Merkel erklärt, warum sie ihre erneute Kanzler-Kandidatur für „alternativlos“ hält

Virtuelle Fragen von Qpress.de an Merkel und dementsprechende Antworten der “virtuellen Sprechpuppe” aus dem Bundeskanzleramt:

Frau Merkel, warum müssen Sie weitere vier Jahre Kanzlerin werden?

Eine weitere Amtszeit durch mich ist einfach alternativlos. In keiner der aktuellen Parteien finden Sie derzeit Personen mit Kanzlererfahrung und besonders in der CDU mangelt es geradezu eklatant an entsprechenden Nachwuchs, weshalb ich mich genötigt sehe, ein weiteres Mal anzutreten. Seit elf Jahren bereits bin ich das Volk. Das kann nicht spurlos an Deutschland vorübergehen. Abgesehen davon bin ich bislang noch nicht dazu gekommen mein Werk zu vollenden.

Haben Sie keine Angst die kommende Wahl zu verlieren?

Nein, ganz im Gegenteil. Wäre ich mir nicht absolut sicher, dass ich wieder seitens der im Bundestag vertretenen Parteien zur Kanzlerin gewählt würde, hätte ich mich dazu nicht bereiterklärt. Gottlob kommt es hier nicht auf die planlosen Menschen in Deutschland an, die können wählen was sie wollen. Da also das Ergebnis bereits feststeht, kann ich gefahrlos erneut antreten.

Wie sieht es um die Konkurrenz aus?

Das kann mir relativ egal sein! Nachdem Frank-Walter Steinmeier, der leider eine Weile in der Beliebtheit von mir rangierte, erfolgreich Richtung Schloss Bellevue entsorgt ist, bin ich wieder … Spieglein, Spieglein hat es erkannt … die Schönste (Kandidatin) im ganzen Land. Ob jetzt die Linken, die SPD, die Grünen oder die FDP oder gar selbst die AfD noch einen weiteren Placebo-Kanzlerkandidaten stellen, ist völlig belanglos. Da muss sich niemand mehr ängstigen, die eigentliche Nummer läuft sowieso später im Parlament Und das habe ich nach wie vor vollends im Griff.

Wieso ist das egal was die Leute wählen?

Sehen Sie mal, solange die CDU zusammen mit der CSU die stärkste Kraft in Deutschland bleibt, ist der Rest völlig egal. Ob wir, wie aktuell, wieder eine große Koalition mit der SPD machen oder wenn es nicht reicht, noch die Grünen hinzunehmen, ist doch völlig egal. Sollte die FDP wieder reinkommen, auch gut, könnten wir vielleicht auch mal wieder auf die SPD verzichten. Und wenn es gar zu blöd kommt, könnten wir sogar mit der AfD noch eine Koalition machen. Zum Wohle des Volkes ist einfach alles erlaubt … ganz im Gegenteil ist es sogar Pflicht. Sogar mit den Linken wäre das alles möglich, schließlich verbindet uns eine lange gemeinsame Vergangenheit, auch wenn die schon rund drei Jahrzehnte her ist.

Aber dann brauchte es doch die Wahlen nicht?

Das haben sie jetzt aber wunderbar analysiert, sagen sie es bitte nicht weiter. Es geht aber um das gute Gefühl. Dass die Menschen in der Gewissheit weiterleben können, dass ihr Wahl-Sonntagsspaziergang nicht vergebens war. Es reichte schon die Identifikation mit mir, dann ist die Welt wieder in Ordnung! Wenigstens solange ich dann das Volk bin. Darüber hinaus ist nur noch wichtig, meine Beliebtheitswerte durch die Propagandaabteilung auf entsprechend hohem Niveau zu halten, sodass sich die Menschen keine Sorgen machen müssen und sich allzeit gut vertreten sehen … und natürlich in ihrer Wahl bestätigt fühlen. Gottlob sind unsere Medien noch glaubwürdig genug und das was dort gebracht wird ist immer vollends die Wahrheit.

Ist das nicht Betrug?

Ach was! Ich bin Deutschland! Ich bin das Volk! Solange es die Menschen nicht schaffen sich bezüglich ihrer Vorstellungen konkreter auszudrücken, müssen sie nehmen was sie von ihren Vertretern und mir bekommen. Da diese hirnlose Masse in analphabetischer Manier nur Kreuze malen kann, kommt logischerweise immer nur diffuses Zeugs dabei herum. Normalerweise würden Wahlen alle 25 Jahre auch ausreichen, einmal pro Generation. Deshalb braucht es dann eine Frau mit Plan, so wie mich, die diese vielen Kreuze korrekt ausdeuten kann. Exakt so, wie ich das zur vollsten Zufriedenheit der Konzerne in den vergangenen drei Legislaturperioden bereits realisiert habe. Genau deshalb werde ich wieder Kanzlerin. Das ist und bleibt alternativlos … basta!

Ernüchterndes Fazit:

Wie schlampig doch unsere „Demokratie“ heutzutage ist! Als Wähler muss man sich deshalb überhaupt gar keine Gedanken mehr machen, man kann wählen was man will, denn man kann sich wirklich nicht verwählen! Wer Freude daran hat, kann sogar alle Parteien auf einmal wählen, indem er ein riesengroßes Kreuz über den gesamten Wahlzettel macht, das Ergebnis 2017 ist demnach immer noch völlig klar : Merkel wird wieder Kanzlerin. Angela for ever!  Die Zukunft, die aus der Vergangenheit kommt!

Quelle: qpress.de „Merkel erklärt, warum nur sie Kanzlerin werden kann“


Roger Köppel:
Deutsche Medien sind das feindliche Sturmgeschütz gegen das Volk

Chefredakteur der Schweizer Wochenzeitung „Weltwoche“ Roger Köppel stellt die deutschen Mainstream-Medien an den Pranger. Seine Kritik ist vernichtend. „So schafft sich ein Berufsstand ab“, meint Köppel. Insbesondere nimmt er den „Spiegel“ aufs Korn. Nach seiner Meinung hat der „Spiegel“ mit dem Journalismus nichts mehr zu tun.

Die Medien in den USA und in Deutschland hätten „systematisch an der Wirklichkeit vorbeipubliziert“, meint Köppel. „Die Mainstream-Medien ergriffen total scheinheilig und einseitig Partei gegen Trump und für Clinton.“ Zuerst sei Trump ein Wahnsinniger, jetzt sei er auf dem Spiegel-Cover ein Feuerball, der die Erde vernichtet. Für Köppel ist das nicht nur dumm, es geht dabei vielmehr um hasserfüllte Verachtung eines demokratischen Wahlvorgangs. Den „Spiegel“ bezeichnete der Chefredakteur der „Weltwoche“ als „Sturmgeschütz gegen die Demokratie, gegen das Volk.“

Siehe Interview auf meedia.de: „Köppel rechnet mit deutscher Trump-Berichterstattung ab“


Merkel sieht die Stabilität Deutschlands durch die aktuelle Entwicklung des Internets stark gefährdet:

Die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda und gegenwärtig noch amtierende Bundeskanzlerin Merkel stellte laut eines Artikels auf „deutsche-wirtschafts-nachrichten.de“ sehr deutlich klar, dass sich die Bürger vor 25 Jahren deutlich anders informierten als heute. Damals gab es zur Verbreitung der amtlichen Wahrheiten nur staatlich oder konzernmäßig kontrollierte Medien. Da müsse man, zum Schutz der Bürger, unbedingt wieder hinkommen. Genau aus diesem Grunde unterstütze sie auch die Initiativen des aktuellen Innenministers und des Justizministers, gegen Hass-Kommentare im Internet vorzugehen. Dies sei aber nur eine Vorstufe für weitergehende Regelungen. Insgesamt mahnte Merkel in ihrer Ansprache vor dem Bundestag zur Eile, immerhin würde in rund zehn Monaten gewählt werden und die Gefahr der Manipulation sei dramatisch hoch. Ihre jetzigen Annahmen könnten dadurch bestätigt werden, dass nach der Schaffung dieses sehr fragwürdigen „Wahrheitsministeriums“ beispielsweise die AfD zur nächsten Bundestagswahl auf unter 5 Prozent fallen müsse.
Merkel sieht nach der Umsetzung dieser Maßnahmen ihrer Wiederwahl zur Kanzlerin mit deutlich mehr als 90 Prozent Zustimmung entgegen. Sie ermahnte in diesem Zusammenhang bereits die öffentlich-rechtlichen Medien, gemäß der neuen, zu erwartenden Richtlinien, die für sie zu ermittelnden Zustimmungswerte langsam wieder hochzufahren, um mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 keine unnötigen Reibereien zu provozieren.

Siehe hierzu auch „Merkel will Wahrheitsministerium noch vor der Wahl“ auf qpress.de

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7 Kommentare zu “Merkel erklärt, warum sie ihre erneute Kanzler-Kandidatur für „alternativlos“ hält

  1. Die MLPD, die ebenfalls Wurzeln in der alten KPD/ML hat und auf rotermorgen.info von der dortigen KPD/ML als „schwäbische Familiensekte“ bezeichnet wird, geht beim Kommentar zu Merkels Entscheidung stärker als im von Bernd Nowack verlinkten Text auf die kleinbürgerliche Denkweise ein:

    „… Den von Merkel seit 2005 geführten Regierungen ist es über Jahre gelungen, in Deutschland für eine relative politische Stabilisierung zu sorgen. Das gelang mit einem modifizierten System der kleinbürgerlichen Denkweise als Regierungsmethode. Es zielte auf die systematische Dämpfung der gesellschaftlichen Widersprüche, reagierte auf sich entfaltende Widersprüche flexibel mit Zugeständnissen und setzte vor allem auf die Verbreitung der kleinbürgerlich-antikommunistischen Denkweise. Das war eine Schlussfolgerung aus der tiefen politischen Krise, in die die Schröder/Fischer-Regierung aufgrund der Entfaltung der Arbeiterkämpfe und der Montagsdemo-Bewegung 2004 geraten war. Dabei war auch das Potenzial der MLPD schlagartig sichtbar geworden.

    Doch die gesellschaftliche Polarisierung unterspült die Massenbasis der großen Koalition von CDU/CSU und SPD und ihr „bewährtes“ System der kleinbürgerlichen Denkweise. …“

    Den ganzen Text findet man über folgenden Link:

    https://www.rf-news.de/2016/kw47/merkel-alternativlos

    • Ja lieber Klingerer, mit der „kleinbürgerlichen Denkweise“ und der „proletarischen Denkweise“ hatte es schon immer die MLPD, das war ihr sehr wichtig, da machte sie geradezu eine neue Ideologie draus, ähnlich der permanent seit Jahren vorgetragenen „Befreiung der Frau“ (Als wenn wir noch um 1900 leben würden, wo Frauenrechte noch mit Füßen getreten wurden. Von der Befreiung der Tiere, Kampf gegen Massentierhaltung, Einsatz für den Veganismus, Kampf gegen den Speziesismus – davon kann man bei der MLPD dagegen absolut nichts hören! Es ist sogar zu vermuten, daß bei Parteifesten Fleisch gegessen wird.).

      Zur Zuwanderung verhält sich die MLPD so wie noch die Grünen im vorigen Jahr, wie ich auf der verlinkten MLPD-Seite lesen mußte. Zu Merkels derzeitiger Politik heißt es dort:

      „Aus ihrer scheinheiligen „Willkommenskultur“ ist eine menschenfeindliche Abschottung Europas und Deutschlands gegen weitere Flüchtlinge geworden.“

      Menschenfeindliche Abschottung gegen weitere Flüchtlinge? Mit dieser Aussage reiht sich die MLPD in die Schar ein, die Deutschland umvolken wollen und die dem Islam die weitere Ausbreitung ermöglichen. Ein eh schon total überbevölkertes Land, wie Deutschland, darf nicht weiter Einwanderungsland sein. Das scheint die MLPD, im Gegensatz zur KPD/ML, nicht begriffen zu haben.

      • Die meisten kommunistischen Kaderparteien oder Gruppierungen äußern sich bedauerlicherweise so gut wie nicht zum Tierschutz.
        Für viele Machthaber, die sich kommunistisch nannten, gehörte der als Jagd bezeichnete feige Lustmord am Tier zum guten Ton.
        Die Haltung der MLPD zum Thema Einwanderung teile ich auch nicht. Hier propagiert die MLPD einen Vulgärinternationalismus, der den Imperialisten nützt, weil er die progressiven Kräfte in den entwickelten kapitalistischen Ländern an den Rand zu drängen versucht. Kulturelle Fragen sollen Klassenfragen in den Hintergrund drängen. Das heißt, dass die kleinbürgerliche Denkweise die proletarische Denkweise verdrängen soll. Die MLPD spielt dabei wissentlich oder unwissentlich mit.
        Marx und Engels schrieben: „Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“ und nicht „Proletarier aller Länder, vermeidet jede Religionskritik, denn Religion ist wichtiger als Klassenkampf!“
        Religionskritik ist Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen, denen die Relgion entspringt. Religionskritik ist somit Gesellschaftskritik. Wer Religionskritik als rassistisch brandmarkt und sie somit verbietet, der verbietet Gesellschaftskritik. Der mag vielleicht theoretisch und subjektiv an einer Verbesserung der Menschheit interessiert sein, praktisch und objektiv arbeitet er aber dieser Verbesserung entgegen.

  2. Roger Köppel war schon immer ein kluger Mann und die schweizerische „Weltwoche“ ist lesenswert, im Gegensatz zu den meisten anderen Publikationen aus Deutschland. Die Schweizer scheinen mir sowieso ein klügeres Volk zu sein als die Deutschen, da braucht man bloß deren Geschichte mit der Deutschlands vergleichen!.

  3. Gestern, am Nikolaustag, ist Frau Merkel von ihrer Partei mal wieder inthronisiert worden. 78 Minuten Rede von ihr, darauf 11 Minuten Klatschen der Delegierten. Diese 11 Minuten toppen zeitlich das Geklatsche auf Reden von früheren Potentaten der Weltgeschichte, ausgenommen wohl die byzantinischen Kaiser, die sich sogar einen „Chor der Schmeichler“ hielten, der andauernd Lobeshymnen sang und bei jedem Ausspruch des Kaisers in die Hände klatschte.

    Am Nikolaustag wurden wir also mit der Inthronisierung von Frau Merkel beschenkt. Das paßt, denn was wenige wissen, der historische Nikolaus war ein durch und durch unangenehmer Geselle. Ein älterer Beitrag von mir über den alten Nikolaus wurde gestern laut Statistik viel gelesen und damit meine Blogstatistik gestern auf über 1000 Leser hoch getrieben. Vielleicht interessiert es diesen oder jenen Leser des Wolodja-Blogs auch, besonders diejenigen, die den Nikolaustag mit Schuhe-Rausstellen feierten:

    http://barrynoa.blogspot.de/2015/12/der-nikolaus-ein-heiliger-mann-oder-ein.html

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