Cat-Time bei Siraganda

Blog-Beitrag von Tierfreundin Claudia Marrapodi

Heute moechten sich einmal all meine acht geretteten Katzen beim lieben Leser persoenlich vorstellen, denn viele Tiere haben waehrend meines Lebens meine Wege gekreuzt und an meiner Seite verbracht, aber zur Zeit sind es neben meiner Maeusefamilie, dem Mardermaedchen und Hundi Dédé meine ueber alles geliebten Felinen! Meine gefiederten Patenkinder habe ich bereits vorgestellt und naechstens werden noch zwei Ziegen dazukommen, aber nur, falls ich diese bei mir zu Hause unterbringen kann!

Dieses sehr gelungene, von mir geschossene Foto zeigt die ersten drei Ankoemmlinge unter meinen Fittichen (ich moechte noch vorausschicken, dass alle Kater sterilisiert sind) In der Mitte sehen wir den Tigerkoenig Minou, welcher heute nicht mehr unter uns weilt. Ich entriss ihn seinerzeit direkt den Haenden meiner marokkanischen Nachbarn, nachdem ich jedes Mal, wenn ich bei denen eintrat, in der Kueche einen blutigen Schafskopf in der Schuessel sah! Ich versuchte sie zum Vegetarismus zu bekehren, sie mich zum Islam! Und so schnappte ich mir eines Tages das Tigerbaby, mit welchem sie eh nichts anzufangen wussten, und sagte dieser Grossfamilie ade, nicht bevor die noch Geld fuer die Katze wollten, was ich aber strikt ablehnte, da ich mit Tieren keine Geschaefte mache!

Minou wuchs zu einem stattlichen Kater heran, der die uebrige Gruppe klar dominierte! Er wartete stets, bis ich eingeschlafen war, dann legte er sich unbemerkt auf meine Huefte! Obwohl er sehr gross und stattlich war, schien er ueberhaupt kein Gewicht zu haben, er war federleicht und ich sah ihn erst am Morgen, wenn ich aufwachte auf meiner Huefte thronen! Wenn ich mich bewegte, stieg er rueber auf den Tisch und wehrte die ungeduldige Schar der anderen Katzen von mir ab, bis ich voll erwacht und am Bettrand sass! In der Nacht bevor er starb fand er die Kraft nicht mehr, auf meine Huefte zu springen und ich fand ihn eng an mein Bett geschmiegt am Boden liegend! Ich hob ihn auf meinen Schoss, wo er bald darauf seine Seele aushauchte! Ich weinte bitterlich und begrub ihn im Garten! Diese wundervolle Katze (und alle anderen, denn ich hatte mein ganzes Leben Katzen) werde ich nie vergessen.

Ganz oben auf dem Bild sehen wir Zerbino, den roten Kater, der heute der Sippenchef der Gruppe ist – und immer zuerst und zuvorderst ist beim Male! Er ist aber ein herzensguter Kerl, welcher sich stets vaeterlich um die Neuankoemmlinge kuemmert und sich ihrer annimmt – nur beim Futtern kennt er kein Pardon, deswegen muss ich beim Fuettern immer meine Handschuhe anziehen, denn er versucht, mir den Loeffel aus der Hand zu schlagen und wirft sich dann mit dem ganzen Gewicht seiner Person in den Bohnensegen, der bei mir reichlich ist, das kann ich versprechen! Zu unterst auf der Leiter sitzt Dolce (aus dem italienischen uebersetzt: der Sanftmuetige). Er ist sehr feinfuehlig – und wie Zerbino, stand er eines Tages vor meiner Haustuer. Mein Sohn und eine Gruppe von anderen jungen Leuten hatten ihn erspaeht und mir gemeldet, dass oben bei der Kirche eine alte zweibeinige Schachtel zwei junge Katzen aus dem Auto geworfen habe – ihn und eine rote Katze! Es ist gut moeglich, dass die beiden Geschwister sind, aber Dolce ein Jahr vor Zerbino bei mir eintraf, denn als der total abgemagerte Zerbino vor der Tuer stand, meinte der Veterinaer, er sei bereits ein Jahr alt – die beiden haben also das gleiche Alter, obwohl Zerbino erst ein Jahr spaeter zu mir kam! Dolce und Zerbino erhielten ihre Namen zu Ehren des Buches ‚Heimatlos‘ von Hector Malot, welches ein Lieblingsbuch meiner Kindheit war und massgeblich am Aufbau meiner Tierliebe beteiligt war!

Hier sehen wir den Kater Joli Coeur (benannt nach dem weltberuehmten Aeffchen in ‚Heimatlos‘)

Sein Schwesterlein Fiammetta (aus dem italienischen uebersetzt ‚Kleine Flamme, weil sie eine rote Schwanzspitze hat, was auf dem Bild nicht sichtbar ist)
Diese beiden Geschwister rettete ich in letzter Minute von unserem jaehrlich abgehaltenen ‚Vide Grenier‘, in etwa uebersetzt mit ‚Leerung des Estrich‘, wo diese beiden Tiere auf offener Strasse feilgeboten wurden, mit unbestimmtem Schicksal! Es stand schon eine Frau dort mit einem kleinen Buben, welche nur den Kater wollte! Viele Leute standen darum herum und ich fuhr die Gruppe unwirsch an, dass der Bestie Mensch heute passe, was sie morgen entsorgen wird – und verkuendete der Frau sehr direkt, dass nur ihr kleiner Bengel gerade eben heute Lust auf diese kleine Katze habe und sie schon morgen bei ihr vor der Haustuer sei! Sie reagierte verdattert und die anderen Fleischsaecke starrten mich offenen Mundes an! Und schon hatte ich den Katzenkorb ergriffen – die Eignerin war einverstanden, mir die Tiere zu ueberlassen, weil sie mir sofort vertraute, denn sie wohnt nur eine Strasse weiter hinten und kann die Tiere jederzeit bei mir besichtigen!

Joli Coeur ist sehr zutraulich und sanft, Fiammetta war zwei Jahre lang sehr scheu und fuerchtete sich vor der menschlichen Hand! Dies korrigierte ich sehr schnell dadurch, dass ich bei jeder Annaeherung meine Haende versteckte, denn ich beobachtete, dass sie jeweils immer die erste war, welche unter meinem Fenster am Innenhof Platz nahm und mich anschaute und in den hoechsten Toenen miaute, d.h. jedes Mal, wenn ich keine Haende hatte, war sie sehr anhaenglich, dies fuehrte sogar soweit, dass sie einmal, als ich eine Pfanne in den Haenden hielt, direkt vor meinem Bauch ueber die Kochplatte sprang! Das war allerdings ein gefaehrliches Unterfangen, aber ich hatte ihre Strategie begriffen und ergriff die meine! Ich setzte mich in einen breiten Fauteuil und wartete, bis sich alle Katzen auf meinem Schoss und meinen Knien niedergelassen hatten, eine halbe Stunde spaeter traf dort dann auch Fiammetta ein! Nach einer Stunde schliefen alle, Fiammetta auf der Aussenseite, auf meinem Knie! Ich legte dann meine behandschuhten Haende um sie! Sie oeffnete zwar ein Auge, duldete aber diese ‚Umarmung‘, nachher tat ich ein gleiches ohne Handschuhe! Beim Erwachen setzte sie sich auf und inspizierte lange meine Haende! Dann wurde es immer besser und heute ist sie die einzige in der Gruppe, die, wenn sie sich auf den Ruecken legt, ich ihr Baeuchlein streicheln kann, ohne, dass sie mit den Krallen zuschnappt, was sonst alle machen, eine Eigenart der Katzen! Ich erfuhr von ihrer frueheren Eignerin, dass die Mutter der beiden Katzen vorher schwer misshandelt wurde! Fiammetta ist ein Zwerglein geblieben! Sie wuchs nie zur vollen Groesse heran – dies erinnert mich an eine meiner Tanten in Sizilien! Sie erhielt waehrend ihrer Schwangerschaft einen Fusstritt in den Bauch! Meine Cousine blieb ein Hobbit – ein kleines Frauchen, welches nicht groesser ist als ein Kind! Sie ist Lehrerin – und die Kinder lieben sie ueber alles….

Hier sehen wir BéBé, so genannt zu Ehren von Brigitte Bardot, eine wundervolle graugestreifte Tigerin, welche am liebsten mit sanften Krallen auf meinen Nacken springt und es sich dort gemuetlich macht, so ganz im Stile ‚So traegt man Pelz‘! Und sie kam folgendermassen zu mir: ich war eben auf dem Wege durch unsere Kleinstadt, als ich von irgendwoher jaemmerliches Miauen hoerte! Ich blieb stehen, schaute unter alle Autos, dann hinauf an die Hausfassaden, in die Quergaenge der Haeuserschluchten – nichts, ich sah keine Katze! Eine voruebergehende Frau meinte, dass da doch irgendwo eine Katze um Hilfe rufe! Nach vergeblicher Ausschau ging ich nach Hause und hatte eben meine Tuere hinter mir geschlossen, als ich trotz der geschlossenen Tuere wieder dieses gequaelte Miauen hoerte! Kurz entschlossen trat ich vor die Tuer – und miaute ebenso ganz laut ins Dorf hinauf, wobei es mir ganz gleichgueltig war, was die vorbeigehenden Leute dachten! Dies kann in Frankreich ein gefaehrliches Unterfangen sein, denn man kann leicht dort landen, wo die Gitter vier Meter hoch sind und die neuesten Psychopharmaka ihren Schlusstest am Menschen machen! Ich miaute also klagend und laut – und siehe da: ein kleines graues Stoffbaellchen schoss unter einem der parkierten Autos hervor, flitzte ueber die Strasse, genau in meinen Schoss! Und so wurde ich damit geehrt, Brigitte Bardot unter meinem Dache willkommen zu heissen! Und hier ist sie – die Freude meines Lebens!

Das sind Mimosa und Erika – auch genannt ‚die stygischen Schwestern‘ zu Ehren meiner Mutter und meiner Tante (lol)
Sie sind der Nachwuchs jener Kaetzin eines anderen Nachbarn, welche ich dereinst in meinem Garten erblickte und sie haette klauen sollen, denn er entliess sie aufs Dach, statt sie zu sterilisieren – und die Folge davon sind nun eben diese beiden Schwestern! Er gelangte jammernd an meinen Sohn, dass er mich ueberrede, die eine zu nehmen (die gefleckte), die Schildpatt-Tigerin sei bereits versprochen! Denkste! Siraganda ergriff die Dramatik der Lage und packte beide ein! Bingo, denn am naechsten Tage kam die Nachricht, dass derjenige Juengling, welcher unbedingt die Tigerin wollte, nun ausgenuechtert sei – und diese nicht nehmen koenne! Und so fanden diese beiden Katzenmaedchen ihr zuhause bei Siraganda! Wenn sie sich auf meinen Schoss setzen betrachten sie mich eifrig, wobei Erika ihre Nase verdaechtig nahe an mein Gesicht fuehrt, dann, wenn ich schlaefrig werde, beknabbert sie meine Finger (aus denen doch stets das GUTE kommt, beisst zu – und zwar je schlaefriger ich werde, umso staerker – und ich kann den Verdacht nicht loswerden, dass diese beiden Schwesterlein dann darauf warten, dass Siraganda sich in einen riesigen Fleischklumpen verwandelt, aber da sorgt BéBé dafuer, dass es zu keinen Uebergriffen kommt, denn wenn diese beiden stygischen Schwesterlein zu ungeduldig werden, faehrt sie aus ihrem Schlaf auf meinen Knien hoch und teilt tuechtig Ohrfeigen aus! So – und jetzt lasst der Siraganda ihr gerechtes Nickerchen!

Und das ist der aktuellste Neuankoemmling, d.h. es ist eine SIE, ich nenne sie aber zu Ehren meines Vaters Rosaria (er hiess Rosario), denn sie ist so sanft und gutmuetig zu mir, wie Rosario! Sie hat aber noch einen zweiten Namen: Grollina – weil sie gegenueber den anderen Katzen sehr viel grollt, welche sich oft ein Vergnuegen draus machen, ihr nachzusetzen! Dann springt sie in den Waeschekorb und grollt dort drin! Beim Futtern grollt sie die ganze Zeit, weil sie die kleinste ist und ihr die anderen das Futter nehmen wollen, speziell der Zerbino hat sich darauf spezialisiert und ich muss sie ueberwachen, damit sie in Ruhe futtern kann, aber der springt wie eine vom Katapult geschossene Drahtwinde rueber, verankert seine gespreizten Krallen im Boden und laesst sich nicht mehr bewegen! Dies hat er jetzt perfektioniert und bei jeder Schoepfung des Loeffels springt er auf die Bohnenpracht, anschliessend lecken sich alle fuer eine Stunde, eine herrliche Beschaeftigung, denn waehrend die Grosstiger nach dem Male voller Blut sind, sind meine Kleintiger voller Bohnen, das tut denen keinen Abbruch! Aber wie kam Rosaria zu mir? Ich sah dieses kleine Geschoepf in der Stadt, wie sie muehevoll versuchte, an einem Abfallcontainer raufzuspringen, da sie offenbar sehr hungrig war und niemanden hatte! Ich ging zu ihr hin und nahm sie auf die Arme, ging etwa zehn Meter so dahin, worauf sie ein wenig Angst kriegte und runtersprang! Sie verschwand unter einem morschen Eingangstor in einer Seitengasse der Stadt und ward nicht mehr gesehen! Ich dachte bei mir: es hat nicht sollen sein – und ging nach Hause! Als ich dort etwa nach zehn Minuten eintraf, Jacke und Schuhe auszog und den Dédé begruesste, ging ich in die Kueche und oeffnete die ebenerdige Verandatuer zum Vorhof. Und wer sass da auf meinem Gartenstuhl – ROSARIA! Komm schnell rein – und nie wieder raus, denn bei mir bist du in Sicherheit!

Mit lieben Gruessen – Eure Siraganda im Tierschutz

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10 Kommentare zu “Cat-Time bei Siraganda

  1. Liebe Siraganda!

    Da hast Du Dir ja viel Mühe gemacht mit diesem Beitrag! Das Foto mit BéBé ist hochkünstlerisch, kannst Du ruhig mal einschicken bei einem Fotowettbewerb!
    Persönlich gefällt mir Rosaria am besten, weil sie mich an unseren Kater erinnert:

    http://barrynoa.blogspot.de/2011/08/altes-katerchen-in-farbe.html

    Gibt es in Frankreich überhaupt noch die europäische Wildkatze? In Deutschland ist sie fast ausgerottet worden, statt dessen haben die Menschen die aus dem Orient stammenden Katzen sich millionenfach vermehren lassen. So wie Orientalen nicht nach Deutschland gehören und später die Deutschen verdrängen werden, so paßt die orientalische Katze auch nicht in die europäische Umgebung. Die europäische Wildkatze, die schon vor dem Menschen Europa besiedelte, hatte das Nachsehen. Darum stehe ich mittlerweile der Haltung von Katzen sehr skeptisch gegenüber, auch wegen der großen Schäden, die sie bei kleinen Wildtieren, wie Vögeln usw., anrichten.

    • Lieber Bernd,

      habe eben Dein schwarz-weisses Katerchen bewundert! Das ist aber suess! Sieht auch ein bisschen so aus wie Dolce!

      Bezueglich der Wildkatzen in Frankreich: sie ist geschuetzt, aber nicht sehr ausfuehrlich dokumentiert und ueberwacht, wobei es in manchen Faellen nicht klar ist, ob es sich um echte Wildkatzen oder verwilderte Hauskatzen handelt! Tatsache ist aber, dass sehr viele frei streunende Katzen von den Leuten in Fallen gefangen oder vergiftet werden – auch hier in unserer Kleinstadt! Da ich seit unserer Anwesenheit hier laufend streunende und ungewollte Katzen aufgenommen habe (ab 2009), vorher wohnten wir woanders in Frankreich, kann man ausrechnen, wie katastrophal sich diese vermehrt haetten, wenn da kein Riegel vorgeschoben worden waere! Unsere Veterinaere, welche uebrigens alle Stierkampfanhaenger und Jaeger sind, machen sich manchmal einen Spass daraus, auf frei laufende Katzen zu schiessen, um deren Zahl einzudaemmen, da es hier immer noch ueblich ist, Hunde und Katzen zum groessten Teil NICHT zu kastrieren! Aber auch in der Schweiz ging seinerzeit unser Dorttierarzt auf die Jagd! Als ich noch zu Pferde unterwegs war, wollten wir mal so eine Jagd sabotieren (ich werde zu einem spaeteren Zeitpunkt ueber dieses Ereignis berichten)! Jedenfalls ist es jetzt so, dass meine Kater kastriert sind, um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden! Alle Katzen befinden sich in einem geschuetzten Innenhof (so im Stile eines mexikanischen Patio) und kein Tier kann zu ihnen rein, ausser mein Hausmarder, der nachts dort offenbar Besuche macht, was ich daran sehe, dass er ab und zu ein Haeufchen zuruecklaesst mit Kirschkernen drin – das sind nicht die Katzen!

      Im Laufe meines Lebens hatte ich noch viele Tiere, u.a. einen Feuersalamander, 12 Meerschweinchen, einen Raben und eine Taube (ueber die ich schon berichtet habe) einen Igel, eine Schildkroete (beide zugelaufen, im Falle der Schildkroete konnten wir das Frauchen ausfindig machen, die war uebergluecklich). Meine Familie hatte stets Hunde, seit ich sehr klein war! Streunende Hunde werden hier in Frankreich durch den Feldpolizist eingefangen und an den Tierschutz uebergeben (ein Verdienst des grossen Dichters Guy de Maupassant, der aber selbst offenbar Jaeger war, ebenso wie Alexandre Dumas, der aber viele Tiere, wie Huehner, Hunde, Waldtiere, Affen, Schafe, Kamele u.a. bei sich aufnahm, welche er aber nicht schlachtete (ging aber auf die Jagd). Man muss hier aber in Rechenschaft ziehen, dass die noch das alte Bewusstsein hatten, da es sich um das neunzehnte Jahrhundert handelte! Es war seinerzeit gedacht, dass die SPA alle beduerftigen Tiere aufnehmen sollte; bedauerlicherweise nehmen sie aber heute nur noch Hunde, bei Katzen kneifen die, besonders wenn sie nicht kastriert sind – das war aber urspruenglich nicht so gedacht!

      Heute abend gibt es dann fuer Dich, Wolodja und alle Freunde noch eine Ueberrraschung hier – bis bald – Deine Siraganda im Tierschutz

  2. Fortsetzung zum obigen Text:
    uebrigens ich hatte noch einen Brunnen mit Umwaelzpumpe und Goldfischen drin! Dann kam noch einer dazu, der sah aus wie ein Goldfisch, war aber schwarz und hatte einen roten Kopf, der die Form eines Hammerhai hatte! Wir nannten ihn ‚Feuerbuebchen‘! Er sprang manchmal nach oben und da der Ablauf sich ueber dem Wasserspiegel befand (das Wasser wurde dann dort bei der Reinigung mit einem Schlauch abgelassen) dachten wir einmal, dass er in den Ablauf gesprungen war, weil wir ihn nicht mehr fanden, denn bei der Fuetterung kamen alle auf mich zu und streckten das Maeulchen entgegen! Mein Vater, der ja zusammen mit mir und meiner Mutter Vegetarier wurde und das Los der Tiere ihm sehr am Herzen lag (u.a. schuettelte er nach der Arbeit und dem Essen jede Nacht das Heu und Stroh fuer die Pferde, denn das musste man, da das Futter aus Frankreich kam und in den typischen riesigen Heuballen gesammelt wurde) also mein Vater, dieser herzensgute Sizilianer, verbrachte einen ganzen Nachmittag bis tief in die Nacht hinein mit der Taschenlampe im Keller und wartete darauf, dass das ‚Feuerbuebchen‘ runtergespuelt kam! Dann schlief er ein und wir mussten unsere ganze Ueberzeugungskraft anwenden, damit er dann endlich raufkam. Gluecklicherweise fanden wir am naechsten Morgen das Feuerbuebchen zwischen zwei Steinen, wo er umherschwamm und guter Dinge war! Und so kann man sehen: Das Motto unserer Familie war stets: ein Koenigreich fuer die Tiere!

  3. So einer war das Feuerbuebchen, aber statt der gelben Augen waren sie feuerrot! Das ist ein Bubble-Eye Goldfisch, habe nachgeschaut, damals wussten wir das noch nicht und dachten, es stimme irgendwas nicht mit ihm!

  4. Ein schöner und ausführlicher Bericht über Deine Miezen. Danke an Dich für Dein großes Herz für Tiere. Auch ich bin ein ausgesprochener Katzenfan. Jede hat ihren eigenen Charakter und ihre Eigenheiten. Zur Zeit wohnen bei mir 3 Katzendamen, die alle aus dem Tierschutz kommen und natürlich kastriert sind um die Vermehrung und Verelendung dieser wunderbaren Tiere einzudämmen.

    • Liebe Elke,
      ja, ich habe Deine suessen Miezen auch auf Facebook bewundert, wo wir ja Freunde sind! Ein schwarzes und ein rotes sind dort zu sehen! Ich danke Dir, dass Du fuer die Tiere da bist, die auch in Deinem Leben eine kostbare Rolle spielen!
      Deine Siraganda im Tierschutz

      • Liebe Siraganda,
        die beiden Miezen auf meiner facebook-Seite waren einige Zeit als Pflegekatzen bei mir. Inzwischen sind sie in gute Hände vermittelt. Ich bin bei der Katzenhilfe tätig. Wir nehmen uns der heimatlosen und ausgesetzten Katzen und deren Kinder an. Wir fangen sie, kastrieren die Mütter und nehmen die Kleinen in Pflege auf. Dort werden sie aufgepäppelt, gezähmt (die meisten sind mehr oder weniger wild) und in ein neues Zuhause vermittelt. Zwei meiner drei Katzendamen kamen auf diesem Weg zu mir. Sie waren nicht vermittelbar, da die Eine zu ängstlich und die Andere nierenkrank ist. Nun dürfen sie bei uns bleiben. Meine 3-farbige Goldi wurde bei einem Gassigang mit unserem leider im Januar verstorbenen Hund aufgefunden. Seitdem lebt sie auch bei uns.

  5. So, und hier liebe Freunde, Bernd, und Wolodja,
    noch die kleine versprochene Ueberraschung: ein paar wunderschoene Bilder aus der Welt von Hector Malot und seinem weltberuehmten Buch ‚Sans Famille‘ – Ohne Familie, oder wie es in deutscher Sprache erschien ‚Heimatlos‘, aus welchem mir meine Mutter immer vor dem Einschlafen vorlas, als ich noch klein war! Diese Ausgabe habe ich noch – sie stammt aus ihrer Zeit als sie noch klein war!

    Eine Gedenk-Bueste zu Ehren des grossen Poeten Hector Malot

    Hector Malot im Kreise seiner Familie mit Hund

    Heimatlos – Eines der ganz wichtigen Buecher meiner Kindheit

    Hier mit dem Aeffchen auf dem Titelbild

    Eine Filmszene mit Pierre Richard als italienischer Strassenmusikant Vitalis und dem kleinen Aeffchen auf der Schulter!

  6. Liebe Siraganda,

    ganz lieben Dank für diesen wunderbaren Artikel. Es ist einfach ganz großartig, was du alles für die Tiere tust.
    Auch den Literaturhinweis fand ich ganz wunderbar. Ich werde mir das Büchlein auf meine Wunschliste schreiben.
    Zu dem armen Fischlein mit den riesigen Augen: Ist es nicht schrecklich, was das Monster Mensch diesen armen Fischlein antat? Man sieht bei manchen Leuten auch Fische, die so verkrümmt sind, dass sie kaum schwimmen können. Auch mit Hunden machen sie das, sowie mit Katzen, die z.B. ohne Fell gezüchtet werden oder die Perserkatzen, die kaum Luft bekommen und ein so extremes Fell haben, dass man sie bürsten MUSS.
    Wie kann man so etwas einem Tier nur antun.
    Und wie verirrt ist das Urteil der Leute, dass sie auf so verunstaltete und behindert gezüchtete Tiere stehen.

    Ich bin so froh, dass ich hier auf Gleichgesinnte gestoßen bin.

    • Liebe Natur Freundin,
      ganz herzlichen Dank fuer Deine Zeilen! Ja – diese Bubble Eye Fische sind eine Qualzucht! Meine Mutter erfuhr dies viele Jahre spaeter und erzaehlte es mir! Wir dachten damals, der Fisch sei eine Missgeburt! War er ja eigentlich auch, aber eben eine durch den Menschen provozierte, was wir damals nicht wussten! Mit den Hunden und Katzen verhaelt es sich ebenso, neuerdings auch mit diesen Zwergponies, die immer kleiner werden und dann an der Leine springen muessen! Alles Abartigkeiten aus den kranken Menschenhirnen!

      Das Buch ‚Heimatlos‘ wird Dir gefallen und in Deinem Herzen fuer immer unvergessen bleiben!

      Inzwischen auch ganz liebe Gruesse und Wuensche an Dich, sowie an alle anderen Freunde! Deine Siraganda im Tierschutz

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