Brief von Martina Gerlach an Christian Schmidt

Guten Tag, Herr Bundesminister Schmidt,

sind Sie schon zu lange in diesem Amt, dass Sie offensichtlich vergaßen, was Sie sich – zumindest erschien es öffentlich so – als Ziel setzten, oder waren Ihre Versprechungen nur billige Makulatur? Was war denn mit Ihrer Ankündigung „Mehr Tierwohl“? Oder: „Es muss ein Umdenken in den Köpfen stattfinden“. Bei Ihnen offensichtlich nicht (mehr).

Wie bemerkten Sie auf Bundesministerin Hendricks Vorhaben, die Verbrechen der Massentierhaltung einzuschränken? „Die Landwirtschaft mag zwar acht Prozent der Emissionen erzeugen, sie ernährt aber auch 100 Prozent der Bevölkerung. Die Landwirtschaft arbeite ‚mit der Natur und nicht gegen sie‘.“

Nun frage ich mich ernsthaft, auf welchem Planeten Sie leben, um zu solch einem unverfrorenem Stuss zu kommen! Ihre Aussage, dass die Landwirtschaft 100 Prozent der Bevölkerung ernähre, bezieht sich ja auf das Verbrechen Massentierhaltung. Ist Ihnen der schon länger anhaltende Vegan-Boom entgangen? Es scheint so.

Dass die Landwirtschaft in der jetzigen Form gegen die Natur, die Tiere, die Menschen arbeitet, ist zweifelsfrei! Das dürfte wohl auch an Beispielen wie Glyphosat und Übergüllung sowie verseuchter Ostsee und andere Gewässer = gegen Natur, Umwelt, Menschen sowie den zigtausend täglich durch Schlachtung, Schreddermaschinen und Gaskammern ermordeten Tieren deutlich werden. (Wobei die meisten mit Antibiotika vollgepumpten, quälerisch gehaltenen Tiere aus Massentierhaltung stammen, welche man auch als „KZ“ bezeichnen muss, wie selbst überlebende ehemalige KZ-Häftlinge meinen.)

Sie wissen ja, dass viele, wenn nicht sogar der überwiegende Teil der Tiere nicht ausreichend betäubt, also bei vollem Bewusstsein in deutschen Schlachthöfen zerlegt wird,. Möglich ist dies, weil Politiker sich gegen jede Maßnahme wehren, die dies zumindest einschränken könnte: Video-Überwachung in Schlachthöfen, vom Abladen, Warten bis zum Betäuben und Zerlegen.

Bekannt ist lt. der Veröffentlichung der WHO FAO: „Der globale Viehbestand belastet das Weltklima stärker als der gesamte Verkehr.“ Dass Deutschland in Folge der Massentierhaltung einer der schlimmsten Emissionserzeuger ist, dürfte unzweifelhaft sein. Ich zweifle die von Ihnen angeführten 8 % sehr an, denn die Albert Schweitzer-Stiftung sagt: Bis zu 95 % Treibhausgase gäbe es weniger, wenn Pflanzen statt Tierfleisch produziert werden würde.

Da Sie sich für – in meinen Augen sind das massenhafte Verbrechen an wehrlosen Tieren! – die Massentierhaltung stark machen, zähle ich Ihnen mal kurz einige Negativfolgen zu Lasten der Menschen, der Tiere, der Natur und Umwelt auf:

Treibhauseffekt / Klimaveränderung / Hunger in der Dritten Welt / Zerstörung dortiger Märkte / Verschwendung von Steuergeldern / Kranke Tiere / Vollpumpen der Tiere mit Medikamenten / Rückstände in „Lebensmitteln“ / Grundwasserverseuchung / Waldsterben / Absterben der Meeresbodenfauna / Artensterben / Versteppung / Sterben landwirtschaftlicher Klein-Betriebe / Zivilisationskrankheiten …

Jeder Veganer isst gegen den Welthunger, für die Natur, die Umwelt, das Klima, die Menschen und für die Tiere sowie für Frieden! – Also denken Sie bitte wirklich und endlich einmal um! Wir brauchen Landwirtschaft, das ist unbestritten. Aber wir brauchen Nutztierhaltung/ Massentierhaltung ebenso wenig wie das Gift Glyphosat und ähnliche Gifte. Wir brauchen mehr Gemüse-Bauern, Obst-Bauern, Getreide-Bauern, Tee-Bauern, Kräuter-Bauern. Was aber absolut nicht benötigt wird auf dieser Welt, ist Nutztier-Ausbeutung und schon gar nicht als Massenhaltungen.

Wir brauchen auch nicht mehr Schlachthöfe = Mords-Höfe!

Wir müssen auch aufhören, Nutztiere zu züchten und in andere Länder zu karren. Die Transporte sind nicht zu rechtfertigende Tierquälerei. Haben Sie schon einmal in die Transporter rein geschaut oder beim Be- und Entladen die zusätzlichen Tierquälereien gesehen? Gleiches gilt für Schlachten und Schächten.

Schauen Sie sich die Welt an, diesen Terror, diese Zerstörung, diese Fluchtwellen – sämtlich menschengemacht und vor allem politikergemacht!

So wie Graf Tolstoi es feststellte: Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben. In der jetzigen Zeitepoche ist dies ja nicht mehr zu übersehen.

Herr Minister Schmidt, Sie unterscheiden sich nicht von Ihren Vorgängern und alle waren keine Bereicherung für eine Besserung zu Gunsten der den Menschen anvertrauten Tiere.

Wirkliche Verantwortung muss beginnen bei den Wehrlosesten und dies sind in dieser sog. Zivilisationskette nun einmal die leidensfähigen, fühlenden, lebensberechtigten, schutzwürdigen Tiere aller Gattungen! Noch etwas: Tiere können denken und Kälbchen, Schafe und alle anderen Tiere wissen , was Bestie Mensch ihnen antut.

Sie wissen nur nicht warum. Woher sollen sie wissen, dass sie in der falschen Gestalt geboren wurden, in Gestalt einer Spezies, der man Schutzanspruch und Lebensrecht absprach, weil sie wehrlos sind?

Tierschutz = Klimaschutz = Umweltschutz = Menschenschutz!
Fazit: Tierschutz ist soziales Engagement und gelebte Ethik!
(Zitat von Dr. Katharina Wirnitzer)

Denken Sie endlich einmal nach, Herr Bundesminister Schmidt!

Für eine bessere Welt!
Martina Gerlach

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