Unser Planet steht vor dem Burn-out

Unser Umgang mit den Ressourcen der Erde
frisst die Zukunft der nächsten Generationen auf

Der Living Planet Report ist eine globale Bestandsaufnahme über den Zustand der Welt. Die Ergebnisse des Reports 2016 sind alarmierend: Die Menschheit verbraucht 60 Prozent mehr, als die Erde bereithält. Setzt sich dieser Verbrauch ungebremst fort, sind 2030 zwei komplette Planeten nötig, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken.

Und die Auswirkungen des Raubbaus zeigen sich heute schon immer dramatischer mit Dürren und Extremwettern, Hungersnöten und Artensterben. Vier der neun ökologischen Belastungsgrenzen, in deren Rahmen Lebensräume stabil bleiben, sind schon jetzt überschritten: beim Klimawandel, der Biodiversität, der Landnutzung sowie den biogeochemischen Kreisläufen von Stickstoff und Phosphor.

In diesem Zusammenhang auch weltweiter Rückgang der Tierbestände um 58 Prozent. Alle zwei Jahre misst der WWF mit dem Living Planet Report die Veränderungen der weltweiten Biodiversität und des menschlichen Konsums. Die Studie wird gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt. Die Ergebnisse sind von Jahr zu Jahr bedrohlicher: Seit mehr als 40 Jahren nutzen die Menschen mehr natürliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Die Kurve der weltweiten, biologischen Vielfalt geht steil nach unten. Für die vergangenen vierzig Jahre wurde ein Rückgang der Tierbestände um 58 Prozent gemessen, die über 14.000 untersuchten Tierpopulationen haben sich mehr als halbiert.

PDF-Download des Living Planet Reports in deutscher Kurzfassung

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2 Kommentare zu “Unser Planet steht vor dem Burn-out

  1. Dazu macht schon lange ein schönes Sprüchlein die Runde:

    Die Erde trifft einen anderen Planeten und klagt, „mir geht´s gesundheitlich arg schlecht“.
    „Was hast du denn für eine schlimme Krankheit, vielleicht sogar Krebs?“, fragt der andere Planet mitfühlend.
    „Ja, so was ähnliches, aber noch viel schrecklicher“, sagt die Erde, „ich habe Mensch“.
    Ach, sagt der andere Planet aufmunternd, „diese Plage hatte ich auch mal – geht aber rasch vorüber!“

    Also durchhalten, liebe Erde. Diese Menschen-Plage geht vorüber! Das Artensterben ist schon in vollem Gange – und die `Dornenkrone der Schöpfung` arbeitet durch Übervölkerung bereits besessen an ihrer Eliminierung. Und ohnehin ist nicht nur für viele Tiere, heute schon, Nichtsein besser als Sein.-

  2. „Und ohnehin ist nicht nur für viele Tiere, heute schon, Nichtsein besser als Sein.“

    Ich hätte nie gedacht, lieber Ulrich Dittmann, dass ich so einem Satz einmal zustimmen würde.

    Leider stimmt dieser Satz.

    LG

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