Rede von Hamed Abdel Samad auf einer AFD-Veranstaltung in Berlin

Ich schätze ihn, denn er bringt viele Wahrheiten auf den Punkt: Hamed Abdel Samad

Seine Botschaft an uns alle in der unten eingefügten und von ihm gehaltenen Rede während einer AFD-Veranstaltung in Berlin: Nicht alle Muslime sollten von Kritikern des Islam unter Generalverdacht gestellt werden. Dies gelte jedoch auch umgekehrt, denn es sei ebenso falsch, wenn alle Islamkritiker unter den Generalverdacht gestellt werden würden, Nazis, rechtsradikale Populisten bzw. Rassisten und Flüchtlingshasser zu sein.

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit 1991 Menschen und Institutionen, die sich um die jüdische Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben. Im Oktober 2015 zeichnete die Gemeinde erstmals zwei Muslime aufgrund ihres Engagements gegen den Antisemitismus aus: Den palästinensisch-israelischen Psychologen Ahmad Mansour und den deutsch-ägyptischen Politologen Hamed Abdel-Samad.

Hier einige Auszüge aus der damaligen Laudatio von Henryk M. Broder auf Hamed Abdel Samad :

»Mit Ahmad und Hamed ehren Sie zwei unabhängige Geister, die sich aus eigener Kraft von den Fesseln ihrer Erziehung befreit haben, ganz im Sinne von Immanuel Kant: ›Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‹ (…)

Ich erinnere mich, worüber wir uns bei unserem ersten Treffen unterhalten haben – unsere Jugendsünden. Ich bin als junger Mann bei Anti-USA-Demos mitgelaufen und habe »USA- SA-SS« gerufen, du hast – viel später, aber im selben Alter – an Umzügen der Muslimbrüder teilgenommen und sowohl den USA wie Israel den baldigen Tod gewünscht. (…)

In dem Moment, als du mir von deiner fundamentalistischen Phase erzählt hast, wurde mir klar, was den Unterschied zwischen einer staatlich anerkannten moralischen Instanz und einem vom Schicksal gebeutelten jungen Moslem ausmacht: die Haltung zu der eigenen Geschichte, das Wissen um die Fehlbarkeit und Verführbarkeit, aber auch das Gefühl für die unfreiwillige Komik des eigenen Tuns. (…)

Mit der Erfahrung deiner Kindheit und Jugend, lieber Hamed, hättest du auch ein Terrorist werden können. Und jeder Sozialarbeiter hätte dir bestätigt, dass du gar nicht anders konntest, weil die Gesellschaft dir keine Chance gegeben hatte. (…)

Dass du dich für einen anderen Weg entschieden hast, war – anders als unser Zusammentreffen – kein Gottesbeweis, sondern ein Beleg dafür, dass man dem Schicksal widersprechen kann. Es ist nicht leicht, es kostet Kraft, es macht oft keinen Spaß, aber: Es ist möglich. (…)

Und zwar ohne den bescheuerten Begriff Querdenker zu benutzen. Große Denker denken nicht quer, sie denken geradeaus. Du tust es auch. Und dabei gelingen dir Sätze, die mich erstarren lassen. Vor Bewunderung und auch ein wenig vor Neid, weil sie mir nicht eingefallen sind. Zum Beispiel: ›Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert‹ und ›Ich habe meinen Migrationshintergrund in den Vordergrund gerückt‹. Das sind nicht Sätze, das sind Sprengsätze der Erkenntnis, die vom Publikum verstanden werden.

Es gibt nur eines, das meine Freude an deinem Erfolg ein wenig trübt. Es ist der Gedanke, wie viele Talente deiner Art ungenutzt verkümmern. Wie viele junge Ägypter, Syrer, Iraker, Araber und Muslime es nicht schaffen, vom Glauben zum Wissen zu konvertieren und in die Welt hinaus zu gehen. Wörtlich und sprichwörtlich. Wie würde die arabische Welt, der ganze Nahe und Mittlere Osten aussehen, wenn es mehr, viel mehr Hamed Abdel-Samads gäbe?

Rede von Hamed Abdel Samad auf einer AFD-Veranstaltung in Berlin über den geistigen Bürgerkrieg in Deutschland :

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3 Kommentare zu “Rede von Hamed Abdel Samad auf einer AFD-Veranstaltung in Berlin

  1. Diesem hoffnungsvollen Spross echter Zivilisation kann man nur alles gute wuenschen – fragt sich nur, wie lange er lebt! Denn seit Jahrhunderten werden genau diese Menschen von den islamistischen Analphabeten einen Kopf kuerzer gemacht!

  2. Lieber Wolodja,
    um nochmals zurueckzukommen auf das obige Video:

    die Gefahr der Stunde besteht darin, dass merkwuerdigerweise gruene und linke Kreise drauf und dran sind, dem faschistoiden Islam aufzusitzen, ohne dabei die Verhaeltnisse zu kennen! Ich war auf der Facebook-Seite von Hamed Abdel Samad und moechte nur folgendes dazu sagen: der Anblick der durch die Schariah hingerichteten Menschen soll meinen Freunden erspart bleiben! Aber egal, was ein Mensch tat: wenn man ihn kreuzigt, den Kopf abschlaegt und diesen in einen Plastiksack steckt und diese Leute anschliessend alle nebeneinander an einem Riesenkran ueber der Stadt aufknuepft mit dem Plastiksack daneben, in welchem sein Kopf steckt, so ist eine Gesellschaft, welche einer solchen barbarischen, primitiven und kriminellen ‚Religion‘ den Hof macht, welche mit verbrecherischen Methoden auf Verbrechen reagiert, nicht nur total von Sinnen, sondern aeusserst gefaehrdet, weil sie ihre Vernunft und ihren Mittelpunkt verloren hat!

    Die Europaer kommen mir aktuell genauso kuenstlich umnebelt und benommen vor, wie seinerzeit die ins Intelligenz-Koma gefallenen Trojaner, welche das Riesenpferd in die Stadt schleppten, dessen Bauch der toedliche Feind entstieg und die Stadt dem Erdboden gleichmachte! Ja ich wage den Vergleich: so mancher europaeische Buerger steht offenbar total unter Drogen, und torkelt sinnbenommen in den Silberschleier einer orientalischen Nacht, aus welcher es eines Tages ein schreckliches Erwachen geben wird!

  3. Siraganda: „die Gefahr der Stunde besteht darin, dass merkwuerdigerweise gruene und linke Kreise drauf und dran sind, dem faschistoiden Islam aufzusitzen…“

    Merkwürdigerweise? Die grünen und linken (pseudolinken) Kreise sind nicht „drauf und dran, dem faschistoiden Islam aufzusitzen“, sondern sie sind treibende Kraft, daß der Islam sich in Deutschland ausbreiten kann. Diese Kreise sind selber faschistoid und Bezeichnungen wie „Grünfaschisten“ oder „Rotfaschisten“ sind zutreffend. Grüne wie Linke (Pseudolinke) bezeichnen Gegner der islamischen Zuwanderung gern als Faschisten oder Nazis, aber der neue Faschismus tarnt sich gern als Antifaschismus, das ist bekannt.

    Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“ Ignazio Silone (Antifaschist) zugeschrieben

    Leider sind die Ansichten der Grünen und der Linken (Pseudolinken) salonfähig geworden und Parteien wie die CDU und die SPD machen da kräftig mit, so daß sich der Islam immer mehr ausbreiten kann.

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