Der Mai ist gekommen – nun endlich auch in Jöhstadt

(Zum Vergrößern bitte Fotos anklicken)

Dichter, Sänger und Liedermacher besangen und besingen den Mai als „Wonnemonat“, in dem es endlich Frühling wird. Kein Wunder: Die Bäume sprießen, die Blumen blühen, die Vöglein zwitschern und die Menschen sind voller Tatendrang. Schon der große Johann Wolfgang von Goethe besang den Mai in seinem berühmten Mailied „Wie herrlich leuchtet die Natur“! Auch das bekannte Volkslied „Der Mai ist gekommen“ beschreibt sehr schön die Freude über das Sprießen und Frohlocken des Frühlings in freier Natur.

Nachfolgend einige mit der Fotokamera festgehaltene maienhafte Impressionen:

Zwei Nistkästen. Bei längerer Beobachtung aus gewisser Distanz sieht man den Anflug einer Staren-Mutter, die im unteren Nistkasten ihre quicklebendigen, piepsenden und zwitschernden Jungen versorgt. Und falls gerade irgendwelche zweibeinigen Wesen auf der Gartenbank ganz in der Nähe dieses Baumes sitzen sollten, so hört man die fürsorgliche Mutter schimpfen, als ob sie sagen wollte: „Was wollt ihr Störenfriede denn hier in der Nähe meiner Jungen? Husch, husch, fort mit euch! Ihr habt hier nichts zu suchen!“

Und hier noch ein kleiner „Tante-Emma-Laden“ für hungrige Vögel. Und dieser hat nicht nur im harten Winter, sondern ganzjährig geöffnet.

Abschließend noch ein schönes Mai-Gedicht von Adolf Glaser:

König Mai

Als Bote eilt der März herbei und bringt der Erde frohe Kunde,
dass sie erwählt vom Bräut’gam sei als Braut zu süssem Liebesbunde.
Und laut erklärt er in der Runde: Der Bräutigam, das ist der Mai, der schöne Mai.

Da er die Kunde ihr gebracht, der Erde Freudentränen rinnen
auf ihre ernste Jungfrautracht von glattgelegtem weissem Linnen;
sie weiss nicht, was sie soll beginnen, denn wohlbekannt ist ihr der Mai, der schöne Mai.

Bald ist sie tiefbewegt, bald still, weiss nicht, was sie soll tun und lassen,
so wechselnd endet der April, nun muss sie in Geduld sich fassen,
denn zwischen Lieb‘ und zwischen Hassen träumt ahnend doch sie nur vom Mai, vom schönen Mai.

Der aber kommt mit einem Mal ganz unerwartet angezogen
und über’n Berg und durch das Tal ist sein Gefolge mitgeflogen:
Ein Zirpen, Girren, Schwirren, Wogen, ein Jauchzen kündigt an den Mai, den schönen Mai.

Wie wird der Braut so wohl und bang, sie fühlt ihr Herz an seinem Hangen,
sein Hauch ist Duft, sein Wort Gesang, es glüh’n von Rosen seine Wangen,
sie ruht von seinem Arm umfangen und jauchzt: O lieber, lieber Mai, oh schöner Mai!

Adolf Glaser 1829-1915, deutscher Schriftsteller

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4 Kommentare zu “Der Mai ist gekommen – nun endlich auch in Jöhstadt

  1. Ja, lieber Wolodja,
    willkommen im Mai! Das sind aber wunderschoene, sehr anmutige Fotos, welche du ‚geschossen‘ hast! Da zeigst Du uns den richtigen Weg: Schiessen mit der Kamera, und nicht mit dem Gewehr, denn die Kamera zeigt uns das Leben – und das Gewehr zeigt uns den Tod!

    Ich bin froh, dass es nun Auch bei Euch gruent und spriesst, denn bei uns tut es dies schon ziemlich lange, da ja Joehstadt ziemlich hoch und dazu noch oestlich gelegen ist! Der Wonnemonat Mai ist uebrigens mein Lieblingsmonat, denn es gibt nichts schoeneres, als wenn die Sonnenstrahlen waermer werden! Obwohl es bei uns schon laenger blueht, ist es ebenfalls erst jetzt etwas waermer, vorher hat es fast ununterbrochen geregnet!

    Inzwischen liebe Gruesse an Dich – ich wuensche Dir viel Vogelgezwitscher und Waerme – Deine Siraganda im Tierschutz

    • Danke, liebe Siraganda, für diesen netten Kommentar. Am allerschönsten gefallen mir Deine Worte:

      „Schiessen mit der Kamera, und nicht mit dem Gewehr, denn die Kamera zeigt uns das Leben – und das Gewehr zeigt uns den Tod!“

      Sehr gut gesagt und treffend formuliert!!!
      LG – Wolfgang

  2. Einen wunderschönen Mai wünsche ich dir, lieber Wolodja.
    Wie schön, dass er auch bei dir nun endlich da ist.
    Mir haben die schönen Fotos und das wunderbare Gedicht sehr gefallen.
    LG

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