. „Freiheit“ des Menschen und Antispeziesismus schließen sich aus. „Freiheit“ der einen bedeutet immer Unfreiheit der anderen.

    Klingerer:

    „Man sollte nie die Basis-Überbau-Dialektik und das darin enthaltene Primat der materiellen Verhältnisse, insbesondere der Produktionsverhältnisse, aus den Augen verlieren.“

    Das ist eine Binsenweisheit, mit dem Primat der Produktionsverhältnisse, darum auch nur antispeziesistisch-kommunistisch, mit Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln!

    Eine kleine revolutionäre Avantgarde reicht für eine revolutionäre Umwälzung, wie das Beispiel Oktoberrevolution und Albanien zeigte. Auf die Massen kann man nicht bauen, das lehrte die Geschichte. Auch bedarf es einer permanenten Revolution (siehe Kulturrevolution), ansonsten bilden sich Cliquen an der Macht, siehe die antisozialistische SED in der DDR (Revisionisten, Reformisten, Opportunisten, kleinbürgerliche Egoisten!

    Viele Grüße

    B.N.

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