Naoto Matsumura: Grösser als das Leben – Teil 1

Fuer Japan ist bereits mehrere Male im Lauf der Geschichte die Uhr stehengeblieben! Und gerade dort, wo die Lebewesen, Mensch, Tier und Natur am meisten geprueft und vom Schicksal gebeutelt werden, wachsen Seelen ganz besonderer Groesse im Schatten des Entsetzlichen heran, um dem grausamen Schicksale zum Trotz jenes Wunder Wirklichkeit werden zu lassen, welches die Raetsel des Schreckens in seine Schranken weist – und jenem Mysterium die Buehne der Zeit ueberlaesst, welches auszuloten jenseits des menschlichen Verstandes liegt – der Liebe – und zwar jener allumfassenden Liebe, welche keine Grenzen kennt, nicht gegenueber den Arten, den Gefahren, den Umstaenden – und welche eingeht in die Geschichte und die Zeit!

Der Radioaktive Mann Naoto Matsumura

Am 11. Maerz 2011 fiel ueber Fukushima in Japan jene Katastrophe herein, welche, verursacht durch einen Zunami und ein Erdbeben, fuer immer in den Geschichts-Buechern ihren Platz gefunden hat – und einschnitt in den gewohnten Lebensgang des japanischen Volkes! Die dramatische Folge dieses apokalyptischen Szenarios: die ganze Gegend um Fukushima wurde radioaktiv verseucht und unbewohnbar! Alle Ueberlebenden dieser Katastrophe verliessen die Gegend und liessen alles hinter sich, was noch Atem in sich hatte – auch die Tiere!

Aber ein Mann sagte entschieden: Ich bleibe hier und kuemmere mich um die verlassenen Tiere, welche sonst alle einem grausamen Hungertod ausgeliefert waeren: Naoto Matsumura! Die Aufopferungsgabe und der Mut dieses ausserordentlichen Menschen sind wohl kaum mit Worten zu umschreiben – und so sollen die hier praesentierten Fotos ausdruecken, wozu mir die Worte fehlen, da jedes Steigerungswort im Halse stecken bleibt und ich lieber verstohlen zum Taschentuch greife!

Naoto Matsumura nimmt sich all dieser verwaisten vierbeinigen Seelen in vaeterlicher Weise an, ohne Ansehen seiner eigenen Person und seines eigenen Wohles, ja er denkt nicht einmal an sein eigenes Schicksal – und haelt seine Position Tag und Nacht unverzagt bis heute – und erstaunlicherweise in guter Gesundheit! Die Aerzte sagen ihm, er werde erst in ca. 40 Jahren erkranken – und dann, sagt er, sei er eh bereits tot! Er betreut ein Gebiet von 20 km2 und gruendete inzwischen eine eigene Organisation: https://kizunafornaoto.com/ und https://www.facebook.com/KizunapourNaoto/

Das in spanischer Sprache gefuehrte Video erklaert uns, dass Naoto Matsumura, der als einziger in einer atomarisch total verwuesteten Gegend zurueckgeblieben ist, von Haus zu Haus geht, um sich um alle Tiere zu kuemmern – eine Vorstellung, die wir nur schwer geistig verarbeiten, welche aber seelisch fuer immer in unseren Herzen eingebrannt bleibt! Zuerst wollten die Behoerden die Tiere toeten, da sie nicht mehr konsumiert werden koennen, aber Naoto kaempfte entschieden gegen dieses speziesistitsche Ansinnen, denn er sagt: Wir Menschen und die Tiere sind alle gleich – und es ist nicht zulaessig, dass die Tiere, welchen es gut geht und die gesund sind, einfach getoetet werden, nur weil sie nicht mehr gegessen werden! Er hat seinen grossartigen Kampf gewonnen!

Und zum Schluss hier noch ein kleines Gedicht von mir, welches ich Naoto Matsumura widme:

Alleine – aber nicht einsam
steht er aufrecht, wo andere fliehn!
Er liebt und hilft den Tieren,
wo giftige Wolken ziehn!

Als Samurai und Shogun ohnegleichen
steht er aufrecht, wo andere fliehn.
Den Tieren will er seine Haende reichen,
wo giftige Wolken ziehn!

So hilft er unverzagt, die rote Sonne,
steht aufrecht, wenn auch and´re fliehn!
Er ist der Tiere grosse Wonne,
trotz giftiger Wolken, die ziehn!

Eure Siraganda im Tierschutz

Advertisements

6 Kommentare zu “Naoto Matsumura: Grösser als das Leben – Teil 1

  1. Ein mutiger und gerechter Mensch.
    Allerdings wäre es wohl gut, Hunde und Katzen zu kastrieren. Die Vermehrungsrate von Katzen und in etwas geringerem Maße Hunden ist riesig.
    Kann jeder selbst ausrechnen.

  2. Lieber Wolodja,

    was gibt es doch für wunderbare Menschen auf der Welt, wie dieser Naoto Matsumura – leider werden sie zu wenig beachtet und „geehrt“. Wenn sich auf dieser Welt was verbessern soll, so wäre es oberste Pflicht, solche klugen und verantwortungsvollen Menschen vor den VORHANG zu stellen. Wie verkehrt die Welt doch ist: Viele Tierquäler nehmen an deren Stelle die „Vorzeige“-Position ein – dank unserer Medien und Gesellschaftspolitik!

    Auch was die „Lustmörder“ in der Tierwelt anrichten, ist kaum mehr zu ertragen . Auch für uns war es letzte Woche schwer zu ertragen, als wir „unseren“ jungen Rehbock sterbend auf unserer Weide liegend vorfanden – hier war er nämlich von klein auf zu Hause. Wie sehr er leiden musste, wurde erst ersichtlich, als wir ihn entdeckten und nachdem er von einem Revierjäger angeschossen wurde. Ein abgeschossener Vorderlauf – bereits verheilt – und nun ein völlig durchgeschossener Hinterschenkel. In diesem katastrophalen Zustand ist das arme Tier bis zu uns gerobbt – das war ein relativ langer Weg , nachdem er im Nachbarrevier so zugerichtet wurde.

    Nicht weniger arg ist auch, dass diese Tierquäler mit erhobenen „Zeigefinger“ andere Naturbenützer bei jeder Gelegenheit schickanieren dürfen – „zum Wohle des Wildes“ . Der eine oder andere Lustmörder maßt sich auch noch an, den Zutritt zum Wald regeln oder gar verbieten zu dürfen. Bedenklich wird es auch, wenn sich einer als Waldbesitzer ausgibt – obwohl er lediglich Revierpächter ist. Scheinen diese Lustmörder in ihrem kranken Geisteszustand nicht mehr zu wissen, wer sie eigentlich sind?

    Und weil hier in Österreich die Jagd von vielen Politikern,Beamten und Leuten aus dem höheren Management betrieben wird – wird sich auch nichts ändern am Leid der Wildtiere. Die meisten Leute kriegen das sowieso nicht mit und die Bauern sehen im Wild auch nur „Schädlinge“ – das lernen sie von klein auf und sie merken nicht einmal, dass durch die viele Bleimunition ihre Äcker zusätzlich zu den von ihnen selbst ausgebrachten „Giftstoffen“ verseucht werden.
    Es bleibt einem eigentlich nur die Möglichkeit, viele aufklärende Artikel weiterzuleiten – stößt aber nicht immer auf Gegenliebe!

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria Dettenwaiz
    Krustetten

    http://www.bilderhoster.net/users/usr/199l2ys4.jpg

    http://www.bilderhoster.net/users/usr/zzfwlypy.jpg

    http://www.bilderhoster.net/users/usr/3p8kkxpk.jpg

    • Als ich diese Bilder sah, hatte ich wieder den berühmten “ Kloß im Hals“. Meine Wut wandelt sich in Hass gegen diese Lustmörderbande. Dieses empathielose Dreckspack.

  3. Liebe Maria Dettenwaiz, mit großer Anteilnahme habe ich Ihren Kommentar gelesen. Der arme Rehbock, so zugerichtet, hat er noch den weiten Weg zu Ihnen gemacht, um wahrscheinlich Hilfe zu bekommen.

    Haben Sie die beiden Blogbeiträge über den Pfarrer Unrath gelesen, der Hobbyjäger ist?

    https://wolodja51.wordpress.com/2016/07/28/morgenandacht-eines-jagenden-pfarrers/
    https://wolodja51.wordpress.com/2016/07/29/morgenandacht-eines-jagenden-pfarrers-teil-2/

    Dieser Teufel behauptet, alle seine Tiere, die er schießt, müßten nicht leiden, da er immer genau trifft! Typisches Jägerlatein! „Du sollst nicht töten!“, das legen die Christen so aus, daß es nur für Menschen zutrifft, aber auch da machen sie bekanntlich eine Ausnahme, wie der Christ Bush, der tausende Menschen im Krieg gegen den Irak töten ließ – alles erlaubt im Christentum!

    Ich wohne in Sachsen-Anhalt, bis zur Wende durfte man über Feld-und Waldwege mit dem Auto fahren, da Wälder und Felder kein Privatbesitz waren. Nach der Wende war das vorbei. In Sachsen-Anhalt darf man nicht mal mehr auf Feldwegen fahren und dies ohne extra Verbotsschilder. Alles nur noch für die Eigentümer und die Jagdpächter erlaubt. Hochsitze schossen nach der Wende wie Pilze aus dem Boden. Vorbei die Zeiten, wo man an einem See Picknick machen konnte oder mal Zelten an einem Fluß. Statt mehr persönlicher Freiheit hat die Wende viel, viel mehr persönliche Unfreiheit im Alltagsleben gebracht. Dazu die Regelungswut durch Gesetze und Verordnungen. Wir sind hier vom Regen in die Traufe gekommen!

  4. Ja, lieber Bernd, über Christen ist nichts gutes zu berichten, sie haben schon immer gequält, gefoltert und gemordet im Namen Gottes, es sind Teufels wie Du sagst! So auch in Italien, wo viel gebetet wird, hat die sehr gute Tierrechtsorganisation L214 in Frankreich auf ihrer Webseite https://blog.l214.com/2016/08/09/peche-poulpes-ocean-souffrance
    über eine extrem perverse Tierquälerei der italienischen Fischer berichtet, wie diese ihr Messer oder auch ihre Zähne direkt in das Gehirn der armen Tintenfische setzen. Ein qualvoller und langsamer Tod. Das Video spricht für sich. Es gibt nicht mehr viel Menschen mit Würde.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s