Gequält und ausgebeutet: Trutenvögel

Beitrag von Tierschützerin Claudia Marrapodi


Plädoyer für die gequälte und ausgebeute Tierwelt

Die Trutenvoegel, welche ihre Heimat in den Waeldern Nordamerikas haben – und nirgendwo anders hingehoeren, sind wie viele anderen Tiere auch das Ausbeutungsobjekt der gefraessigen Bestie Mensch, welche vor nichts mehr einhaelt und auch nicht davor zurueckschreckt, in schaendlicher Weise in das Leben dieser wunderbaren Voegel einzugreifen, um es zu knechten und zu zerstoeren!

Vor ueber 150 Jahren war die Trute noch ein Wildvogel, welcher hoechstens von den Indianern bejagt wurde, welche aber stets nur fuer den eigenen Bedarf und vornehmlich im Winter jagten, denn die indianische Kultur respektiert im Unterschied zur zugewanderten weissen Kultur alle Lebewesen und betrachtet sie als Brueder! Getoetet wird nur, wenn sonst nichts zu Essen vorhanden ist! So jedenfalls schreibt es der Ehrenkodex der indianischen Voelker vor, was nicht heisst, dass sie, sobald sie von der weissen Manier kontaminiert waren, nicht damit anfingen, ihre eigenen Tiere zu bejagen, zu verfolgen und auszurotten (siehe Biber, Bueffel, Hirsche u.a.) Fuer Feuerwasser verschacherten sie ganze Berge von Fellen und ihr Land, welches heute Zuwanderer aus der ganzen Welt beanspruchen und ihren Teil der Schuld am Genozid der Indianer tragen, ausgenommen die Afrikaner, welche als Sklaven eingeschleppt wurden. Aber das ist eine andere Geschichte, welche spaeter zur Sprache kommen wird, unter dem Kapitel: Spezialisten im Tierreich – der Mensch!

Also die Trute gehoert somit zu den am meisten ausgebeuteten Tieren der Erde, denn inzwischen wird sie nicht nur in Amerika gefressen, sondern weltweit! In dieser Beziehung kommt der Mensch in etwa der portugiesischen Galeere gleich – er hat viele Muender, die aus einem Organismus bestehen! Denn wenn’s um Tiermord geht, sind sich alle einig, auch wenn sonst jeder in die entgegengesetzte Richtung laeuft!


Rainbow-Warriors: Menschen mit Herz und Verstand

Eine grosse Tierrechtlerin, welche ich nochmals ehren moechte, ist Karen Davis,
Gruenderin und Obfrau von http://www.upc-online.org/

Heldenhaft ist diese Frau vor allem deswegen, weil die Huehner, Truten, Enten und Gaense zu den am meisten geschundenen Tieren des Planeten gehoeren, denn wo viele Menschen aufhoeren, rotes Fleisch zu essen, nehmen sie eben noch weisses Fleisch zu sich, und das sind eben diese Huehnervoegel! Sie hat einen sehr schweren Stand – und sicher manche dunkle Stunde! Zu finden ist Karen Davis auch auf der Webseite von Dr. Alex Hershaft http://neveragain.org.il/en/, wo Holocaust-Ueberlebende und ihre Familien zu Worte kommen!

Und zum Schluss als Zugabe für alle Tierfreunde noch ein Gedicht von Luis Cernuda:
Toter Vogel

Auf der grauen Erde des Huegels,
Unter des Weissdorns jungen Blaettern,
Am Fuss des Kapellengitters, wo
Junge Studenten in roter Toga voruebergehn,

Gebrochen war dein weisser und schwarzer Fluegel,
Bewegungslos im Tode. Du schienst
Eine abgeschnittene Rose oder ein Stern,
Verbannt vom Thron der Nacht.

Jene leblose Gestalt war eines Tages der Flug
Verzueckt ins Licht, der gluehende Sang
Des Tagesanbruchs, der naechtliche Friede
Des Nestes dort auf dem Gipfel.

Unnuetz scheint alles nun; so scheint
Das Leid der Liebe, wenn diese vergangen,
Das Leiden fuer die Schoenheit, die altert,
Die Muehe des Lichts, das Schatten ertraenken.

Waerst du doch wie das Meer, das aus seinem Tod
Geboren wird. Eine geisthafte Gestalt von dir ahne ich,
Die in den Lueften die kurzen und schoenen
Lieben beweint deiner vergangenen Tage.

Und nun Schweigen. Schlafe. Vergiss.
Naehre von dir den Tod, der in dir nistet.
Diese Ruhe des Fluegels, wie eine sinkende Sonne,
Ist womoeglich des Lebens hoehere Form.

Liebe Gruesse von Siraganda im Tierschutz

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2 Kommentare zu “Gequält und ausgebeutet: Trutenvögel

  1. Lieber Wolodja, liebe Freunde,
    um nochmals auf die grosse Familie der Huehnervoegel zurueckzukommen:
    Huehner, Truten, Enten, Gaense und Schwaene sind sehr soziale Tiere, welche ihre Kinder genauso lieben, wie jede andere Art dies tut!

    Es ist ein grosser Schmerz fuer mich, wenn ich bedenke, wie viele dieser wundervollen Seelen jeden Tag auf grausamste Weise zutode kommen!

    Wir alle koennen das aendern, indem wir auf Tierqualprodukte gaenzlich verzichten! Das Argument, dies haette man schon immer getan, ist bloss eine Ausflucht der Bequemlichkeit! Eben gerade weil dies schon immer so war, ist es jetzt Zeit, es zu aendern!

    In diesem Sinne wuensche ich allen noch einen schoenen Tag und sende liebe Gruesse aus Frankreich – Eure Siraganda im Tierschutz

  2. Liebe Siraganda,

    ja, ich liebe sie auch sehr, die Hühnervögel, vor allem die Hühner selbst.
    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag und das wundervolle Gedicht.
    Du sprichst mir, wie immer, aus dem Herzen.

    LG

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