20 Atemzüge in Todesangst

Bitte halte einmal inne und zähle, wie lange es dauert, 20 Atemzüge zu nehmen …

Genauso lange dauert es, bis Schweine, die durch das CO2-Gas betäubt werden, das ihre Schleimhäute reizt, das Bewusstsein verlieren. In den Schlachtfabriken werden die Tiere zu viert oder auch zu acht in eine mechanische Gondel getrieben. Nach dem Transport ist dies der erste Ort, den die Schweine nach der Mast erleben. Die verängstigten Tiere werden anschließend in eine dunkle Grube herabgelassen, die mit CO2-Gas gefüllt ist. Videoaufnahmen im Besitz von PETA zeigen, dass die Schweine schreien und versuchen, dem Gas zu entkommen, das ihre Schleimhäute reizt. Es ist ein verzweifelter Todeskampf, den die Tiere nicht gewinnen können.

Das Vergasen von Tieren mit Kohlendioxid ist inhuman – daher hat PETA Strafanzeige gegen mehr als 20 Schlachthofbetreiber gestellt, die diese grausame, jedoch grundsätzlich erlaubte Tötungsmethode anwenden. Dieses Vergasen ist aber nur eine von vielen Grausamkeiten, die Tiere im Schlachthof erleben müssen. Die Tiere schreien, überall ist Blut. In den größten Schlachtbetrieben Deutschlands werden bis zu 750 Tiere pro Stunde geschlachtet, eine effektive Nachkontrolle kann bei den Massenschlachtungen kaum gewährleistet werden. Dem Schlachter bleiben bei dieser Akkordarbeit gerade einmal 5 Sekunden pro Tier. Mehr als 400.000 Schweine sind noch bei Bewusstsein, während sie in das heiße Brühbad geworfen werden. Es ist ein ungeheuerliches Verbrechen, das sich eine Zivilgesellschaft wie Deutschland leistet.

Bitte hilf auch Du mit Deiner Unterstützung nachfolgend verlinkter Petition mit, diese legalisierte Tierquälerei zu stoppen:

petition-button


Leserbrief zu der umfangreichen Berichterstattung zu Clemens Tönnies 60 Jährigem:

Danke, danke, danke für Ihre ausführliche Berichterstattung über die Feierlichkeiten zum 60 jährigen Geburtstag unseres Wohltäters der Nation – auch danke für diese wunderschönen Bilder. Die Verdienste eines Clemens Tönnies können gar nicht hoch genug geschätzt werden, allein sein ehrenamtlicher Einsatz für den Volkssport Fußball, bei dem junge Männer der Region sich ehrenamtlich in Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer messen. Aber auch die osteuropäischen Arbeitskräfte sind ihm zu großen Dank verpflichtet, sind dem sozial eingestellten Global Player doch keine Kosten und Mühen zu hoch, ihnen gutbezahlte Arbeitsstellen mit Aufstiegsmöglichkeiten und sozialer Sicherheit zu bieten. Ihre schmucken Unterkünfte waren sicher buntgeschmückt und sie werden Spalier gestanden haben, bevor auch sie in ihrem Rahmen mit Speis, Trank und Sondergratifikationen ihren Anteil an der Blüte des Schlachtkonzerns hatten. Schade, schade, dass wir diese Bilder nicht sehen konnten!

Aber auch die zahlreichen Subunternehmer werden ihre Wertschätzung erbracht haben, denn sie werden ja wissen, wem sie ihre gut gefüllten Konten zu verdanken haben. Dass Helene Fischer der Bitte von Gattin Margit – ein besonderes Geburtstagsständchen zu bringen nicht abschlagen konnte – und dass sicher ohne jede Gegenleistung – können wir sehr gut verstehen. Deshalb auch danke an Helene Fischer!

Die Lebensleistung eines Clemens Tönnies kann gar nicht hoch genug geschätzt werden: 16,4 Millionen Schweine und 405.000 Rinder/Kühe pro Jahr verdanken ihm einen gnadenvollen friedlichen Tod, man sagt sogar, das er die beim friedlichen Sterben zugegebene Hintergrundmusik – sie soll spiritueller Natur sein – selbst aufgenommen hat, aber das sind Gerüchte. Auch sein Einsatz für eine biologisch orientierte bäuerliche Landwirtschaft ganz ohne Antibiotika und sonstige Mastbeschleuniger kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, aber auch seine gute Vernetzung zu Politik ,Wirtschaft und Verbänden muss als Verdienst genannt werden. Unsere Medien haben Recht getan, einem Clemens Tönnies  “den Hof zu bereiten”, sind wir es doch leid, ständig mit den bedrängenden Problemen dieser Welt konfrontiert zu werden.

Dass es dann den Medien auch noch eine Notiz wert ist, dass Hartz IV-Empänger nun endlich doch zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie schwarzfahren, weil sie sich ein Ticket nicht leisten können, beruhigt uns, denn nichts ist schlimmer, als unserem Rechtsstaat nicht vertrauen zu können. Hier wird machtvoll und durchsetzungsfähig aufgezeigt , wie gut Gerechtigkeit, Verteilung und Volksnähe geregelt ist. Deshalb nochmals Danke, Danke, Danke für diese Berichterstattung!

Marianne Rautenberg

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2 Kommentare zu “20 Atemzüge in Todesangst

  1. Lieber Wolodja,

    es ist einfach nur krank machend, wenn man sieht, welches Leiden der Mensch in der Welt schafft, zumal all diese Hekatomben von unschuldigen Tieren umsonst so qualvoll sterben, denn der Mensch braucht definitiv KEIN Fleisch, um gesund und gluecklich zu sein – im Gegenteil: fleischfrei bleibt er viel laenger gesund und munter! Es wird aber vielleicht doch in absehbarer Zukunft eine Aenderung geben, denn diesen Stress der Grossmastanlagen und Schlachthoefe ertraegt die Erde nicht mehr! Und vor allem das Anpflanzen all der Futtermittel fuer die Schlachttiere, denn indem der Mensch direkt die Pflanzen und Getreide zu sich nimmt, kann der enorme Nahrungskreislauf entschieden eingedaemmt werden, dazu muss die Gesamtzahl der Menschheit sich drastisch reduzieren, sonst implodiert das ganze System innerhalb absehbarer Zeit, was zu einer allumfassenden Katastrophe fuehren wird! Noch ca. zwanzig Jahre und dann ist Sense! Dann wird es doppelt so viele Kriege, Hungersnoete und Fluechtlinge aller Art geben! Dann wird der Westen endgueltig ueberschwemmt und wird den Preis fuer seine hemmungslose Prasserei zahlen! Dieser Zahltag kommt, das ist nur eine Frage der Zeit, einer sehr kurzen Zeit….

    Das nachfolgende Bild stammt von dem Tierschutz-Maler Hartmut Kiewert: Meat-End – Das Ende des Fleisches, oder Fleischkonsums! So ist es richtig und wird dieser gebeutelten Erde und ihren Geschoepfen endlich Friede und genug Nahrung fuer alle bringen, denn:

    DAS FLEISCH DER REICHEN FRISST DAS BROT DER ARMEN

  2. Mein Herz ist schwer, wenn ich diese Nachrichten lese und anschaue. Gleichzeitig steigt meine Wut auf die Menschheit mit jedem Tag und es fällt mir immer schwerer Mitleid mit meinen Artgenossen zu empfinden. Egal ob sie durch den Tierproduktekonsum krank werden oder sterben. Auch die Anschläge, die derzeit die Presse dominieren haben ihren Ursprung in der Grausamkeit des zweibeinigen Monsters gegenüber der Natur und den Tieren. Nur kapiert das eigentlich fast niemand.

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