Grösser als das Leben – Teil 2

Vorletzter Beitrag von Tierschützerin Claudia Marrapodi

Wenn Laender vom Krieg geschlagen werden, denkt der Mensch in erster Linie an seine kriegsgebeutelten Mitmenschen, welche gegen das Schicksal sehr oft keine Chance haben! Besonders die Bilder von Kindern und alten Menschen bleiben eingepraegt in unserem Gedaechtnis! Es gibt aber eine Bevoelkerungsgruppe, an welche meistens gar nicht – oder zu allerletzt gedacht wird – die unschuldigen Tiere! Sie sind – wie in allen anderen Lebenssituationen – die am meisten geschlagenen und benachteiligten, und am wehrlosesten!

Schwer verletzte Katze sucht in einer bombardierten syrischen Stadt nach Futter

Wenn so viele Menschen leiden, weshalb denke ich dann vor allem an die Tiere? Weil sie unschuldig sind und bereits zu des Menschen Friedenszeiten unter dessen Knute leiden und sterben! Herrscht aber Krieg, der sie ueberhaupt nichts angeht, dann trifft es sie am schlimmsten!

Dieser Kaempfer hat ein Herz fuer diese Katze, die er fuettert

Und so kommt es, dass in Aleppo, einer der am meisten kriegsgeschaedigten Staedte des Nahen Ostens in Syrien, ein Mann aufsteht, um den zurueckgebliebenen und ueberlebenden Tieren zu helfen! Er ist Ambulanz-Fahrer und hilft beiden – Mensch und Tier! Wir kennen ihn unter dem Namen Alaa!

Alaa mit einer geretteten Katze

Hier nachstehend der direkte Link zu SARA, der von ihm ins Leben gerufenen Tierschutz-Organisation!

Beim Betrachten dieser Facebook-Seite kann man nur noch verstummen ob dem unermesslichen Leid, welches sich da auf ganze Landstriche und ihre Lebewesen senkt! Dies ist die Mitternacht ihres Lebens!

Alaa mit einem grossen Herzen für notleidende Tiere

Dieser Kaempfer rettet eine Hundefamilie und bringt sie Alaa

Alle diese Tiere brauchen dringend Hilfe!
Falls der eine oder andere Leser 10. – Euro  zuviel in seiner Tasche hat, bitte helfen

Dieser Hund wurde waehrend eines Giftgas-Angriffes getoetet

Eine vom Bombardement erschlagene Kuh

Erschuetterndes Bild aus dem syrischen Kriegsgebiet!
Dieser Mann wollte diesem Hund noch Wasser geben, aber es ist bereits zu spaet!

Diese Leute beklagen ihre Katze, die waehrend eines Bombardements getoetet wurde

Hier moechten wir alle einen Moment innehalten, denn diese Bilder erschlagen den Betrachter, obwohl wir doch weit vom Geschuetze sind! Wie viel schlimmer muss es fuer jene Wesen sein, welche dort vor Ort sind und keinen Ausweg kennen! Tausend Dank sende ich an Alaa und seine mehr als tapferen Helfer von SARA, der Organisation, die Leben schenkt! Es braucht Mut um zu kaempfen, aber es braucht Helden, um anderen Lebewesen das Ueberleben zu sichern!

Ich wuensche dem ganzen Nahen Osten mit seinen Lebewesen, Tier, Mensch und Natur Frieden und gruesse alle Freunde im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind – die materiellen, seelischen und geistigen!!!

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11 Kommentare zu “Grösser als das Leben – Teil 2

  1. Die Grausamkeiten, die der Mensch anderen Menschen und vor allen Dingen den Tieren antut ist kaum auszuhalten. Gut, dass es solche Helden wie Alaa gibt. Diese Menschen sind der Hoffnungsschimmer. Würde gerne finanziell helfen, weiss aber nicht wie ich SARA etwas überweisen kann. Wer kann mir einen Tipp geben?
    Liebe Grüße
    Elke

  2. liebe Siraganda, vielen Dank für Deine wertvollen Infos. Auf dem Link zu SARA ist eine Konto-Nr. angegeben : 2988035 Bemo Bank, ich meine diese ist sicher nicht vollständig.
    Die Mobil-Nr. 0937708799 ist ungültig. Spenden wären hier dringend nötig.
    Wäre doch dieser Krieg bald zu ende, Hoffnung git es da kaum.

    • Liebe Marie-Thérese Matrong,
      danke für Deine Antwort. Siraganda hat mir auf facebook mitgeteilt, dass es zur Zeit nicht möglich ist die Orga finanziell zu unterstützen. Die Tschihadisten haben alle Banken unter Ihrer Kontrolle und man weiss nicht, ob das Geld dort ankommt, wo man es haben möchte – bei den Tieren. Leider kann man nichts tun.
      Im Übrigen ist es den Tieren gleichgültig, wer an ihrem Elend schuld ist.

  3. Eines darf aber nicht vergessen werden, für all das Leid in Syrien sind allein der Westen (eingeschlossen Deutschland) und die reaktionären Regime Saudi-Arabien, die Emirate und die Türkei verantwortlich, welche die fortschrittliche Regierung unter Assad mit Waffengewalt stürzen wollten.

    Syrien, das einzige arabische Land mit säkularer Verfassung, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit, vorher ein blühendes Land voller Wohlstand, war den reaktionären Regimen der Region und dem Westen ein Dorn im Auge, dem Westen deshalb, weil Syrien mit Rußland befreundet ist. Man unterstützte Terroristen und sogenannte Rebellen, die allesamt Islamisten sind, die einen Bürgerkrieg entfachten. Der Coup gelang nicht, weil sich das syrische Volk wehrte und immer noch wehrt. Die Mehrheit der Syrer will kein islamisches Syrien und steht zu Assad, dem Garanten des Fortschritts.

    Statt endlich aufzugeben, kämpfen die syrischen Islamisten weiter und haben das Land in ein Trümmerfeld verwandelt. Der Westen und Saudi-Arabien unterstützt solche Terroristen und ist damit schuldig an dem Elend, auch an dem Elend der Tiere.

    http://barrynoa.blogspot.de/2015/09/gedanken-zum-burgerkrieg-in-syrien-und.html
    http://barrynoa.blogspot.de/2015/11/kommen-mehrheitlich-nicht.html
    http://barrynoa.blogspot.de/2016/03/befreiung-der-stadt-palmyra-vom-is.html

    • Lieber Bernd Nowack,
      du hast absolut Recht mit dem, was du da schreibst.
      Die wenigsten Menschen wissen das, weil sie der Propaganda glauben.

      Allerdings hat wohl wirklich niemand eine rein weiße Weste, denn die Assad-Regierung lässt Gegner auch foltern – zumindest wurde das behauptet, wobei man auch in diesem Fall immer skeptisch sein muss, denn auch das kann Propaganda sein.

      • Daß man in Syrien nach 5 Jahren islamistischen Terrors nicht zimperlich mit Gegnern umgeht, das ist klar.

        Ich glaube nicht, daß es in den USA menschlich zugehen würde, wenn es denen genau so erginge wie Syrien, daß dort islamistische Terroristen unterstützt durch ausländische Staaten, alles in Schutt und Asche legen würden und die rechtmäßige US-Regierung stürzen wollen.

        Noch nicht mal jetzt in Friedenszeiten foltern die USA in Guantanamo. In Zeiten des Bürgerkriegs würden dort alle Hemmungen fallen, wahrscheinlich auch in Deutschland, wenn uns das wie Syrien passieren würde.

        Man stelle sich vor, was für Pack der Westen in Syrien unterstützt, ausnahmslos Islamisten die den säkularen Staat Syrien abschaffen wollen und wo syrische Soldaten die den Terroristen in die Hände fallen auch schon mal lebendig verbrannt werden, wenn sie nicht das „Glück“ hatten geschächtet zu werden.

        Saudi-Arabien und die Türkei sind unsere Bündnispartner. Man schaue sich nur mal Familie Assad an (meine Links oben), und vergleiche mit den Frauen der Machthaber von Saudi-Arabien und der Türkei, dann weiß man, wo Fortschritt und wo Rückschritt zu finden sind.

  4. Herzzereißender Beitrag.
    Ich hoffe so sehr, dass dieses Elend ein (gutes!) Ende findet – aber das ist wohl eine vergebliche Hoffnung.

    Vielleicht wäre eine Lösung, sowohl den Kurden als auch den Sunniten einen Teil des Landes abzutreten, um dann Frieden zu haben?
    Ich weiß nicht, ob das funktionieren würde.

    • Liebe Naturfreundin, da hast Du einen guten Vorschlag gemacht, zumindest mit dem Kurdenstaat. Doch das wollen die Türken um jeden Preis verhindern. Wir haben jetzt die Situation, daß die Türkei mit Panzern und Militär in Syrien einmarschiert ist und dort die Kurden bekämpft und bombardiert, die Kurden, die mutig den IS aus vielen syrischen Städten vertrieben haben. Es ist ein Skandal sondersgleichen, daß wir noch mit der Türkei befreundet sind in der NATO, die so mit der Minderheit der Kurden umgeht. Assad hat den Kurden Autonomie zugesagt, aus Friedensgründen, das paßt der Türkei nicht, weil sie einen kurdischen Staat fürchtet. Frieden wird es in Syrien erst geben, wenn fremde Mächte aufhören die Rebellen zu unterstützen.

      Deutschland hat als NATO-Partner große Schuld auf sich geladen und hat das Elend in Syrien mit zu verantworten, indem es auch sich an der Unterstützung der Terroristen in Syrien beteiligte und indem es Waffen an Saudi-Arabien lieferte, die wiederum damit die Terroristen in Syrien unterstützen.

      Sollten die Terroristen den Bürgerkrieg gewinnen, dann würde es einen Exodus ungeahnten Ausmaßes aus Syrien geben, denn die Millionen von Christen, Alewiten und die vielen Atheisten, die jetzt in den Gebieten der Assad-Regierung leben, müßten fliehen oder zum Islam übertreten, denn die Rebellen kämpfen ausnahmslos für ein islamisches Syrien.

  5. Unglaublich wie viele Opfer der Krieg in Syrien fordert und auch noch kein Ende in Aussicht ist. Die unschuldigsten Opfer in einem Krieg sind die Tiere, denn sie haben nichts zu tun mit einem Krieg, den Menschen aus den verschiedensten Gründen führen. Man kann sich vorstellen wie sehr die Tiere in diesen Kriegswirren leiden. Berührend wie sich Alaa um Tiere kümmert.

  6. Wie barbarisch, die von den USA und Deutschland unterstützten syrischen Rebellen (allesamt Islamisten) mit gefangenen syrischen Soldaten umgehen, das sieht man hier: http://www.barenakedislam.com/2014/04/18/shockingly-barbaric-massacre-of-syrian-soldiers-and-families-by-u-s-backed-anti-assad-regime-islamic-jihadists-warning-very-graphic/

    Noch immer herrschen diese Typen in einem Teil von Aleppo. Man kann nur hoffen, daß es der syrischen Armee gelingt, diese Terroristen zu besiegen.

    Hunde haben es in von Rebellen beherrschten Gebieten Syriens besonders schwer, da die Rebellen radikal islamistisch eingestellt sind und Hunde (wie auch Schweine) verachten. Darum haben Hunde in diesen Gebieten kaum eine Überlebenschance. Präsident Assad wurde schon zu Friedenszeiten von Islamisten immer als „Hund“ beschimpft und daß seine Frau Hunde hat, das haben die Islamisten ihm nie verziehen. Ein Ausspruch eines „Kämpfers“ gegen Assads Soldaten: „Ich schwöre, wir werden euer Herz und eure Leber essen, ihr Soldaten von Baschar al-Assad, dem Hund!“

  7. Der Auspruch Albert Schweitzers in Siragandas Vortrag sollte nicht untergehen und uns in unserem bescheidenen Leben Richtschnur sein:

    „Der wahrhaft Ethische nimmt sich die Zeit, einem Insekt, das in einen Tümpel gefallen ist, ein Blatt oder einen Halm zur Rettung hinzuhalten. Und er fürchtet sich nicht, als sentimental belächelt zu werden.“

    Dabei sollte nicht vergessen werden, daß sich hinter dem vielgerühmten Gleichgewicht der Natur, das sich z.B. beim Genuß eines Sonnenuntergangs in einer schönen Naturlandschaft so verlockend darstellt, in Wirklichkeit ein gnadenloser und grausamer Überlebenskampf bis hin zu den kleinsten Organismen verbirgt.

    Auch Albert Schweitzer war sich dieser zwei Gesichter der Natur bewußt, was folgendes Zitat zum Ausdruck bringt:

    “Die Natur ist schön und großartig, von außen betrachtet, aber in ihrem Buch zu lesen, ist schaurig.”

    Was wir Veganer/Vegetarier aber nicht beiseite schieben sollten, ist die Ehrfurcht vor den Pflanzen, die wir nicht als rein von uns zu futterndes Lebensmittel betrachten dürfen, sondern als Lebewesen, die wir leider, leider essen müssen um zu überleben, aber bitte nicht gedankenlos, sondern daran denkend, daß wir ein Lebewesen vernichten!

    Albert Schweitzer: „Die Blumen haben ebensoviel Recht zu leben wie wir.“

    Mehr zum Leben der Pflanzen, besonders von Bäumen, siehe bei meinem Blogbeitrag „Bruder Baum“:

    http://barrynoa.blogspot.de/2015/11/bruder-baum.html

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