Sehr begrüßenswert: Chemnitz bald ohne Giraffen und Elefanten

Auch Chemnitz hat nunmehr die Einführung eines kommunalen Wildtierverbotes für Zirkusbetriebe ab Januar 2019 beschlossen. Mit dieser Entscheidung zugunsten der Wildtiere schließt sich Chemnitz über 60 deutschen Städten und Kommunen an, die Zirkusse mit Wildtieren nicht länger auf öffentlichen Plätzen gastieren lassen. Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN begrüßt das Engagement und fordert die Bundesregierung auf, gleichzuziehen und ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse auf den Weg zu bringen.

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN:

“Wildtiere leiden in Zirkussen unter dem extremen Bewegungsmangel, den ständigen Ortswechseln und den langen Transportzeiten. Diese Tiere werden nie domestiziert sein und können unter Zirkusbedingungen nicht artgerecht gehalten werden. Das neue Zirkus-Wildtierverbot in Chemnitz ist ein weiteres Signal an Berlin!”

Viele deutsche Städte und Gemeinden, darunter auch einige Landeshauptstädte, haben bereits vollständige oder teilweise kommunale Verbote für Wildtierzirkusse beschlossen. Sie nehmen die Sache selbst in die Hand, da die Bundespolitik handlungsunfähig erscheint. Die Stadt Chemnitz folgt dem Bundesratsbeschluss von 2011 und untersagt die Nutzung städtischer Flächen für Zirkusbetriebe mit nicht-menschlichen Primaten, Elefanten, Großbären, Nashörnern, Flusspferden und Giraffen. Für Großkatzen gilt das Verbot leider noch nicht.

Bereits 2007 gab es einen ähnlichen Beschluss, allerdings hatte damals der Circus Voyage Klage eingereicht und Recht bekommen. Heute ist die Rechtslage anders, etwa nach dem Urteil in Erding, welches bestätigt, dass es in kommunaler Hand liegt, wie öffentliche Flächen genutzt werden. Worunter auch ein Verbot der Nutzung öffentlicher Flächen für Zirkusse mit Wildtieren fällt.

Der Bundesrat hat im März 2016 bereits zum dritten Mal an die Bundesregierung appelliert, ein bundesweites Verbot in die Wege zu leiten. Doch nichts ist passiert, obwohl in 19 EU-Ländern schon längst ein zumindest eingeschränktes Wildtierverbot in Zirkussen gilt.


Zur Information für Tierfreunde:

„Grausamer Tierquäler hackt nachts in einem Zossener Pferdestall einem Pferd das Bein ab – und das Tier stirbt“

„Hund wartet seit Tagen vor spanischem Spital auf seine Besitzerin“

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