Ergänzungen zum Beitrag vom 22.10.2016: „Ein interessanter Briefwechsel“

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Sehr geehrt Frau Niemeyer,

Ihre Ansprache hat mich sprachlos gemacht. Sie erklärten in Ihrer Morgenandacht: „Der Wunsch, dass Tiere in den Himmel kommen, ist ein menschlicher Wunsch und rührt aus der menschlichen Liebe zu einem Tier.“ Wobei die Frage, in den Himmel zu kommen, eine sehr menschliche ist, die man durchaus infrage stellen darf. Gibt es diesen „Himmel“ überhaupt oder ist das eher ein Wunsch, ein Konstrukt, damit wenigstens auf etwas Besseres gehofft werden kann? Dieser Himmel ist eine Behauptung der Kirchen und deren Spiel mit Angst und Sünde. Wer sich wohl verhält, kommt in den Himmel.

Alternativ: Wer auf Erden tapfer gelitten hat, kommt spätestens nach dem Tod endlich – dank des Leidens – in wohlverdiente Verhältnisse: den Himmel als Belohnung. Das ist regelrecht eine Durchhalteparole, verbunden mit der Hoffnung, dass es irgendwann doch besser sein muss und sich alle Mühsal und Qual „gelohnt“ hat. Sollte dies stimmen, dürfte der Himmel schon von den zu Lebzeiten gequälten und geschundenen Billionen Tieren besetzt sein. Sozusagen für Menschen wegen Überfüllung geschlossen.

Sie sagen: „Es gibt keine ungetrübte Harmonie zwischen Mensch und Tier.“ Warum denn nicht? Weil Menschen den Tieren das Leben zur Hölle machen dürfen? Gerade die Kirche sollte mit dazu beitragen Ethik und Moral gegenüber den Tieren mit einzubeziehen und vor allem: einzufordern, statt zu erklären, dass es vom Willen nach „Genuss“ (nicht darauf verzichten zu können, wie Sie es ausdrückten) abhängt, ob Menschen Tiere töten lassen. Nicht anders ist Ihre Aussage zu interpretieren: „Man darf Tiere auch essen. Aber man muss es nicht, wenn man darauf verzichten kann.“

Fassungslos vernahm ich auch diesen Satz von Ihnen: „Menschen haben ein unbedingtes Lebensrecht, Tiere nicht. Diese Ehrlichkeit ist nötig.“ Das ist eindeutig Speziesismus. Tieren das Lebensrecht allein mit „nötiger Ehrlichkeit“ abzusprechen und zu rechtfertigen ist nicht nachvollziehbar! Glauben Sie gar an das Märchen vom Menschen als „Krone der Schöpfung“? Genauso wird immer wieder gerne Bezug darauf genommen, dass „schon in der Bibel steht“, dass der Mensch sich die Tiere untertan machen solle. Was ist die Bibel? Was steht darin? WER hat bestimmt WAS drin steht und was nicht? Die Ursprünge der Bibel mögen vielfältig sein, die Behauptung, dass alles, was darin steht Gottes Willen entspricht, ist mehr als sonderbar und lediglich eine Behauptung. Eine unbewiesene noch dazu. Gibt es einen liebenden Gott, so kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass dieser jemals erklären würde oder erklärt haben soll, dass Menschen ein unbedingtes Lebensrecht haben, Tiere aber nicht. Menschen biegen sich das nur allzu gerne zurecht, um weiterhin wie gewohnt Tiere und deren Produkte ohne schlechtes Gewissen essen zu können. Nur ja keine Änderungen im Denken, gar im Verhalten! Für einen kurzen Gaumenkitzel wird alles verdrängt. Wie ist das möglich?

Kennen Sie den Film Earthlings?

Nachstehendes zitiere ich, da es perfekt formuliert ist, besser als ich es könnte: „Es geht nicht um isolierte menschliche Selbstverwirklichung, sondern um das Wohlergehen aller Lebewesen, darum, dass alle Wesen glücklich sein mögen, wie es in einem buddhistischen Segensspruch heißt. Schon 1789, äußerte sich der englische Philosoph Jeremy Bentham in seiner „Einführung in die Prinzipien der Moral und der Gesetzgebung“ zu den nichtmenschlichen Mitbewohnern dieses Planeten.

Nach Bentham lautet die entscheidende Frage, die das menschliche Verhalten gegenüber Tieren bestimmen soll, weder „Können sie [die Tiere] logisch denken?“ noch „Können sie sprechen?“, sondern einzig und allein: „Können sie leiden?“

Ich bin der Meinung: Das ist etwas, das auch Theologen, egal welcher Glaubensrichtung, bedenken sollten. Denn es sollte auch jedem Tieresser klar sein, was Schlachten bedeutet: „Unter einer Schlachtung versteht man das Töten von Nutztieren unter Blutentzug, um deren Fleisch für den menschlichen Verzehr zu gewinnen.“ ( https://de.wikipedia.org/wiki/Schlachtung ) Zum Blutentzug muss man aber auch wissen, dass Ausbluten nur möglich ist, solange das Herz schlägt. Was das in der Konsequenz bedeutet dürfte klar sein. Ein Veterinär erklärt das sehr sachlich, sozusagen ganz selbstverständlich in einem Nebensatz in der Dokumentation „Die Akte Fleisch“, die auch bei Youtube zu finden ist.

Sehen Sie sich Videos von Rindern, Schweinen, Kälbern, Schafen und Ziegen an, die an den Hinterbeinen aufgehängt, teils apathisch, weil wissend, dass jede Bewegung den höllischen Schmerz verstärkt, teils sich aufbäumend, auf ihren Tod warten. Sehen Sie sich diese Augen an, während sie aus Mund und Wunden bluten, das Leben aus ihnen herausläuft, bis sie endlich durch den Tod erlöst werden. Diese grauenvoll verzweifelten Blicke vergisst man nie wieder. Ihre wartenden Leidensgenossen erleben und riechen dies alles und wissen sehr genau, was auf sie zukommt. Allein diese Gefühle sind mit Sicherheit unerträglich. Zumal diese armen Wesen bis zu diesem Zeitpunkt schon die Hölle durchlebt haben, die ihnen Menschen von Geburt an bereiten. Und wer glaubt, dass die Betäubung vor dem Schlachten es richtet, der soll weiter dieses angenehme Märchen glauben. Diese Schmerzen sind mit Worten nicht auszudrücken. Sie sind bestialisch. Ich wurde während einer Bauchoperation wach. Genauso stelle ich mir die Hölle vor. Es ist unbeschreiblich.

Ihre Erzählung von den geköpften Hühnern, die noch über den Hof liefen, als sei das etwas ganz normales, selbstverständliches, sozusagen Gott gegebenes ist mehr als irritierend. Weil es so war, ist es noch lange nicht richtig. Vielleicht helfen solche Erfahrungen, das auch von den massakrierten Tieren im Schlachthof zu glauben. Einfach anzunehmen, dass es sich um postmortale Bewegungen handelt. Diese Tiere werden aber nicht geköpft. Diese werden massakriert. Ich habe das als Kind auch einmal erlebt. Folge war, dass ich nie mehr Tierteile aß, aus denen ich erkennen konnte, welche Tiere es vorher waren. Ob Huhn, Hähnchen, Ente, Gans, Kaninchen, Fische – ich konnte es nie mehr essen. Fleisch musste ich leider essen, weil es doch so gesund ist und stark macht, wenn ich auch wenig davon aß, bis ich dann selbst entscheiden konnte, was auf meinen Teller kommt.

Albert Schweitzer erklärte:

„Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.“

Kurt Remele sagt in einem seiner Vorträge: „Einer der Hauptgründe, warum Menschen Tiere respektvoll zu behandeln haben, liegt für Reverend Primatt in ihrer Empfindungsfähigkeit. Der anglikanische Geistliche stellt fest: „Ein Tier ist nicht weniger schmerzempfindlich als ein Mensch. Es hat ähnliche Nerven und Sinnesorgane. Auch wenn es sich nicht verbal oder in einer Menschenstimme beschweren kann, so zeigen uns die Schreie und das Stöhnen, die es von sich gibt, wenn ihm körperliche Gewalt angetan wird, dennoch ganz klar, dass es schmerzempfindlich ist, ähnlich wie es die Schreie und das Stöhnen eines Menschen tun, dessen Sprache wir nicht verstehen.“ Die Chancen des Überlebens aller und der Rettung des Ganzen steigen mit der Abkehr der Menschen von einem egoistischen Konkurrenzdenken und einem angstgetriebenen Machtstreben. Entweder gewinnen alle, Menschen und Tiere, Pflanzen und unbelebte Natur, oder keiner, wirklich gar keiner, bekommt einen Preis.“

Hier der Link zum Download des ganzen Vortrages von Kurt Remele

Für Descartes und sein mechanistisches Weltbild waren Tiere nichts. Ihre Schreie waren für ihn lediglich wie das „Quietschen von Maschinen“. Leider sind wir von dieser Einstellung heute, im Jahr 2016, immer noch nicht weit weg. Es gibt sogar immer wieder Menschen, die sagen, dass die Tiere doch „sowieso“ getötet werden und deswegen das Fleisch auch essen könnten. Sie hätten den Auftrag zum Töten nicht erteilt. Solche Vorstellungen sind bequem.
Diese und ähnliche Äußerungen sind unerträglich, und es ist zutiefst bedauerlich, dass ausgerechnet die Kirchen sich von alledem nicht distanzieren und mit gutem Beispiel, nämlich Respekt und Ehrfurcht vor dem Leben, wie Albert Schweitzer es erklärte, also auch vor dem unserer nichtmenschlichen Mitgeschöpfe, voran gehen.

Es ist sehr bedauerlich – aber auch Sie haben diese Chance nicht genutzt, sondern sich nach dem Motto: „niemand wohl und niemand weh“ bei Ihrer Ansprache durchlaviert. Schade.

Mit freundlichen Grüßen
Hannelore Huber

Sehr geehrte Frau Niemeyer,

die Mitglieder der Bürgerinitiative Flotwedel für einen respektvollen Umgang mit Nutztieren schließen sich dem Schreiben von Frau Groß ebenfalls vollumfänglich an. Ulrich Horstmanns etwas abgeänderte Frage, die er bereits 1991 in seinen Essays „Ansichten vom Großen Umsonst“ stellte, ist nach wie vor brandaktuell: Die Massentierhaltungsanlagen, die Hekatomben von erschlagenen, aufgespießten, zerhackten, erschossenen, gequälten und missbrauchten Tiere führen zu der Frage, ob die Menschen im Grunde nicht etwas sind, das besser nicht sein sollte? Dieses Wesen, das das Tierreich in einen Schlachthof verwandelt hat und die Flora entweder ausmerzt oder unter seine chemische Knute zwingt, das in Strömen eigenen und fremden Blutes zu waten gewohnt ist und sein Heimatrecht auf diesem Planeten längst verwirkt hat. Der Ver – und Missbrauch an Tieren ist seit dieser Zeit unermesslich gestiegen, eine Besserung nicht in Sicht. Eine Mitschuld der Kirche an diesem Zustand ist dabei leider nicht zu übersehen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Weuster
Bürgerinitiative Flotwedel

Sehr geehrte Frau Niemeyer,

haben Sie Dank für Ihre ausführliche Antwort, die ich so schnell gar nicht erwartet habe. Vor allen Dingen: wenn einzelne meiner Passagen bei Ihnen als Aggression angekommen sind, entschuldige ich mich in aller Form dafür. Wir sollten auf keinen Fall aggressiv miteinander reden. Wenn wir voraussetzen und erreichen wollen, dass wir uns auf beiden Seiten um Einsichten und Weiterentwicklung unserer Standpunkte bemühen, sollten wir in einen wertschätzenden Dialog eintreten und Schuldzuweisungen möglichst draußen vor lassen.

Ich bitte Sie aber, Kritik von Aggression zu unterscheiden. Wir Tierschützer_innen sehen vielfachen Grund zu Kritik an den Kirchen und sind leider ob der Nebensächlichkeit, mit der sie im allgemeinen dieses Thema behandeln, sehr gefrustet. Da bleibt es nicht aus, dass die Kritik auch heftiger wird. Obwohl mich Ihre Stellungnahme sehr interessiert, habe ich sie bisher aus Zeitmangel nur kurz überflogen. Ich werde mich aber ganz sicher genauer damit auseinandersetzen und Ihnen das Ergebnis meiner Auseinandersetzung mitteilen. Ihr Antwortschreiben und diese Mail gehen ebenfalls in die großen Tierschutzverteiler.

Bis dahin grüße ich Sie herzlich
Maria Groß

Hallo Frau Gerlach,
ich würde mich freuen, wenn Sie, bevor Sie sich alle eifrig und „vollumfänglich“ den Ausführungen von Frau Groß anschließen, zur Kenntnis nehmen, dass Frau Groß mich lückenhaft und fehlerhaft zitiert. Darum schicke ich Ihnen jetzt meine Antwort an Frau Groß.

Mit freundlichen Grüßen
Silke Niemeyer

Guten Tag, Frau Niemeyer,

natürlich schließe ich mich den Ausführungen der Frau Groß und der Pattersons inhaltlich vollumfänglich an aus berechtigtem Grund und nach Wissen aus über 25 Jahren Engagement für die Tiere, unabhängig von deren Gattung und Rasse und unabhängig davon, welche Verbrechen aus welchem Grunde bzw. unter welchem Vorwand ihnen von wem angetan werden. Was vorgenannte Personen im Zusammenhang mit dem Umgang von Menschen mit Tieren und dem bis heute anhaltenden Vergessen und Versagen der Kirchen anführen – einschließlich des Versagens der KK und des jetzigen Papstes Franziskus* – und auch was ich anführte – entspricht leider den Fakten!

Ihr Vortrag am 4.10. zum Welttierschutztag ist lediglich der Auslöser, dies wieder und wieder erneut deutlich zu machen, denn das ist bitter nötig. Eben auch als Mitteilung an den im Auftrag Vortragenden, also auch hinsichtlich der Institution, für die er doch sprach.

Kann es sein, dass Sie Fakten und berechtigte Kritik von Beleidigungen oder Anfeindungen nicht unterscheiden können oder wollen?

Weder die Evangelische noch die Katholische Kirche kommen bis zum heutigen Tage ihrer Verpflichtung nach, die sie sehr wohl auch unseren tierlichen Mitgeschöpfen gegenüber haben. Und noch etwas: Viele Einrichtungen der Kirchen waren – oder sind es noch – selbst indirekt und direkt mit tierquälerischen = Verbrechen an Tieren befasst. (Ich denke da – nur als ein Beispiel – an eine Veranstaltung der EV. Kirche pro Verbrechen betäubungslosen Schächtens von Tieren. Liegt schon etwas zurück.)

Wirkliche Hilfe muss vielgleisig erfolgen und völlig unabhängig der Zugehörigkeit der Spezies der Hilfsbedürftigen. Warum aber die menschliche Spezies vorrangig schützenswert sein sollte, ist mir völlig unklar. Ist doch gerade die menschliche Spezies der Verursacher allen Elends, Leids, aller Qualen und Zerstörung. Alle tierlichen Spezies zusammen bringen nicht fertig, was die Spezies MENSCH an Negativen gründlich und täglich leistet. An der Spitze der meisten Verbrechen an Menschen und an Tieren – in der Vergangenheit wie in der Gegenwart – stehen die Politik und die Kirchen.

Ich habe mich der Hilfe und dem Schutz der tierlichen Spezies verschrieben, weil zu viele Menschen sich dafür entschieden haben, ihnen zu schaden, sie zu missbrauchen und zu vernichten.

Noch etwas, was tatsächlich Sinn ergibt: „MACHT EUCH DER ERDE UNTERTAN!“  Vermutlich hieß es auch so irgendwann vor den unzähligen Bibelfälschungen … Aber „Macht euch die Erde untertan!“ ist natürlich viel bequemer, eben für Politik und Kirche.

Für eine endlich bessere Welt – mit unseren tierlichen Mitgeschöpfen!
Martina Gerlach

*Kurz zur Kath. Kirche und dessen jetzigem Oberhaupt, Papst Franziskus. Der suchte sich diesen Namen aus in Anlehnung an das Wirken von Franziskus von Assisi! Sicher hebt er sich von den bisherigen Päpsten teilweise ab, aber nicht in Bezug auf den Umgang der Menschen mit den Tieren! Deren menschengemachtes Elend interessiert ganz offensichtlich Papst Franziskus nicht! Für Franziskus von Assisi hatten aber Tiere nicht weniger Lebensrecht und Schutzanspruch als Menschen, die der Hilfe bedürften. Gerade der Vatikan hätte schon so viele Gelegenheiten gehabt, grausamen Verbrechen an Tieren entgegen zu wirken. Ich denke dabei an die damalige „Blutspur“ des Papstes in Bulgarien, denn für seinen Besuch wurden noch mehr Straßentiere massakriert. Mit wenigen Worten hätte er dieses und damit weitere Gemetzel an den Straßentieren in unterschiedlichen Ländern stoppen können. Nicht ein Wort kam für diese Unschuldigen über seine Lippen.. Oder das Reuebekenntnis, man hätte die Schuld an den Tieren mit anführen müssen, oder die Änderung des Katechismus, wobei die Entfernung der tierfeindlichen Paragraphen bitter nötig gewesen wäre. Man veränderte lediglich ein Wort – für die Tiere änderte sich nichts! – Sie werden sich aber sagen: Was interessiert mich die Kath. Kirche – oder?
Wenn die Kirchen (auch die Politiker) Weihnachten als das „Fest des Friedens“ loben und Frieden fordern, wird mir in Anbetracht des gerade anlässlich dieses Festes noch zusätzlichen milliardenfachen Tierelends zum Kotzen übel. Von wegen Frieden …

Ich denke und halte es wie Sigmund Freud, denn treffender hätte man/frau es nicht ausdrücken können: „Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen!“ Mehr habe ich zur menschlichen Institution und zum Machtkonstrukt Kirche eigentlich nicht zu sagen – obwohl ich öfters mal in den Dom gehe. Doch diese Besuche gelten eher den verschiedenen Kraftplätzen, auf dem der Dom steht und keineswegs der Institution Kirche.

LG
Jutta Vormann

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6 Kommentare zu “Ergänzungen zum Beitrag vom 22.10.2016: „Ein interessanter Briefwechsel“

  1. Habe eine Email mit folgendem Inhalt an die Pfarrerin Silke Niemeyer gesandt:

    Werte Pfarrerin Silke Niemeyer!

    Habe auf „NachDenkSeiten“ dieses Statement von Ihnen gefunden:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3353

    Da nehmen sie eine fortschrittliche, antineoliberale, soziale Position ein, welche ich nur begrüßen kann. Da haben sie „nachgedacht“, siehe „NachDenkseiten“!

    Mögen die vielen Emails und Statements von uns Tierrechtlern, siehe auch: https://wolodja51.wordpress.com/2016/10/28/ergaenzungen-zum-beitrag-vom-22-10-2016-ein-interessanter-briefwechsel , sie ebenfalls zum Nachdenken anregen und sie zur Umkehr im Denken bewegen.
    Silke Niemeyer, sie sind ist keine Dumme und wenn sie dennoch bei ihren Ansichten bleiben, dann sind sie leider eine Opportunistin, sich anbiedernd an den barbarischen speziesistischen tierfeindlichen Mainstream.

    Mit freundlichem Gruß

    Bernd Nowack

  2. „Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen!“ – Diese Aussage von Frau Jutta Vormann ist die einzig Richtige. Deshalb bleibt nur Eines: Raus aus diesen Vereinen. Das ist die Einzige Sprache, die von den Pfaffen und den Kirchen verstanden wird.

  3. Hallo Wolfgang,
    einfach unerträglich diese Pastorin Niemeyer. Wenn dann so Sätze fallen wie es gibt keine ungetrübte Harmonie zwischen Mensch und Tier. Ja, wenn man die Einstellung und die Ideologie eines christlich verseuchten Hirns hat, das mit Speziesismus vollgestopft ist, dann kommen solche Ungeheuerlichkeiten dabei heraus.

    Dann noch: „Menschen haben ein unbedingtes Lebensrecht, Tiere nicht.“ Ja, wenn man so denkt kommt selbstverständlich kein schlechtes Gewissen auf, wenn man massenweise Fleisch in sich hinein stopft.

    Dann ist es selbstverständlich auch egal wenn Tiere leiden. Und dass es diesen Pfaffen egal ist, erkennt man auch daran, dass sie niemals, auch bei größtem Leid von Tieren ihren Mund aufkriegen. Wie schallte es ja aus dem Vatikan: „In der Kirche haben Tiere keinen Platz“. Bei mir hat die Kirche schon seit Jahrzehnten keinen Platz mehr und ich wäre auch sofort dafür, ihnen alle Privilegien und alle finanziellen Zuwendungen des Staates mit sofortiger Wirkung zu nehmen. Das ersparte Geld könnte man mit Sicherheit viel besser verwenden. Das sollen sich die Gläubigen selber finanzieren, ist ja ihre Privatsache.

    Liebe Grüße – Hubert

    • Lieber Hubert,
      vielen Dank für Deinen Kommentar, den ich abermals nur fett zu unterstreichen vermag. Anfangs hatte ich Narr und Dummkopf noch geglaubt, dass es möglicherweise nicht völlig sinnlos sein würde, sich mit dieser Pastorin auf Diskussionen einzulassen. Aber schaut man sich ihre uneinsichtigen Antworten und auch ihre grundlose Empörung über die angeblich von uns Tierschützern getätigten Beleidigungen, Verdrehungen und Beschimpfungen an, so wird man letztlich eines Besseren belehrt und irgendein wirksames Medikament gegen die speziesistisch verseuchten Gehirnwindungen in den Köpfen dieser Pfaffen und Kirchenvertreter scheint es leider nicht zu geben. Eines muss ich dieser Pastorin allerdings zugestehen, denn nicht alles, was sie in ihrer Morgenandacht und auch in ihren Antwortzeilen an Maria Groß zum Besten gab, sind ausnahmslos faule Früchte, jedoch mit ihren Aussagen wie beispielsweise „Menschen haben ein unbedingtes Lebensrecht und Tiere nicht“, sowie auch „Man darf Tiere auch essen. Aber man muss es nicht, wenn man darauf verzichten kann“ hat sie sich im Sinne konsequenten Tierschutzes klar und deutlich disqualifiziert und die betroffenen Tiere an den Teufel höchstpersönlich verkauft und verraten.
      Wie gut, dass Menschen wie wir eine Fernbedienung besitzen und derartig menschenverdummende Morgenandachten und auch dieses „Wort zum Sonntag“ im ARD-Fernsehen einfach wegzappen können.
      LG – Wolfgang

  4. Zu meiner oben im Kommentar erwähnten Email an Pastorin Niemeyer bekam ich eine Antwort-Email von ihr:

    „Sehr geehrte Herr Nowack,
    es schmeichelt mir, dass Sie nach weiteren Texten von mir suchen und zum dem Schluss kommen, dass ich nicht dumm bin. Ich habe sogar sehr viel über all die Post, die ich bekommen habe, nachgedacht, genauer gesagt über das geschlossene Weltbild, das dieses „uns“, zu dem Sie sich rechnen, prägt. Der Jargon auch Ihrer Mail ist der, den ich aus ganz frühen Zeiten der evangelikalen Jugendarbeit kenne: aggressiv, wenn auch im sanften Gewand, nicht am Diskutieren, sondern am Bekehren interessiert, missionarisch und verfolgerisch. Wenn man jemanden aufrichtig überzeugen möchte, wird man dann dem Gegenüber sowas schreiben wie Sie mir? Sprich: wenn Sie nicht meiner Meinung sind, dann sind Sie eine anbiedernde Mainstream-Opportunistin. Das ist kein Argumentieren, das ist rechthaberische Beschimpfung. Das überzeugt nicht, das stößt nur ab. Mag sein, dass Sie sich selbst danach besser fühlen – manchmal braucht man ja sowas, um Frust abzulassen – aber dadurch wird es keinem einzigen Tier besser gehen. Und genau das finde ich so schade.
    Bis auf eine Ausnahme habe ich zwar haufenweise Bekennermails bekommen, mehr oder weniger hämisch, aber keine, die erkennen ließ, dass sie sich mit meiner Antwort auf den offenen Brief auseinandersetzt, nicht einmal von Frau Groß selbst. Und das ist mir in der Tat zu dumm geworden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Silke Niemeye“

    Die werten Leser können meine Email oben lesen und ich finde nicht, daß ich „aggressiv“ geschrieben habe und sie „rechthaberisch“ „beschimpft“ hätte. Natürlich wollte ich sie „bekehren“ (zum Anti-Speziesismus), aber dies lehnt sie scheinbar ab. Pastorin Niemeyer hat ein festgefügtes speziesistisches Weltbild, wo die Dornenkrone der Schöpfung das A und O ist und Tiere nur dazu da sind dem Menschen zu dienen. „Du sollst nicht töten“ gilt bei solchen Menschen nur für Menschen, da ist Hopfen und Malz verloren!

    Wer Tieren die Rechte abspricht, die er bei Menschen einfordert, gehört in die gleiche Kategorie Mensch, wie derjenige, der, wie weiland die Sklavenhalter in den USA, den Schwarzen die Rechte abspricht, die er Weißen zubilligt. So einfach ist das!

  5. Frau Niemeyer beschäftigt sich nicht wirklich mit dem Leid der Tiere, sie ist da wie die meisten Fleischfresser: Wegschauen und Nichts über diese Lebewesen wissen wollen. Sie kann sich sehr gut hinter ihrer Religion verstecken. Deshalb sollte man sich mit ihr auch nicht mehr länger beschäftigen.

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