Riesiger „Karl Lagerfeld“-Sensenmann sprengt Jubiläumsfeier von Fendi

PETA fordert den Designer auf, keinen tierquälerischen Pelz mehr für seine Kollektionen zu verwenden. Der Tod feiert mit: Am Donnerstag beging das Modeunternehmen Fendi in Rom sein neunzigstes Jubiläum mit der Pelzschau „Haute Fourrure“. Als eher ungebetener Gast erschien ein übergroßer Karl Lagerfeld im Sensenmannkostüm auf der Party, in seinen Händen  ein Schild mit der Aufschrift „Fur Is Death“ (Pelz ist der Tod). Hinter diesem Auftritt steckt die Tierrechtsorganisation PETA UK, die damit gegen die ausgeprägte Liebe des italienischen Modehauses zu Pelzen protestiert. Mit dabei hatte der Demonstrant außerdem Lagerfelds Katze Choupette – in Form einer Puppe: Ein Hinweis auf die Scheinheiligkeit des Designers, der seit über 50 Jahren Creative Director der Marke ist und seine eigene Katze heiß und innig liebt, während andere Tiere als Pelzlieferanten von Fendi einen qualvollen Tod sterben müssen.

„Karl Lagerfeld ist der Sensenmann der Modewelt. Seinetwegen sterben unzählige Tiere einen grausamen Tod, bloß, um als kitschige und geschmacklose Pelze zu enden“, so Mimi Bekhechi, Director von PETA UK. „PETA fordert Lagerfeld auf, sich Armani, Ralph Lauren und Calvin Klein anzuschließen und grausam gewonnene Pelze nicht mehr zu nutzen – und bittet alle Kunden, Fendi aus dem Kleiderschrank zu verbannen, bis dies umgesetzt wird.“

PETAs Motto: „Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen“.

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass über 85 Prozent der heute verkauften Pelze aus Farmen stammen, die Nerze, Füchse und andere Tiere das ganze Leben lang in Käfigen und stinkenden Schuppen halten, um ihnen dann die Haut abzuziehen, manchmal sogar lebend. Bei zahlreichen Ermittlungen in Pelzfarmen in unterschiedlichen Ländern konnten grausame, unhygienische Bedingungen und extremes Tierleid dokumentiert werden: Tiere ohne Gliedmaßen, Tiere mit schwelenden, unbehandelten offenen Wunden und Tiere mit erheblicher psychischer Qual. Nach Augenzeugenberichten wurde auch Tiernachwuchs in Käfigen neben den toten und verwesenden Körpern ihrer Mütter beobachtet.


Die verheerenden Auswirkungen des Beifangs

Die Crew des Sea Shepherd Schiffs Bob Barker hat erschreckende Aufnahmen von den verheerenden Folgen des Beifangs gemacht. Das Filmmaterial zeigt, wie Haie gefangen, aus dem Meer gezogen und anschließend wieder zurückgeworfen werden. Die Aufnahmen wurden von der Sea Shepherd Crew während einer kürzlich erfolgten Patrouille in gabunischen Gewässern in Zentral-Westafrika gemacht. Seit April hat die Bob Barker Patrouillen in der Region im Rahmen der Operation Albacore durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine neue Kampagne, um der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei entgegenzuwirken. Sie findet unter der Leitung der Regierung von Gabun statt.

Vom weltweit im Atlantik gefangenen Thunfisch werden 20% in der Ausschließlichen Wirtschaftszone von Gabun gefangen, vor allem durch die große industrielle Ringwadenfischerei. Diese Fischereimethode verwendet ein Netz, welches um ein komplettes Gebiet oder einen Fischschwarm ausgelegt wird. Die Unterseite des Netzes wird anschließend mit einer Schnürleine zugezogen, formt durch die Schließung am Boden einen „Beutel“ und verhindert so, dass die Fische nach unten schwimmen und entkommen können. Häufig werden auch Nichtzielarten, wie Haie, Delfine, Rochen und Schildkröten in diesen Netzen gefangen und als Beifang bezeichnet. Diese Tiere werden dann wieder ins Meer geworfen, falls sie den Stress des Fangs und das Gewicht der sie umgebenden Fische während sie an Deck gezogen werden, überleben. Viele sterben allerdings und werden anschließend als Müll entsorgt.

“Beifang ist eine der Hauptursachen der globalen Überfischung und hat verheerende Auswirkungen auf die Weltmeere”, sagte der Kampagnenleiter von Operation Albacore, Captain Peter Hammarstedt. “Wir loben die Regierung von Gabun für ihre direkte Vorgehensweise. Wir sind stolz darauf, ihre Bemühungen unterstützen zu können, um die Überwachung und Strafverfolgung in den gabunischen Gewässern zu verbessern”, teilte er abschließend mit.

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2 Kommentare zu “Riesiger „Karl Lagerfeld“-Sensenmann sprengt Jubiläumsfeier von Fendi

  1. Lieber Wolodja,

    Eine zeitlang schien es so, dass Karl Lagerfeld nun pelzfrei auftrete, aber offenbar ist er wieder rueckfaellig geworden! Ich hoffe, dass Peta ihn nun endgueltig ueberzeugen kann, dass Gewalt nie Mode sein kann! Bis jetzt hoerten viele Couturiers auf Petas Stimme und haben heute voellig pelzfreie Sortimente! (u.a. Stella McCartney und Vivienne Westwood)

    Wir koennen froh sein, dass es Sea Shepherd gibt, denn ohne sie, waere es auf diesem Planeten noch schlimmer! Die Ausbeutung der Meere und ihrer Bewohner spielt sich ab in ungeheuren Ausmassen und ist ein grosser Schmerz fuer mich!

    Inzwischen liebe Gruesse an Dich von Deiner Siraganda im Tierschutz

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