Die Tarnungsstrategie bestimmter Tiere

Ein Beitrag von Tierschützerin Claudia Marrapodi

Liebe Leser,
ein hoechst interessantes und doch oft vergessenes Thema in der Tierwelt ist die Tarnung! Der Einfallsreichtum der Natur und ihrer Lebewesen vermag uns hier wahrhaftig in Erstaunen zu versetzen! Aus diesem Grunde hatte ich diesen Beitrag schon seit geraumer Zeit eingeplant, aber aus aktuellem Anlass stets zurueckbehalten! Heute ist es aber nun soweit, dass ich Euch diese sehr ansprechenden Bilder nicht laenger vorenthalten moechte.

Zur Einfuehrung moechte ich wieder einmal eines meiner Bilder all den treuen Lesern des Wolodja-Blogs widmen! Es zeigt eine Szene aus der Geschichte und der Feder des grossen daenischen Dichters und Vegetariers Hans Christian Andersen: Das Kind im Grabe! Dass ich ausgerechnet dieses Bild als erstes aufsetze, hat seinen ganz bestimmten Grund: ich malte es in Beruecksichtigung der Strategie unserer Mutter Natur und wollte es ihr gleichtun, indem ich gleich mehrere getarnte Wesen darstelle! Ich ueberlasse es der Spitzfindigkeit des Betrachters, diese auszumachen und zu finden…

– Das Kind im Grabe –

Hans Christian Andersen

Das Verblueffende an der Tarnungsstrategie der Tiere ist die Tatsache, dass es verschiedene Zwecke der Tarnung gibt, naemlich zum Schutz, zum Angriff, zum Anlocken des Partners – und einen weiteren Grund moechte ich nicht ausser Acht lassen: um uns Menschen in Erstaunen zu versetzen, denn Mutter Natur hat auch immer ein Auge fuer die Schoenheit und Harmonie!

Diese Bluetenmantis, welche wohl ohne unser explizites Wissen, dass sie da ist, kaum sichtbar waere, besticht durch ihre Schoenheit und Anmut. Was aber unser Auge erfreut, bedeutet den Tod fuer ein anderes Wesen, denn sie lauert in dieser Weise auf Beute!

Dieser Schneehase, der im Winter extra die Fellfarbe wechselt, ist fuer einen Beutejaeger unsichtbar, falls er absolut unbeweglich bleibt (ist da oben im Bild noch einer? Seht mal, wie taeuschend die Natur sein kann)

Wer unterscheidet denn hier das Insekt vom Blatte?

Dieser Gepard, der sich an eine Impala-Herde heranschleicht,
ist im hohen Steppengras fuer die unaufmerksamen Opfer unsichtbar

Dieses Chamaeleon hat als perfekte Tarnung die Hintergrundfarbe des Blattes angenommen, inklusive der Besprenkelung, unglaublich, aber wahr!

Dieser Tropenfisch hat das taeuschende Exterieur einer Muschel angenommen und lauert auf Beute. Gleichzeitig wirkt sein krokodilhaftes Aussehen auf das scharfe Auge eines eventuellen Beutejaegers abschreckend, der sich zweimal ueberlegt, ob er da zupacken soll.

 Haelt diese schlaue Eule mit einem Auge Tagwache oder Nachtwache?

Perfekt getarnter Frosch

Diese Spinne ist absolut sensationell in ihrer Art – ein deutliches Zeichen des intelligent Design – mit einem Augenzwinkern an den Menschen. Dieses Bild ist dermassen erstaunlich, dass man fast versucht ist zu glauben, es handle sich entweder um einen mitgetragenen Beuteteil oder einen Computertrick! Und da meine Aufsatz-Reihe ja keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, moechte ich den lieben Leser in aller Demut fragen, ob er denn etwas naeheres ueber diese Gattung kennt!

Bluetenmantis in der vollen Entfaltung ihrer Pracht

Mein Liebling Tajo – wo ist denn der liebe Zerbino?
Nun, er haelt getarnt den Schlaf des Gerechten

Zwei unzertrennliche Freunde – ein Bild echter Symbiose

Mein Joli Coeur ist auf seiner von ihm ausgewaehlten Decke gut getarnt, auch wenn ihm im Hause keine Gefahr mehr droht, aber das Unterbewusstsein erinnert sich immer noch an die wilden Zeiten.

Mit diesem Bild verabschieden sich mein Liebling Dédé und ich von unseren Freunden, denn unter seiner Windjacke bleibt er den ganzen Winter ueber unsichtbar und macht sich’s gemuetlich!

Eure Siraganda im Tierschutz

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6 Kommentare zu “Die Tarnungsstrategie bestimmter Tiere

  1. Vielen Dank für die vielen sehr guten Beiträge. Auch dieses Mal kommt man aus dem Staunen nicht heraus, was Mutter Natur für verschiedene Arten hervor gebracht hat.
    Die Anpassung an die Umgebung ist für viele Arten ein Mittel zum Überleben.
    Schade, dass diese Vielfalt immer mehr vernichtet wird, bevor es den meisten Menschen
    überhaupt klar ist, was hier verloren geht.

  2. Liebe Freunde,
    dieses wunderschoene Herz voller saftiger Himbeeren sende ich Euch zur guten Nacht und es freut mich, wenn unser heutiger Vortrag Euch Freude machte!

  3. Danke für das Herz mit den leckeren virtuellen Himbeeren. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
    Liebe Grüße
    Elke

  4. Liebe Elke Kloos, wenn das Wasser im Munde zusammenläuft, einfach ins Auto setzen und zu mir nach Dessau kommen und dort reichlich Beeren ernten. Ich habe soviel im Garten, was ich selber nie alles ernten kann, auch zentnerweise Kirschen, soviel, daß nicht mal die Vögel alle schaffen, da bräuchte es einen großen Schwarm Stare, aber ich habe nur Sperlinge und Raben und die naschen nur mal ein bischen.

    Meine Beeren, siehe:

    http://barrynoa.blogspot.de/2016/07/beerenernte-im-heimischen-garten.html

  5. Liebe Siraganda,

    wieder einmal ein toller Beitrag über die Tarnung bei Tieren.
    Habe mich auch sehr über die Bilder deiner Lieblinge gefreut.
    Vielen lieben Dank!

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