Skandal im buddhistischen Tiger-Tempel

Gruselfund im Tigertempel: Tigerbabys aus Kühltruhe

Fast jeder kennt den als „Tiger-Temple“ bekannten Tempel in Thailand, hat schon von ihm gehört oder dementsprechende Fotos von ihm gesehen, denn dieser Ort war bisher wegen den vermeintlich „frei“ herumlaufenden Tigern ein Magnet für viele Thailand-Besucher! Doch nach schweren Vorwürfen, dass die Tiere angekettet in winzigen Käfigen gehalten oder für Foto-Sessions mit Drogen „gefügig“ gemacht wurden, reagierten nunmehr die verantwortlichen Stellen.

Der „Tiger-Tempel“ im Westen Thailands in der Provinz Kanchanaburi war seit vielen Jahren das Ziel von Touristen, obwohl auch bekannt war, dass schon mehrmals in diesem buddistischen Tempel Tiger gequält und missbraucht wurden. Doch jetzt machten die thailändischen Behörden Ernst: Vor drei Wochen wurde damit begonnen, 137 Tiger einzufangen und in staatliche Auffangstationen zu bringen. Fast ein Dutzend thailändische Tierschutzorganisationen waren vor Ort, um die Behörden zu unterstützen. Jeden Tag wurden mehrere Tiger betäubt und abtransportiert. Jeden Tag werden aber auch neue schreckliche Details bekannt. So machten die Behörden erst jüngst eine  grausige Entdeckung: 40 tote Tigerbabys in einer Tiefkühltruhe. Der Fund löste nicht nur in Thailand großes Entsetzen aus. Was die Entdeckung besonders skandalös macht: Der Tiger-Tempel stellt sich selbst als Kämpfer für den Tierschutz dar. Die Mönche geben vor, sich für die Tiere einzusetzen – es stellt sich nur die Frage, wie 40 tote Tigerbabys in einer Kühltruhe in solch ein angebliches Tierschutz-Engagement hineinpassen.

Ein Tiger an Ketten im „Tiger Temple“

Endlich Vergangenheit: Der „Streichelzoo im Namen Buddhas“

Im Tiger-Tempel wurden Tiger

bis zu 20 Stunden am Tag in kleinen Betonzellen gehalten
für Touristenfotos sediert
Babys früh von ihren Müttern getrennt
laut Besucherberichten auch geschlagen
ihre Körperteile illegal nach Laos verkauft für die Trad (Chinesische Medizin).

Das makabere Treiben der Mönche ging viel weiter als ursprünglich vermutet. Nach dem Fund der 40 toten, eingefrorenen Tigerbabys wurden weitere grausige Fundstücke beschlagnahmt. Darunter weitere 70 tote Neugeborene, konserviert in mit Formaldehyd aufgefüllten Einweckgläsern sowie auch Skelette, unzählige Tigerfelle und Amulette mit Tigerzähnen und Krallen. Die in den Einweckgläsern entdeckten Neugeborenen sollten offenbar als Energy-Drink verkauft werden, denn die auf den Gläsern aufgeklebten und beschrifteten Etiketten waren eindeutig und gaben den Inhalt als „Energy-Booster“ aus. Offenbar sollten die Käufer glauben, dass sie mit diesem Getränk ihre sexuelle Leistungskraft steigern könnten.

Diese Funde werfen ein sehr zweifelhaftes Licht auf das Verhalten der buddhistischen Mönche und sprechen dafür, dass die Mönche in einen weltweiten illegalen Wildtierhandel involviert waren. Unterdessen ist der Abt des Tempels, Phra Sutthi Sarathera („Luang Ta Chan“) untergetaucht. Gegen ihn und weitere 20 Verdächtige hat die Polizei nun Anklage wegen unbefugter Haltung und Handel mit geschützten Wildtieren sowie Schmuggel von Tigerfellen erhoben.

Touristen konnten im Tempel Tiger an einer Leine führen
und auch Fotos mit den Tieren machen  – gegen Geld natürlich

Die Mehrheit der Raubkatzen waren Bengalische Tiger, die für Touristen aus aller Welt seit über einem Jahrzehnt eine beliebte Attraktion waren, wenn sie schläfrig durch den „Tiger Canyon“ auf dem Tempelgelände tigerten. 600 Baht verlangten die „geschäftstüchtigen“ Männer in Orange für den Eintritt. Doch löhnten die meisten Besucher weitere 1000 Baht, um einen echten Tiger zu streicheln und sich mit ihm fotografieren zu lassen. Doch Dank der aktuellen Gruselfunde ist nun endlich Schluss mit lustig!

Auch in einem anderen Kloster fand eine Razzia statt, die sogar live im Fernsehen übertragen wurde. Der Abt des Klosters Wat Dhammakaya nördlich von Bangkok wird der Geldwäsche und der Hehlerei beschuldigt. Er soll umgerechnet rund 35 Millionen Euro unterschlagen haben. Drei Vorladungen und einen Haftbefehl hat Abt Phra Dhammachayo ignoriert und sich stattdessen in seinem Kloster verschanzt. Paradox: Der Abt predigt gemäß dem Buddhismus die Abkehr vom weltlichen Besitz – und nimmt gleichzeitig gestohlene Millionen von einer Kreditgenossenschaft an, die dadurch in den Ruin getrieben wurde.

Hier noch ein Video betreffs der aufgefundenen toten Tigerbabys in besagter Tiefkühltruhe:

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4 Kommentare zu “Skandal im buddhistischen Tiger-Tempel

  1. Dieser Bericht sollte vielen Menschen die Augen öffnen, die immer noch meinen der Buddhismus würde sich wohltuend von anderen Religionen abheben. Daß das nicht so ist, müßte jedem klar sein, der Filmaufnahmen und Berichte aus Tibet vor der Befreiung 1959 durch die Chinesen sich zu Gemüte geführt hat. Es herrschte in dem buddhistischen Mönchsstaat Tibet die Leibeigenschaft, ein Bauer mußte drei Mönche ernähren und es wurden drakonische Strafen bei geringsten Vergehen für „Religionsvergehen“ verhängt, wie am Marterpfahl stehen, Hand abhacken, Kopf abschlagen usw., alles unter der Herrschaft des Dalai Lama, der jetzt blauäugigen Europäern und Nordamerikanern den Freiheitsengel vorgaukelt.

    Bekannte von mir sind immer wieder entsetzt, was in einem buddhistischen Land wie Thailand an öffentlicher Tierquälerei möglich ist, unter den Augen der Mönche und buddhistischen Würdenträger – grauenvoll!

    Nein, der Buddhismus ist in der Praxis keine tierfreundliche und friedliche Religion und sozial für die Menschen schon gleich gar nicht, siehe die goldenen Tempel, die vor Prunk und Protz nur so aus allen Nähten platzen und daneben die große Armut und das Elend der Ausgebeuteten!

  2. Liebe Siraganda, wie bei den meisten Religionen, ist die Praxis nie im Sinne des Religionsstifters, da denke man nur mal an Jesus und was die Menschen daraus machten.

    • Ja, lieber Bernd, ganz genau so ist es leider! Uebrigens habe ich mal einen Bericht gesehen ueber eines dieser asiatischen Laender, Taiwan oder Thailand, wo es ein Fest gibt, anlaesslich dessen jeder Buddhist (fuer mich sind es keine) ein Tier bringt, welches dann im Inneren des Tempels verschwindet! Nach einigen Stunden bringen die sie wieder raus, aber als ‚filigranierte Gegenstaende – Schirme, Decken, Schachteln etc. Die sogenannte ‚Kunst‘ des abscheulichen Vorganges: kein einziges Gramm der Tiere wird vergeudet! Die werden mit Haut und Haaren in einen Gegenstand verwandelt – als sogenanntes Opfer – fragt sich nur fuer wen? Nichts ist dem Buddha ferner, als solch ein barbarisches Unterfangen!

      Ein weiteres schreckliches Bild sah ich bei einem Facebook-Freund, der eine Thailand-Reise machte! Also da werden den Leuten in Blumen-Bouquets gebundene Mini-Schweinebabies verkauft, als Gluecksbringer! Die Tiere sind total immobilisiert mit Baendern und Leisten und schreien natuerlich fuerchterlich! Schon aus diesem Grunde moechte ich nie in ein solches Land reisen, denn ich wuerde das ganze Geld sofort dafuer ausgeben, diesen armen Geschoepfen zu helfen – und dann sofort ab nach Hause – mit dem naechsten Flug – und wie koennte ich dann diese Tiere mitnehmen, alles Fragen, welche ich aufwerfe, bevor ich mich von hier wegbewege, wo ich bin! Da bleib ich doch lieber zu Hause!

      Ich Weiss nicht, warum der Mensch mit unglaublicher Begabung alles, was einmal gut anfing in einen Graeuel verwandelt….“Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“, lehrte uns Dichterfuerst Goethe! Den Rest koennen wir uns offenbar an den Hut stecken!

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