Die obskuren Argumente für den Fleischkonsum

Das Hundefleischfestival in Yulin ist eine unglaublich grausame Veranstaltung. Da werden jedes Jahr zwischen dem 21. und 30. Juni geschätzt über 10.000 Hunde und Katzen geschlachtet, weil die Sommersonnenwende ansteht. Wie bei allen Dingen gibt es aber auch eine positive Kehrseite dieser Medaille, denn man kann anhand dieser blutigen Orgie sehr schön die Argumente der Fleischesser in hiesigen Breitengraden auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen. Es wäre fahrlässig, wenn ich mir das entgehen lasse, also lege ich doch gleich mal los.

Die Schlächter von Yulin geben ausdrücklich an, dass die Opfer total sanft getötet würden. Außerdem verweisen sie auf schwarze Schafe, wenn irgendwo Bilder von gestapelten Hunden auftauchen. Wenn diese Tiere also „artgerecht“ getötet werden und vorher ein „schönes“ Leben hatten, dann sind doch alle westlichen Massstäbe für einen Mord am Mitgeschöpf erfüllt und niemand darf sich mehr beschweren, oder was habe ich wieder beim Tenor, der mir fast täglich von Fleischessern vorgebetet wird, falsch verstanden?

Die Hunde werden extra für dieses Festival gezüchtet. Ohne dieses Fest wären sie gar nicht auf dem Planeten angekommen und ergo haben sie auch keine andere Lebensberechtigung. Ist es also nicht im Gegensatz grausam, wenn man dieses Spektakel nicht mehr veranstalten würde und so diesen Hunden ihre Daseinsberechtigung entziehen würde? Perverse Frage, absolut richtig, kommt aber auch in jeder omnivoren Verteidigung in Bezug auf heimisches Schlachtvieh auf.

Was würde passieren, wenn man die Hunde nicht schlachten und stattdessen freilassen würde? In dem Szenario würde doch China von 10.000 wilden Hunden überrannt. Ist es nicht sogar heilige Menschenpflicht, diese Tiere abzuschlachten, bevor sie die Kontrolle übernehmen und morgen China, übermorgen die ganze Welt nur noch Pedigree Pal essen darf? Ein unglaublicher Blödsinn, über den man nur lachen kann, der aber ebenfalls in keinem omnivoren Gedankengang fehlen darf.

Wie würde sich ein Löwe verhalten, wenn er Hunger hat und einen Hund in seinem Revier erspäht? Natürlich würde er diesen Eindringling stellen und auffressen, wie kann dieses Verhalten bei einem Menschen also falsch sein? Was ist überhaupt mit unseren Vorfahren aus der Steinzeit? Die haben doch auch Fleisch gegessen, also das Zeug, aus dem Hunde und übrigens auch andere Menschen bestehen. Hundefleisch ist in China weit verbreitet, das machen doch „alle“, haben das auch schon „immer“ gemacht, und man gilt schnell als Außenseiter im Freundeskreis, wenn man es nicht selber zelebriert.

Was würde wohl passieren, wenn Gegner dieses Festivals auf einer einsamen Insel stranden, auf der außer ihnen nur noch ein Hund lebt? Das Ergebnis wird wohl auf ein Outing als Heuchler hinauslaufen.

Wo sollen die Chinesen überhaupt ihr B12 herbekommen, wenn nicht aus einer Hundeleiche?

Die Gegner dieses Festivals sind auch alle sehr fanatisch. Sie fordern nicht, dass jährlich 10 Hunde weniger geschlachtet werden, nein, sie wollen gleich das ganze Fest abschaffen. Obwohl mit fanatischen Extremismus noch niemand weitergekommen ist und nur die Taktik der kleinen Schritte Erfolg verspricht. Wo bleibt überhaupt die Toleranz in der ganzen Diskussion? Hundeschlachter tolerieren doch auch, wenn man keinen Hund tötet, wieso hapert es so mit der Akzeptanz der Gegenseite, wenn man das Vieh absticht?

Gott hat schon in der Bibel gesagt, dass wir uns die Tiere untertan machen sollen. Ich kenne einen Mann, der einen Chinesen kennt, der einen Nachbarn hatte, der eine Tochter besass, die von einer Schulfreundin gehört hat, die krank geworden ist, weil sie sich hundefrei ernährt hat. Hundeschlachtungen sind in China legal, wie können sie also falsch sein? Und als Fazit muss man natürlich sowieso darauf hinweisen, dass Hunde nur Tiere sind. Diese Erkenntnis öffnet dann endgültig und traditionell jeder Abscheulichkeit Tür und Tor auf dem 100% humanen Planeten Erde.

Quelle: https://www.facebook.com/groteskeWeltanschauung/posts/1148649278519158

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Ein Kommentar zu “Die obskuren Argumente für den Fleischkonsum

  1. Lieber Wolodja,

    ein empathieloser, fleischsuechtiger Mensch findet jede Entschuldigung und Ausrede, auch wenn sie noch so absurd ist, um seinen Wanst mit tierischen Leichenteilen anzufuellen! Zu allem Elend des Yulin-Tiermordes (denn es werden ausser Hunden auch Katzen und andere Tiere getoetet) habe ich nun erfahren, dass es in Korea und Indien! ebenfalls solche Blutspektakel gibt! Viele dieser Tiermorde geschehen an der Oeffentlichkeit, deshalb wissen wir davon; jeder westliche Buerger sollte sich aber im Klaren sein, dass genau dasselbe bei uns in den Schlachthoefen geschieht – verdeckt vor der Oeffentlichkeit! Die Opfer sind in unseren Breitengraden dann u.a. Rinder, Kuehe, Schafe, Schweine, Ziegen und Huehnervoegel! Das Prinzip ist immer das gleiche, auch wenn der Mord anders verkleidet daherkommt!

    Jeder Mensch, der um diese abscheulichen Verbrechen an den nichtmenschlichen Lebewesen Weiss und trotzdem weitermacht, sich in dieser unethischen, ruecksichtslosen Weise vollzustopfen, hat den Schritt in die Neuzeit verpasst und ist KEIN Homo Sapiens, sondern ein Homo Demens, auch wenn er den ganzen Tag an seinem Handy haengt! Dieser technologische Kleinkram kann auch von Primaten mit Leichtigkeit bedient werden!

    Punkt 1: Der aeussere Aspekt – Gesundheit und Schoenheit
    Auf dem nachfolgenden Bild sehen wir die beiden Koerpertypen Veganer – Fleischfresser! Durch diese Erfahrungen sind schon viele grosse Verfechter der fleischfreien Ernaehrungsweise gegangen (u.a. Attila Hildmann, Markus Rothkranz, Robert Cheeke, Arnold Schwarzenegger etc.)

    Punkt 2: Der innere Aspekt: Ethik und Moral
    Jedes Lebewesen ist um seiner selbst willen da – und hat das ureigene Recht auf sein Leben, welches ihm der Mensch nicht streitig machen darf, denn dieser (der Mensch) lebt nicht mehr im Mittelalter und hat die Moeglichkeit sich wie ein Mensch zu ernaehren – und nicht wie ein Raubtier! Sonst bleibt er auf der ethisch-moralischen Stufe des Raubtieres stehen und dies verwehrt ihm den Zugang zur Neuzeit! (Viele Leute verwechseln technologischen Krimskrams mit modernem Denken und Bewusstsein)

    Punkt 3: Die Umwelt
    Durch die Fleischindustrie, in welcher Form auch immer, wird die Umwelt schwer geschaedigt und ueberlastet, was in absehbarer Zukunft zu einem Kollaps fuehren wird!
    Jeder verantwortungsbewusste Mensch muss Ruecksicht auf seine Umwelt nehmen – und die hungernden Menschen der Dritten Welt, denn: das Fleisch der Reichen frisst das Brot der Armen!

    Eure Siraganda im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind, die materiellen, seelischen und geistigen!

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