Gänse und Enten

Beitrag von Tierschützerin Claudia Marrapodi

Millionen Jahre fuer einen Troll

Sei ein Licht fuer alle Lebewesen

Die horrende globale Tierausbeutung zu Lande und zu Wasser ist ein Beweis dafuer, dass die Bestie Mensch nicht das Mass aller Dinge ist, sondern das richtige Mass allen Dingen gegenueber verloren hat! Oder hat sie es gar nie besessen? Ein Fœtus braucht 9 Monate, um zu einem perfekten kleinen Wesen heranzureifen! Wie kommt es nun aber, dass das menschliche Gehirn Millionen von Jahren braucht, bis es endlich richtig tickt? Und ob es das je wird, steht in den Sternen!

Tatsache aber ist, dass dieses Pfuschwerk (das menschliche Gehirn) nun auf den Planeten und seine Bewohner losgelassen, offenbar einem groesseren Plan ins Handwerk pfuscht und ihn sabotiert! Wie kann ein fehltickendes Gehirn eine solche Zerstoerungsmacht entwickeln und entfalten? Welche Kraft wird es wann in die ihm gebuehrenden Schranken weisen oder richtig stellen? Die Geduld jener, die sich diese Frage stellen, wird allerdings auf eine sehr harte Probe gestellt, denn ihr (dieser Frage) verweigert sich der gesunde Menschenverstand!

Fazit: ein perfekt funktionierender Kosmos und ein nichtfunktionierendes Menschengehirn! Meine persoenliche Antwort: fehlende Liebe – es fehlt dem Menschen die Liebe! Nun gehe er hin und suche sie….

Wie kann es z.B. sein, dass beim Anblick der folgenden Bilder einem fuehlenden Wesen nicht das Herz aufgeht und es spontane Liebe und ein tiefes Mitgefuehl fuer solch wundervolle, allerliebste Wesen entwickelt!

Das Wunder des Lebens – ein werdendes Enten-Kueken

Wundervolle Gaense – Diese Spezies wird besonders kriminell und ruecksichtslos ausgebeutet beim Lebendrupf und in der Gaenseleber-Industrie. Wie kann ein normal schlagendes und fuehlendes Herz so ein feiges Verbrechen gutheissen? Darauf gibt es nur eine Antwort: nur ein Nichtfuehlendes Individuum ist dazu imstande!

Sir Roger Moore hat das Herz am richtigen Fleck! Zusammen mit Peta kaempft er gegen die grausame Foie-Gras-Industrie! Wir danken ihm fuer seinen unermuedlichen Einsatz! Er ist auch ein fleissiger Aiderbichler, kaempft gegen Mastanlagen und ist stets dort, wo die Tiere ihn brauchen!

Friedrich Muelln von SOKO bei der Rettung von gequaelten und
ausgebeuteten Gaensen! Auch ihm gebuehrt unser tiefster Dank!

Habt ein Herz fuer diese unschuldigen, wundervollen Geschoepfe,
welche ein Recht auf Leben haben, genauso wie wir!

Entenmutter mit Kindern! Jaeger – lass ab von Deinem blutigen Ansinnen, denn
auch diese Mutter liebt ihre Kinder, welche leben wollen, wie DU!

Mit diesen suessen Babies verabschiede ich mich fuer heute
und sende allen Blog-Lesern und Freunden liebe Gruesse
Eure Siraganda

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45 Kommentare zu “Gänse und Enten

  1. Siraganda: „Die horrende globale Tierausbeutung zu Lande und zu Wasser ist ein Beweis dafuer, dass die Bestie Mensch nicht das Mass aller Dinge ist, sondern das richtige Mass allen Dingen gegenueber verloren hat! Oder hat sie es gar nie besessen? Ein Fœtus braucht 9 Monate, um zu einem perfekten kleinen Wesen heranzureifen! Wie kommt es nun aber, dass das menschliche Gehirn Millionen von Jahren braucht, bis es endlich richtig tickt? Und ob es das je wird, steht in den Sternen!“

    Sehr kluge Worte, liebe Siraganda!
    Ich bin pessimistisch! Der Mensch wird auch noch in tausenden Jahren eine brutale Bestie sein, das zeigt sich jetzt schon! Es wird eher schlimmer, durch die Überbevölkerung. Enten und Gänse sind besonders schlimm dran, sie werden in Massen gequält. Und gerade Enten und Gänse sind besonders kluge Tiere, die Hunden und Katzen in nichts nachstehen.

    • Lieber Bernd, liebe Freunde,
      ja, die Welt wird immer schlimmer – dies ist von Tag zu Tag ersichtlich! Man hat foermlich das Gefuehl, die Welt sei aus den Fugen geraten! Heute habe ich gelesen, die Temperatur sei in Alaska auf 31 Grad gestiegen! Falls es das Untier Mensch in tausend Jahren noch gibt (was ich nicht hoffe, aber befuerchte) so wird seine Bestialitaet eine Dimension erreicht haben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen koennen, denn da schiebt offenbar keine hoehere Instanz den Riegel vor! Der Mensch – also doch das Non Plus Ultra unter der Sonne – mit einer Zerstoerungskraft, welche diejenige der atomaren Zerstoerungskraft uebersteigt, denn die ist trotz aller Schaedlichkeit auf einen bestimmten Radius beschraenkt – die Zerstoerungskraft des Menschen aber ist eine freie Radikale, die da weht, wo sie will…und alles in ihren Sog hineinzieht und bis zur Unkenntlichkeit entstellt und zerstoert!

  2. Liebe Siraganda,

    zu deiner Frage, wie es komme, dass der Mensch so eine Bestie, das garstigste Wesen auf diesem Planeten sei, möchte ich eine Antwort anbieten.

    Gemäß der altindischen Philosophie war dies nicht immer so. Es soll sehr lange Zeiten gegeben haben, in denen der Mensch keinem Wesen etwas antat und froh und glücklich war. Dies waren die goldenen Zeiten.
    Das jetzige Zeitalter aber ist ein schreckliches (Khali-Juga), in dem der Mensch all seine Weisheit verloren und vergessen hat.
    Diese altindische Theorie sagt aber, dass diese schreckliche Zeit, in der der Mensch so sehr tief gesunken ist, bald (was auch immer das heißen mag) vorbei sein soll.

    Wir merken ja schon heute, dass mehr und mehr Leute (natürlich immer noch viel, viel zu wenige) ein neues Bewusstsein haben und sich anders gegenüber anderen Lebewesen verhalten.
    Das Bewusstsein der Menschen soll sich weiterhin verändern und mit einem Schlage soll es dann klar sein.

    Ich hoffe so sehr darauf, denn so wie bisher kann es auf keinen Fall weitergehen. Vielleicht erlebe ich dies noch.

    Ich sende dir allerherzlichste Grüße!

    • Liebe Natur-Freundin,
      entschuldige bitte meinen Einwand, jedoch da ich in keinerlei Weise auch nur annähernd religiös angehaucht bin und dementsprechend u.a. auch nicht die vedische Kosmologie hinsichtlich jener vier Yuga-Zyklen für das Gelbe vom Ei halte, scheint mir Deine Antwort auf Siraganda´s Frage leider nicht so recht ins Schwarze zu treffen, zumal sich jene vier verschiedenen Zeitalter laut jener sogenannten „altindischen Philosophie“ ja auch zyklisch wiederholen und somit das Bewusstsein der Menschen letztlich einem kontinuierlichen Wandel ausgeliefert ist.

      Bibelgläubige Christen predigen unter Berufung auf das vermeintliche Wort Gottes hinsichtlich unserer gegenwärtigen Zeit ja auch einen mehr und mehr zunehmenden Verfall von Moral, gestörten Beziehungen zwischen Menschen, Materialismus, Lüge und Verbrechen. Und im Weltgericht Gottes – so glauben es jedenfalls bibelgläubige Fundamentalisten – wird Gott die Spreu vom Weizen trennen und die Spreu muß dann in der Hölle schmoren und der Weizen darf ins Paradies, in welchem es für alle Geschöpfe dieser Erde letztlich nur noch Harmonie und Glückseligkeit geben soll.

      Sorry bitte, aber ich persönlich glaube weder an biblische Prophezeiungen noch an den Buddhismus und auch nicht an die vedischen Schriften und beherberge dennoch eine unverwüstliche Hoffnung in meinem Herzen, nämlich jene, dass – falls uns Menschen unser immer mehr stöhnender und ächzender Planet noch eine Chance dazu geben sollte – eines Tages eine neuer Morgen anbrechen wird – und dies besonders für alle leidenden und gemarterten Tiere dieser Welt!
      Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

  3. Liebe Natur Freundin,
    erst einmal ganz herzlichen Dank fuer Deinen sehr interessanten Kommentar, der mir voll aus dem Herzen spricht! Gemaess der altindischen Weisheit, welche ueber Millionen von Jahren zurueckreicht, befinden wir uns tatsaechlich im Kali Yuga, dem dunklen Zeitalter des Krieges und der Vernichtung! Ich studiere das Srimad Bhagavatam, die Bhagavad Gita und das Sri Chaitanya Charitamrita und befinde mich hierin auf heimischem Boden! Dein Statement trifft zu! Dieses goldene Zeitalter ist aber nicht vor 300’000 Jahren zu erwarten, und wird eingelaeutet durch das Kommen des Kalki Avatars aus Shambala! Die Frage ist nun: wo wird sich der Mensch in 300’000 Jahren befinden? Ist er ueberhaupt noch da? Wird es das Leben, wie wir es jetzt kennen, auf der Erde noch geben?

    Avatare kommen immer genau im richtigen Moment und zwar der Reihe nach, um die universelle Ordnung wieder herzustellen, so etwa Buddha (der die damals korrupten Veden abschaffte), Shankara (der sie wieder einfuehrte, aber den unpersoenlichen Aspekt), Madhva (der den persoenlichen Aspekt der Veden einfuehrte aber mit strikter Trennung zwischen Gott und seinen Geschoepfen) und schliesslich Sri Chaitanya, der die Veden wiedereinfuehrte unter dem Aspekt des ‚Acynthia bheda abheda Tattva‘, d.h. Gott und die Seelen (in Steinen, Pflanzen, Tieren und Menschen, denn der Koerper ist nur ein Kleid je nach den illusorischen Wuenschen der Seele) sind gleichzeitig eins und verschieden! Denn waeren wir nur eins mit Gott, muessten wir nicht vom Unwissen befreit werden, und waeren wir nur verschieden von ihm, gaebe es in der Welt nur boeses!

    Fazit: wenn die Welt in 300’000 Jahren noch da ist, wird es interessant zu sehen, was der Kalki Avatar machen wird, wenn er das goldene Zeitalter einlaeutet, oder ob das kollektive Karma dermassen schwer sein wird, dass es zu einer globalen Vernichtung kommt! Die vedische Zeitrechnung ist sehr kompliziert und weitlaeufig und hier kann ich nicht auf die weiteren Berechnungen eingehen, da es nicht nur Kalpas (Zeitalter), sondern auch Maha Kalpas (Aeonen) gibt! Man kann das ganze tatsaechlich bis auf die Minute berechnen, aber da ich in Mathematik sehr schlecht bin, werfe ich hier das Handtuch! Veda heisst: Wissen und NICHT Glauben, das sei hier noch gesagt!

    Inzwischen ganz liebe Gruesse an Dich – Deine Siraganda im Tierschutz

    • Liebe Siraganda,
      da Du am Schluss Deiner Ausführungen ausdrücklich betonst, Veda würde auf „Wissen“ und keineswegs auf Glauben beruhen, so muss ich leider auch hier einhaken und meine diesbezügliche Skepsis äußern, denn mag Veda wörtlich übersetzt auch Wissen oder sonst was heißen, so sind und bleiben die vier Veden „Rigveda“, „Samaveda“, „Yajurveda“ und „Atharvaveda“ dennoch eine zunächst mündlich überlieferte und erst später verschriftete Sammlung religiöser Texte im Hinduismus. Wie aber können Sammlungen religiöser Texte, Gesänge und angeblicher Offenbarungen auf „Wissen“ beruhen, zumal letztlich jede Religion von dem sehr fragwürdigen Glauben beseelt ist, im Voll-Besitz der höchsten Erkenntnis und absoluten Wahrheit zu sein?

      Desweiteren frage ich mich natürlich auch: Was hat all dieses vermeintliche „Wissen“ hinsichtlich der Veden in Vergangenheit und Gegenwart hinsichtlich des immer noch vorherrschenden ungerechten und unsozialen Kastensystems dem indischen Volk gebracht und beschert? Welch einen Wert hat dieses „Wissen“ letztlich angesichts einer religiösen Anschauung, die alle Lebewesen in dieser in ständigem Entstehen und Vergehen begriffenen Welt einer Hierarchie des Seins unterordnet, die bei den Pflanzen beginnt und bei den höchsten Göttern endet und in welcher die Menschheit wiederum als das Mittelstück in dieser Hierarchie in zahlreiche Klassen zerfällt, als deren oberste die Hindukasten gelten? Sind z. Bsp. die Kaste der Brahmanen, die der Kshatriyas, der Vaishyas und Shudras ein Resultat jenes „Wissens“ oder eher ein verwerfliches Produkt religiösen Irrglaubens?

      Und wenn man einmal darüber nachdenkt, dass im Hinduismus ja auch der ganze Kosmos von der Vergeltungskausalität aller Taten (Karma) beherrscht wird, die jedem Wesen, das geboren wird, seinen Platz aufgrund seiner guten oder bösen Handlungen in einer vorausgegangenen Existenz anweist, dann stellt sich für mich erneut die Frage, ob sich diese vedischen Schriften tatsächlich auf „unleugbare Fakten“ oder eher auf religiösen Vorstellungen und Hirngespinsten gründen. Für mich ist und bleibt letztlich jegliche Religion immer nur Opium für das Volk! Christen beispielsweise, die sich nach „Erlösung“ sehnen, flüchten sich in das angeblich „geoffenbarte“ Wort Gottes namens Bibel – währenddessen für einen hinduistischen Gläubigen statt der „Heiligen Schrift“ eben die „Bhagavadgita“ u.a. vedische Schriften der Schlüssel und einzig gangbare Weg zu seiner „Erlösung“ sind.

      Nur noch so viel des „Guten“: Da das Internet ja bekanntlich eine Fundgrube ist, in der man vieles findet, habe ich mir einmal das sogenannte Herzstück der vedischen Schriften, die „Bhagavad-gita“ ins Deutsche übersetzt heruntergeladen und zu Gemüte führen wollen, was ich aber sogleich wieder sein und bleiben ließ, denn bereits schon ein ganz am Anfang stehender Satz hatte mir umgehend den „Appetit“ auf diese „köstliche Speise“ verdorben. Ich zitiere: „Ich wurde in finsterster Unwissenheit geboren, und mein spiritueller Meister öffnete mir die Augen mit der Fackel des Wissens. Ich erweise ihm meine achtungsvollen Ehrerbietungen.“

      Aha, ein sog. „spiritueller Meister“ öffnete also dem Verfasser dieser vedischen Schrift mit der „Fackel des Wissens“ die Augen und pflanzte somit die Wurzel des spirituellen Pfades und auch die Grundlage aller spirituellen Erlangungen in dessen Leben und Bewusstsein. Und gemäß buddhistischer sowie auch hinduistischer Lehre gilt es natürlich in solcherlei Fällen dann auch ohne Wenn und Aber, einen derartigen Guru wie einen Gott zu betrachten und ihm mit einem Geist des Vertrauens und der Hingabe Geschenke und Dienstleistungen darzubringen und seine „Güte“ dadurch zu erwidern, dass man seinen Rat befolgt, seine Unterweisungen praktiziert und sich in all seinen Gedanken und auch Taten aufrichtig auf solch einen „wahrheitslehrenden“ Meister verlässt. Da es aber nicht mein „Ding“ ist, mich jemals wieder auf religiöse (Ver)-Führer jeglicher Coleur verlassen zu wollen, erklärt es sich sicherlich von selbst, weshalb mir jener Appetit auf die zirka 350 Seiten umfangreiche PDF-Datei namens „Bhagavadgita“ sehr schnell wieder vergangen ist.

      Wenn Du also schreibst, liebe Siraganda, dass Veda = Wissen und nicht Glauben bedeuten würde, so solltest Du mir auch die Freiheit meiner diesbezüglich persönlichen Ansicht und Meinung zugestehen, die da schlicht und einfach lautet: Veda heißt und bedeutet letztlich nichts anderes als einfältiger Glaube an eine Schriftensammlung religiöser Texte und ein solcher Glaube kann meines Erachtens nach Definitionen und Begriffe wie „Wissen“ bzw. „höchste Erkenntnis“ nicht für sich in Anspruch nehmen.
      Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

      • Lieber Wolodja,
        der langen Rede kurzer Sinn: entweder man vertraut einem System, welches die Lebewesen dieser Erde ausbeutet, oder man vertraut einem System, welches die Lebewesen dieser Erde achtet! In Bezug auf die Veden wird und wurde im Westen sehr viel gelogen – und ich Weiss nicht, ob es Dich wirklich interessiert, diesen Faden da oben aufzurollen! Ich warte noch auf die Freischaltung meiner anderen beiden Kommentare und bin erfreut, dass sich viele Stimmen an der heutigen Diskussion beteiligt haben! Dies zeigt, dass wir alle gemeinsam, jeder auf seine eigene Weise auf der Suche nach Gerechtigkeit sind und hoffen, diese irgendwo zu finden! Dies haben wir den empathielosen Menschen voraus – und dies ist ein Zeichen der Hoffnung fuer mich!

        In diesem Sinne liebe Gruesse an alle und danke fuer die Diskussion!!!!

      • Liebe Siraganda,
        bezugnehmend auf Deine Aussage: „Entweder man vertraut einem System, welches die Lebewesen dieser Erde ausbeutet, oder man vertraut einem System, welches die Lebewesen dieser Erde achtet!“, hat dieses Entweder – Oder im Zusammenhang mit dem hier vielseitig diskutierten Hinduismus leider einen Haken, denn bezüglich des Hinduismus stellt sich unweigerlich die Frage, inwiefern diese Religion Lebewesen eigentlich und tatsächlich achtet, wenn jeglicher gute und respektvolle Umgang mit nichtmenschlichen Leben letztlich nur dem persönlichen Nutzen und Vorteil in einem späteren Leben und somit dem sogenannten „Karma“ geschuldet ist und wahrscheinlich in vielerlei Fällen weniger der Vernunft und dem menschlichen Mitgefühl zuzuordnen ist.

        Und dann gibt es noch einen weiteren Haken an diesem Entweder – Oder, denn wie uns ein Albert Schweitzer lehrte, dient Tierschutz ja auch der Erziehung zur Menschlichkeit. Doch jene Menschlichkeit widerum steht in einem krassen Widerspruch zu jener Tatsache, dass die krassen Unterschiede zwischen Arm und Reich und ebenso jene krassen Unterschiede zwischen den angeblich „Reinen“ und angeblich „Unreinen“ im Hinduismus offenbar als gottgewollt bzw. als völlig „normal“ und „selbstverständlich“ gelten.

        Fazit: Beide oben benannten Systeme scheinen gleichermaßen schlecht zu sein und nicht sonderlich viel zu taugen!

        Und wenn Du meinst und schreibst, dass in Bezug auf die Veden im Westen sehr viel gelogen wird und gelogen wurde, so heißt es hier wohl oder übel aufzupassen, dass ein solches Argument nicht zu jenem Strohhalm wird, an dem man sich als Befürworter bzw. auch als Sympathisant einer Religion krampfhaft festzuhalten versucht. Na klar doch: Wenn alles nur gelogen ist, dann kann man ja auch weiterhin ganz getrost an allem festhalten, was man bisher geglaubt hat. Aber mich interessiert weit weniger, was im Westen über jene Veden alles so erlogen und gelogen wurde, sondern mich interessiert viel mehr, wo ich angesichts meiner hinterlassenen Kommentare diesen angeblichen Lügen aufgesessen bin und diese womöglich nur nachgeplappert habe. Aber Hand auf´s Herz, denn da brauchen wir wohl Jahrzehnte dazu, wenn es gilt, darüber zu diskutieren, was letztlich Lügen und letztlich Wahrheiten sind …….
        Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

      • Lieber Wolodja,
        ich will mir jetzt hier die Muehe trotzdem nehmen, nachdem ich noch verschiedenes erledigt habe, also:
        Das Shrimad Bhagavatam ist die Essenz aller Veden und befasst sich mit allen Themen, welche in den anderen Veden vorkommen! Dabei geht es bei weitem nicht NUR um Religion! Ein ganz wichtiger Zweig ist das Ayurveda, die Wissenschaft der Medizin, in welcher kein Platz ist fuer Tierversuche und Fleischprodukte! Die Ayurveda-Medizin geht zurueck auf den Avatar Dhanvantari und gilt als Apaurusheya (gottgegeben)! Dabei wird der Schwerpunkt auf Vorbeugen gelegt (bei uns auf heilen)! In der vedischen Zeit bezahlte man den Arzt, wenn man gesund war und wenn man krank wurde, bezaehlte man ihn nicht, weil es seine Schuldigkeit war, die Leute gesund zu halten!

        Bezueglich des sogenannten Kastensystems: dies ist ein Begriff aus der Zeit der portugiesischen Besetzung, welche das Varnashrama Dharma total falsch verstanden hatten! Dies heisst aber nicht, dass es nicht auch in der vedischen Zeit zu schlimmen Uebergriffen von Seiten der Brahmanen kam, welche das VD nun als vererblich erklaerten, was aber nicht im Sinne der vedischen Kultur war! Auch gab es eine schlimme vedische Zeit, in welcher Tiere geopfert wurden, was im Kali Yuga verboten ist! Deshalb kam ja Buddha, um dieses Massaker abzustellen und dazu musste er die Veden ausser Kraft setzen!

        Den Begriff des Guru, des Lehrers, verstehen die westlichen Menschen nicht, schon weil ihnen die Demut dazu fehlt! Die Hingabe an jenen Menschen, welcher die Hoehen und Tiefen des Lebens gemeistert hat, also der spirituelle Meister, hat eine sehr wichtige Funktion im Leben der oestlichen Menschen! Hier noch eine Anekdote, wie es zur sogenannten Bilderverehrung des Meisters kam: Einmal naeherte sich ein Schueler einem Meister und bat ihn, dass er ihn aufnehme, worauf der Meister ihn ablehnte! Nach mehrmaligen Bitten fruchtete das Ansinnen des Schuelers immer noch nichts und so schuf er eine Statue von seinem Meister, lernte alles ganz genau nach Vorschrift und machte alle Uebungen nach Vorschrift – und bestand die Pruefung, worauf der Meister ihn annahm! (Hierbei handelte es sich um einen Kungfu-Schueler und seinen Meister), das Prinzip trug aber Fruechte und verbreitete sich im ganzen Osten! Nun passierte aber folgendes: viele Meister kamen aus dem Osten und ordinierten westliche Schueler zu Meistern, weil sie denen vertrauten, aber in vielen Faellen kam es hierbei zu Katastrophen und Uebergriffen, weil die Westler ganz einfach das System nicht kannten und entsprechend versagten! Also ein westlicher Guru ist mit Vorsicht zu geniessen – manchmal auch ein oestlicher, denn das Aufsteigen zum Guru garantiert ihm Respekt und eine sichere Einnahmequelle! Dies ist aber eher die Ausnahme von der Regel – der Rest ist westliche Hetze!

        Veda heisst Wissen, aber Wissen nachdem man es jahrelang studiert hat, sonst bleibt nur entweder Respekt davor, oder eben Nichtrespekt! Das kann sich jeder selbst aussuchen!

        Liebe Gruesse an Dich von Deiner Siraganda im Tierschutz

      • Liebe Siraganda,
        danke für Deine Mühe, jedoch was soll ich Dir auf Deine Zeilen antworten? Meine Vernunft sagt mir augenblicklich, dass es wahrscheinlich besser und hundertmal vernünftiger ist, wenn ich mich an dieser Diskussion fortan nicht mehr beteilige, denn eines liegt doch klar und deutlich auf der Hand:

        So wie meine Worte und Positionen zum Hinduismus und den vedischen Schriften bei Dir offenbar nur als dummschwätziges Geplapper und als Schall und Rauch ankommen, so verhält es sich auch umgekehrt. Mit anderen Worten:

        So wie Du mich nicht überzeugen kannst, dass der Hinduismus und die vedischen Schriften etwas Gutes und Wahrhaftiges sind, so kann auch ich Dich nicht überzeugen, dass all dieser von Dir ehrfürchtig verteidigte religiöse Krimskram etwas Schlechtes und Unwahrhaftiges ist. Demnach reden wir einander vorbei, was wahrscheinlich auch irgendwie logisch ist, denn während Dir der Hinduismus offenbar das Tor zum Licht der Welt und des Universums geöffnet hat, ist und bleibt jegliche menschenverdummende Religion für mich ein rotes Tuch, mit welchem ich mich leider nicht mehr anzufreunden vermag.
        Liebe Grüsse – Wolfgang

  4. Naturfreundin:

    „Gemäß der altindischen Philosophie war dies nicht immer so. Es soll sehr lange Zeiten gegeben haben, in denen der Mensch keinem Wesen etwas antat und froh und glücklich war. Dies waren die goldenen Zeiten.
    Das jetzige Zeitalter aber ist ein schreckliches (Khali-Juga), in dem der Mensch all seine Weisheit verloren und vergessen hat.
    Diese altindische Theorie sagt aber, dass diese schreckliche Zeit, in der der Mensch so sehr tief gesunken ist, bald (was auch immer das heißen mag) vorbei sein soll.“

    Liebe Naturfreundin, das mag ja die altindische Religion (Religion! Philosophie ist was anderes!) behaupten, ist aber großer Mumpitz und eben Religion. Ähnliches findet man im Christentum, bei dem Glauben an das Paradies vor dem angeblichen Sündenfall. Solche kruden Thesen sind verständlich, sehnten doch die Menschen zu allen Zeiten ein vergangenes „goldenes“ Zeitalter herbei, welches sie in der Vergangenheit vermuteten. Nur so ein Zeitalter gab es nicht. Von Anfang an in der Evolution fraß ein Lebewesen das andere und war egoistisch nur auf sich bedacht, eine Überlebensstrategie der eigenen Art. Erbarmen gab es nie und gibt es nie in der Natur, und der Mensch ist nun mal nichts anderes als ein Lebewesen wie jedes andere. Die Welt kommt nur dadurch aus dem Gleichgewicht, weil sich der Mensch so unheimlich ausgebreitet hat, dadurch kommt alles aus den Fugen. Die alten Inder hatten noch nicht diesen Durchblick, sahen die Welt übersinnlich an, aber doch wir aufgeklärten Menschen glauben doch an solchen Mumpitz nicht mehr!!!

    Die heutige Situation der Überbevölkerung auf diesem Planeten ist vergleichbar mit der Situation auf einer Insel (den Namen weiß ich nicht mehr), dort kamen durch Seefahrer Ratten auf die Insel, vermehrten sich so extrem, daß sie alles kahlfraßen und so gut wie alle anderen Arten gingen ein, bis zu dem Zeitpunkt wo die Rattenpopulation von selbst kaputt ging, wieder auf ein normales Maß sich reduzierte. Aber immer noch sollen enorme Schäden auf dieser Insel zu verzeichnen sein.

  5. Nach der Einwanderung der Arier („Arya“) um 1500 v. Chr. in die nördlichen Flussebenen des Indus und des Ganges beginnt die frühvedische Zeit (1500–1000 v. Chr.). Die Veden sind eindeutig das Herrschaftsgebäude der Arier über die bis dahin in Indien lebenden Indusvölker. Mit dieser Ideologie unterdrückten sie die angestammten Völker und dies bis heute. Es ist dies die Religion der Arier, die aus den nordwestlichen Grassteppen kamen und mit Krieg und Versklavung die ansässigen Indusvölker überzogen und dann die Herrschaft ausübten. Bis heute ist es Angehörigen der alten Indusvölker verwehrt in die höchsten Kasten aufzusteigen. Die Veden dienten einzig und allein der Unterdrückung der Indusvölker und der Sicherung der Vorherrschaft der Arier. Eine ganz üble Sache und es ist mir unverständlich, daß in der europäischen Aufklärung aufgewachsene Europäer sich zu fernöstlichen Religionen hingezogen fühlen.

    Leute, diese Veden sind aus menschlichen Gehirnen entsprungen, wurden mündlich weitergegeben und später aufgeschrieben. Aus Menschengehirnen!!! Reine Fantasie um Herrschaft auszuüben, um eine Priesterkaste zu schaffen, die bis heute schmarotzend lebt, während das einfache Volk verdummt wird und bis zu größter Armut ausgebeutet wird.

    • Lieber Bernd,

      die sogenannte ‚Arier-Theorie‘ ist eine Erfindung der Indologen zur Zeit der englischen Kolonialherrschaft, um damit ihre Ueberlegenheit ueber die indischen Voelker zu ‚beweisen‘!

      Das sogenannte Kastensystem ist eine Erfindung der Portugiesen (Casta ist ein portugiesisches Wort) in Anlehnung an den Lebensstil des Varnashrama Dharma, welches nicht vererblich war und die Leute in vier Berufszweige einteilte: den weissen (Bramanas), den roten (Kshatrias), den gelben(Vaishyas) und den schwarzen (Shudras)! Diejenigen, welche nicht in diesen vier Zweigen vertreten waren, nannte man Chandalas (Hundefresser), da sie sich vornehmlich von Fleisch und hier insbesondere von Hundefleisch ernaehrten! Diese sind und waren die Unberuehrbaren! Also ich moechte so einen auch nicht in meinem Bette haben!

      Die indische Geschichte ist aeusserst komplex und erstreckt sich ueber Riesenzeitraeume hinweg, aber den meisten seelischen Schaden erlitt und erleidet Indien durch den agressiven Islam, der mit seiner unvorstellbaren Grausamkeit alles in den Schatten stellt, was sonst ueber diese Erde ging, vor allem in Bezug auf die Gemeinschaft der Sikhs, welche erst nach den barbarischsten Uebergriffen durch die muslimische Despotie sich das Recht nahmen, sich ‚Singh‘ – Loewe – zu nennen und ein Schwert zu tragen!

      • Liebe Siraganda,
        entschuldige bitte, dass ich abermals Schwierigkeiten habe, einige Deiner hier gemachten Aussagen zu verstehen und nachvollziehen zu können. Wenn laut Deiner Meinung das „sogenannte Kastensystem“ in Indien nur eine Erfindung der Portugiesen ist, dann gibt es wohl Deiner Meinung nach überhaupt kein Kastensystem im hinduistischen Indien?
        Ist dann alles etwa nur ein Märchen, dass z.Bsp. die Brahmanen als die Studierenden der vedischen und heiligen Schriften, die Kshatriyas als Kriegerkaste, die Vaishyas als Kaste der Händler und Hirten hoch oben über den Armen thronen und schliesslich die Shudras als dienende Kaste für die oberen Schichten ihren Kopf hinhalten müssen und diese vier Kasten sich dann auch noch in hunderte von Jatis aufteilen und somit die soziale und familiäre Dimension im Kastensystem der Hinduisten alles andere als auch nur annähernd positiv bewertet werden kann?

        Wenn dieses Kastensystem nur eine Erfindung der Portugiesen sein soll, muss ich dann etwa annehmen, dass jene Pyramide auf nachfolgendem Bild ebenso nur eine Erfindung ist und diese verabscheuungswürdige Einteilung der Menschen in Gruppen und die damit verbundene strenge Rangordnung keine Merkmale der hinduistischen Religion sein würden?

        Und was ist mit den sogenannten Dalits oder Unberührbaren, die ja nach hinduistischen Glauben als „unrein“ angesehen und dementsprechend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden? Die Brahmanen der oberen Kaste gelten dagegen als „rein“ und sind bestrebt, sich von den vermeintlich „Unreinen“ fernzuhalten. Wenn das alles nur eine Erfindung boshafter Portugiesen ist, dann muss ich dies alles wohl nur geträumt haben und ziehe in diesem Fall selbstverständlich respektvoll meinen Hut vor der hinduistischen Religion, die jene Klassenunterschiede offenbar weder lehrt noch predigt, sondern dank ihres „intellektuellen Wissens“ hoffentlich bekämpft und aus der Welt zu schaffen bemüht ist.

        Mit lieben Grüssen – Wolfgang

  6. Hier noch einige Bemerkungen in eigener Sache zum Begriff Arier:

    Arya ist ein Sanskrit-Wort und heisst ‚Rein‘! Nur ein Mensch, welcher verschiedene Reinheits-Vorschriften erfuellt, u.a. und vor allem die vegetarische Lebensweise praktiziert, durfte sich Arya nennen! Die Nazis haben sich dieses Begriffes bemaechtigt und ihre eigene Theorie daraus gesponnen, genauso wie sie die indische Swastika usurpierten und fuer ihre Zwecke missbrauchten! Aber Arier gab und gibt es keine in Indien, auch keine ‚Indo-Germanen! Das sind alles an den Haaren herbeigezogene Begriffe aus der Kiste der Kolonisatoren, genau wie jene Messgeraete, Winkel und Zirkel, welche die afrikanischen, arabischen und suedamerikanischen Grenzen zogen! Daher der heutige Salat!

    • Dies ist für mich abermals nicht besonders glaubwürdig, wenn Du schreibst: „Nur ein Mensch, welcher verschiedene Reinheits-Vorschriften erfuellt, u.a. und vor allem die vegetarische Lebensweise praktiziert, durfte sich Arya nennen!“ Glaubst Du wahrhaft, dass die zu den oberen Kasten gehörenden Typen allesamt eine vegetarische Lebensweise praktizieren? Wer´s glaubt, wird hoffentlich selig damit! Aber eines glaube ich sehr wohl, nämlich das sich die zur obersten Kaste zählenden Brahmanen, Priester und Gelehrten auch fleischliche Nahrung einverleiben und sich dennoch dünken und einbilden, sogenannte „Reine“ zu sein und sich daher mit dem Wörtchen „Arya“ ihre vermeintlich goldenen Federn schmücken.
      LG – Wolfgang

      • Brahmanen und Vaishyas, welchen auch der Schutz der Kuehe obliegt, haben die Pflicht, Vegetarier zu sein! Die Kshatryas und die Shudras essen Fleisch! Natuerlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme, ausserdem war und bin ich nicht seit hunderttausend Jahren in Indien und schaue jedem in den Teller! Tatsache ist, dass Ahimsa ein indisches Wort ist, an welchem sich die Welt ein Beispiel nehmen kann! Alle grossen westlichen Philosophen bezogen ihr Wissen und ihre Empathie aus Indien! Mir muss ja niemand glauben, aber ich denke nicht, dass Alfred Ford (Ford Autos) ein Idiot ist, denn im Moment investiert er seine Milliarden in ein vedisches Planetarium!
        LG Siraganda

  7. Also da gíbt es nichts dran zu rütteln, als die Portugiesen nach Indien kamen, da fanden sie das hinduistische Kastensystem vor. Davon schrieben schon die Perser, die Handelsbeziehungen nach Indien hatten, lange bevor die Portugiesen Indien „entdeckten“. Das schlimme an dem Kastensystem ist, daß die Mitgliedschaft in einer Kaste vererbt wird. Hat ein Kind Eltern aus einer niederen Kaste, darf es nie z.B. Priester werden, es muß immer in derselben Kaste bleiben.

    Das erinnert an den Adel in Europa. Ein Nichtadliger konnte nie König werden! Es wurde alles vererbt, bis zur französischen Revolution, wo die Menschen sich dieses Unrecht nicht mehr bieten ließen. Der Hinduismus ist sehr, sehr rückschrittlich, das muß doch einfach einleuchten.

    Siraganda:

    „Lieber Bernd, die sogenannte ‚Arier-Theorie‘ ist eine Erfindung der Indologen zur Zeit der englischen Kolonialherrschaft, um damit ihre Ueberlegenheit ueber die indischen Voelker zu ‚beweisen‘!“

    Es gibt doch daran nichts zu rütteln, daß ein Volk aus den nordwestlichen Grassteppen die in Indien bis dahin lebenden Indusvölker überfielen und unterwarfen. Nenne Sie, wie Du willst, dann eben nicht Arier oder Indogermanen. Fakt ist und unstrittig, daß dieses Volk seine Priester mitbrachte und von denen stammen die Veden. Diese dienten zur ständigen Unterdrückung der Urbevölkerung. Man kann das gut mit der Eroberung Australiens durch die Weißen vergleichen, welche auch den Aborigines das Christentum aufdrängten, zur besseren Unterwerfung.

    Sei es wie es sei, jegliche Religion ist Menschenwerk und Menschenbezogen und damit nicht passend zur Wissenschaft (Evolution). Den Menschen gibt es erst seit einer Million Jahre, vorher gab es den Menschen gar nicht, nur die gemeinsame Urform von vielen Tieren und uns Menschen, ein kleines unscheinbares rattenähnliches Wesen, völlig unbedeutend in einer Zeit als die Saurier die Erde bevölkerten.

    Der Mensch ist eine Fehlentwicklung, kein Tier spinnt sich eine Religion zusammen, nur die Hirne der Gattung Mensch. Schlimm! Aber zum Glück gab es die Aufklärung und seitdem sind wir diese Hirngespinste los. Daß die Religionen immer noch Macht über die Menschen ausüben, ist auch verständlich, zuviel Vorteile müßten Priester, Kapitalisten, Adel, ja alle Ausbeuter, aufgeben. Das tun sie nicht freiwillig, lieber verkleistern sie weiter die Gehirne der Menschen, ein langer Kampf der Wissenschaft gegen Religionen, der noch lange toben wird.

  8. Siraganda:

    „Alle grossen westlichen Philosophen bezogen ihr Wissen und ihre Empathie aus Indien!“

    Die Philosophen der Aufklärung und die Naturwissenschaftler gewiß nicht!

    Siraganda:

    „Mir muss ja niemand glauben, aber ich denke nicht, dass Alfred Ford (Ford Autos) ein Idiot ist, denn im Moment investiert er seine Milliarden in ein vedisches Planetarium!“

    Ford ist ein Paradebeispiel für das Zusammengehen von einem Kapitalisten mit einer Religion. Fords Vorfahren beuteten gnadenlos die Arbeiter aus. Der alte Ford war bekannt als Arbeiterschinder und Gewerkschaften duldete er nicht. Seine Schlägertrupps setzten seine Arbeiter in Angst und Schrecken. Mit solchen Methoden ergaunerte er sich ein Milliardenvermögen, als Ausbeuter! Sein Nachkomme zehrt noch von diesem Vermögen und er kam der Hare-Krischna-Bewegung gerade recht mit seinem vielen Geld, welches er lieber den Arbeiterfamilien geben sollte, die diese Werte schufen.

    Alfred Ford ließ sich einwickeln, als eingeweihter Schüler von AC Bhaktivedanta Swami Prabhupada (Srila Prabhupada) seit 1974. Alfred Ford trat der Internationalen Gesellschaft für Krishna – Bewusstsein (die Hare Krishnas ) im Jahr 1975 und im selben Jahr machte er seine erste Reise nach Indien nach Prabhupada. Er half bei der Gründung des ersten Hindu-Tempel auf Hawaii und spendete $ 500.000 für das Bhaktivedanta Cultural Center in Detroit, und er hat viele bedeutende Spenden an ISKCON im Laufe der Jahre getätigt, so soll Ford den Bau eines vedischen kulturellen Zentrums in Moskau mit geschätzten Kosten von $ 10 Millionen Euro finanziert haben. Er hat auch eine $ 600.000 Villa gekauft, für ein Hare – Krishna – Tempel und Lernzentrum in Honolulu, alles von seinem ererbten Geld. Selbst hat er noch nie gearbeitet, alles geerbt von dem Blutgeld tausender ausgebeuteter Arbeiter.

    Viel, viel Geld für Tempel, welches er sinnvoller für geschundene Tiere in aller Welt ausgeben hätte sollen. Solche Typen, die Millionen ererbtes Geld für Tempel ausgeben, statt für ausgebeutete Menschen oder Tiere, für die habe ich nichts über. Im Sozialismus sind solche Typen enteignet worden, denn ihr sagenhafter Reichtum steht ihnen nicht zu, er ist durch Ausbeutung entstanden.

    • Direkt beeinflusst durch indisches Gedankengut waren u.a. folgende Persoenlichkeiten, wobei ich nur einen ganz kleinen Anteil auffuehre, sonst bin ich morgen noch am Schreiben – und die hatten wir schon alle in den ‚Menschen mit Herz und Verstand‘, nur dass ich davon verstaendlicherweise nichts erwaehnte:

      Schopenhauer, Nietzsche, Einstein, Alfred White Northhead, Dante (Die Sonne des Ganges ging auf in Assisi), Henry David Thoreau, Emerson, Herrmann Hesse (der aber spaeter wieder vom Vegetarismus abkam), William James, Herman Melville, Walt Whitman, Albert Schweitzer und ueber Gandhi natuerlich Dr. Martin Luther King! Und noch viele viele mehr, dies ist nur eine ganz klitzekleine Ausnahme! Aber ich kann gerne jede beliebige Menge drauflegen! Das kann aber doch jeder ernsthaft interessierte Mensch selber tun!

  9. Hier geht es nicht um Ausbeutung, denn Abermillionen von vegetarischen Menues werden jaehrlich weltweit an Hungernde verteilt! Dazu kommen Auffangstellen fuer Kuehe und Spitaeler fuer Menschen. Ich goenne einem reichen Menschen sein Geld, wenn er Gutes damit tut – was seine Vorfahren damit taten interessiert mich nicht!

    • Liebe Siraganda,
      auch wenn ich eigentlich zu dieser Thematik nichts mehr schreiben wollte, so brennt mir doch schon wieder einiges auf meiner Zunge:

      In einem Punkt will und kann ich Dir nicht widersprechen, nämlich in dem, dass seit Tausenden von Jahren im hinduistischen Indien die Ideale des Gewaltverzichts und des Respekts vor den Geschöpfen Gottes hochgehalten werden, womit letztlich eben auch eine vegetarische Ernährung einhergeht und somit der durchschnittliche Fleischkonsum der Inder pro Kopf in etwa das 20-fache geringer ist als der Fleischkonsum eines fleischfressenden Deutschen.

      So lobens – und anerkennenswert dies auch immer ist, so spielt es dennoch keineswegs eine völlig unwichtige Rolle, aus welch einer Motivation heraus viele Inder dazu bereit und willig sind, kein Fleisch anzurühren und stattdessen besser darauf zu verzichten: Sind es moralisch-ethische oder eher religiös motivierte Gründe? Noch deutlicher und klarer: Ist es nicht in den allermeisten Fällen und letztlich der Reinkarnationsglaube, der entscheidend dazu beiträgt, dass die Inder sich mit dem Töten und Essen von Tieren nicht belasten wollen?

      Nun höre ich Dich schon wieder argumentieren, dass dies doch nicht zur Debatte stünde, denn Hauptsache sei doch, dass den Tieren damit geholfen sei, deren Leben dank des Vegetarismus doch immerhin gerettet werden würde. In diesem Sinne hast Du natürlich völlig recht, jedoch angesichts eines vegetarisch lebenden Menschen steht es durchaus zur Debatte, ob ein solcher sich aus moralisch-ethischer Motivation heraus oder stattdessen aus rein gesundheitlicher oder religiöser Motivation heraus eine fleischlose und tierleidfreie Ernährung auf seine Fahne geschrieben hat.

      Andererseits: Du gönnst also jedem stinkreichen Ganoven sein Geld, wenn er nur „Gutes“ damit tut und wie dieser Reichtum angehäuft wurde – das interessiert Dich nicht? Mich schon! Vor allen Dingen interessiert es mich dann, wenn dieser schnöde Mammon auf den Rücken und zum Leidwesen armer und gewissenlos ausgebeuteter Menschen erwirtschaftet wurde, denn dieses Unrecht ist auch mit Abermillionen guter Taten nicht wieder auszubügeln – jedenfalls nicht jenen Menschen gegenüber, die für solche milliardenschweren Goldenen Kälber ins Gras beißen mussten und um des Profits wegen schamlos ausgenutzt und missbraucht wurden. Nein, ein solcher Reichtum wie im Falle dieses Alfred Ford, der für Dich ja alles andere als ein „Idiot“ zu sein scheint – ein solcher Reichtum stinkt mächtig gewaltig in den Himmel, woran auch seine angeblich guten Taten nichts ändern. Und so lange es auf dieser Welt jene verheerend krassen Unterschiede zwischen Armen und Reichen gibt, kann mir niemand erzählen und weismachen wollen, das es angeblich „gute Taten“ sein sollen, für die Errichtung und Unterhaltung prunkvoller und luxuriöser hinduistischer Tempel ohne mit der Wimper zu zucken einen beachtlichen Teil des vorhandenen Vermögens hinzublättern. Dies ist eigentlich aufgrund der weltweiten Gegensätze zwischen Arm und Reich ein Verbrechen gegenüber all denen, die ganz tief unten im Dreck sitzend von alltäglichen Nöten, Sorgen und Existenzängsten heimgesucht werden. Aber wie Du so schön sagtest, interessiert Dich dies alles ja nicht, was ich – ehrlich gesagt – nicht als besonders lobenswert erachte.

      Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

      • Lieber Wolodja,
        Indien hat ja nur ca. 29 Pct. Vegetarier, welche aus vorwiegend ethischen Gruenden auf Fleisch verzichten, aber keine Regel ohne Ausnahme. Wenn dabei der Reinkarnationsglaube eine Rolle spielt, so aber nicht nur, sondern die Tatsache, dass alle Seelen auf der gleichen Stufe stehen! Aber Achtung! Dies gilt natuerlich nicht mehr fuer das heutige Indien, denn ich spreche oben ganz ausdruecklich von gewissen Epochen der vedischen Zeit. Im heutigen Indien sind eben nur die Vishnuiten (vier Schulen, wobei zu einer dieser Schulen die Hare Krishna Bewegung gehoert die von Sri Caitanya gegruendet wurde und nicht von Srila Praphupad, wie viele Leute vermuten). Ausserdem der Sikh-Zweig des Sant Mat, eine bis heute relativ unbeachtet gebliebene Richtung der Sikh-Religion – hervorgegangen aus ihr!

        Zum Thema Alfred Ford: dass seine Vorfahren sich eine goldene Nase verdienten kann man ihm genauso wenig zum Vorwurf machen wie mir, dass mein Grossvater am Amazonas Reiher jagte und Krokodile vergiftete, oder dass der Vorfahre von Bella Gaiser Inhaber einer Grossmetzgerei in der Schweiz war! Dies waere ja biblisch! Man wird also verfolgt und verflucht bis ins dritte und vierte Glied! Da muss ich mich entschieden dagegen verwehren! Ich bin aber nichtsdestro Trotz sehr dankbar, dass Du heute jeden zu Worte kommen liessest und ich danke allen Beteiligten fuer dieses sehr fruchtbare Gespraech, denn wenn man nur immer ja und Amen sagt, so koennte doch so mancher Leser bei sich denken, dies sei doch ein abgekartetes Spiel! Wichtig ist immer, dass man bei seiner eigenen Ueberzeugung bleibt und auf seinen Argumenten beharrt, wenn man diese fuer richtig haelt – und nicht nur schoenreden, um zu imponieren!

        Nun noch etwas, das mir sehr am Herzen liegt! Es ist mir sehr wichtig, dass man versteht, weshalb ich ueberhaupt argumentierte! Dabei geht es mir hauptsaechlich um folgendes! Ich bin der Meinung, dass man jede nur immer moegliche Hilfe im Tierschutz annehmen muss denn bei unserer bescheidenen Anzahl Leutchen koennen wir uns die Mitstreiter nicht aussuchen! Wenn also Gruppierungen, welche uebrigens ebenfalls wie wir klein und in der Minderheit sind, den Tieren helfen, so nehme ICH diese Hilfe an! Jeder andere kann sie ablehnen und in bestimmten Faellen halt dann abwaegen, ob er sich nicht doch fuer das Menschenwohl entscheiden will! Diese Frage stellten uns ja frueher die Vivisektoren: wollen Sie denn ihren Sohn opfern! Ich sage ja, denn ich will nicht, dass mein Sohn oder ich mit einem Schweine- oder Schimpansenherz leben muss, mein Nachbar sagt vielleicht, dass er seinen Sohn oder sich selbst nie und nimmer opfern wolle und das Tier fuer ihn den Kopf hinhalten soll! Wenn Alfred Fords Vorfahren also nach bestimmter Leute Ansicht anderen Leuten geschadet haben, kann er dessen Hilfe fuer die Rechte der Tiere ablehnen! Ich nicht, denn fuer die Tiere mache ich mich sogar zum Clown und setze mir eine rote Nase auf! Dies ist der Unterschied zwischen mir und anderen Menschen, und damit soll es fuer heute genug sein! Morgen mache ich Ferien!

        Nochmals liebe Gruesse an Dich und Dank an alle, die geschrieben haben und ich hoffe, dass es so bleiben wird, denn erst dies macht ja den Blog interessant! Also – bis naechstes Mal!!!!!!!!!!!

      • Einverstanden, liebe Siraganda, dass man einem Alfred Ford nicht zum Vorwurf machen kann, auf welche Art und Weise sich seine Vorfahren eine goldene Nase verdienten. Was ich aber an diesem Alfred Ford überhaupt nicht gut finde, sondern wohl eher verachte und streng verurteile, dass ist jenes zum Himmel schreiende Übel, dass dank seines Vermögens prunkvolle Hare Krishna-Tempel aus dem Boden gestampft werden, die letztlich einen krassen Widerspruch zur Lehre und Ideologie der Hare Krishna-Bewegung darstellen. Oder gehört es etwa nicht zum sogenannten Hare Krishna-Bewusstsein, alles Irdische und Materielle loszulassen? Warum dann solche prunkvollen Tempel? Warum diese „Cadillac´s“ und „Porsche´s“ statt eines einfachen Trabi´s oder Fahrrades?

        Und davon einmal ganz abgesehen: Sehr verwerflich ist ebenso, dass diese Krishna-Bewegung extrem elitär geprägt ist: Auf der einen Seite absoluter Gehorsam der Mitglieder gegenüber der Hierarchie der Gruppe, auf der anderen Seite das Bewusstsein, „besser“ als andere Menschen zu sein und zu den Geretteten und Auserwählten zu gehören. Aber dies ist Deiner Meinung nach sicherlich auch wieder nur eine von vielen „Lügen“, die im bösen Westen über diese Krishna-Bewegung verbreitet werden.

        Bild oben: Hare Krishna-Wolkenkratzer-Tempel in Indien mit 70 Stockwerken zu Ehren von Lord Krishna

        Desweiteren: Wer Krishna nicht mit völliger Hingabe dient, werde ewig in der materiellen Welt voller Leiden (Geburt, Alter, Krankheit und Tod) bleiben, d.h. im ewigen Kreislauf von Geburt und Tod. Nur die Krishna-Diener werden – gemäß dem angestrebten Krishna-Bewusstsein – die höchste Vollkommenheit erreichen und zum höchsten Planeten, dem Krsnaloka (= der höchsten Bewußtseinsebene) gelangen und damit dem ewigen Kreislauf entkommen. Wer´s glaubt, wird hoffentlich selig mit derartig religiösen Hirngespinsten!

        Auch ist das Leben innerhalb der Krishna-Bewegung streng reglementiert. Der Tagesablauf jedes Mitglieds der ISKCON ist genau vorgeschrieben. Frühes Aufstehen, gemeinsames Chanten, Lesungen aus den heiligen Schriften und Gebete an Prabhupada sind in das feste Tagesprogramm eingebunden. Tempeldienst und vegetarisches Mittagessen gehören selbstverständlich auch dazu und dienen lediglich der Seelenreinigung, so dass der Betroffene selbst bei schwerer Verfehlung nach seiner Wiedergeburt nicht ins Tierreich muss. Und mit Eintritt in die Bewegung erhält das neue Mitglied einen neuen Namen und demonstriert somit seine Abkehr von der bisherigen Welt. Da frage ich mich: Wenn dies alles kein Sektierertum ist, was ist es dann?

        Eines ist doch wohl klar und deutlich wie das Amen in einer Kirche:
        Die extreme Bindung an die spirituellen Meister (denen wir westlichen Nicht-Sympathisanten Deiner Meinung nach nicht genügend Respekt und Demut entgegenbringen würden) und auch die völlige Abkehr von der im westlichen Kulturraum gewohnten Lebensweise stellen nicht nur grosse Besonderheiten, sondern zugleich auch grosse Risiken betreffs einer Zugehörigkeit zur ISKCON dar, denn die Meditationspraxis, die asketischen Forderungen und auch die geistige Ausrichtung auf eine in unserem Kulturbereich völlig fremdartige Weltanschauung können die Persönlichkeit eines Mitglieds sowie auch Sympathisanten sowohl physisch als auch psychisch nachhaltig sehr negativ beeinflussen.

        Warum ich Dir das alles schreibe? Nun, ganz einfach, denn die Antwort auf diese Frage findest Du in Deinen eigenen Worten: „Wichtig ist immer, dass man bei seiner eigenen Ueberzeugung bleibt und auf seinen Argumenten beharrt, wenn man diese fuer richtig haelt – und nicht nur schoenreden, um zu imponieren!“

        Und noch etwas: Dein angeführtes Argument, dass man jede moegliche Hilfe im Tierschutz annehmen muss, ist für mich hinsichtlich der Hare Krishna-Bewegung in keinerlei Weise sonderlich überzeugend. Ich glaube, dass Du hier etwas durcheinanderbringst, denn bezüglich unserer Diskussion geht es nicht um Tierschutz, sondern eindeutig klar und deutllich um unsere Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich des Hinduismus, der vedischen Schriften und der Hare Krishna-Bewegung. Religiöser Fanatismus und verantwortungsbewusster Tierschutz sind für mich zweierlei Schuhe, die nicht zusammenpassen. Und erzähle mir bitte nicht, dass z. Bsp. der Hare Krishna-Bewegung der Tierschutz ein sonderlich grosses Herzensanliegen sein würde. Wenn Du das glaubst, ist das Dein Problem, denn ich glaube eher, dass es diesen Hare Krishna´s nicht wirklich um den Schutz der Tiere geht, sondern eher darum, ein gutes Karma zu erlangen – und das sind abermals zwei verschiedene Schuhe, welche ich mir nicht anzuziehen bereit und willig bin. Nein, liebe Siraganda, wenn es gilt, den Tieren ein Anwalt sein zu wollen und für sie Partei zu ergreifen, dann ist es für mich kein gangbarer Weg, deswegen hilfesuchend an die Pforten derer anzuklopfen, die weniger den Tierschutz, sondern letztlich nur ihre religiösen Phantastereien im Kopf haben.

        Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

  10. Jede transzendent motivierte Hoffung und Prophezeiung – verschiedenster Religionen und Glaubensgemeinschaften – auf eine bessere Zukunft und auf ein wie auch immer geartetes Jenseits, beruht nur auf Mutmaßungen und Glauben. Und Glauben und Hoffen beinhaltet (bedauerlicher Weise) KEIN Wissen.
    Wer in (positivem Sinne) glauben und hoffen kann, sei beglückwünscht. Es erleichtert sehr das manchmal mühselige Erdendasein.
    Doch dieses himmelsgewandte Glauben und Hoffen ist (leider!?) nicht jedem gegeben.-

  11. Zum Thema Indien möchte ich noch folgendes hinzufügen: Am Sonntag kam ein Bericht in der ARD über die Massentierhaltung von Milchkühen in Indien, natürlich zum Wohle der indischen Bevölkerung. Auch in diesem Land hat diese Form der Tierhaltung schon lange Einzug gehalten.
    Zum Thema Glauben möchte ich nur anmerken: „Glauben heisst nicht´s wissen!“
    An eine Besserung durch irgendwelche Götter, Magie oder Karma etc. glaube ich persönlich nicht. Jeder Tag beweisst auf´s Neue, dass es keine Besserung gibt. Je mehr Menschen diesen Planeten besiedeln um so schlimmer wird die Situation für Natur und Tiere.

  12. Wolodja:

    „somit der durchschnittliche Fleischkonsum der Inder pro Kopf in etwa das 20-fache geringer ist als der Fleischkonsum eines fleischfressenden Deutschen.“

    Weshalb ist der Fleischkonsum in Indien soviel geringer als in Deutschland? Die Hälfte der Bevölkerung ist so arm, daß sie sich Fleisch überhaupt nicht leisten kann, ja hunderttausende Inder hungern, ja verhungern und das ungeniert auf den Straßen der Städte, neben prunkvollen Tempeln, wo fette Priester endlose Zeremonien abhalten. Diese Schmarotzer gibt es zuhauf und fast in jeder Straße gibt es einen kleinen Tempel.

    Aber auch die Europäer waren nicht immun für derlei Mumpitz, also nicht nur der stinkreiche Amerikaner Ford, sie gaben und geben alles Vermögen her, für Tempel und für ihren Guru. Bestes Beispiel, der Meister Osho, den seine Anhänger fanatisch verehrten. Dabei störte es sie nicht, daß er mit ihrem Geld sich eine große Flotte von Rolls Royce (90 Stück), dazu noch 4 Privatflugzeuge kaufte und jede Menge Villen besaß.

    „Homosexualität sei eine Perversion“, das „biologische Programm der Spermien sei heterosexuell“ und bei Schwulen „stimme etwas nicht“, dozierte Osho. Das Betriebsblatt „Rajneesh Times“ druckte diese Aussagen unter der Rubrik „Meisterwerke“. Kinder, die behindert geboren würden, sollten, so Bhagwan, „in den ewigen Schlaf geschickt“ werden, sobald die Eltern bereit sind“. Ein solches Kind könne ja dann „woanders mit einem besseren Körper geboren“ werden und nichts würde zerstört“. Siehe auch:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-85913023.html

    Nein! Solange eine Religionsgemeinschaft prunkvolle Tempel oder teure Kirchen baut, wo es noch soviel Elend und Armut auf der Welt gibt, verachte ich diese. Einfach nur widerlich, all die prunkvollen Hindutempel, besonders in einem Land wie Indien, wo es soviel Armut gibt.

    Hier noch ein Link zu einer von Oshos mit Diamanten besetzten Rolex-Uhren (Versteigerung nach seinem Tod):

    http://blog.antiquorum.com/2015/11/normal-0-false-false-false-en-us-x-none.html

  13. Lieber Wolodja,

    nur noch kurz, denn jeder Mensch sieht die Welt mit ganz anderen Augen: die Philosophie, Kunst, Religion, Politik, Geschichte, Kultur, Myhologie, und nicht zuletzt die Natur und die Tiere! Ich bin gluecklich mit der Welt, in welcher ich lebe, ausser der Tierqual, die mich, wie Du ja weisst, umtreibt! Ausserdem bin ich nach wie vor eine sehr scharfe Religionskritikerin, und zwar auch in Beziehung auf die indischen Religionen; es wuerde aber den Rahmen dieser Spalte hier sprengen, wenn ich da alles aufrollen wuerde! Ich habe eben gewisse Erfahrungen an der Quelle gemacht, die fuer mich sehr wichtig waren, dies aber nicht nur in Bezug aufs Krishna Bewusstsein (ich gehoere nicht zu ISKCON). Mir haben sich z.B. im Laufe unser aller Diskussion hier ganz neue Dimensionen eroeffnet, ueber die ich vorher in dieser Weise eigentlich nie nachdachte, z.B. ueber die Ausbeutungssysteme. Ich bin aber gerade in einem solchen Ausbeutungssystem (Zuerich, vielleicht eines der groessten Systeme dieser Art) grossgeworden, in mancher Hinsicht – habe es aber nie hinterfragt und mich als kleinen Schatten in der Groesse dieser Stadt gesonnt und sicher nicht nur draufgezahlt). Wichtig ist auch das Phaenomen, dass gewisse Staatssysteme und Religionssysteme zusammenspielen, was mir eigentlich hier erst deutlich wird! So ziehe ich eben auf meinem ganzen Lebensweg aus allem, was sich mir bietet und in den Weg stellt positiven Nutzen, wobei mir eigentlich das Negative meist nicht zu Bewusstsein kommt, ausser, wenn es um das Wohl der Tiere geht! Vielleicht ein Manko, dem ich abhelfen koennte!

    Und zum Schluss: Zu den angeblich luxurioesen Tempeln ist nur folgendes zu sagen: diese Tempel rund um die Erde bauen diese Menschen mit ihren eigenen Haenden! In ihnen befinden sich Grosskuechen, welche an die Armen laufend fleischfreie Nahrung ausgeben, auch Hospitaeler und tierschutzfreundliche Farmen, wo die Tiere nicht ausgebeutet werden! Ich selbst wurde ebenfalls nie ausgebeutet, im Gegenteil, verwoehnt! Ich moechte hier aber nicht weiter Zeit verlieren mit Argumentieren, denn Du siehst ALLE Dinge, ausser die Sache mit den Tieren diametral verschieden, dies liegt aber nicht zuletzt an der Tatsache, dass wir aus zwei voellig verschiedenen Kulturkreisen stammen, wir koennen dann im Chat noch naeher auf diesen Punkt eingehen!

    Hiermit sende ich nochmals liebe Gruesse an alle und danke fuer den regen Austausch!

    Und hier noch eine kleine vegane Erfrischung zum heissen Wetter:

    • Liebe Siraganda,
      ich pflichte Dir bei, dass jeder die Welt mit anderen Augen sieht; dass Dich das Tierleid umtreibt und Du auch eine rigorose Religionskritikerin bist und dies hauptsächlich bezüglich der sog. abrahamistischen und etwas weniger rigoros letztlich auch der fernöstlichen Religionen. Was letztere betrifft, so scheinen mir diese in Deiner Beurteilung allerdings bessere und weit weniger menschenverdummende Religionen zu sein, was ich natürlich nicht zu unterstreichen vermag, da aus meiner Sichtweise alle Religionen nichts taugen und letztlich nur Opium für all jene sind, die diesen Religionen huldigen und mit völlig ausgeschalteter Vernunft treu ergeben zu Füßen liegen.

      Erfreulich ist, dass Dir die hier über die Bühne gegangene Diskussion ganz neue Dimensionen geöffnet hat, über die Du bisher laut Deiner eigenen Worte noch nie intensiv genug nachgedacht hast. Lassen wir jetzt einmal die Politik aus dem Spiel und schreiben wir uns eines hinter uns´re Ohren: Eine Religion, welche sich zwar das sogenannte „Ahimsa“ auf ihre Fahne geschrieben hat, jedoch andererseits die Ausbeutung von Menschen toleriert, befürwortet oder gar selbst betreibt und vorherrschende Armut als gottgewollt betrachtet, kann nie und nimmer eine gute Religion sein, sondern ist letztlich zutiefst verabscheuungswürdig.

      Dann äußerst Du Dich noch zu den „angeblich“ luxuriösen Tempeln. Wieso denn „angeblich“? Sind das etwa bescheidene Holzhütten und keine prunkvollen Paläste? So wie sich Christen prunkvolle Kirchen und Moslems prunkvolle Moscheen errichten, so errichten sich hinduistische Gläubige und auch die von Dir propagierten Hare Krishna´s prunkvolle und enorm kostspielige Tempel. Oder ist das etwa wieder eine Lüge des boshaften Westens? Und wofür diese hinduistischen Tempel letztlich genutzt werden, steht hier nicht zur Debatte, und falls doch, dann gilt es eines festzuhalten: Wenn z. Bsp. in diesen Tempeln laufend fleischfreie Nahrung an die Armen verteilt und ausgegeben wird, so ist dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein, der weder die vorherrschende Armut beseitigt sowie auch in keinem Verhältnis zu den kostspieligen Ausgaben derart prunkvoller Tempel steht. Bei uns in Deutschland gibt es sogenannte „Tafeln“, bei denen sich besonders arme Menschen einmal in der Woche mit notwendigen Nahrungsmitteln versorgen können. Auch dies ist für die Bedürftigen nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber diese Tafeln sind weder prunkvolle Villa´s noch Paläste, sondern ganz schlichte und einfache Einrichtungen. Sind solche armseligen Tafeln für die Ärmsten der Gesellschaft nicht viel glaubwürdiger als jene prunkvollen Paläste der Hindus und Hare Krishna´s?

      Und wenn Du schreibst, als Gast in derartigen Tempeln keineswegs ausgebeutet, sondern vielmehr verwöhnt worden zu sein, dann wundert mich das gar nicht. Denn eines liegt doch klar und deutlich auf der Hand: Als Gast ist man ein Sympathisant und Sympathisanten gilt es zu gewinnen und ihnen die eigens verfochtene Religion so schmackhaft wie möglich auf dem Servierteller anzubieten. Mit anderen Worten: Sympathisanten sind und bleiben eventuelle Mitglieds-Kanditaten – und solche beutet man doch nicht aus, sondern man „verwöhnt“ sie, damit der ausgeworfene Köder – Gott möge sich erbarmen – auch geschluckt wird.
      Mit lieben Grüssen – Wolfgang

  14. Ja, liebe Siraganda, ich kann Dich verstehen, Du kommst aus einer ganz anderen Welt als wir, die wir in einem System groß geworden sind, wo es sagenhaften Reichtum und sagenhafte Armut nicht gab, von Staats wegen. Ganz im Gegenteil, die Großgrundbesitzer wurden enteignet und auch die Fabrikbesitzer. Die Schere zwischen arm und reich, die war nicht groß. Das finden wir noch immer gerecht. Mich persönlich störten sogar die Unterschiede in der DDR, wo eine Reinemachfrau nur ca. 400 Mark im Monat verdiente und ein Direktor 1.500 Mark. Dies sah ich schon als ungerecht und unsozial an. Aber mit dem kapitalistischen System der absoluten Ungleichheit können wir uns nicht anfreunden. Solange ein Gesellschaftssystem besteht, was auf Ungleichheit unter den Menschen aufgebaut ist, wird es auch Ausbeutung der Schwächsten der Schwachen, den Tieren geben, denn das kapitalistische System funktioniert nur durch Ausbeutung.

    Du hattest das Glück nie ausgebeutet zu werden, aber findest Du es nicht ungerecht, daß ein Gunter Sachs, den ich als Fotografen schätze, sein ganzes Leben als Playboy leben konnte, durch die jährlichen Millionen Euro, welche die Arbeiter in der Fabrik erarbeitet haben, die er geerbt hatte? Arbeiter, die täglich schuften mußten, die in ihrem ganzen arbeitsreichen Leben nie das Geld verdienten, welches Sachs in nur einem seiner langen Lebensjahre als Playboy verjubelte.

    Das kapitalistische System ist ein verdammt ungerechtes und das besonders in Ländern wie Indien, wo die Reichen in Saus und Braus leben, alles auf Kosten der ausgebeuteten Menschen und Tiere. Und die Religionsgemeinschaften sind Teil dieser Unterdrücker, weil sie schmarotzend von den Geldern der Menschen leben.

    Und Almosengeben ist nur ein winziges Zurückgeben, was den Ausgebeuteten erst weggenommen wurde. Dies kann man mit einem Zuckerstückchen vergleichen, welches ein Dompteur seinem geschundenen Zirkusbären gibt.

    Trotzdem, liebe Grüße auch von mir und mögest Du durch diese Diskussion Erkenntnisgewinn haben.

    • Lieber Bernd,
      ich danke Dir fuer Dein Statement, auf welches ich zu spaeter Stunde nun doch noch eingehen will!

      Eigentlich ist es das zweite Mal in meinem Leben, dass ich mich mit der konkreten Frage der Ausbeutung auseinandersetze! Das erste Mal war es, als ich mir den Film ‚Fackeln im Sturm‘ ansah, der damals in Deutschland mit grossem Erfolg lief! Da ging es um die Pflanzer der amerikanischen Suedstaaten, die Sklavenhalter waren – und die Fabrikbesitzer der Nordstaaten! Vom grausamen Schicksal der Sklaven des Suedens wurde man nun in eine Szene entfuehrt, wo der Sklavenhalter seinen Freund, den Fabrikbesitzer, in den Nordstaaten besucht und als dieser ihm seine Fabrikanlagen zeigt, wie gebannt innehaelt und sagt: Sind das eure Leute – denen geht’s ja schlechter als den unseren! Da antwortete sein Freund: ‚Wieso sagst du das, sie werden ja bezahlt und koennen gehen, wenn’s ihnen nicht passt! Antwortete der andere: Bei der Armut, in welcher sie leben, koennen sie gar nicht mehr weggehen! Dieses Gespraech machte damals auf mich einen tiefen Eindruck! Ungefaehr gleichzeitig zu diesem Sendetermin fiel damals die Berliner Mauer – und ich reiste einige Wochen spaeter auf einer Deutschlandreise nach Potsdam, wo ich die Zerstoerung sah, welche dort von den russischen Soldaten angerichtet wurde! Fuer uns war natuerlich damals alles, was hinter ‚dem eisernen Vorhang geschah‘ Ausbeutung, ich habe aber neulich irgendwo gehoert, dass es die Amerikaner waren, welche den Bau der Berliner Mauer befahlen! Wie war denn das genau? Kannst Du darueber etwas genaueres berichten?

      In Zuerich gab und gibt es ja auch sehr reiche Leute und das dortige Bankwesen ist beruechtigt, ich habe mich aber nie naeher damit beschaeftigt, denn ich lebte ganz gut so danebenher! Im Film ist es halt dramatisiert und kommt somit besser rueber! In der Wirklichkeit verdraengt man Dinge, welche einem beim Blick auf die Leinwand oder den Bildschirm eine Traene abverlangen!

      Von Gunter Sachs Weiss ich nur, dass er Brigitte Bardot fuer ihren Tierschutz DM 70’000.– schenkte, zu ihrem Geburtstag, glaube ich! Dies ist doch ganz schoen von ihm – er haette ja auch nichts geben koennen! Dies tat er, als die beiden schon lange nicht mehr beisammen waren! Ich versuche halt immer, jenen Menschen, die den Tieren helfen, etwas gutes abzugewinnen!

      Und um heute zu schliessen moechte ich nochmals darauf zurueckkommen, dass Ihr Ostdeutschen Seelen schon anders seid, wenn es um Kapitalfragen geht, irgendwie kommt das ganze dann knallhart rueber, wo die Westler das irgendwie auf eine sanftere Waage legen! Was mich an der ganzen Sache am meisten in seinen Bann zieht, ist das sogenannte gruene Band, wo vorher die Mauer entlang lief – und irgendwie wird vielleicht eines Tages daraus ein Aufsatz entstehen, denn auf diesem gruenen Band leben inzwischen viele hochinteressante Pflanzen und Tiere, welche es sich lohnt, unter die Lupe zu nehmen!

      Das Thema Indien moechte ich nicht mehr aufgreifen, denn es wurde da oben zu sehr strapaziert und hat nun seine Ruhe verdient! Und damit lassen wir es bleiben!

      Ich sende Dir, dem lieben Wolodja und allen Freunden liebe Gruesse aus Frankreich – Siraganda, bis alle Kaefige leer sind

      • Liebe Siraganda,
        auch wenn Deine Antwortzeilen vorwiegend an Herrn Nowack adressiert sind, so erlaube ich mir dennoch anzumerken, dass mich Deine Zeilen angesprochen haben – mit Ausnahme des letzten Abschnittes. Ich stimme Dir zu, dass das Thema Indien hier in diesem Thread genug „strapaziert“ wurde, jedoch nicht darin, dass es deswegen für immer und ewig „seine Ruhe verdient“ hätte – zumindest nicht in unseren Gedanken und unserer Anteilnahme gegenüber den vielen Armen und in Indien skrupellos ausgebeuteten Menschen.
        LG – Wolfgang

  15. Lieber Wolodja,
    die Menschen in Indien werden aber bestimmt nicht ausgebeutet von den Hare Krishnas, denn Gott sei Dank gibt es diese Bewegung vor allem in Indien, wo sie tatkraeftig gegen das heutige missbraeuchliche ‚Kastensystem‘ auftritt (deshalb ist ISKCON ja von den heutigen Kastenbrahmanen nicht anerkannt)! Ich finde, man sollte hier wirklich genaue Kenntnis der Dinge haben, denn sonst riskiert man, gewissen Leuten sehr grosses Unrecht zu tun! Aber bitte sehr, wenn Du das Thema nicht schlafen lassen willst, kann ich es gerne weitereroeffnen! Nun:

    Srila Prabhupad kam seinerzeit unter Deck eines alten Ozeandampfers nach Amerika, setzte sich irgendwo hin und begann einfach zu singen! Und weisst Du weshalb er in den Westen kam mit US$ 7.– in der Tasche (die Ueberfahrt war gratis, weil die Schiffsbesitzerin ihn als alten Mann in vaeterlicher Weise schaetzte). Er kam in den Westen wegen den Grausamkeiten der Schlachthoefe und um gegen diese zu reden! Wenn er von ueberheblichen Leuten als ‚Alter Trottel‘ abgetan wird, so habe ICH fuer diesen alten Trottel aber eine ganze Menge Respekt, denn welcher Mensch in der Welt haette es ihm gleich getan? Etwa ein Westler, der nach Indien reist, um gegen die Massaker der Tiere zu protestieren – wohl kaum, denn diese wurden doch breitflaechig vom Westen (aber nicht nur) eingefuehrt! Dort, wo heute in Indien das groesste Elend herrscht, befinden sich auch die groessten Schlachthoefe! Aber jeder hungernde Bettler ist in jedem Hare Krishna Tempel willkommen und wird versorgt, mit Essen und Medikamenten (vor allem in Indien und Amerika), aber es gibt Leute, die lieber vor deren Toren lebendig verhungern, so wie eine Freundin von mir! An einem bestimmten Tage hungerten unsere Seelen: Wir waren in eine tiefe Depression gefallen, da wir die Franz-Weber-Abstimmung verloren hatten! Es war ein grauenhafter Tag, da es sich gemaess unserer Vermutung auch um Betrug handelte! Wir waren ganz tief unten! An jenem Tag kamen wir beim HK Tempel vorbei – ich ging hinein, sie blieb draussen – und brachte sich wenig spaeter um, da ich nicht mehr hungerte, sie aber schon!

    • Liebe Siraganda,
      Deine hochverehrten Hare Krishna´s kämpfen also gegen das in Indien vorherrschende Kastensystem? Da bleibt mir doch glatt die Spucke weg, aber dies nicht etwa wegen dieser angeblich für soziale Gerechtigkeit streitenden Hare Krishna-Helden, sondern eher deswegen, weil Du offenbar von Dingen überzeugt bist, die der Realität ganz und gar widersprechen. Ist es für diese Hare Krishna´s unter anderem nicht auch eine Selbstverständlichkeit, die vedischen Schriften zu „studieren“? Ohne Zweifel! Und zu welch einer Kaste dürfen und werden sie sich aufgrund ihres mühsamen Studiums und der hierdurch gewonnenen „Erkenntnisse“ wohl zugehörig fühlen? Zur Kaste der Brahmanen oder zur Kaste der Shudra´s? Selbstverständlich zur Kaste der Bramanen und dementsprechend sind sie Teil des vorherrschenden Kastensystems und werden es wohl kaum weder abzuschaffen noch zu bekämpfen bereit und willig sein, denn in diesem Fall müssten sie sich ja gegen ihre eigene Religion wenden. Und gerade unter orthodoxen Hindus spielt dieses Kastensystem eine große Rolle – und da willst Du mir erzählen, dass einerseits dieses Kastensystem und andererseits diese ISKCON zweierlei Schuhe sein würden und nichts miteinander zu tun hätten?

      Und gegen Deine These spricht auch noch eine andere Wahrheit, nämlich der in vielen Hindus-Tempeln sichtbare und zu Tage tretende Prunk und gigantische Reichtum – ein krasser Gegensatz zu den vielen in Indien lebenden Armen und Ausgebeuteten. Man muss sich hinsichtlich dieses Reichtums nur einmal nachfolgendes Video anschauen, welches nur eines von vielen ist, das einem die Augen öffnet: Woher stammt dieser Reichtum außerhalb und auch innerhalb dieser vielen Hindu-Tempel? Ist dieser Reichtum etwa vom Himmel gefallen? Nein, keineswegs, sondern er ist einerseits das Resultat von Spenden hirnloser und stinkreicher Milliardäre und basiert andererseits auf der religiösen Verblendung all derer, die sich für den hinduistischen Götzenkult ihr allerletztes Hemd vom Leibe reißen, denn infolge religiöser Ausbeutung immer ärmer zu werden ist ja keine Schande, insofern man als gläubiger Hindu für derartig „gute Taten“ letztendlich und ganz gewiss ein gutes Karma erlangt. Irgendwie bedauernswert, all diese Menschen, die an einen derartig religiösen Humbug glauben und auf einen solchen hereingefallen sind!

      Nun mag es ja sein, dass diese Hare Krishna´s laut Deiner Worte „tatkräftig“ gegen dieses missbräuchliche Kastensystem auftreten und deswegen von den Brahmanen nur ungern anerkannt werden. Aber was besagt und ändert das schon, wenn diese Hare Krishna´s (weniger die HK-Schüler, sondern die bereits nach oben gekletterte Schicht) selbst im Reichtum schwimmen und auf Kosten der Ärmsten in Saus und Braus leben, denn jener Wolkenkratzer-Tempel im obigen Video ist und bleibt nun einmal ein Hare Krishna-Tempel.

      Und was willst Du mir eigentlich mit dieser Geschichte über Srila Prabhupad mitteilen? Ich glaube Dir gerne, dass er mit nur 7 Dollar in seiner Tasche in Amerika einreiste und ich bezweifle auch nicht, dass er die Grausamkeiten in den Schlachthöfen verurteilte und anprangerte. So weit, so gut, aber ich glaube nicht, das er auch mit leeren Taschen wieder heimkehrte – denn dies wird wohl der hauptsächliche Grund seiner Reise in das reiche Amerika gewesen sein, nämlich um Anhänger zu gewinnen, aber nicht etwa Bettler und Obdachlose, sondern reiche und vermögende Leute.

      Und was jene Freundin von Dir betrifft, welche Suizid beging: Hat diese Freundin Dir etwa einen Abschiedsbrief hinterlassen und Dir in diesem ihre Gründe für ihren Selbstmord mitgeteilt? Wenn nicht, woher willst Du dann wissen, weshalb sie sich letztlich umbrachte? Warum aber auch immer: Bestimmt nicht deswegen, weil sie hungerte, wie Du Dich am Schluss Deiner Zeilen auszudrücken pflegtest. Aber damit meintest Du sicherlich keinen knurrenden Magen, sondern wahrscheinlich einen seelischen Hunger nach dem Sinn unseres Lebens. Und diesen Sinn suchen viele Sinn-Suchende oftmals in Religionen und meinen dann diesen Sinn in dieser oder jener Religion endlich gefunden zu haben. Aber was sie tatsächlich gefunden haben, ist lediglich ein Irr-Sinn des Lebens – nicht mehr und nicht weniger.

      LG – Wolfgang

      • Lieber Wolodja,
        zu meinem Leidwesen zwingst Du mich da nun, endlich sehr genau und langwierig zu schreiben:
        1. Was das sogenannte Kastenwesen betrifft, steht es nach den urvedischen Prinzipien jedem frei, in welchen Teil des Varnashrama Dharma er sich einfuegen will! Diese Position ist NICHT vererblich! Also ein Shudra kann schon morgen ein Brahmane sein, wenn er dies wuenscht! Im heutigen Indien (d.h. seit ca. 5000 Jahren, also dem Beginn des Kali Yuga funktioniert dieses System aber nicht mehr und das von den Portugiesen CASTA genannte System wurde verfaelscht und wurde erblich! Man kann somit heutzutage die ‚Kaste‘ nicht mehr wechseln! Und hier haken sehr viele Persoenlichkeiten ein, um etwas zu verbessern, u.a. Srila Prabhupad, denn bei Einfuehrung der vedischen Prinzipien waeren automatisch ALLE Menschen Brahmanen, was automatisch impliziert: kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Drogen irgendwelcher Art!

        2. Dass Du auf den sogenannten Prunk Indiens hereinfaellst erstaunt mich eigentlich, denn in den ISKCON Tempeln ist alles Trompetengold, schon aus Sicherheitsgruenden, aber sehr schoen dekoriert mit Blumen und Stoffen, aber die Materialien sind absichtlich voellig wertlos, oder denkst Du, dass bei solch horrender Armut am naechsten Tag ein solcher ‚Goldtempel‘ noch stehen wuerde! Von dieser Tatsache konnte ich mich ueber 20 Jahre lang selber ueberzeugen! Und ich luege nicht! Auch der Schmuck fuer die Bildgestalten ist ausschliesslich NICHT echt, und wenn man etwas geben will, heisst es ausdruecklich: was kleines, aus dem Kaufhaus! Was denkst Du Dir wie toll geschmueckt mein Haus ist! So sagte doch glatt ein Besucher zu mir, ich haette da bestimmt Waren im Werte von 3 Millionen rumstehen, worauf derjenige, dem ich diese Geschichte erzaehlte lachte und meinte: nein, aber fuer 300’000.-. Da nahm ich einen Arm voll von meiner Superdeko und ging zum naechsten Antiquitaetenhaendler, in der Hoffnung, nun doch das Geschaeft des Jahrhunderts zu taetigen, worauf mir dieser sagte: solchen Kitsch kaufe und verkaufe ich nicht! Also Entwarnung hier, bitte – voll und ganz!

        3. Srila Prabhupad kam nie zuhause an – er verstarb in Amerika! Die Umstaende seines Todes moechte ich nicht hier eroertern und Dir dies telefonisch mitteilen – im Andenken und Respekt seiner Person!

        4. Die Ursachen, die zum Tode meiner Freundin fuehrten waren mehrere, die ich genau kenne und ich moechte ebenfalls aus Ruecksicht dem Andenken ihr gegenueber hier nicht darauf eingehen!

        Falls noch nicht alles klar ist, ruf mich doch bitte an!

        Liebe Gruesse an Dich – bis heute abend

      • Nun ja, so kann man es auch hinbiegen und wenn all der Prunk und das viele Gold in diesen Heiligen-Tempeln nichts anderes als Attrappen sind, dann ist dieser Wolkenkratzer-Tempel der Krishna´s aller Wahrscheinlichkeit nach nur ein aus Pappe zusammengebasteltes und völlig armselig in den Himmel ragendes Türmchen dieser ach so armen ISKCON. Und wenn all dieser Schmuck und all dieses Gold in diesen Tempeln nur Kitsch und somit unecht ist, dann werden sich die angebeteten und verehrten Götter über solch eine Verhöhnung ihrer „Göttlichkeit“ wohl kaum sonderlich freuen und die sündhaften Übeltäter ganz gewiss mit keinem guten Karma segnen.

        Was Srila Prabhupad betrifft, so lasse ich mich selbstverständlich gern von Dir über den Irrtum meinerseits aufklären, was aber nichts daran ändert, dass dann eben andere „spirituelle Meister“ nach wie vor emsig damit beschäftigt sind, besonders Reiche und Vermögende für ihre abstruse Religion zu gewinnen.

        Und weil ich weder dem Hinduismus noch anderen Religionen etwas Positives abzugewinnen vermag und ich allmählich von dieser sinnlosen Diskussion auch genug und meine Nase langsam gestrichen voll habe, so möchte ich Dich hier an dieser Stelle inständig darum bitten, dass wir diese Diskussion nicht nur hier in diesem Blog, sondern überhaupt und endgültig schnellstens beenden. Natürlich kann und werde ich mit Dir auch wieder skypen, sobald mir dies meine Zeit erlaubt, aber dies schon einmal im voraus: Diskutieren wir mittels Skype besser nicht über Dinge, die für mich ein rotes Tuch sind und mich daher auch nicht sonderlich interessieren.
        LG – Wolfgang

  16. Siraganda:

    „Ich habe aber neulich irgendwo gehoert, dass es die Amerikaner waren, welche den Bau der Berliner Mauer befahlen!“

    Liebe Siraganda, das ist mal wieder eine dieser Verschwörungstheorien, die jeglicher Grundlage entbehren. Richtig ist, daß die Amerikaner indirekt an der Berliner Mauer schuld sind.

    Erst einmal gilt es festzustellen, daß die Amerikaner und Engländer ohne militärische Notwendigkeit deutsche Städte in Schutt und Asche legten, mit diesem Bombenterror hauptsächlich die Zivilbevölkerung vernichten wollten. Besonders das sowjetisch besetzte Mitteldeutschland, die spätere DDR, lagen in Schutt und Asche.

    Stalin bot den Amerikanern an, es bei einem einheitlichen Deutschland zu belassen, ohne Besatzungsmächte, allerdings völlig neutral, so wie Österreich, welches ja auch in verschiedene Besatzungszonen eingeteilt war (die Russen saßen in Wien). Das lehnten die Amis ab, weil sie Westdeutschland als vorgeschobenen militärischen Posten gegen die Sowjetunion haben wollten. Dadurch kam es ja erst zur Teilung.

    Westdeutschland und Westberlin wurde von den Amis nun auf allen Gebieten unterstützt, siehe Marschall-Plan, um die Überlegenheit des Westens zu dokumentieren. Da konnte die DDR nicht mithalten, da sie von der UdSSR keine große Unterstützung bekommen konnte, denn die UdSSR lag ja selber am Boden, durch den von Deutschland entfachten Krieg.

    Westberlin war eine gespaltene Stadt, im Westen, das Schaufenster des Wohlstands, hervorgebracht durch massives Reinbuttern Amerikas und im Osten Kargheit. Das konnte nicht gutgehen. Für eine Westmark konnte ein Westberliner in einer Wechselstube 6 Ostmark bekommen und prima im Osten einkaufen. Das ging soweit, daß man körbeweise im Osten billig einkaufte und die Läden waren leergekauft, für die Ostler blieb nichts mehr. Dann warb der Westen Fachkräfte ab. Die DDR hatte Anfang 1961 kaum noch Ärzte, Wissenschaftler, Ingenieure. Mit den höheren Löhnen im Westen konnte die DDR nicht mithalten, der Aderlaß an Menschen war enorm. Die DDR stand vor dem wirtschaftlichen Ausverkauf und baute die Mauer mit Wissen von Moskau. Der Westen wußte nichts davon, auch die Amerikaner nicht, die aber die Mauer heimlich akzeptierten, nichts dagegen unternahmen, da es ihnen zupaß kam.

    Siraganda:
    „Von Gunter Sachs Weiss ich nur, dass er Brigitte Bardot fuer ihren Tierschutz DM 70’000.– schenkte, zu ihrem Geburtstag, glaube ich! Dies ist doch ganz schoen von ihm – er haette ja auch nichts geben koennen!“

    Allein jährlich 2 Millionen erhielt Sachs von den Sachs-Werken im Jahr, außerdem hatte er noch jede Menge andere Finanzeinnahmen. Jeden Monat feierte er mehrere Feten (Orgien), wo er in Privatflugzeugen seine Gäste einfliegen ließ und wo manche Fete allein die Delikatessen, wie Kaviar und Champagner, zehntausende Mark pro Büffet kosteten. Allein für seine Girls gab er Millionen aus, da sind 70.000 Mark für B.B.s Tierschutzarbeit doch nur Peanuts. Schließlich war er mal mit ihr verheiratet und er liebte sie, bezahlte sogar mal einen Hubschrauber der Rosen im Wert von 10.000 Mark auf sie regnen ließ. Er war eben ein Playboy, der auf Kosten der Arbeiter der Sachs-Werke ein schmarotzerisches Leben führte. In den sozialistischen Ländern wurden solche Schmarotzer zum Teufel gejagt, ihr ererbtes Geld enteignet und auch ihre Fabriken, Villen und Schlösser. Es wurde dem Volk übereignet.

    „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“

    Georg Büchner, 1834

    Viele liebe Grüße zu Dir!

    • Lieber Bernd,
      hab vielen Dank fuer diese ausfuehrliche Information – und dass Du Dir all die Muehe dafuer genommen hast! Es ist eben immer gut, solche Dinge aus einer sicheren Quelle zu erfahren, da Du ja alles selbst miterlebt hast und in jener Gegend beheimatet bist! Es ist eigentlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich mit ‚Oestlern‘ korrespondiere, wie Dir und Wolodja! Als ich seinerzeit nach dem Fall der Mauer in Ostdeutschland, namentlich Potsdam war, hatte ich mich natuerlich auch mit den Leuten unterhalten, aber das war auf die Schnelle, wir reisten ja dann nach der Besichtigung des Schlosses, welches teilweise in einem bedauernswerten Zustand war, schnell weiter!

      Liebe Gruesse an Dich – immer von Deiner Siraganda im Tierschutz

  17. Lieber Wolodja,
    hier noch ein zusaetzlicher Gedanke von mir ueber das ganze: Nachdem es ja der Westen straeflich versaeumt, fuer die in unserem Zeitalter als Neuerscheinung geltende ‚Empathische Depression‘ (gemaess Marsili Cronberg) gebuehrende Massnahmen zu ergreifen bin ich ganz froh, dass es solche ’spirituellen Kleinzellen‘ gibt, wo man einen kuehlen Tee oder ein Mango-Lassi bekommt, vielleicht einen Teller Reis mit Gemuese, eine kleine Suessigkeit und eine verstaendige Seele einem die Hand haelt, auch wenn dies nur einen Augenblick dauert! Dies kann einem Menschen sehr viel Kraft mit ins Leben geben, im Unterschied zu den Psychopharmaka der Psychiater, die Tierschuetzer eh nur fuer Spinner halten! Da bekommt man nur Chemie, oder wird auf ein hartes Bett geschnallt! Meine Freundin nahm sich uebrigens das Leben, weil sie sich in die Haende eines Psychiaters begab! Als sie tot war, fand man neben ihr ein Buch, das ihr dieser Psychiater zu lesen gab von Jack London, in welchem der Satz ‚Die groesste Schuld ist, dass ich da bin‘ dick und schwarz unterstrichen war!

    LG Bis spaeter

  18. Siraganda: „Wir reisten ja dann nach der Besichtigung des Schlosses, welches teilweise in einem bedauernswerten Zustand war, schnell weiter!“

    Ja, die DDR hatte wichtigeres zu tun als Schlösser zu renovieren, nämlich Wohnraum für die arbeitenden Menschen zu bauen. Meine Heimatstadt Dessau war zu 85 % dem Erdboden gleich gemacht worden, siehe diesen meinen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2009/03/das-bombeninferno-des-7-marz-1945-in.html

    Trotzdem wurden auch historisch wichtíge Kulturdenkmäler renoviert, aber vorrangig ging es um die Menschen der Gegenwart. Die Gutsherren, die jahrhundertelang ihre Knechte ausgebeutet hatten, wurden verjagt und das Land den landlosen Bauern gegeben, ebenso verlor der Adel seine Schlösser.

    Wenn es nach mir gehen würde, dann würden auch heute noch Kirchen, Tempel und Schlösser in die 3. Welt geschleift und aus dem Baumaterial Häuser für die Armen gebaut. Diesen Hare-Krishna-Wolkenkratzer wird vielleicht einmal ein zur Vernunft gekommenes revolutionäres indisches Volk in die Luft sprengen. Indien gebräuchte eine Kulturrevolution, so wie sie nach Einmarsch der Chinesen in Tibet stattfand, das ist meine Meinung!

    Trotz allem, viele freundliche Grüße nach Frankreich und in punkto partiellen derzeitigen Tierschutz sind wir doch unis. Da müssen wir eben unsere gesellschaftspolitischen Differenzen beiseite lassen. Jedoch über eines sollten wir uns im Klaren sein: Die Zukunft kann in einer kapitalistischen Gesellschaft nur kleine Verbesserungen für Mensch und Tier bedeuten. Grundsätzliche Verbesserungen sind nur in einer Gesellschaft ohne ein ausbeuterisches Gesellschaftssystem möglich und dies ist nur durch Klassenkampf zu erreichen – jedoch von diesem werden die Menschen besonders durch Religionen abgehalten. Und wer z.B. in einem Tempel seine religiös-geistige Heimat sucht und findet, der reiht sich nicht ein in diesen notwendigen Klassenkampf!

    Apropos wertlose indische Hindutempel: Die meisten Tempel sind mit wertvollen Dingen ausgestattet, Plunder darin gibt es nicht. Allein der Hare-Krishna-Wolkenkratzer wird viele Millionen von Euro gekostet haben. Und besonders tierfreundlich sind die Hare-Krishnas auch nicht, sonst würden sie in dem angrenzenden Park nicht auf Elefanten und Kamelen reiten.

    15 Milliarden Euro ist der Gold-und Edelsteinschatz in nur einem einzigen Hindutempel wert. Mit diesem Geld könnte das ganze Tierelend Indiens beseitigt werden, aber davon hört man nichts.

    Siehe hier: http://www.wasistwas.de/archiv-geschichte-details/indien-groesster-schatz-der-welt-entdeckt.html

    Frage zum obigen Bild: Findest Du das noch in unsere Zeit passend, liebe Siraganda, wenn sogar die Kinder von Hare-Krishna-Anhängern sich vor diesem Guru in den Staub werfen müssen?

  19. Korrektur meines obigen Textes: Srila Prabhupad verstarb in Indien und nicht in Amerika – war ein Verschreiber von mir, sorry! Mehr steht mir nicht zu, sein Ableben oeffentlich breitzuschlagen!

  20. Siraganda: „…bin ich ganz froh, dass es solche ’spirituellen Kleinzellen‘ gibt, wo man einen kuehlen Tee oder ein Mango-Lassi bekommt, vielleicht einen Teller Reis mit Gemuese, eine kleine Suessigkeit und eine verstaendige Seele einem die Hand haelt, auch wenn dies nur einen Augenblick dauert! Dies kann einem Menschen sehr viel Kraft mit ins Leben geben, im Unterschied zu den Psychopharmaka der Psychiater…

    Da muß ich Dir recht geben, da ist so ein Tempel eine gute Sache. Man bekommt dort wahrscheinlich Zuwendung, die man sonst woanders nicht bekommt, besonders in Lebenskrisen. Da hast Du recht, daß das allemal besser ist als zum Psychiater oder gar in die Psychiatrie zu gehen, wo man kränker raus kommt als wie man reingekommen ist. Das kann man ja allenthalben lesen, da denke man nur mal an den Fall Mollath, der 7 Jahre dort eingesperrt war, weil man ihn für verrückt hielt, obwohl er vollkommen normal war.

    Also. das glaube ich Dir, daß Dir diese Leute in schweren Zeiten beistanden und das würdige ich auch.

    Viele liebe Grüße
    von Bernd

    • Widerlich, ein Gesellschaftssystem, in welchem es Arme und Obdachlose überhaupt gibt, die auf Almosen – von wem auch immer – angewiesen sind. Und dies bei märchenhaftem Reichtum Einzelner und auch märchenhaftem Reichtum von Religionsgemeinschaften. So ein System gehört überwunden, aber nicht durch den Bau von Tempeln, welche Millionen kosten und auch nicht durch Suppenküchen und Brosamen für die Armen, die nichts grundlegendes am Elend ändern. Wenn die Hare-Krischnas aktiv im Kampf gegen das unsoziale kapitalistische, ja feudale System kämpfen würden, dann würden sie meine Sympathie bekommen, aber so…

      Von Klassenkampf und Überwindung dieses Systems habe ich von den Hare Krishnas noch nichts vernommen und somit sind die Hare-Krishnas Teil dieses Systems, ja Profiteure von ihm und außerdem halten sie durch ihre Ideologie viele Menschen vom Klassenkampf ab, wie das auch alle anderen Religionen tun, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wie z.B. ein paar Befreiungstheologen, besonders in Lateinamerika, die aber von der katholischen Kirche unterdrückt werden.

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